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Über dieses Buch

Die Zukunft der Städte und Ballungsräume hängt zunehmend davon ab, wie Verkehrsteilnehmer ihre unterschiedlichen Bedürfnisse koordinieren. Das Konzept der Smart Mobility bietet die Möglichkeit, die geeigneten Transportmittel für Individual- und Frachtverkehr vorausschauend, digital und intermodal abzurufen. Davon profitieren die Verkehrsteilnehmer, aber auch unser Ökosystem.
Dieses Fachbuch wirft einen Blick hinter das Konzept einer durch Digitalisierung gestützten intelligenten Mobilität. Es illustriert Vorgehensweisen und Fragestellungen anhand von fiktiven wie realitätsnahen Projektierungsbeispielen in Städten und Regionen und behandelt zentrale Fragen: Wie lassen sich Mobilitätsszenarien ganzheitlich einschätzen und erfassen? Welches sind die wesentlichen Schritte, die es dabei zu berücksichtigen gilt?
Das Einführungskapitel stellt das Konzept „Smart Mobility“ vor und erläutert verschiedene Projektierungsansätze sowie die Bausteine Intelligenter Mobilität (BIM). Zehn Fallbeispielen, unter anderem zum Autonomen Fahren, zu intelligenten Verkehrsknotenpunkten, zum Erlebnisraum Auto und der E-Mobilität, zeigen praxisnah, wie die Tools, Vorgehensweisen und BIM anzuwenden sind. Zahlreiche Checklisten und Abbildungen unterstreichen darüber hinaus den Praxisbezug dieses Werkes.
Das Begleitbuch zu „Smart Mobility“ von Barbara Flügge, Digitalisierungsexpertin und Beraterin, richtet sich an Entscheider und Unternehmer sowie an Projektleiter und -mitarbeiter im Rahmen von Smart-City-Vorhaben. Außerdem eignet sich dieser Band ideal zur Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen zu Themen wie Smart Cities oder Urban Systems Research.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Stellenwert Auto

Die Mobilität von gestern und heute ist ohne das Auto nicht denkbar. Die Errungenschaften, die mit der Erfindung des Antriebsmotors und der Formgestaltung eines Fahrzeugs einhergehen, beeinflussen unser Denken und Handeln, ob im Alltag, in der Freizeit, bei der Familienplanung und der Entscheidung aufs Land zu ziehen oder doch lieber in der Stadt wohnen zu bleiben. Die Automobilindustrie sorgte mit Neuerungen für Sicherheit, Komfort und Individualität. Und dominiert die Wirtschaftskraft eines Landes! Sollte dies alles in Frage gestellt werden? Welchen Stellenwert nimmt das Fahrzeug für uns morgen ein? Wie sieht der Lebensraum Auto für uns aus? Gibt es ein Leben im Auto und ist das wünschenswert?
Barbara Flügge

2. Lebensraum Auto

Welchen Stellenwert nimmt das Fahrzeug derzeit ein? Anhand ganzheitlicher Mobilitätsuntersuchungen lassen sich Positionsbestimmungen dedizierter durchführen als in einer isolierten auf die Automobilindustrie reduzierten Betrachtung. Die Frage der Wertigkeit eines Fahrzeugs richtet sich nicht mehr nach dem alleinigen Anspruch, etwas zu besitzen. Der Lebensraum im Auto hängt dabei maßgeblich von seinem Umfeld ab. Wie sehr sich das Auto mit seinen Bewohnern und Besuchern vernetzt, beschäftigt Entscheider sowohl in urbanen wie auch ländlichen Räumen. Dabei stehen Personaanalysen und Bedarfsparameter wie Zeit, Komfort und Budget zur Verfügung.
Barbara Flügge, Vinod Jadhav

3. Wachstumsräume

Mit dem Begriff Wachstumsraum sprechen wir geografisch wie virtuell von Standorten und Räumen, die auf Basis bestehender struktureller Merkmale und einer klar definierten Strategie das Wachstum zum Ziel haben. Am Beispiel einer Mittelstadt zeigen wir, wie Bürgermeister Johannes und sein Projektteam sich mit dem Wachstumsraum in ihrer Stadt auseinandersetzen. Ihre Herangehensweise spricht von einem strukturierten, aber auch kreativen Ansatz. Dabei findet das Auto seinen Platz.
Barbara Flügge

4. Erlebnisraum Auto

Wo finden heute unsere Erlebnisse statt? Wie teilen wir sie heute und wo morgen? Das Auto als Erlebnisraum, als mobiler Chatroom, Showroom und der neue Supermarkt: Diese und weitere Assoziationen beschäftigen nicht nur Konsumgüter- und Produktdesigner. Die Automobilindustrie, die sich bis dato gemessen hat an PS-Zahl, Vielfältigkeit der Modellbaureihen und eine 1:1-Ergänzung einer Limousinenbaureihe mit einem SUV-Modell, sieht sich plötzlich eingereiht mit Info- und Entertainmentanbietern und Mobilitätsanbietern, wenn es um die Gunst des Mobilitätskonsumenten geht. Wird der OEM aus unserem Blickfeld verschwinden und dafür der Smartphone-Anbieter in Erscheinung treten? Eben waren wir im Café und haben schnell im Web nach einem neuen Mantel gesucht. Zehn Minuten später holt uns das Auto ab und fährt uns zielstrebig zu den Top 3-Boutiquen in der Stadt, um den in der Zwischenzeit zurückgelegten Mantel in der passenden Größe und Farbe anprobieren zu können. Eine Utopie? Begleiten Sie uns.
Barbara Flügge, Hans Roth

5. Der digitale Lebensraum

Das Shopping Erlebnis, die Yogastunde auf kleinstem Raum während wir unterwegs sind oder die ultimative Ruhezone, das mobile Powernapping – Innovatoren und Visionäre setzen uns gerne dieser Ideenvielfalt aus. Wie steht es aber mit der Umsetzung aus? Erfahren wir nicht gerade unterwegs, was wann wie am besten funktioniert: die Online-Verbindung, das Aktualisieren des Kalenders, das eben noch zu teure Kleidungsstück, welches bei der Boutique um die Ecke plötzlich günstiger angeboten wird? Das Auto verschafft uns in Zukunft einen immer größeren Aktivitätsradius, physisch wie auch digital.
Barbara Flügge, Hans Roth

6. Überlebensraum Auto – das aCar

Das Vorhaben der Technischen Universität München (TUM) und seiner Projekt- und Unterstützungspartner hat bewiesen, wie sich nachhaltige Mobilität in Entwicklungsländern gestalten und umsetzen lässt. Die Sicherung des Überlebens von Familien in ländlichen bzw. abgelegenen Gebieten löste den Startschuss für ein beispielloses Vorhaben aus. Dabei steuern Kriterien wie Sicherheit, Versorgung und Einkommenssicherung sowie der Aufbau neuer Wertschöpfungsketten den Innovationsprozess. Die Innovation, das aCar, präsentiert sich der Fertigungs- und Automobilindustrie als multi-funktionaler, modular aufgebauter und fahrbarer Dienstleister.
Barbara Flügge, Martin Šoltés, Sascha Koberstaedt

7. Nachhaltigkeit auf x Rädern

Dem Anspruch an nachhaltige Mobilität würden so manche Verkehrsmittelanbieter gerne gerecht werden. Doch was es neben technologischen Innovationen mehr denn je braucht, sind die Bereitschaft, sich organisatorisch auf Mobility-as-a-Service einzulassen und der Wille, sich mit Wettbewerbern und Geschäftspartnern zusammen und gemeinsam auseinanderzusetzen. Das Beispiel Green Class zeigt, wie es gehen kann. Es zeigt aber auch, dass sich die Frage nach Umsetzung (noch) nicht für jedermann lösen lässt. Es bedarf finanzieller wie infrastruktureller Mittel und eine Offenheit in politischen Gremien, sich innovativer Konzepte ohne einen bereits existierenden administrativen Unterbau anzunehmen.
Barbara Flügge

8. Innovativ unterwegs: Wer erfindet und wer zieht nach?

Die Grundlage erfolgreicher Innovationen besteht aus Handlungsfähigkeit, Legitimation und produktiver Anwendung. Erfolgreich zu sein bedarf Durchsetzungs- und Vermarktungsgeschick – insbesondere in Organisationsgeflechten und im innerbetrieblichen Wettbewerb etablierter Unternehmen. Für innovative Mobilitätskonzepte wie das autonome Fahren zum Beispiel zeichnen sich verstärkt Newcomer und Zulieferunternehmen der Automobilindustrie aus. Diejenigen, die an Innovationen glauben, machen sich auf den Weg, unabhängig davon, ob die eigene Position dabei in Frage gestellt wird oder nicht. Zu den Vorreitern gehören die Region Steiermark in Österreich mit Alp.Lab, das Forschungsvorhaben ENTOURAGE sowie SAP® mit der Entscheidung, nachhaltige Mobilität über die Unternehmensgrenzen hinweg zu fördern.
Barbara Flügge

9. Smart Spaces

Das Kapitel zeigt am Beispiel des Unternehmens SAP®, wie Nachhaltigkeit in einem der zentralsten Themen, der Elektromobilität, gelebt und weiterentwickelt werden kann. Suchen Interessensgruppen und von Nachhaltigkeit geprägte politische Entscheider händeringend nach den richtigen Ansätzen, das Bewusstsein für Nachhaltigkeit in der Bevölkerung zu schärfen und der Elektromobilität mehr Akzeptanz zu verschaffen, setzen Unternehmen dies längstens um. Der Vision der Klimaneutralität wird zum einen über managementseitige Vorgaben, einer an Mitarbeiterbedürfnissen ausgerichteten Firmenwagenregelung und den dazugehörigen infrastrukturellen Maßnahmen Rechnung getragen. Von größerer Tragweite ist die Entscheidung, sich in Kooperationen mit Kunden und Geschäftspartner zukünftig als Mobilitätsanbieter zu präsentieren!
Barbara Flügge, Christof Walter

10. Innovativ und Autonom: Test Bestanden!

Innovation durch Kollaboration! Der Automotive Cluster Styria, kurz AC Styra, beweist seit seiner Gründung, wie Kollaboration und Innovationsfähigkeit die Wettbewerbsfähigkeit einer ganzen Region nachhaltig positiv beeinflussen. Das Vorhaben Alp.Lab steht nun vor der Aufgabe, sich als Testlabor für autonomes Fahren zu etablieren. Den Startschuss für Testlabore fällte die öffentliche Hand. Gefördert durch das Verkehrsministerium geht es darum, Innovationen „inhouse“ zu erproben und sich als Kollaborationspartner für die Newcomer und Disruptoren auf dem Weltmarkt zu behaupten. Wer welche Positionen dabei einnimmt, verlangt Offenheit und einen gelebten Diskurs.
Barbara Flügge, Horst Bischof

11. Stets zu Diensten! Der Mobile Assistent

Shoppingerlebnisse in USA bleiben dem ein oder anderen auch deswegen in Erinnerung, weil große Einkaufshäuser den Kunden auf Anfrage einen persönlichen Verkaufsbetreuer zur Verfügung stellen. Dieser liest uns jeden Wunsch von den Augen ab, weiß schon intuitiv, welches Label uns gefallen könnte, welchen Trend wir mitgehen und auf welche Farbkombination wir definitiv nicht eingestellt sind. Der persönliche Assistent nimmt uns Laufwege und unnötige Wartezeiten ab, sorgt für einen reibungslosen Ablauf von Auswahl, Reservierung, Abrechnung bis hin zur Lieferung unserer gesammelten Werke nach Hause. Unsere Erwartungshaltungen an mobile Erlebnisse sind von Erfahrungen wie oben geschildert zusehends geprägt. Was sollte er können, unser mobiler Assistent? Und wie weit darf er unsere Auswahlprozesse beeinflussen?
Barbara Flügge

12. Autonom unterwegs sein – Unser Auto, die Datendrehscheibe

Unlängst wissen wir um die Datenerfassung, die selbst unsere Fahrzeuge für uns erledigen – sei es das Connected Drive-Angebot von BMW, die mobile Überwachung unseres Daimlers oder des Renaults – unser Auto ist längst Datensammler, Datenerzeuger und Datenlieferant in einem. Als Datendrehscheibe (engl. Data Hub) ist das Auto eine wesentliche Stellschraube. Das vernetzte Auto braucht nicht erst die Stufen 3, 4 oder 5 des automatisierten Fahrens zu erklimmen, um all diejenigen, die im Hintergrund die Fäden spinnen, wissen zu lassen, wohin wir gerne zu welchem Zeitpunkt und in welcher Stimmung fahren. An wen melden die Datensammler unser Verhalten eigentlich? Wer profitiert bereits jetzt und wer überhaupt nicht? Verdienen wir eigentlich mit an unserer offenkundigen Bereitwilligkeit, unser Fahr-, Brems- und Auswahlverhalten zu teilen?
Barbara Flügge, Mark Zannoni

13. Zukunftsszenario „Mobiler Lebensraum“

Nirgendwo und doch überall
Illustrationen und Designstudien rund um das Thema mobiler Lebensraum sind eine Quelle unerschöpflicher Kreativität. Es ist plakativ gesprochen einfach, sich einen mobilen Lebensraum im Segment Komfort vorzustellen. Geht es aber nicht um Komfort, sondern finanzierbaren Lebensraum zu schaffen, wie sieht dann ein mobiler Lebensraum für diejenigen aus, die keine statische Bleibe haben, kein Zuhause? Welche Qualitäten unternehmerischer Stärke braucht es, um ein Zukunftsszenario auch an moralisch-ethischen Normen auszurichten und dabei zum Wohle aller das bestmögliche Szenario zu zeichnen?
Barbara Flügge

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