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Über dieses Buch

Dieses China-Buch gewährt Ihnen einen tiefen Einblick in die Wirtschaft und Kultur des Landes China entwickelt sich mehr und mehr zur stärksten Macht auf dem Weltmarkt. Der Wissensdruck steigt für viele deutsche Betriebe, da es in Zeiten von Internationalisierung und Globalisierung fast unumgänglich ist, Geschäftsbeziehungen mit chinesischen Unternehmen einzugehen. Dabei hilft dieses Buch über China, indem es fachkundig wichtige Informationen über Kultur, Politik und Wirtschaft des Landes gibt. Die Autoren kombinieren dabei persönliche Erfahrungsberichte mit objektiven Analysen und schaffen so einen interessanten Mix aus Fakten und eigener Sachkenntnis. Dabei konzentrieren sie sich unter anderem auf die folgenden Inhalte: Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte
Deutsch-chinesische Wirtschaftsbeziehungen
Komplexität und Vielfalt in der Gesellschaft
Mängel des chinesischen Bildungssystem
Innovationen aus China
Gleichzeitig geben Agten und König wertvolle Tipps im Umgang mit der Kultur Chinas, was unerlässlich für Geschäftsbesuche, Meetings und private Beziehungen ist. So lernen Unternehmer, Führungskräfte und Mitarbeiter nicht nur wirtschaftliche Fakten über das Land, sondern auch die Voraussetzungen für ein erfolgreiches kulturell-soziales Miteinander kennen.

Für Unternehmen, aber auch für Privatpersonen geeignet
Dieses Buch über China richtet sich hauptsächlich an Unternehmer, da es die Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und chinesischen Betrieben aufgreift und wichtige Tipps liefert, die das Verständnis zwischen beiden Nationen fördern. Gleichzeitig ist es aber auch für Privatpersonen und Reisende geeignet, die einen Urlaub ins Land der Mitte planen oder sich einfach generell dafür interessieren.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Made in China ist nicht mehr billig – Plötzlicher Arbeitskräftemangel oder warum die Ein-Kind-Politik nach 30 Jahren aufgehoben wurde

China hat mit atemberaubender Geschwindigkeit den Sprung von der Agrargesellschaft zur Industrienation geschafft und sich zur „Werkbank der Welt“ entwickelt. Nach der Öffnung des Landes unter Deng Xiaoping erlebte China einen massiven Zustrom von Investitionen ausländischer Unternehmen, die nach billigen Arbeitskräften und günstigen Produktionsbedingungen suchten. Dies führte zu verstärkter Urbanisierung und Zuwanderung von chinesischen Migranten vom Land in die Städte. Nach fast vier Jahrzehnten Migration, Urbanisierung und hohem Wirtschaftswachstum zeichnet sich eine Abschwächung ab – mit weitreichenden globalen Folgen. Galt es einst als allgemein akzeptiert, dass China billige Arbeitskräfte und niedrige Produktionskosten und damit verbunden anderen Ländern gegenüber einen Wettbewerbsvorteil hatte, steht China nun das Ende der Billiglohn-Ära bevor. Die Lebenshaltungskosten und Mieten in China steigen, Logistik und Produktion werden teurer – Unternehmen müssen umdenken, und sich auf neue Technologien und Automatisierung konzentrieren.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 2. Pragmatismus steckt in der chinesischen DNA – Rasante Veränderungen und deren Folgen

China, ein Land, das innerhalb kürzester Zeit viele Veränderungen durchlebt hat, zeichnet sich durch Pragmatismus und Flexibilität aus – eine Flexibilität, die sich auch in der Geschäftswelt niederschlägt. Feste Regeln sind in China oftmals Interpretationssache, was vielen ausländischen Unternehmern ein wenig Bauchschmerzen verursachen kann. Doch ruhig Blut: In China gilt, dass diejenigen, die sich selbst angemessen verhalten, auch vernünftig behandelt werden. Die überwiegende Mehrheit der chinesischen Unternehmen ist ehrlich und will langfristige Partnerschaften mit ausländischen Unternehmen aufbauen – man muss sich nur von vornherein bewusst sein, dass die chinesische Sichtweise auf das Leben und die Geschäftswelt oft nicht unbedingt nach den gewohnten westlichen Regeln funktioniert.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 3. China ist ein Land mit vielen Gesichtern, Komplexität und Vielfalt in der Gesellschaft

China zeichnet sich durch enorme Dynamik, ethnische und religiöse Vielfalt aus – doch die regionalen Unterschiede sind manchmal gravierend: Die Dynamik, die das moderne China ausmacht, sucht man zum Beispiel vergebens in den Dörfern auf dem Land. Dementsprechend setzt die chinesische Regierung alles darauf, Stabilität durch Integration der zahlreichen Teile des „China-Puzzles“ zu bewirken. Vor allem riesigen Investitionen in Infrastrukturprojekte wie den Schienenverkehr integrieren jetzt schon die verschiedenen Regionen des Landes viel besser – aber es gibt weiterhin viel zu tun. Immer im Namen der Stabilität.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 4. Stabilität ist der Schlüssel zum Erfolg – Der ungeschriebene Vertrag zwischen Regierung und Bürgern

Die chinesische Regierung hat sich der Stabilität Chinas verschrieben – viele der Regeln und Erlässe der Regierung ziehen darauf ab, Chaos und Instabilität – auf Chinesisch „luan“ – zu vermeiden. Denkt man an China, so denkt man oft an die übermächtige Zentralregierung, die das gesamte Land problemlos lenkt. Doch tatsächlich wird nicht alles, was die Zentralregierung erlässt, auch rigoros und konsequent von den Kommunalverwaltungen umgesetzt. Es gibt einen gewissen Freiraum, um die zentrale Politik lokal anzuwenden. Das Wohlwollen des Volkes ist auch ein wichtiger Faktor für die chinesische Regierung – ein schwieriger Balanceakt, wenn man die sozialen Proteste und Unruhen hinsichtlich der Lebensmittelskandale und Umweltprobleme in China bedenkt.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 5. Studenten treibt’s ins Ausland – Über die Mängel des chinesischen Bildungssystems

Das chinesische Bildungssystem weist im Jahr 2018 eine Vielzahl von Mängeln auf – sei es das stringente und veraltete „Gaokao“-System, die nationale Prüfung zur Hochschulzugangsberechtigung oder die repetitive Struktur der Schulstunden. Da viele ausländischen Schulen und Universitäten höher angesehen sind als inländische Bildungseinrichtungen, sind viele Studenten der Meinung, dass eine Ausbildung im Ausland einen großen Wettbewerbsvorteil auf dem heimischen und internationalen Arbeitsmarkt bietet. Doch der Wettbewerb auf dem heimischen Arbeitsmarkt nimmt vehement zu. Eine Ausbildung im Ausland ist für chinesische Hochschulabsolventen längst kein Garant mehr für einen Job. Die Regierung weiß: Eine Wirtschaft, die zunehmend auf Innovation und Hightech angewiesen ist, benötigt kreative Köpfe. Das derzeitige Bildungssystem ist nicht auf diese neuen Bedürfnisse ausgerichtet, Reformen in der Bildung sind notwendig.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 6. Die Welt braucht den chinesischen Verbraucher – Das explosive Wachstum der Mittelschicht

Die chinesische Mittelschicht gewinnt an Fahrt und gibt gerne Geld aus. Entsprechend sind die Produktpaletten der Unternehmen parallel zur Entwicklung der Mittelschicht enorm gewachsen, und auch die Tourismusbranche profitiert immens von der wachsenden Mittelschicht. Zunehmender Tourismus und die damit einhergehende Internationalisierung des Konsumenten, mehr Individualismus, Online-Shopping und eine größere Produktpalette – all das sind Faktoren, die einen anspruchsvolleren chinesischen Verbraucher geschaffen haben. Für westliche Unternehmen hat diese Entwicklung weitreichende Konsequenzen und erfordert eine Anpassung ihrer Strategien.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 7. Mehr als 700 Mio. surfen online – Der Tsunami in E-Commerce, WeChat und den Social Media

Für den chinesischen Verbraucher ist die Welt zu einem großen Marktplatz geworden. Laut offiziellen Zahlen shoppen etwa zwei Drittel der fast 700 Mio. Internetnutzer online. Dies macht China zum größten E-Commerce-Markt der Welt. Zeitgleich versucht die chinesische Regierung, in der schönen, neuen Digitalwelt durch Zensur den Informationsfluss zu lenken, was unter anderem zu der explosiven Entwicklung einer extrem agilen Social-Media-Monokultur via Kommunikationsplattformen wie WeChat führte. Die Chancen in dieser großen Internetkultur sind auch für Unternehmen riesig – solange man mit den Eigenheiten des chinesischen Internets hinter der Great Firewall umzugehen weiß.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 8. Die echte Innovation kommt aus dem Osten – Made in China 2.0

Chinesische Unternehmen erkennen auch wegen des immer schärfer werdenden Wettbewerbs und mit zunehmender Aufmerksamkeit für die stetig wachsende Mittelklasse, dass Innovation unerlässlich ist, um neue Kunden an bessere Produkte zu binden. Unternehmen wie Baidu, Alibaba und Tencent sind längst bekannte Erfolgsgeschichten des digitalen Chinas. Ungeachtet der vielen Erfolge verfügt China über ein politisches System, das trotz seines Engagements für Innovation und Kreativität eine Einschränkung der geistigen Freiheit mit sich bringt. Das ändert nichts an Chinas Drang nach draußen mit großen Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sowie einer Vielzahl von Firmenübernahmen in Deutschland und dem Rest der Welt.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 9. Besser reich als arm und unglücklich – Wachsender Individualismus, Geldgewinn und Moralkrise

Die wirtschaftliche Liberalisierung hat einen Tsunami von Entwicklungen mit weitreichenden sozialen Konsequenzen ausgelöst. Die chinesische Regierung greift nicht mehr konstant in das tägliche Leben ihrer Bürger ein; die Bürger würden das ohnehin nicht mehr widerspruchslos hinnehmen. Die gegenwärtige Konsumgesellschaft mit einer breiteren Angebotspalette und einer größeren Auswahl an Produkten, zunehmendem Tourismus und besserer Mobilität –ganz zu schweigen von den Möglichkeiten des Internets – hat den chinesischen Bürger internationaler und anspruchsvoller gemacht. Der große Individualismus ist die Antwort auf die Vereinheitlichung der Vergangenheit, der zügellose Materialismus die Gegenreaktion auf die frühere Knappheit. Und wo es Exzesse gibt, herrscht auch Korruption, eine Menge Korruption auf allen Regierungsebenen und in sämtlichen Bevölkerungsschichten. Diese Moralkrise ist fester Bestandteil des heutigen Chinas.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 10. Qianan, Spielplatz der kommunalen Regierung – Vom Arbeiten und Leben in einer Tier-4-Stadt

Das Arbeiten und Leben in einer der sogenannten Tier-4 Städte, einer Stadt, die noch viele Entwicklungsschritte von dem Status einer Tier-1 Stadt wie Shanghai entfernt ist, bringt viele Einsichten in die chinesische Geschäftswelt mit sich. Die Interpretation und Umsetzung von Weisungen der Zentralregierung wird in Städten wie Qianan seit Jahrzehnten mit größter Flexibilität betrieben. Doch die von Xi Jinping gestartete Antikorruptionskampagne hat den Alltag von Qianan verändert: Viele korrupte Beamte wurden zur Rechenschaft gezogen. In letzter Zeit gelten sehr rigide Regeln und es gibt strenge Kontrollen. Kommunale Beamte beklagen, dass es schwieriger geworden sei, die lokale Bevölkerung zu „verwalten“. Der Grund dafür ist, dass sich die ermächtigten Bürger für ihre Rechte einsetzen und erkennen, dass die Rechtsstaatlichkeit zunehmend wichtiger wird. Wahllosigkeit wird immer weniger toleriert. Das zeigt, dass sich das moderne China in vielerlei Hinsicht (wieder) verändert und dass alte Gewohnheiten nicht mehr akzeptiert werden. Qianan steht stellvertretend für die enormen Veränderungen, die in den letzten 20 Jahren in China stattgefunden haben.
Sven Agten, Thomas König

Kapitel 11. Der chinesische Traum entwickelt sich weiter – Die neue Normalität, Antikorruption und wie China zunehmend die internationale Agenda bestimmt

Das moderne China ist ambitioniert, flexibel und anpassungsfähig – und drängt verstärkt nach draußen in die Welt. Westliche Unternehmen spüren mittlerweile, dass der Druck steigt. Einige von ihnen, die in bestimmten Sektoren ein Quasi-Monopol auf dem chinesischen Markt hatten, werden weniger bevorzugt behandelt. Sie sind sicherlich willkommen in China, aber es ist klar, dass die Regierung für heimische Unternehmen mehr Raum für Wachstum schaffen will, damit sie den Wettbewerb mit westlichen Multis aufnehmen können. In weniger als einem Jahrzehnt sind chinesische Investitionen im Ausland von fast null auf mehr als 100 Mrd. EUR pro Jahr angewachsen. Denn chinesische Unternehmen sind immer noch auf der Suche nach ausländischen Firmen, die neue Technologien produzieren. China setzt seine Ambitionen fort, eine bedeutende Rolle in der Weltwirtschaft zu spielen, indem es seine Anstrengungen im Rahmen der Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern verstärkt. Aber auch China und besonders die Kommunistische Partei stehen unter starkem Druck. Die Erkenntnis, dass fehlende Moral, egoistisches Verhalten, überbordender Reichtum in der Gesellschaft und insbesondere die Korruption in der KPCh dem Land schaden und sich zu einem massiven Problem ausweiten könnten, veranlasste Präsident Xi Jinping im Jahr 2012, eine groß angelegte Antikorruptionskampagne zu starten. Das chinesische Spannungsfeld ist volatil, es gilt, unternehmerische Strategien an diese „neue Normalität“ anzupassen.
Sven Agten, Thomas König

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