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11.03.2019 | Smart Cities | Infografik | Onlineartikel

Das sind die smartesten Städte der Welt

Autor:
Sven Eisenkrämer

Eine neue Studie von Roland Berger zeigt die führenden Smart Cities der Welt. Im Top-Ranking ist keine deutsche Stadt dabei, dafür führt das österreichische Wien die Liste an. 

Wien ist mit seinem Konzept einer digitalisierten Stadt weltweit führend. Das ergibt die neue Studie des Beratungsunternehmens Roland Berger, das weltweit Städte mit einer klaren Smart-City-Strategie unter die Lupe genommen hat. 153 sind es insgesamt, eine deutliche Steigerung innerhalb von zwei Jahren von einst 87. Allerdings bemängeln die Experten von Roland Berger, dass 90 Prozent all dieser Städte noch immer keine ganzheitlichen Smart-City-Konzepte zeigen. Die Strategie sei nur der erste Schritt, entscheidend sei die Umsetzung. 

Wien punktet mit innovativen Lösungen in vielen Bereichen

Die österreichische Hauptstadt Wien führt das weltweite Ranking an und punktet laut Studienergebnis beispielsweise mit fortschrittlichen E-Health-Ansätzen. "Die österreichische Hauptstadt überzeugt mit ihrer ganzheitlichen Rahmenstrategie und innovativen Lösungen für Mobilität, Umwelt, Bildung, Gesundheit und Verwaltung sowie einer Fortschrittskontrolle der einzelnen Projekte", erklärt Roland Berger-Partner Thilo Zelt in einer Veröffentlichung zur Studie. Als erstes deutschsprachiges Land bietet Österreich beispielsweise auch offene Verwaltungsdaten. 

An zweiter Stelle im Ranking folgt London, das Straßenlaternen und Bänke mit öffentlichem WLAN versieht, und Luftqualitätssensoren und Ladestationen für Elektrofahrzeuge installiert. Singapur als drittbeste Stadt im Smart-City-Ranking hat mit dem sogenannten "SingPass" ein digitales Identifikationssystem und installiert momentan intelligente Beleuchtungssysteme, autonome Shuttles und Telemedizin.

Aus Deutschland ist nur Berlin im oberen Drittel des Rankings

Im Schnitt zeigen vor allem asiatische Metropolen überzeugende Smart City-Konzepte. Von den deutschen Städten befindet sich nur Berlin im oberen Drittel des Rankings der 153 Städte.

Bei der Umsetzung der Konzepte gibt es laut Roland Berger ebenfalls deutlichen Nachholbedarf. "Oft liegt das aber nicht an den Strategien selbst, sondern an unklaren Verantwortlichkeiten – es fehlt nicht selten eine koordinative Funktion mit dem entsprechenden Know-how, die das Projekt vorantreibt", bemängelt Thilo Zelt.

Ein zentrales Entscheidungsorgan, wie der Chief Digital Officer in London oder die Smart City Agency in Wien, könnten hier Abhilfe schaffen: Sie bündeln technische Kompetenz und steuern zentral Projekte. Gleichzeitig koordinieren sie als übergeordnete Stelle die unterschiedlichen Interessen von Stadt, Service- und Lösungsanbietern sowie der Regierung.

Die Koordination aller beteiligten Gruppen sei ein Schlüssel zum Erfolg für eine Smart City-Strategie, rechtlich klare Rahmenbedingungen ein weiterer: "Es muss ein rechtlicher Rahmen geschaffen werden, um die erfassten Daten zu schützen. Auf der anderen Seite müssen die Städte eine Infrastruktur aufbauen, um Daten für sich nutzbar zu machen", sagt Zelt.

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