Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Überall auf der Welt werden Smart City-Initiativen entwickelt. Allerdings sind diese Initiativen meist nur projektorientiert, ohne holistischen Ansatz. Noch fehlt es in der Praxis an geeigneten Schablonen zur Einordnung des Reifegrades von Smart City-Initiativen und Transformationsmodellen zur konkreten Smart City-Umsetzung.

In diesem Buch geht es um die konkrete und stufenweise Umsetzung von Smart City-Initiativen. Das Buch erlaubt die Klassifikation und Bewertung von Smart City-Initiativen anhand eines Reifegradmodells. Auf der Basis des Reifegradmodells können Smart City-Initiativen mit Hilfe eines abgeleiteten Transformationsmodells stufenweise praxisorientiert umgesetzt werden. Zusätzlich erhält der Leser ein Gerüst an Best Practices bei der Entwicklung und Umsetzung von Smart City-Initiativen an die Hand. Das Reifegrad- und Transformationsmodell werden durch einen konkreten Smart City-Anwendungsfall im Handlungsfeld vernetzter Gesundheitswelten veranschaulicht.

Das vorliegende Buch stellt eine Fortführung des Buches „Die digitale Evolution moderner Großstädte“ dar, welches primär neue Geschäftsmodelle durch die IT-Technologie „Cloud Computing“ und Apps-Ökosystemen im Umfeld von Smart City-Initiativen skizziert.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Die Suche nach einer neuen Urbanität

Wir schreiben das Jahr 2154: Auf der Erde herrschen Armut, Krankheit und Gewalt. Die Städte sind übervölkert, eine medizinische Versorgung existiert lediglich auf niedrigem Niveau und die Wirtschaft erlahmt. Dagegen kreist über der Erde eine Raumstation in der Form eines Rings – „Elysium“. In der griechischen Mythologie stellt Elysium die Insel der Seligen dar. Im Film ist es das Paradies für die Superreichen, von nahezu makellosen Menschen, die von hoch automatisierten Robotern bedient und beschützt werden. An diesem Ort werden Krankheiten binnen Sekunden von High-Tech-Maschinen erkannt und geheilt. Diese Raumstation wirkt wie eine „Gated Community“ des 21. Jahrhunderts, wie man sie vor allem in Nord- und Südamerika, aber auch in zunehmendem Maße in Asien findet. Die Entwicklung einer ringförmigen „Space Station“ wurde tatsächlich bereits in den 70er-Jahren von Wissenschaftlern der Raumfahrtbehörde NASA betrieben. Unter dem Arbeitstitel „Stanford Torus“ wurde 1975 die Idee einer ringförmigen Raumstation entwickelt, die im Orbit über der Erde kreisen sollte.
Michael Jaekel

2. Von Utopia zur Smart City-Realität

Die Vergleichbarkeit von Smart City-Initiativen fällt angesichts der unterschiedlichen Zielrichtungen bezogen auf die Handlungsfelder einer Stadt und des Ansatzes (technologischer, humaner, kollaborations- oder sozioökonomisch-technischer Ansatz) relativ schwer. Aber über die Planung und Umsetzung einer Smart City-Initiative lässt sich eine Klassifikation durchführen. Die Umsetzung einer Smart City als Reißbrett-Entwurf mit ganzheitlichem Ansatz oder als inkrementellem Transformationsprozess lässt eine Klassifikation der Smart City-Initiativen zu. Ein übergeordnetes Klassifikationsschema ist über folgende Typisierung möglich:
Michael Jaekel

3. Smart City konkret – smartes Leben im Alter

Im bisherigen Verlauf des Buches habe ich das Wesen einer Smart City und die möglichen Evolutionspfade vertiefend beleuchtet. Darauf aufbauend wurde das holistische Modell einer Smart City schematisch aufgezeigt. Das ganzheitliche Verständnis einer Smart City bildet die Grundlage für die Entwicklung des formalisierten Modells einer Smart City und darauf aufbauender Smart City-Reifegrad -und Transformationsmodelle, die ich in den folgenden Kap. 5 und 6 entwickeln werde. Bevor ich mich der Ausgestaltung dieser Modelle widme, skizziere ich den kontextuellen Referenzrahmen. Dieser Referenzrahmen bildet sich aus einem praktischen Anwendungsfall „Smart Senior-Ökosystem“ im Handlungsfeld „Smart Living“ einer Smart City. Am Beispiel vernetzter Gesundheitswelten (Smart Health) mit dem Fokus auf das smarte Leben im Alter (Smart Senior), lässt sich das Smart City-Reifegrad- und Transformationsmodell plastisch veranschaulichen. Der herangezogene konkrete Anwendungsfall ist exemplarisch auf Anwendungsfälle in anderen Smart City-Handlungsfeldern übertragbar.
Michael Jaekel

4. Die digitale 360 Grad-Optik und der Smart City-Wandel

Wir schreiben den 22 Januar 1984. Nahezu 100 Mio. Zuschauer in den USA verfolgen im Fernseher den Super Bowl XVIII auf dem Fernsehkanal CBS. In einer Pause des Spiels taucht plötzlich auf den Fernsehbildschirmen in einem Werbespot eine athletische junge Frau auf, die vor düster wirkenden Sicherheitskräften mit Helmen und Schlagstöcken flieht. In den Händen einen Vorschlaghammer haltend rennt die junge Frau vorbei an Reihen mit kahl geschorenen Menschen. Die wie Zwangsarbeiter gekleideten Menschen verfolgen apathisch auf einem überdimensionierten Videobildschirm den Vortrag von „Big Brother“ nach dem Vorbild des Romans „1984“ von George Orwell [WIKI31].
Michael Jaekel

5. Der Kompass für Smart Cities – das Reifegradmodell

Bevor ich die schematischen Entwicklungsstufen einer Smart City skizziere, wird das Verhältnis von Smart City, Smart City-Programm und Smart City-Projekt ausgeleuchtet. Aus der Abb. 5.1 wird das Verhältnis deutlich. Danach sind Smart City-Programme auf einzelne Handlungsfelder einer Smart City begrenzt. Dies ist heute bei den meisten Smart City-Vorhaben der Fall. Dies hat einerseits mit den begrenzten Haushaltsmitteln der Städte zu tun. Außerdem testen die Städte erst einmal in einem Handlungsfeld verschiedene Smart City-Pilot-Programme und -Projekte auf ihre Durchführbarkeit hin aus. In vielen Fällen kann auch nicht von einem Smart City-Programm gesprochen werden, sondern eher von „ad hoc“-Smart-City-Projekten als Teil von Smart City-Programmen in einem oder verschiedenen Handlungsfeldern einer Smart City. Insbesondere die unterschiedlichen Ausgangsbedingungen der Städte können dazu führen, dass man sich auf bestimme Bereiche konzentriert. Oder die Europa-2020-Ziele des Klimaschutzes und der nachhaltigen Energiewirtschaft führen dazu, dass die transformierenden Städte in der Europäischen Union prioritär Smart City-Programme und -Projekte in diesen Handlungsfeldern pilotieren.
Michael Jaekel

6. Der Fahrplan für eine Smart City – das Transformationsmodell

Mit dem Fahrplan für eine Smart City wird die innere Dynamik des Smart City-Designs lebendig und es kann sich eine neue Urbanität in der Digitalmoderne entfalten. Im Kap. 1.1.3 wurden die wesentlichen Entwicklungstendenzen von Städten in den entwickelten Industrienationen unserer Tage skizziert. Die Autorin Hannelore Schlaffer hat in ihrem Buch „Die City“ eine wesentliche Entwicklungstendenz von Städten in einer äußerst geschliffenen Sprache beschrieben. So zerfallen die Städte in zwei Zonen, einem Zentrum und die umgebenden Vororte samt dem Umland. Das Zentrum in den Metropolen wird dabei zunehmend zu „Business Improvement Districts“ transformiert. Diese Business Improvement Districts, eigentlich ist die Bezeichnung schon eine zynische Betrachtung urbanen Lebens, verbannen das über Jahrhunderte gepflegte urbane Leben in die Außenbezirke der Städte.
Michael Jaekel

7. Case Study Barcelona – die europäische Variante einer smarten Metropolis

Auf der offiziellen Website „Barcelona Smart City “ wird mit dem aktuellen Ranking der Smart City-Initiative geworben. Im Jahre 2013 wurde Barcelona in den von dem Klimaforscher Boyd Cohen durchgeführten Smart City -Rankings auf Platz 4 in Europa und auf Platz 10 auf globaler Ebene platziert.
Michael Jaekel

8. Die Smart City lebt und vernetzt sich

Bei der Betrachtung praktischer Smart City-Initiativen fällt oftmals der vorherrschend isolierte Programm- beziehungsweise Projektcharakter auf. Allerorts werden Smart City-Programme und -Projekte initiiert, die sich mit Teilen der Handlungsfelder einer Smart City auseinandersetzen. Die Programme und Projekte stellen einen praktischen, aber unsystematischen Versuch dar, die Smart City Realität werden zu lassen. Diese projektorientierte Herangehensweise an die Realisierung von Smart Cities greift zu kurz. Zudem können aus isolierten Programmen und Projekten nicht die einer Smart City zugrunde liegenden Prinzipien und Prozesse abgeleitet werden. Aber erst die Prinzipien, Prozesse und schematischen Smart City-Modelle erlauben es, den Komplex Smart City in der Gesamtheit zu begreifen und in die wesentlichen Bestandteile zu zerlegen.
Michael Jaekel

Backmatter

Weitere Informationen

Premium Partner

BranchenIndex Online

Die B2B-Firmensuche für Industrie und Wirtschaft: Kostenfrei in Firmenprofilen nach Lieferanten, Herstellern, Dienstleistern und Händlern recherchieren.

Whitepaper

- ANZEIGE -

Best Practices für die Mitarbeiter-Partizipation in der Produktentwicklung

Unternehmen haben das Innovationspotenzial der eigenen Mitarbeiter auch außerhalb der F&E-Abteilung erkannt. Viele Initiativen zur Partizipation scheitern in der Praxis jedoch häufig. Lesen Sie hier  - basierend auf einer qualitativ-explorativen Expertenstudie - mehr über die wesentlichen Problemfelder der mitarbeiterzentrierten Produktentwicklung und profitieren Sie von konkreten Handlungsempfehlungen aus der Praxis.
Jetzt gratis downloaden!

Bildnachweise