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2020 | OriginalPaper | Buchkapitel

4. Social-Media-Accounts der öffentlichen Verwaltung

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Zusammenfassung

Dieses Kapitel verschafft Ihnen einen Überblick zur rechtlichen Einordnung behördlicher Social-Media-Accounts und der daraus folgenden Konsequenzen für die Praxis. Weiter geht es um Ihre Möglichkeiten zur Moderation interaktiver Accounts und Ihre Rechte zur Löschung beleidigender Inhalte, der Zugangssperre von Störern sowie um Ihre Möglichkeiten zur Verteidigung gegen falsche Tatsachenbehauptungen.
Fußnoten
1
Laut eines Berichts in „Der Tagesspiegel“ vom 17.12.2019 hat eine beratende Agentur dem Bundespresseamt empfohlen, dass auf Grund der Bedeutung sozialer Netzwerke in der politischen Willensbildung es unerlässlich sei Auftritte der Regierung und Inhalte so zu produzieren, dass die Nutzer und die Algorithmen Inhalte favorisieren. „Weiter rät die Agentur in Netzdiskussionen Themen selbst zu setzen und Debatten zu beeinflussen.“ https://​www.​tagesspiegel.​de/​politik/​unzulaessige-beeinflussung-social-media-angebot-der-bundesregierung-kommt-vor-gericht/​25340486.​html, letzter Aufruf am 25.05.2020.
 
2
VG Mainz, Urteil v. 13. April 2018, Az. 4 K762/17.MZ.; VG München, Urteil v. 27.10.2017, Az. M 26 K 16.5928 („Rundfunk-Forum“).
 
3
Drefs: Öffentlichkeitsarbeit, S. 131.
 
4
Vgl. Dişçi: Grundsatz politischer Neutralität, S. 220.
 
5
Staatliches Informationshandeln geschieht durch Rechtsakte. So gesehen gibt es auch keine sogenannte Bagatellkommunikation, wenn sich die Verwaltung zu Wort meldet.
 
6
Ebenso verhalte es sich mit Mitteilungen zur Gefahrenabwehr, die angesichts der Informationsgewohnheiten der Bürgerschaft ihre Adressaten nicht erreichen, wenn Behörden auf die aktive Nutzung sozialer Netzwerke verzichten.
 
7
Mit der Ankündigung des Rückzugs des baden-württembergische Landesdatenschutzbeauftragten Ende Dezember 2019 aus dem Netzwerk Twitter ist die Frage nach der Rechtmäßigkeit einer behördlichen Social-Media-Präsenz dringlicher geworden. Laut Pressemeldungen konnte der Landesdatenschutzbeauftragte das Twittern nicht mehr mit seiner Tätigkeit als Datenschützer vereinbaren, da der Dienst Nutzerdaten sammle und zu Nutzerprofilen für Werbezwecke verarbeite.
 
8
EuGH, Urteil v. 05. Juni 2018, Az. C-210/16 („Wirtschaftsakademie“); EuGH, Urteil v. 29. Juli 2019, Az. C-40/17 („Fashion ID“).
 
10
BVerwG, Urteil v. 11. September 2019, Az. 6 C 15.18.
 
11
BVerwG, Urteil v. 11. September 2019, Az. 6 C 15.18.
 
12
Redaktionsschluss dieses Abschnitts 09. Mai 20.
 
13
Das Hausrecht wird in der Rechtsprechung unterschiedlich begründet: entweder „als Annex zur Sachkompetenz zur Erfüllung der Aufgabe“ oder aus Gewohnheitsrecht oder aus der (doppelt) analogen Anwendung der §§ 858 ff., 903, 1004 Abs. 1 BGB.
 
14
VG Leipzig, Urteil v. 11. September 2019, Az. 1 K 1642/18.
 
15
VG München, Urteil v. 27. Oktober 2017, Az. M 26 K 16.5928; VG Mainz, Urteil v. 13. April 2018, Az. 4 K 762/17.MZ.
 
16
OVG NRW, Beschluss v. 19. Mai 2015, Az. 15 A 86/14.
 
17
VG Mainz, Urteil v. 13. April 2018, Az. 4 K 762/17.MZ.
 
19
Vgl. BverfG, Beschluss v. 25. August 1994, Az. 2 BvR 1423/92 („Soldaten sind Mörder“).
 
20
VG Leipzig, Urteil v. 11. September 2019, Az. 1 K 1642/18.
 
21
VG Mainz, Urteil v. 13. April 2018, Az. 4 K 762/17.MZ.
 
22
BVerfG, Beschluss v. 12. Mai 2009, Az. 1 BvR 2272/04 („durchgeknallter Staatsanwalt“).
 
23
Fechner: Medienrecht, S. 41.
 
24
Wie kompliziert und widersprüchlich die Abwägungen sein können, zeigen die Urteile im Verfahren der Politikerin Renate Künast, die sich gegen obszöne Beschimpfungen auf Facebook wehrt: https://​www.​tagesschau.​de/​kuenast-105.​html und https://​www.​aufrecht.​de/​beitraege-unserer-anwaelte/​medienrecht/​kuenast-kammergericht-berlin.​html, letzter Aufruf am 25.05.2020.
 
25
BVerfG, Beschluss v. 19. Februar 2019, Az. 1 BvR 1954/17.
 
26
BVerfG, Beschluss v. 08. Februar 2017, Az. 1 BvR 2973/14.
 
27
VG Mainz, Urteil v. 13. April 2018, Az. 4 K 762/17.MZ.
 
28
BVerfG, Beschluss v. 13. April 2000, Az. 1 BvR 589/95.
 
29
Vgl. BGH v. 16. Januar 2018, Az. VI ZR 498/16.
 
30
BVerfG, Beschluss v. 13. April 2000, Az. 1 BvR 589/95.
 
31
BVerfG, Beschluss v. 24. Mai 2006, Az. 1 BvR 49/00 („Babycaust“).
 
32
BGH, Urteil v. 16. November 1982, Az. VI ZR 122/80 („Vetternwirtschaft“).
 
33
BGH, Urteil v. 16. November 1982, Az. VI ZR 122/80 („Vetternwirtschaft“).
 
34
KG Berlin, Beschluss v. 17. März 2009, Az. 9 W 48/09.
 
35
Zum Umfang der Prüfungspflichten vgl. BGH, Urteil v. 05. Februar 2015, Az. I ZR 240/12.
 
36
Vgl. Eggers: Bildrechte, S. 175.
 
Literatur
Zurück zum Zitat Dişçi, Duygu: Der Grundsatz politischer Neutralität, Schriften zum Öffentlichen Recht Band 1398, Duncker & Humblot, 2019, Berlin Dişçi, Duygu: Der Grundsatz politischer Neutralität, Schriften zum Öffentlichen Recht Band 1398, Duncker & Humblot, 2019, Berlin
Zurück zum Zitat Drefs, Felix: Die Öffentlichkeitsarbeit des Staates und die Akzeptanz seiner Entscheidungen, Frankfurter Studien zum Datenschutz Band 55, Nomos, 2019, Baden-Baden Drefs, Felix: Die Öffentlichkeitsarbeit des Staates und die Akzeptanz seiner Entscheidungen, Frankfurter Studien zum Datenschutz Band 55, Nomos, 2019, Baden-Baden
Zurück zum Zitat Eggers, Christian W.: Quick Guide Bildrechte, 2. Auflage, Springer Gabler, 2019, Wiesbaden Eggers, Christian W.: Quick Guide Bildrechte, 2. Auflage, Springer Gabler, 2019, Wiesbaden
Zurück zum Zitat Fechner, Frank: Medienrecht, 18. Auflage, Mohr Siebeck, 2017, Tübingen Fechner, Frank: Medienrecht, 18. Auflage, Mohr Siebeck, 2017, Tübingen
Metadaten
Titel
Social-Media-Accounts der öffentlichen Verwaltung
verfasst von
Christian W. Eggers
Copyright-Jahr
2020
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-30810-0_4

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