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21.10.2021 | Social Media Marketing | Gastbeitrag | Onlineartikel

Online-Marketing und Social Media fordern Finanzbranche

Autor:
Sebastian Retz
4 Min. Lesedauer

Auch wenn immer mehr Unternehmen die Vorteile von Internetanwendungen nutzen, besteht bei den digitalen Marketingtechnologien in der deutschen Finanzbranche Nachholbedarf. Dennoch müssen nicht alle Unternehmen überall im Social Web aktiv sein.

Ausgerechnet bei Kundenanbindung und im Online-Marketing kommen die Spezialisten in Sachen Vorsorge, Finanzierung und Geldanlage nicht so recht in die Gänge. Wie setzen Anbieter ihre Dienstleistungen digital attraktiv in Szene?  Bieten die sozialen Medien die Lösung aller Probleme? Mit der digitalen Revolution verändert sich auch das Verständnis von Kommunikation und Werbung maßgeblich. Insbesondere Social-Media-, Affiliate- oder Content-Marketing eröffnen viele neue Wege, um auf das eigene Unternehmen, ein neues Produkt oder eine Dienstleistung aufmerksam zu machen. Wer auf digitalen Kanälen allerdings richtig erfolgreich sein möchte, muss die Nutzer in nur wenigen Sekunden für den eigenen Inhalt begeistern und aus der Masse hervorstechen.

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Online-Marketing-Controlling

Vor dem Hintergrund der zentralen Bedeutung von Online-Marketing-Maßnahmen vor allem im Kontext der Kommunikationspolitik und den hieraus resultierenden steigenden Investitionen werden in dem vorliegenden Beitrag verschiedene Online-Marketing-Controlling-Instrumente vorgestellt.

Auch Finanzdienstleister sollten auf Online-Marketing setzen und aktiv Sparer und solche, die es werden wollen, auf sich aufmerksam machen. Oft passiert jedoch das Gegenteil: Potenzielle Anleger sind eher genervt von aufdringlichen Bannern und großen Pop-ups, die vor oder in den eigentlich angeklickten Inhalten erscheinen. Bei einer steigenden Zahl von Internetnutzern führt das sogar dazu, dass sie Reklame mithilfe von Ad-Blockern, Spam-Filtern oder Cookies-Löschern komplett von ihren Bildschirmen verbannen. Angesichts dieser Entwicklung haben Vermarkter erkannt, dass Online-Werbung allein nicht ausreicht, um wirkungsvolle Kampagnen zu lancieren und sich von der Masse abzuheben.

Werbung muss zur Dienstleistung passen

Darüber hinaus gilt im virtuellen Raum dasselbe grundsätzliche Prinzip wie überall im Marketing: Aufmerksamkeitsstark ist nicht gleich bunt, erfolgreich ist nicht gleich laut und nervend. Auf das Unternehmen und die angebotenen Dienstleistungen muss jede Reklame individuell zugeschnitten sein. Das fängt bei der Gestaltung der Homepage an, wird über passende Anzeigenbanner im Internet und in regionalen Medien ergänzt und findet sich ebenfalls in den sozialen Medien. Authentizität ist das Stichwort.

Angesichts zunehmender Werbedichte im Netz und medialer Reizüberflutung erfährt vor allem gedruckte Werbung eine Renaissance. Anders als Banner, Spots und Co. flirren Printartikel nicht über Displays, sondern verwandeln Werbebotschaften in multisensorische Erfahrungen. Neben der Wertigkeit des Gedruckten spielen dabei vor allem die Nachhaltigkeit der Inhalte, eine einladende Optik sowie eine kreative Gestaltung eine entscheidende Rolle.

Daneben verleihen Details wie Prägungen, Drucklacke oder Stanzungen Flyern und Direktmailings eine eigene Handschrift und machen ihre Botschaft sinnlich erlebbar. Darüber hinaus verschaffen außergewöhnlich gestaltete Anzeigen Zeitungen und Zeitschriften trotz Auflagenrückgang Aufmerksamkeit. Der Vorteil: Sie müssen nicht am Spam-Filter vorbei, sind langlebiger und profitieren vom Ruf der Glaubwürdigkeit der Printmedien.

Social Media erhöht die Reichweite von Kommunikation

Kaum ein Bereich hat sich in letzten Jahren so dynamisch entwickelt wie Social-Media-Marketing. Für viele Unternehmen gehört die Präsenz auf verschiedenen Online-Plattformen fest zur Werbe- und Kommunikationsstrategie. Wenn es darum geht, Reichweite zu steigern, Produktanwendungen zu kommunizieren und langfristig Wettbewerbsvorteile zu sichern, ist ein Auftritt im Social Web enorm wichtig. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jedes Finanzunternehmen auf allen Kanälen aktiv werden muss. Blinder Aktionismus oder einem aktuellen Hype hinterherzurennen ist eher hinderlich. Stattdessen sollten die strategischen Vor- und Nachteile der jeweiligen Plattformen im Vordergrund stehen.

Beabsichtigt ein Anbieter beispielsweise ein Azubi-Girokonto zu promoten, gilt es diesen Zweck bei der Wahl des Social-Media-Kanals zu berücksichtigen. Erst dann dreht sich alles darum, passenden Content zu produzieren: Mit entsprechenden Tags versehene Bilder oder GIFs können die Bewertung der Unternehmens- Homepage durch Suchmaschinen verbessern. Screencasts oder animierte Erklärvideos wecken Interesse und bedienen gleichzeitig das Informationsbedürfnis der Nutzer. Reine Verkaufsshows werden hingegen schnell abgestraft, wodurch nicht zuletzt auch die gewünschte Sog- Wirkung innerhalb der eigenen Zielgruppe ausbleibt.

Mit hochwertigem Content im Gespräch bleiben

Im Idealfall gewinnt durch hochwertigen Content neben der Community auch das Unternehmen. Beim sogenannten Return of Influence profitiert die Bank insbesondere von den Gesprächen, die über sie entstehen. Sie sorgen für gesteigerte Markenwahrnehmung, Feedback, Zielgruppenengagement und im besten Fall Leads. Außerdem bringt ein erfolgreicher Social-Media-Auftritt eine Reihe von Einsparungspotenzialen, zum Beispiel im Kundenservice, mit sich.

Mit einer ausreichend großen und loyalen Community helfen sich Follower bei Fragen häufig gegenseitig, sodass der eigentliche Customer Service sich nur einschalten muss, wenn persönliche Daten im Spiel sind oder auf interne Informationen zugegriffen werden muss. Wer den Wert von Social Media langfristig auch beziffern möchte, sollte auf spezielle Messwerte wie Fans, Likes oder Reichweite achten. Ins Verhältnis zueinander und zu den eigenen Zielen gesetzt, bilden sie Kennzahlen, die den Beitrag von Social Media insgesamt transparent machen.

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