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Computerspiel-Technologie zur Fahrzeugentwicklung nutzen

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Von der Spieleentwicklung zur Fahrzeugentwicklung: Virtuelle Modelle können die Entwicklungsbudgets entlasten. So testet Ford beispielsweise neue Fahrzeugfunktionen interaktiv gemeinsam mit Kunden in einem Computerspiel.

Mit wenigen Klicks können physisch-virtuelle Prototypen von Bauteilen verändert werden. 


Die Produktentwicklung mit Extended Reality (XR) beginnt auch in der Automobilbranche Fuß zu fassen. Neben neuen Möglichkeiten für kontaktfreies standortübergreifendes Arbeiten können die physisch-virtuellen Modelle auch zu einer interaktiven Erprobung von Fahrzeugfunktionen gemeinsam mit Kunden führen. Dafür wendet der Automobilhersteller Ford seine im Gaming-Bereich gewonnenen Erkenntnisse auf eigene Prozesse an und lässt neue Fahrzeugfunktionen interaktiv von Kunden testen. So erforschen sie in einem Online-Spiel, ob die Teilnehmer die Taste für automatisches Parken lieber kurz gedrückt halten oder nur einmal drücken wollen. "Die Art und Weise, wie wir unsere Produkte und Dienstleistungen gestalten, ist wirklich spannend. Das gilt auch für unsere neu eingerichteten Experience Design Labore, wo Gamification zu den Schlüsselfaktoren bei der Entwicklung von sinnvollen Nutzererfahrungen zählt", sagte Amko Leenarts, Director of Design, Ford of Europe.

Neben dem Kontakt zu Kunden und der Ermittlung von Kundenwünschen sparen die virtuellen Methoden auch Entwicklungskosten, da reale Prototypen zunächst entfallen. Eine Vorgehensweise, wie sie bei Spieleentwickler gang und gäbe ist. "In der Automobilindustrie gehen nicht selten zehn Prozent des gesamten Entwicklungsbudgets in die Produktion von Prototypen", sagt Marc Etri Leiter des XR-Lab am Institut für Produktentwicklung (IPEK) des Karlsruher Instituts für Technologie. Dort erforschen die Wissenschaftler, wie Extended Reality in allen Entwicklungsphasen nutzbar gemacht werden kann und entwickeln dafür neue Methoden und Prozesse, die praxisnah in Entwicklung und Lehre angewendet werden.

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Die Hintergründe zu diesem Inhalt

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    Bildnachweise
    Mit wenigen Klicks können physisch-virtuelle Prototypen von Bauteilen verändert werden. /© Laila Tkotz / KIT, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, IPG Automotive GmbH/© IPG Automotive GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Hioko/© Hioko, Head acoustics GmbH/© Head acoustics GmbH, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG