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Über dieses Buch

Die digitale Transformation stellt nicht nur die Unternehmenswelt vor große Herausforderungen, sondern nimmt auch auf viele Lebensbereiche der Menschen einer Region enormen Einfluss. Zur Erprobung der Ausgestaltung des regionalen Entwicklungspotenzials finden derzeit erste Pilotprojekte statt. Die bisherigen Ergebnisse machen deutlich, dass die wesentlichen Entwicklungen innerhalb von vier Lebensbereichen – dem Zuhause, der Arbeit, dem öffentlichen Raum und der Mobilität – stattfinden und sich Städte und Gemeinden den neuen Chancen öffnen sollten. Im Fokus dieses Buches steht der regionale Lebensraum und seine Entwicklungen hin zu einer „Smart Region“ in Bezug auf ökonomische, ökologische und soziale Kriterien. Anerkannte Experten aus Wissenschaft und Praxis beantworten aktuelle Fragen, wie beispielsweise• was sind die entscheidenden Dimensionen einer smarten Region,• wie können Maßnahmen und Aktivitäten entwickelt, umgesetzt und koordiniert werden und• was ist bei der regionalen Verankerung und der Messung des Erfolges zu beachten.Die Autoren zielen darauf ab, über die Darstellung der Grundlagen einen soliden Zugang zu diesem Thema zu geben. Best-Practice-Beispiele und regionale Perspektiven inspirieren und regen zum Nachdenken an.
Eine gelungene Symbiose aus Theorie und Praxis macht das Werk zu einer Pflichtlektüre für alle, die sich mit der Entwicklung von Smart Cities und Smart Regions befassen. Damit trägt es zur Verbesserung der Lebensqualität bei, ganz im Sinne der Third Mission der Hochschule Darmstadt.Prof. Dr. Ralph Stengler, Präsident der Hochschule Darmstadt
Ein ausgezeichnetes Buch! Die ausgewählten Praxisbeispiele und dargestellten strategischen Leitplanken lassen hoffen, dass sich in Deutschland die Digitalisierung des öffentlichen Sektors beschleunigt. Eine exzellente digitale Infrastruktur ist eine zentrale Voraussetzung, um nachhaltig im Standortwettbewerb zu bestehen. Ich empfehle das Werk allen politisch Verantwortlichen.Isabel de Paoli, Chief Strategy Officer, Merck KGaA

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Kapitel 1. Die Digitalstadt Darmstadt ist ganz selbstverständlich Teil einer Smart Region

Die Herausgeber im Gespräch mit Jochen Partsch und Uwe Vetterlein
Zusammenfassung
Der Megatrend der Digitalisierung hält unvermindert an. Mit enormem Tempo erfasst das Phänomen nahezu alle gesellschaftlichen Teilbereiche. Städte, Gemeinden und Regionen müssen sich auf die digitalen Veränderungen einlassen und eigene Antworten auf das urbane bzw. regionale Leben der Zukunft finden. Doch wie lässt sich ein derartiger Wandel nachhaltig gestalten? Die Herausgeber sprachen mit Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt und Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar.
Artur Mertens, Klaus-Michael Ahrend, Anke Kopsch, Werner Stork, Jochen Partsch, Uwe Vetterlein

Grundlagen und Ansatzpunkte

Frontmatter

Kapitel 2. Attraktive ländliche Räume durch digitale Kommunen

Zusammenfassung
Das Zusammenleben in unseren Städten und Gemeinden wird seit Jahren durch den sozialen, den demografischen und den digitalen Wandel herausgefordert. Für viele Menschen ist die Anziehungskraft der Metropolen nach wie vor groß. Gleichzeitig lassen sich Entwicklungen beobachten, die gerade kleineren Städten und Gemeinden neue Chancen eröffnen. Durch die Digitalisierung können in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Arbeitswelt oder Handel neue Angebote und Services entwickelt werden, die die Lebensqualität besonders in ländlichen Regionen sichern und auch verbessern können. Eine ausreichende Daseinsvorsorge und die Möglichkeit, Arbeit zu finden, zählen zu den wichtigsten Grundvoraussetzungen, um ein Leben auf dem Land attraktiv zu halten. Wie dies konkret aussehen kann, zeigen innovative Projekte und Initiativen, denen eines gemeinsam ist: Sie werden von vielen, ganz unterschiedlichen Akteur*innen getragen – mit Experimentierfreude und hohem Engagement.
Mario Wiedemann, Petra Klug

Kapitel 3. Teamwork für smarte Regionen

Stadtwerke gestalten den digitalen Wandel für mehr Lebensqualität
Zusammenfassung
Wie wollen wir im Jahr 2030 in unseren Städten leben? Das Zukunftsbild ist klar: mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit, sichere Straßen und sauberes Wasser, stressfreie Mobilität, weniger Abfall, eine effiziente und ressourcenschonende Energieversorgung. Kurzum: Das Ziel sind innovative und bürgernahe Städte mit dem Menschen im Mittelpunkt. Um all dies zu erreichen, helfen digitale Technik und ein stärkerer Blick auf die Regionen. Systemisches Denken, neue Partnerschaften von Stadt und Land sowie mehr Team-Play sind gefragt. Kommunale Unternehmen spielen eine Schlüsselrolle: Sie sind vor Ort verankert, kennen die lokalen Begebenheiten, sind gut vernetzt und stehen für ein nachhaltiges und langfristiges Engagement in der Region. Mit dem Ausbau digitaler Infrastrukturen und wegweisenden Projekten zur intelligenten Vernetzung sind kommunale Unternehmen wichtige Akteure. Für die Weiterentwicklung der Daseinsvorsorge 4.0 brauchen sie, gerade im Hinblick auf die zukünftige Datenökonomie und die wachsende Bedeutung von Daten, faire Rahmenbedingungen.
Timo Poppe

Chapter 4. Smart Handwerk – smart Region

Wie der Wirtschaftssektor die Region vernetzt und sich für die Zukunft stark macht
Zusammenfassung
In der Kampagne zur bundesweiten Dachmarke „Das Handwerk. Die Wirtschaftsmacht von nebenan.“ hieß es vor einigen Jahren: „Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht.“ Und, in der Tat: Das Handwerk darf historisch als einer der ältesten Standortförderer gelten.
Bernd Ehinger

Chapter 5. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft

Rollenbild und Arbeitsorganisation im Wandel und in der Smart Region
Zusammenfassung
Das Rollenbild von BetriebsrätInnen unterliegt seit jeher einem steten Wandel und entwickelt sich weiter, um die Bedürfnisse der Beschäftigten bestmöglich zu vertreten. Der vorliegende Beitrag untersucht, mittels Literaturrecherche und Betrachtung aktueller Trends, wie sich das Rollenbild von BetriebsrätInnen und Gewerkschaften im Zeitverlauf veränderte und beleuchtet eine mögliche zukünftige Weiterentwicklung. In diesem Zusammenhang wird kurz die Entwicklungshistorie von den Anfängen der Betriebsratsarbeit bis hin zur Gegenwart aufgezeigt, um zu ermitteln, ob und wie sich aktuelle Megatrends und die Entwicklung der Smart Region auf die Anforderungen an BetriebsrätInnen und Gewerkschaften sowie auf deren Arbeitsweise auswirken. Dabei spielen Gewerkschaften und Betriebsräte eine gleichermaßen wichtige Rolle, da sie zum einen die betriebliche Realität der ArbeitnehmerInnen mitgestalten und zum anderen das Bindeglied zwischen ArbeitnehmerInnen und UnternehmerInnen in der Smart Region bilden. Die Ausarbeitung gelangt zu dem Schluss, dass sich seit der Entstehung der betriebsrätlichen Tätigkeit ein grundlegender Wandel des Rollenbilds von BetriebsrätInnen vollzogen hat. Dieser Wandel darf jedoch nicht als abgeschlossen verstanden werden, sondern als eine, von verschiedenen Faktoren beeinflusste, anhaltende, Transformation. Ziel des Beitrags ist es, BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen einen Ausblick auf mögliche zukünftige Veränderungen des eigenen Rollenbildes in der Smart Region zu geben, um sich auf ebendiese Veränderungen vorzubereiten.
Andreas P. Becker, Charles Hübler, Kalvin A. Pomplitz

Chapter 6. Einheitlichkeit der Lebensverhältnisse trotz Digitalisierung? Regionale Disparitäten im Überwachungskapitalismus

Zusammenfassung
Der Beitrag nimmt zwei einschlägige Literaturstränge in den Blick, die sich mit der Ökonomie der Digitalisierung auseinandersetzen. Er fragt, welche regionalpolitischen Implikationen sich aus den teils noch vorläufigen Ergebnissen dieser Forschung ableiten lassen. Zum einen dokumentieren wir den sich inzwischen verfestigenden regionalökonomischen Befund, dass die Digitalisierung und allgemeiner der auf Informations- und Kommunikationstechnologien beruhende technische Fortschritt für viele Regionen eher ein Risiko als eine Chance darstellt. Eine wichtige Implikation entsprechender Untersuchungen ist, dass die unter dem Stichwort „Smart Region“ entwickelten Digitalstrategien in Zukunft einen Schwerpunkt auf die Ansiedlung und den Aufbau „digitalkompetenten“ Humankapitals setzen sollten. Zum anderen fassen wir die Ergebnisse einiger Untersuchungen zusammen, die sich mit dem im Zuge des digitalen Wandels herausbildenden kapitalistischen Akkumulationsregime beschäftigen. Es wird die These aufgestellt, dass dieses Regime, das häufig als „Plattformkapitalismus“ und jüngst vermehrt als „Überwachungskapitalismus“ bezeichnet wird, im Widerspruch zu wichtigen Grundlagen des regionalen Wirtschaftens steht. Vor diesem Hintergrund sollten Regionen der Forderung nach einer zügigen Integration in dieses Regime mit einer gehörigen Portion Skepsis begegnen, ihre eigene Definition digitaler Kompetenz entwickeln und in ihre Digitalstrategien bewusst Gegenentwürfe zum Plattformkapitalismus einflechten. Die Empfehlung, digitalkompetentes Humankapital anzusiedeln, wird hingegen gestärkt, vor allem, wenn dieses nicht nur in gewinn-, sondern in gemeinwohlorientierten, öffentlichen und wissenschaftlichen Bereichen Einsatz findet.
Ulrich Klüh, Sonja Kleinod

Chapter 7. Digitale Infrastruktur für smarte Kommunen

Zusammenfassung
Mit dem Ziel, menschliche Siedlungen effizienter, technologisch fortschrittlicher, grüner und sozial inklusiver zu gestalten, wird seit einigen Jahren zunehmend digitale Technologie im Prozess der Entwicklung von Städten und urbanen Strukturen eingesetzt. Man erhofft sich eine Lösung der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Herausforderungen durch die neuen technologischen Möglichkeiten der technischen Vernetzung möglichst vieler Datenerzeugender und -verarbeitender Systeme sowie der Speicherung und Bereitstellung großer Datenmengen. So soll Vorhandenes mittels Informationstechnik besser genutzt werden. Dieser Beitrag skizziert die dazu notwendige Infrastruktur, auf die alle für den Bürger letztlich sichtbaren neuen Funktionen aufbauen.
Markus Lauzi

Chapter 8. Instrumente zur Stärkung der Digitalkompetenz in der Kommunalwirtschaft

Zusammenfassung
Die Digitalisierung macht auch vor kommunalen Unternehmen nicht Halt. Insbesondere kleinen und mittleren Betrieben fällt der Umgang mit dem Thema anfangs schwer. Dieser Verunsicherung lässt sich nur begegnen, wenn die Verantwortlichkeiten in den Unternehmen beginnen, die Digitalisierung als eine Chance begreifen. Die Identifizierung und Strukturierung der relevanten Handlungsfelder zur erfolgreichen Gestaltung der digitalen Transformation kann dabei der erste Schritt sein.
Meriem Tazir, Markus Göttemann, Ksenia Grubets

Chapter 9. Nachhaltige Geschäftsmodelle in der Smart Region

Zusammenfassung
Nachhaltigkeit ist mehr als eine gesellschaftliche Anforderung oder eine philanthropische Erwägung. Vielmehr ist Nachhaltigkeit eine unternehmerische Chance für Gründer und für etablierte Unternehmen. Wie lassen sich nachhaltige Geschäftsmodelle unterscheiden? Wie lässt sich Nachhaltigkeit in neue oder in bestehende Geschäftsmodelle integrieren? Wie lassen sich nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln? Der Beitrag präsentiert eine praxisbezogene Typologie nachhaltiger Geschäftsmodelle mit 7 Typen und 28 Segmenten sowie einen Ansatz für die Entwicklung von ökologischen und sozialen Geschäftsmodellen bei Neugründungen und bei etablierten Unternehmen. (Der Beitrag basiert auf dem Praxishandbuch Ahrend, K.-M. (2016). Geschäftsmodell Nachhaltigkeit: Ökologische und soziale Innovationen als unternehmerische Chance. Wiesbaden: Springer. Es enthält über 800 Praxisbeispiele nachhaltiger Geschäftsmodelle.) Die Typologie zeigt die vielfältigen Möglichkeiten, ökologisch und/oder sozial relevant, glaubwürdig und ambitioniert zu wirtschaften. Darüber hinaus wird ein Konzept für die Nutzung von digitalen Ansätzen bei nachhaltigen Geschäftsmodellen in einer Smart Region vorgestellt.
Klaus-Michael Ahrend

Chapter 10. Mehrwert der Smart Region – Notwendigkeit und Möglichkeit wertorientierter Entwicklungsplanung

Entwurf einer iterativen Wirtschaftlichkeitsrechnung als Wegbereiter der Smart Region
Zusammenfassung
Die Smart Region erweitert das Konzept der Smart City über die Stadtgrenzen hinaus. Das ist ökonomisch sinnvoll, erhöht aber die Komplexität, denn dazu müssen Akteure mit z. T. gegensätzlichen Interessen aufeinander vertrauend investieren. Eine überzeugende Wirtschaftlichkeitsrechnung ist daher für verbindliche Entscheidungen der Akteure in der Smart Region notwendig, aber sehr herausfordernd. Zwar hat die Betriebswirtschaftslehre Methoden einer Wirtschaftlichkeitsrechnung entwickelt, die diesen Herausforderungen gerecht werden, aber in der Smart Region fehlt i. d. R. die dafür erforderliche Datenbasis. Das Dilemma lässt sich mit einer iterativen Wirtschaftlichkeitsrechnung lösen, die mit einer Vision startet, Value Cluster identifiziert, sie in relationalen Geschäftsmodellen operationalisiert und mit deren Umsetzung sowie Lernprozessen die Basis für neue Investitionen schafft. So wird die iterative Wirtschaftlichkeitsrechnung zum Wegbereiter der Smart Region durch smarte Akteure.
Martin Selchert

Ausgestaltung zentraler Lebensbereiche

Frontmatter

Kapitel 11. Smart Living in der Smart Region

Zusammenfassung
Das Institut Wohnen und Umwelt beschäftigt sich in seinen Forschungsprojekten mit der übergeordneten Frage, wie Klimaschutz und Energiewende im Gebäudebereich unter Wahrung sozialer Gerechtigkeit gelingen kann. Der Gebäudesektor trägt ganz wesentlich zum Energieverbrauch bei. Hier liegen deshalb auch erhebliche Einsparpotentiale, um den Verbrauch fossiler Energieressourcen zu senken. Die Klimaproblematik erfordert entschiedene, zielgerichtete Schritte, die zum einen durch bauliche Maßnahmen wie auch durch Verhaltensänderungen der Menschen erreicht werden können. Im dem Beitrag werden Projekte mit regionalem Bezug zu Darmstadt und Südhessen vorgestellt, in denen IuK-Technologien genutzt werden, um Energiesparmaßnahmen in Wohngebäuden umzusetzen. Dabei stehen nicht nur energetische Einsparungen sondern vor allem auch Maßnahmen zur Senkung der Neben- und Betriebskosten im Fokus.
Monika Meyer, Andreas Enseling, Marc Großklos, Ina Renz

Chapter 12. Der Gebäudebestand als Rohstofflager: Der Beitrag der Digitalisierung für ein zukünftiges regionales Stoffstrommanagement im Baubereich

Zusammenfassung
Der Gebäudebestand enthält das größte Lager von Rohstoffen und Materialien der Gesellschaft. Die Nachfrage des Baubereichs nach Rohstoffen und Materialien ist unverändert hoch, genauso wie der Anfall von Bau- und Abbruchabfällen. Um den Zielen der Ressourcenstrategie, des Klimaschutzes und der Kreislaufwirtschaft Rechnung zu tragen, sind weitergehende Ansätze zur Reduzierung des Ressourcenverbrauchs nötig. Hier setzt die Idee eines regionalen Stoffstrommanagements an, in dem die aus dem Rückbau von Gebäuden resultierenden Stoffströme möglichst weitgehend und im unmittelbaren Umfeld genutzt werden. Dazu ist es wesentlich, die Akteure im Lebenszyklus von Gebäuden – Planung, Nutzung, Entsorgung – deutlich besser als heute informatorisch zu vernetzen. Als Grundidee für ein digital gestütztes regionales Stoffstrommanagement beschreibt der vorliegende Beitrag das Modell eines digitalen Gebäudematerialkatasters mit unterschiedlichen Ausbaustufen. Vorgestellt wird eine exemplarische Umsetzung in Form eines „regionalen Rohstoffkatasters“ für ein Planungsgebiet in der Rhein-Main-Region. Als Anwendungsperspektiven eines solchen regionalen Materialkatasters wird die Wiederverwendung von Bauteilen aus dem Gebäuderückbau diskutiert. In laufenden Forschungsarbeiten wird die Entwicklung des digitalen Gebäudematerialkatasters im Hinblick auf die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft im Baubereich, aber auch für die Abschätzungen der ökologischen Wirkungen von Umbau- und Neubaumaßnahmen von Gebäuden und Quartieren weiterverfolgt.
Liselotte Schebek, Hans-Joachim Linke

Chapter 13. Bildung in einer Smart Region

Risikomanagement als Baustein eines smarten Bildungsmanagements
Zusammenfassung
In diesem Beitrag soll die Bedeutung der Bildung für eine Smart Region dargestellt und erläutert werden, dass eine Smart Region ein smartes Bildungsmanagement in einer verfassten Einheit benötigt. Weiterhin soll dargelegt werden, dass eine Region beim Erreichen ihrer Bildungsziele Risiken ausgesetzt ist und wie ein hierauf ausgerichtetes strukturiertes Bildungs-Risikomanagement in seinen Grundzügen ausgestaltet sein kann.
Christopher Almeling

Chapter 14. Digitalisierung und neue Arbeitswelt – Konsequenzen für die berufliche Bildung

Zusammenfassung
Um eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit von Arbeitnehmern/innen nach der Berufsausbildung sicher zu stellen muss diese sich an den Kompetenzanforderungen der digitalen Arbeitswelt neu orientieren. Hierbei spielen weniger die fachlichen als vielmehr die methodischen Fähigkeiten die entscheidende Rolle. Daher werden Zielsetzung sowie hieraus resultierende Herausforderungen an die Vermittlung sowohl fachlicher wie methodischer Kompetenzen zur Vorbereitung und Heranführung junger Menschen auf die zunehmend digitalisierten Arbeitsplätze untersucht und notwendige Maßnahmen diskutiert. So werden im methodischen Kontext Kollaboration und Kommunikationsfähigkeit, Neugier und Eigeninitiative sowie die Fähigkeit zu kritischem Denken und Plausibilitätsprüfung, im fachlichen Kontext digitale und mediale Kompetenz entscheidend. Anschließend wird das zukünftige Anforderungsprofil an die berufliche Ausbildung betrachtet. Diese muss ihre Inhalte zukünftig sinnhaft, zukunftsorientiert, stärkend, innovativ, gemeinschaftlich und ergebnisorientiert gestalten. Die sich hieraus ergebenden notwendigen Veränderungen in der Organisation von betrieblicher Bildung hin zu einem fluiden Modell werden abschließend betrachtet.
Thomas Koppe

Chapter 15. Die Rolle der Sparkasse Darmstadt in einer SMART REGION

Wie ein vernetztes Ökosystem das Banking verändert
Zusammenfassung
Der vorliegende Fachartikel gibt einen Überblick über die Bedeutung von SMART BANKING in einer vernetzten Stadt wie Darmstadt, der Digitalstadt Deutschlands, und ihrer Umgebung. Er zeigt sowohl die Bedingungen, wie den Einsatz von Schlüsseltechnologien, als auch die Auswirkungen, wie die Nutzung von digitalen Geldbörsen oder Identitätsdiensten im Web, auf. Am Beispiel der Sparkasse Darmstadt wird erkenntlich gemacht, wie bereits heute und in naher Zukunft der Alltag in Bezug auf das persönliche Finanzmanagement unserer digital-affinen Kunden aussieht. Smartes Banking betrifft nicht nur zu Zeiten von Industrie 4.0 unsere Firmenkunden, sondern u. a. durch die PSD2, also der neuen Zahlungsdienstrichtlinie für das Mobile- bzw. Online-Banking seit 14.09.2019, auch unsere Privatkunden. Der Fachartikel stellt folglich das Potenzial des sog. „Internet bzw. Payment of Things“ für die Bankenbranche vor. Denn in einer intelligent vernetzten Region spielt das Bezahlen eine erhebliche Rolle. Indem sich das Medium Internet stetig im Wandel befindet, verändert sich auch das Banking. Es ist bargeld- und kontaktlos. Es ist digital. Es ist mehr als nur Kartenzahlung. Es macht sich Alltagsgegenstände wie das Smartphone, ehemals Funktelefon, oder die Smartwatch, ehemals Armbanduhr, zu Nutze. Es basiert zunehmend auf Machine Learning, Big Data, Blockchain und Künstlicher Intelligenz. SMART BANKING bietet Finanzdienstleistern die Chance auf mehr Kundennähe, sodass diese Arbeit sowohl für den zukünftigen Finanzberater, der digital sein wird, als auch für junge Bankkunden, u. a. die sog. Young Affluents, die mit den neuen Technologien vertraut sind und gezielt die Vorzüge der Mobilität und Flexibilität verwenden möchten, interessant ist. Die theoretische Annahme, wie die Rolle von Finanzinstituten in einem vernetzten Ökosystem aussehen kann, wird durch bereits vorhandene Produkte und Services wie eSafe, Fotoüberweisung, yes® usw. bestätigt, bzw. anhand von fiktiv entworfenen, zielgruppen-ähnlichen Personas der Sparkasse Darmstadt plakativ gemacht.
Saskia Templin

Chapter 16. Digitale Transformation im Gesundheitswesen – Masterplan Smart Hospital

Zusammenfassung
Der Datenaustausch zwischen den Versorgungsinstitutionen und den multiprofessionellen Teams ist im Gesundheitswesen für jeden einzelnen Patienten von enormer Bedeutung. Digitale Transformation sorgt für tiefgreifende Veränderungen im Gesundheitswesen und bedeutet für Patienten mehr Sicherheit, für Mitarbeitende Entlastung. Der Masterplan Gesundheitsplattform der Klinikum Darmstadt GmbH will, anders als es die Krankenkassen derzeit handhaben, die Patientensouveränität in der intra- und intersektoralen Kommunikation stärken und den Patienten zum Besitzer seiner digitalen Gesundheitsdaten machen. Denn im Mittelpunkt aller Digitalisierungsprozesse in einem Krankenhaus kann nur der Patient stehen. Ausgehend von den eigenen Patienten und deren Behandlungsdaten wird die Vernetzung mit anderen lokalen und regionalen Versorgungs- und Gesundheitseinrichtungen erreicht. Alle Projekte und Use-Cases des Masterplans sind dabei so aufgestellt, dass sie modellhaft in anderen Kommunen umgesetzt werden können.
Clemens Maurer

Chapter 17. Energieerzeugung in der Smart Region

Zusammenfassung
Infolge der im Jahr 2000 durch die Bundesregierung eingeleiteten Energiewende kam es hinsichtlich der elektrischen Energieerzeugung immer wieder durch Anpassungen und Neuausrichtungen zu einem kompletten Wandel des Energieversorgungskonzeptes. Während in der Vergangenheit die elektrische Energie nahezu ausschließlich aus fossilen Energieträgern sowie aus Kern- und Wasserkraft gewonnen wurde, werden heute bereits 40 % des Stroms regenerativ erzeugt. Dieser Wandel bewirkt nicht nur eine Veränderung in der Erzeugung von ursprünglich zentralen Großkraftwerken hin zu einer kleinteiligen Erzeugung mittels regenerativen Energieerzeugungsanlagen, sondern er erfordert auch einen Umbau der Übertragungs- und Verteilungsnetze. Für die regionale Infrastruktur bedeutet dies eine Abkopplung von monopolistischen zentralen Strukturen bei der Erzeugung, hin zu mehr Selbstständigkeit und Erhalt der eigenen Wertschöpfung. Dieser sehr kapitalintensive Prozess erfordert eine große Bereitschaft der Bevölkerung in der Region hinsichtlich der Akzeptanz regenerativer Energieerzeugungsanlagen wie z. B. Windkraft-, Photovoltaik- oder Biogasanlagen und wird die ländlichen Gebiete am stärksten prägen. Das zeitweise Überangebot und der zu anderen Zeiten auftretende Mangel an regenerativ erzeugter elektrischer Energie wird zu einer Kopplung der Sparten Strom, Wärme, Gas und Mobilität führen und den Austausch zwischen ländlichen und urbanen Räumen weiter steigern. Dazu werden smarte Netze (Smart Grids) und neue Speicher grundlegend sein. Zur aktiven Steuerung der unterschiedlichen Sparten und Speicher bilden sowohl Verbrauchs-/ Erzeugungsdaten der Konsumenten als auch Wetterprognosen die Grundlage. Intelligente Algorithmen werden zukünftig das Zusammenspiel bestimmen.
Ingo Jeromin

Chapter 18. „Erfolgsfaktoren einer Smart Region (Best Practice) am Beispiel von Zürich“

Zusammenfassung
Ambitionierte Energie- und Klimaziele sind in Städten und Gemeinden nur durch eine integrierte ämter- und akteursübergreifende Planung und Umsetzung (smarte Planungsprozesse und virtuelle Organisation) zu erreichen. Die zahlreichen relevanten städtischen Akteure, die ihren themenspezifischen Strategie- und Umsetzungsaufgaben oft ohne Blick für das Ganze wahrnehmen, sind methodisch und inhaltlich zu koordinieren. Eine anerkannte Methodik (z. B. die der 2000-W-Gesellschaft) und ein daten- und toolgestütztes Instrument (z. B. das Gebäudeparkmodell) ermöglichen die sachgerechte Einordnung der themenspezifischen Einzelinteressen und damit einen zielführenden Blick auf das Ganze.
Bruno Bébié, Martin Jakob, Robert Kunze, York Ostermeyer

Chapter 19. Smarte Öffentliche Mobilität in Stadt und Region

Zusammenfassung
Digitale Technologien verändern auch im Mobilitätsbereich bestehende Geschäftsmodelle und Nutzungsgewohnheiten. Für die Branche des Öffentlichen Personennahverkehrs entsteht daraus die Notwendigkeit, sich mit neuen Wettbewerbern auseinanderzusetzen und sich an veränderte Kundenwünsche anzupassen. Dabei gilt es, das Kerngeschäft mit Bussen und Bahnen mit neuen, individuelleren und flexibleren Angeboten zu ergänzen und zusammen mit den Angeboten anderer Anbieter zu einem multi- und intermodalen Gesamtpaket zu schnüren. So können attraktive Alternativen zum motorisierten Individualverkehr in urbanen wie in ländlichen Räumen entstehen. Der Beitrag zeigt, dass für eine wirklich „smarte“ Öffentliche Mobilität jedoch mehr notwendig ist als ein attraktiver ÖPNV. Damit durch digitale Anwendungen nicht mehr Verkehr entsteht, muss ein moderner ÖPNV in ein integriertes Verkehrskonzept eingebettet werden, welches Stadt und Land zusammendenkt und das von regulativen Maßnahmen flankiert wird.
Franziska Rischkowsky, Susanne Straßer

Chapter 20. Neue Mobilitätsangebote: Ersatz oder Ergänzung des ÖPNV? Eine Analyse am Beispiel des stationsflexiblen Carsharings

Zusammenfassung
Neue, „smarte“ Mobilitätsangebote kommen in großer Vielfalt auf den Markt und schicken sich an, die Mobilitätslandschaft zu verändern. Dabei stellen sich vielfältige Fragen, beispielsweise nach dem Umgang mit den in den Diensten anfallenden Daten, nach der Steuerungsnotwendigkeit und Steuerungsfähigkeit der neuen Angebote und nach deren Wechselwirkungen mit dem bestehenden Verkehrssystem. Der Beitrag geht diesen Fragen nach am Beispiel des stationsflexiblen Carsharings, welches eine Hybridform etablierter Carsharing-Varianten darstellt. Anhand von Fahrtkennzahlen sowie des Nutzungsverhaltens lässt es sich jedoch weder dem stationsbasierten noch dem Free-Floating-Carsharing zuordnen. Der Anteil der Direktfahrten zwischen Stationen an allen Fahrten ist so gering, dass keine relevante Kannibalisierung des ÖPNV durch dieses Mobilitätsangebot vorliegt. Die Kunden des stationsflexiblen Carsharings sehen das Angebot als Ergänzung zum ÖPNV und besitzen eine ausgeprägte ÖPNV-Affinität. Aufgrund dieser positiven Wechselwirkungen zwischen den beiden Mobilitätsangeboten sollten die Kommunen diese Carsharing-Variante aktiv unterstützen. Dabei können die Systemdaten wesentliche Erkenntnisgewinne und Planungsunterstützung bieten. Geeignete Formen der Zusammenarbeit zwischen Anbietern und Kommunen sowie zwischen den Kommunen untereinander sind allerdings noch zu entwickeln.
Volker Blees, Marco Zerban

Chapter 21. Carsharing als Baustein einer Smart Region Strategie

Zusammenfassung
Viele Städte in Deutschland leiden unter einer massiven Verkehrsüberlastung: Staus, Umweltprobleme und nicht zuletzt die Beeinträchtigung der Lebensqualität der Menschen sind die Folgen dieser Verkehrsproblematik. Ausgehend von diesem Sachstand zeigen die Autoren anhand in der Praxis erworbener Kenntnisse auf, welche Ineffizienzen bei der Nutzung des motorisierten Individualverkehrs bestehen und wie jeder einzelne seine individuelle Mobilität entsprechend verändern kann, um so einen Beitrag zu einer Verkehrswende zu leisten. Carsharing kann hier ein Baustein sein, um das Verkehrsverhalten nachhaltig anzupassen und die Nutzung des Umweltverbundes (Umweltverbund bezeichnet die Gruppe der „umweltverträglichen“ Verkehrsmittel, also nicht motorisierte Verkehrsträger (beispielsweise Fußgänger oder Fahrräder), öffentliche Verkehrsmittel (Bahn, Bus und Taxis), sowie Carsharing und Mitfahrzentralen.) zu begünstigen. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist dabei die Vernetzung der Angebote innerhalb einer Region. Wie dies gelingen kann und welche Rolle dabei die IT einnimmt, wird in diesem Beitrag erläutert.
Martin Trillig, Reinhard Becker

Chapter 22. Fallstudie, Feldversuch und Projekte zum Thema „Intelligentes Verkehrsraummanagement“ in Darmstadt

Zusammenfassung
Über Themen wie „Smart City“, „Mobility as a Service“ und „Industrie 4.0“ wird weltweit diskutiert. Es ist hilfreich, die Inhalte dieser Begriffe als Prozess der Entwicklung neuer Konzepte zur Nutzung und Etablierung digitaler Technologien zu betrachten und diese zusammen mit sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Aspekten zu kombinieren. Vor dem Hintergrund der ansteigenden städtischen Umweltverschmutzung aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sowie durch drohende Fahrverboten sind u. a. Konzepte zur Entwicklung einer „Smart City“ gefragt. In dem Kontext haben sich VITRONIC und die Hochschule Darmstadt das Ziel gesetzt, eine entsprechende Fallstudie durchzuführen. Die Studie und die daraus entstandenen bzw. zukünftigen Projekte beschäftigen sich im Rahmen von „Smart City“ bzw. „Smart Region“ mit dem Einsatz und der Nutzung bestehender Verkehrsmesstechnik-Infrastruktur zur Verbesserung der Lebensqualität in Städten und der Region. Dabei werden vorhandene Daten aus bestehenden Infrastrukturelementen mit Sensoren zur Erfassung von Umweltdaten ergänzt und kombiniert. Der Artikel stellt die Fallstudie sowie die daraus resultierenden Projekte vor und betrachtet Anwendungsmöglichkeiten.
Bernhard Minge, Werner Stork, Johanna Bucerius, Dorothea Rosen

Regionale Perspektiven

Frontmatter

Chapter 23. Smart Region Frankfurt Rhein Main

Ein Plädoyer für (über)regionale smarte Zusammenarbeit
Zusammenfassung
Wenn die Zukunft im vernetzten Denken und Handeln liegt, wenn das Denken über den (kommunalen) Tellerrand hinweg die Zukunft ist, warum reden wir immer mehr über „smart cities“? Und wenn die city nicht die „smarte“ Antwort ist, ist es dann die Region? Oder eine noch größere Einheit?
Innerhalb der wirtschafts-, aber auch gesellschaftspolitischen Diskussionen rangiert derzeit die Debatte um die Folgen der Digitalisierung auf den vorderen Plätzen. Dies ist zum Teil der sehr grundsätzlichen Bedeutung der Digitalisierung für eine enorme Anzahl von Bereichen geschuldet, und der mit diesem Prozess einhergehenden Disruption. Vielschichtige Fragen zu den Themen notwendige und gewünschte datentechnisch mögliche Transparenz versus Schutz des Individuums, eine zunehmende gesellschaftliche Anonymisierung, und die Änderung kompletter Wertschöpfungsketten im Wirtschaftsgeschehen werden aufgerufen und kontinuierlich diskutiert.
Frank Zachmann

Chapter 24. Mit klarer Haltung die Zukunftsfähigkeit der Region München mitgestalten

Die Stadtwerke München als Puls von Stadt und Region
Zusammenfassung
Die Stadtwerke München (SWM) zählen mit ihren Geschäftsfeldern Energie, Trinkwasser, Mobilität, Telekommunikation, Bäder und dem Stadtportal muenchen.de sowie dazugehörigen Leistungen zu den größten Infrastruktur-Unternehmen Deutschlands.
Um das traditionsreiche Unternehmen in eine erfolgreiche Zukunft führen und einen Beitrag dazu leisten zu können, die Metropolregion München als Smart Region erstrahlen zu lassen, wurde für die SWM eine wichtige haltungs- und strategieweisende Basis entwickelt. Diese besteht aus einer ambitionierten Vision und einer motivierenden Mission, die die Mitarbeiter anspornt und den gemeinsamen Weg des Konzerns beschreibt. Ebenfalls wurde eine Markenstrategie entwickelt, die die Einzelmarken stärkt und Synergien für den Gesamtkonzern hebt. Zusätzlich nehmen auch die Markenarchitektur und das Portfolio eine Schlüsselposition bei der Wahrnehmung des Angebotes durch (potenzielle) Kunden ein. Aus diesem Grund wurden diese ebenfalls unter Einbeziehung der Kundenmeinung überarbeitet und vereinfacht.
In einem nächsten Schritt galt es, die entwickelte Basis zum Leben zu erwecken. Dies erfolgte auf Grundlage eines veranschaulichenden Zukunftsbildes und der Leitidee „Der Puls unserer Stadt“, die bei relevanten Anspruchsgruppen in der Region wahrnehmbar gemacht werden sollte. Die daraus resultierende Leitlinie, die über alle Themen die gleiche Botschaft erzählt und sich konsequent an der Marke ausrichtet, findet sich in der Botschaft der SWM wieder: „Wir kümmern uns um Münchens Zukunft → M/Zukunft.“ Diese Kernbotschaft stellt die Basis einer Kampagne der SWM dar, die zudem eine klare Verbindung zu den Handlungsfeldern der SWM knüpft und somit als Beweisführung für ihre Kompetenz entlang der aufgezeigten Bereiche dient.
Insgesamt gehen die SWM mit dieser richtungsweisenden strategischen Basis und der einhergehenden Kampagne einen großen Schritt zur Stärkung des Gesamtkonzern und leisten einen wichtigen Beitrag für die Stadt und Smart Region München.
Franz-Rudolf Esch, Andreas Brunner, Jana Tabellion

Chapter 25. Smart Regions

Elemente einer Transferagenda
Zusammenfassung
Der Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, welche Merkmale eine Smart Region auszeichnen, wie regionale Vernetzung neu gestaltet werden kann und welche Elemente bei der Entwicklung wichtig sind.
Aus der Sicht des Verfassers ist eine smarte Region kein Synonym einer digitalen Region. Smart wird eine Region erst durch das Zusammenwirken technologischer, auch digitaler, Innovationen, mit sozialer und institutioneller Innovation.
Daher bildet die strukturelle und organisationale Dimension des regionalen Zusammenwirkens den archimedischen Punkt. Eine smarte Region, i.S. eines regionalen Innovationssystems, benötigt ein neuartiges „Organsisational Design“, Sprachfähigkeit zwischen Experten und Sektoren, Beziehungskapital und Boundary Spanner für den gemeinsamen Erfolg. D. h., es ist ein systemischer Lösungsansatz erforderlich, der Strukturen und Expertenwissen mit Kooperationskompetenz verbindet.
Der Beitrag konkretisiert diese Überlegungen an Hand von nationalen und internationalen Praxisbespielen, aus denen sich eine Transferagenda ableitet.
Oliver Christopher Will

Zusammenfassung und Ausblick

Frontmatter

Chapter 26. Die Welt, auch die digitale Welt, wird nach Corona eine andere sein – davon profitiert der ländliche Raum

Die Herausgeber im Gespräch mit mit Frank Matiaske
Zusammenfassung
Der Weg eine Region im Zeitalter der Digitalisierung in die Zukunft zu führen ist herausfordernd und komplex. Lohnenswert wird er, wenn digitaler Fortschritt eine andere Konnotation bekommt und sich an der eigenen Identität orientiert. Die Herausgeber sprachen mit Frank Matiaske, Landrat des Odenwaldkreises über ökonomische, ökologische und soziale Aspekte einer regionalen Transformation und wie man die wesensprägenden Merkmale einer Region als Leuchtturm für einen derartigen Veränderungsprozess nutzen kann.
Artur Mertens, Klaus-Michael Ahrend, Anke Kopsch, Werner Stork, Frank Matiaske
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