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Über dieses Buch

Mit dieser Fallbeispielsammlung stellen zahlreiche Experten aus Universität und Praxis die vielfältigen Möglichkeiten und denkbaren Anwendungen der Simulation im Unternehmen vor. Das Buch ist zunächst einmal eine Informationsbasis für den Produktions- oder Logistikspezialisten im Unternehmen. Doch sollte eigentlich auch jeder angehende Ingenieur ein Exemplar des Buches im Schrank stehen haben, denn längst schon darf man die Simulation mit ihren vielfältigen Einsatzmöglichkeiten zum allgemeingültigen Wissenskanon des Ingenieurs zählen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Simulation ist als Hilfsmittel der Produktionstechnik nicht neu und aus vielen Anwendungsgebieten nicht mehr wegzudenken, wobei sich zwei Hauptanwendungen benennen lassen (Maßberg 1997):
1.
in der Fabrikplanung leistet die Simulation gute Dienste, Planungsergebnisse zu validieren, die Funktionalität neuer Ansätze zu testen und Investitionsentscheidungen zu sichern,
 
2.
in der Fertigungssteuerung werden alternative Einplanungen durchgespielt, um Kapazitätsauslastung und Termineinhaltung zu verbessern.
 
M. Rabe

2. Warenumschlag

Zusammenfassung
Die Simulationstechnik hat sich seit langem in der Logistik etabliert. Insbesondere ist der Einsatz der Simulation bei Materialflußsystemen zur Absicherung der technischen Planung und der Investition schon als klassisch zu nennen. Heute geht man immer mehr dazu über, die Simulationstechnik aus dem Feld der reinen Planungsanwendungen herauszulösen und die Simulation und die entsprechenden Modelle weitergehend zu nutzen.
J. Wloka, S. Spieckermann

3. Innerbetriebliche Logistik

Zusammenfassung
Neben der reinen Herstellung von Gütern ist die Logistik eine der wichtigsten Aufgaben eines Unternehmens. Während es früher hauptsächlich darauf ankam, mittels der Logistik Güter von Ort A nach Ort B zu transportieren, stehen heute neben der reinen Verfügbarkeit von Gütern Zeit-, Kosten- und Qualitätsaspekte im Vordergrund. Die Logistik muß eine termingetreue Anlieferung der benötigten Güter zu vertretbaren Kosten unter Berücksichtigung spezifischer Anforderungen des Gutes an den Transport sicherstellen. Dieses trifft nicht nur auf den Transport von Produkten vom Vertreiber zum Kunden zu, sondern auch in besonderem Maße für die Logistik innerhalb der Unternehmen.
M. Zwick, B. Fritsche, R. Hennenberg, L. Schulze

4. Fertigung und Montage

Zusammenfassung
Die Simulation stellt ein wichtiges Hilfsmittel zur Unterstützung der Planung, aber auch des Betriebs von Fertigungs- und Montageanlagen dar. Die Anwendung des Werkzeugs Simulation auf den Planungsebenen Produktionsanlage und Produktionszelle wird oft auch als Fabriksimulation bezeichnet. Die Fabriksimulation bietet eine Unterstützung bei der Festlegung der Anzahl von Arbeitsstationen (manuelle, teil- und vollautomatisierte), der Verkettungsart dieser Stationen und der Anzahl der Arbeitskräfte.
G. Fretter, M. Rabe, E. Rauh

5. Personaleinsatz

Zusammenfassung
Die Planung von Fertigungssystemen wird zumeist nach einem eher technikorientierten Ansatz durchgeführt, bei dem zuerst die Fertigungsmittel, dann der Materialfluß (einschließlich der erforderlichen Fördermittel) und schließlich gegebenenfalls der zugehörige Informationsfluß geplant wird (vgl. Zülch 1993, Zülch 1995, Zülch et al. 1996). Die Planung des Personaleinsatzes erfolgt erst im Anschluß daran als abgeleitete Planung und besteht dabei häufig nur in einer überschlägigen Bestimmung der notwendigen Arbeitsplätze. Zumeist werden die notwendigen Arbeitsplätze in Form einer statischen Kapazitätsrechnung ermittelt. Hierbei findet jedoch keine detaillierte Betrachtung der Anforderungen an das zukünftige Personal (Fertigungsmitarbeiter) statt. Ein solches Vorgehen kann nur bedingt dazu fähig sein, gute Personalstrukturen für ein vorgegebenes Planungsproblem zu ermitteln. Die detaillierten Anforderungen an das zukünftige Personal ergeben sich aus der Abarbeitung des Fertigungsprogramms, aus den Störungen der Fertigungsmittel bzw. des Materialflusses und der beschränkten Verfügbarkeit von Fertigungsmitteln, Material und Personal (Zülch 1995, S. 110). Die Planung möglichst guter Personalstrukturen erfordert zudem eine Analyse des dynamischen Verhaltens des Fertigungssystems (Heel u. Heitz, S. 348 f.).
G. Zülch, J. Heel, G. Lunze, Ch. Hohendorf, W. Schweizer

6. Organisationsformen

Zusammenfassung
Während Transporteinrichtungen und Automaten als hochdefinierte Systeme vergleichsweise einfach mathematisch zu beschreiben sind, entziehen sich die Organisationsformen eines Betriebes oder einer produzierenden Einheit weitgehend einer genauen Beschreibung. Grundlage der Erhebung im Unternehmen sind beispielsweise Organigramme, Stellenbeschreibungen, Verfahrensanweisungen (ISO 9000ff) oder Arbeitsanweisungen. Die Inhalte solcher Dokumente beziehen sich jedoch überwiegend auf Details der direkt produzierenden Tätigkeit, während Entscheidungen, die durch die Mitarbeiter zu fällen sind, eher grob beschrieben werden. Dies muß im Unternehmensalltag durchaus kein Nachteil sein; die Kreativität, mit der die Mitarbeiter den so belassenen Spielraum nutzen, ist vielmehr zumeist von erheblichem Vorteil für das Unternehmen. Der Simulation fehlen jedoch wesentliche Details, die zu einem Nachvollziehen der Abläufe auf dem Computer erforderlich wären.
M. Rabe, D. Fischer, W. Krug

7. Auftragsdurchlauf, Produktions- und Fertigungssteuerung

Zusammenfassung
Die industrielle Herstellung technischer Erzeugnisse und Produkte hat in den zurückliegenden Jahren grundlegende Änderungen erfahren. Die angespannte, globale Wettbewerbssituation und der Wandel zum Käufermarkt erfordern eine Reduzierung der Auftragsdurchlaufzeit, Bestände und Fertigungskosten. Deshalb werden immer wieder organisatorische und technische Maßnahmen zur Beeinflussung des Zeitverhaltens und der Kostenverursachung von Fertigungsabläufen diskutiert.
A. Mumm, C. Mazzocco, M. Rabe, L. Vollmer

8. Richtlinien zur Simulationsanwendung in Produktion und Logistik

Zusammenfassung
Bei Simulationsstudien in Produktion und Logistik sind — im Unterschied zu herkömmlichen Entwicklungs- oder Planungsprojekten — i. d. R. Mitglieder aus unterschiedlichen Funktionsbereichen vertreten: Betriebsleitung, Fabrikplanung und Produktion, EDV, Organisation, Qualitätswesen und Logistik, Controlling, Forschung und Entwicklung, ggf. auch Lieferanten und Kunden, Simulationsdienstleister usw. Dabei müssen die Beteiligten nicht nur ihr spezifisches Fachwissen einbringen; die Interdisziplinarität eines solchen Projekts erfordert von ihnen auch ein gemeinsames Verständnis der Aufgabe, Grundwissen über die Simulationstechnik und ihre Anwendung sowie methodische Kenntnisse.
M. Becker

Backmatter

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