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Über dieses Buch

Konfliktbegleitung und Konfliktlösung im Planen und Bauen außerhalb der Gerichte ist erfolgreich und notwendig. Das Buch zeigt die Voraussetzungen und Wirkungsweise der Mediation anhand vieler Praxisbeispiele aus dem öffentlichen und privaten Baurecht. Auch andere Alternativen der außergerichtlichen Konfliktlösung werden vorgestellt, etwa die Experten-Schlichtung, Adjudikation, VOB/B-Stelle, Schiedsverfahren zwischen Baubeteiligten und Mediation, Moderation und Bürgerbeteiligung im öffentlichen Bereich. Die Konfliktlösung durch die Gerichte, einschließlich Güterichter und einstweiliger Verfügung werden ebenfalls einbezogen.
Der Leser findet umfassende Erläuterungen, aber auch Interviews, Dialoge und Fallstudien zu unterschiedlichsten Themen rund um das Planen und Bauen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Was ist Mediation?

Warum und wann lassen sich mit Mediation und anderen Formen der außergerichtlichen Konfliktbearbeitung die besseren Ergebnisse erzielen? Die wichtigsten Parameter einer erfolgreichen Mediation werden dargestellt. Was muss unbedingt gegeben sein und wann lässt man die Mediation lieber bleiben?

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

2. Die Akteure der Mediation

Die Beteiligten streiten sich im einfachsten Fall um eine Sache (zum Beispiel um Geld), und weil hier vom Planen und Bauen die Rede sein soll, vornehmlich um den Wert oder den Mangel von Bauleistungen oder von Planungsleistungen oder von Planungsverfahren. Will die Parteien Menschen sind, stehen im Hintergrund auch unterschiedliche Wahrnehmungen ihrer Rolle in dieser Auseinandersetzung, sei es als Kunde, als Bürger, als Chef, als Architekt, als Unternehmer. Beteiligt sind auch persönliche Wertvorstellungen. Was der eine als großzügig empfindet verletzt des anderen Sparsamkeit. Was der eine als fürsorglich empfindet, mag den anderen bevormunden. Was der eine als sorgfältig empfindet, mag der andere kleinlich finden. Dahinter stehen immer die menschlichen Beziehungen der Parteien, ihre Autorität, Macht, Rivalität, Konkurrenz, usw. Diese sehr menschlichen Eigenschaften geraten manchmal aus dem Blickfeld, wenn Menschen einfach nur über Geld streiten.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

3. Mediation zwischen Käufer und Bauträger Bauträger bei der Abnahme Abnahme einer Eigentumswohnung Eigentumswohnung

Der Bauträgervertrag zum Erwerb einer Eigentumswohnung unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von anderen Verträgen. Der Bauträgervertrag ist ein Hybrid aus Werkvertrag und Kaufvertrag. Die Erwartungen von Käufer (als Verbraucher) und Verkäufer (Bauträger) an die Eigentumswohnung unterscheiden sich deutlich. Der Bauträger beruft sich auf den Vertrag, die Baubeschreibung und die allgemein anerkannten Regeln der Technik. Die allgemein anerkannten Regeln der Technik regeln, was zum Schutz von Leib und Leben, Schutz vor Feuer und Einsturz, und so weiter zwingend erforderlich ist. Das ist deutlich weniger als Käufer sich von ihrer neuen Wohnung erwarten. Der Käufer erwartet einen dem Kaufpreis adäquaten Qualitätsstandard, mindestens eine Beschaffenheit von „mittlerer Art und Güte“. Die Übergabe einer Wohnung an den Käufer ist etwas anderes als der Rechtsbegriff der Abnahme. Eine Wohnung ohne Heizung ist im Winter nicht bezugsfertig. Die Übergabe einer bezugsfertigen Wohnung schließt jedoch nicht aus, dass die Wohnung zu diesem Zeitpunkt noch wesentliche Mängel aufweist. Zum Beispiel ist eine Wohnung bezugsfertig, wenn der Balkon noch nicht benutzbar ist, weil das Balkongeländer noch nicht montiert ist. Folgerichtig ist zum Zeitpunkt der Übergabe nicht der gesamte Kaufpreis fällig. Erst nach Fertigstellung der Außenanlagen und der vollständigen Mängelbeseitigung ist die letzte Kaufpreisrate fällig. Die Konstellation, dass der Käufer bereits wohnen kann, ohne die letzte Kaufpreisrate bezahlt zu haben, ist zwischen Käufer und Verkäufer vielfältig konfliktgeladen. Darin liegen zahlreiche Chancen für erfolgreiche Mediation

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

4. Mediation zwischen Architekt und Ingenieur – Fallstudie im Dialog

Fallstudie im Dialog zur Konflikt zwischen Architekt und Ingenieur. Darstellung der psychologischen Situation und Dynamik des Mediationsverfahrens und der Interventionsmöglichkeiten „wenn’s“ nur ums Geld geht.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

5. Mediation in WEG-Angelegenheiten

Das Wohnungseigentum hat in Deutschland eine lange Tradition und ist aufgrund der städtischen Besiedelung weit verbreitet. Ist der Hausverwalter der geborene Mediator? Wie könnte man die Mediation als Konfliktlösungsverfahren in die WEG einführen? Praxisfälle aus dem Wohnungseigentums-Recht zeigen die Chancen und Möglichkeiten der Mediation auf.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

6. Mediation zwischen Investor Investor und Mietern Mieter

Die Privatisierung von Mietwohnanlagen ist ein Beispiel, wo sich die Interessen von Investoren und Mietern begegnen. Anhand eines Praxisfalls wird die Problematik aufgearbeitet und der erfolgreiche Verlauf eines „Runden Tisches“ nachgezeichnet. Die einzelnen Stationen des Verfahrens werden kritisch beleuchtet.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

7. Mediation in Baugemeinschaften/Baugruppen

Die Attraktivität von Baugruppen bzw. Baugemeinschaften nehmen zu - und damit auch die Notwendigkeit sich innerhalb dieser Gruppen zu koordinieren und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Die frühzeitige Einbeziehung eines unabhängigen Mediators kann diesen Prozess nachhaltig unterstützen. Was ist dabei zu beachten?

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

8. Mediation zur Unterstützung des Konfliktmanagements bei komplexen Bauprojekten

Die am Bau Beteiligten machen immer wieder die Erfahrung, dass die häufig konfliktbelasteten Beziehungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmern in höchstem Maße kontraproduktiv sind und die Kernziele des Projektes, die Einhaltung der Vorgaben für Kosten, Termine und Qualität, substanziell gefährden. Partnering und Alliancing können ein Modell nicht nur für Großprojekte sein. Sie werden hier vorgestellt und gezeigt, wie ein Mediator bei der Bewältigung der dabei auftretenden Konflikte helfen kann.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

9. Mediation zwischen Partnern, Gesellschaftern, Mitarbeitern in Architektur- oder Ingenieurbüros

Mehr als 100.000 Ingenieur- und Architekturbüros gibt es in Deutschland. Die besonderen Interessenlagen der Gesellschafter, Partner, Mitarbeiter führen zu typischen internen Konflikten in solchen Büros, bei denen der Mediator helfen kann. Neben den typischen Konfliktsituationen wird hier auch das „Reframing“ als Methode an einem praktischen Fall dargestellt und die Frage beantwortet, ob ein Mediator über Feldkompetenz im Planen und Bauen verfügen sollte.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

10. Mediation zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer

Die Konfliktprävention im Verhältnis zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber gehört zum Risikomanagement des Unternehmens. Die Baupraxis mir ihrem verrechtlichtem Umfeld und den großen Machtgefällen erschwert die Prävention Es werden die typischen Interessen der Baubeteiligten untersucht und die Lösung nach Optionen vorgestellt.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

11. Mediation und andere Verfahren der Streitbeilegung

Konfliktvermeidung und Konfliktlösung im Planen und Bauen sind auf viele Arten möglich und erforderlich. In diesem Kapitel werden die wichtigsten vorgestellt und das Zusammenwirken mit der Mediation besprochen. Für die Auswahl des richtigen Verfahrens werden auch die Kosten von Streitbeilegungsverfahren verglichen.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

12. Mediation im öffentlichen Bereich öffentlicher Bereich

Charakteristisch für Mediation und Konfliktmoderation in öffentlichen Verwaltungsverfahren ist die große Anzahl von Parteien, die beteiligt werden müssen. Diese kann bei 20 Personen, aber auch bei über 100 Personen liegen. Des Weiteren werden in der Mediation im öffentlichen Bereich keine Entscheidungen getroffen, sondern Grundlagen für die Beschlüsse der politischen Gremien vorbereitet. Die Wirkungsgrenzen von Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen von Planverfahren liegen vor allem darin, dass die gesetzlich festgelegten Zuständigkeiten im föderalen System durch Bürgermitwirkungsprozesse nicht ausgehebelt werden können. Bei städtebaulichen Planvorhaben hat die Kommune die Planungshoheit.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

13. Förderung der Mediation im Planen und Bauen

Obwohl zahlreiche Gründe für die Nutzung der Mediation im Planen und Bauen sprechen, hält das Mediationsverfahren nur langsam Einzug in Deutschland - trotz Mediationsgesetz und Güterichter.In diesem Kapitel werden die Gründe für die Widerstände betrachtet und gezeigt, warum Rechtsanwälte, Gerichte, Versicherungen, Hochschulen, Sachverständige an der Förderung der Mediation interessiert sein sollten.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

14. Muster mit Kommentierung

Mediation und andere Formen der außergerichtlichen Konfliktlösung sollten bereits vertraglich vorgesehen sein. Hier werden verschieden Musterklauseln aus der Praxis dargestellt, sowie ein Muster für eine Vereinbarung über die Durchführung der Mediation kommentiert. Eine Checkliste mit Hinweisen erleichtert dem Mediator die Fertigung einer ggf. auch vollstreckbaren Abschlussvereinbarung.

Peter Hammacher, Ilse Erzigkeit, Sebastian Sage

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