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05.10.2017 | Social-Media | Im Fokus | Onlineartikel

Instagram macht es Marketern leicht

Autor:
Johanna Leitherer

Ästhetische Fotos, Werbeclips, Textnachrichten - und jetzt auch noch Kurzvideos: Mit "Instagram Stories" erweitert das soziale Netzwerk seine Marketing-Spielwiese spürbar. Warum es sich lohnt, den neuen Trend mitzumachen.

Im Gegensatz zum klassischen Instagram-Feed, bestehend aus großflächigen Bildern und Videos, befinden sich die Instagram-Stories als eine Art Banner platziert am Seitenanfang und im Profilfoto verlinkt. Die kurzen Aufnahmen werden entweder live geschaltet oder gepostet, bis sie nach 24 Stunden von selbst wieder verschwinden. "So sollen Unternehmen und Nutzer dazu animiert werden, nicht nur perfekt inszenierte Fotos zu veröffentlichen, sondern Follower und Freunde noch näher an ihrem Alltag teilhaben zu lassen. Warum macht Instagram das? Weil es Snapchat gibt", schreibt Springer-Autor Jan Firsching im Buchkapitel "Mehr als Cat Content und Selfies: Erfolgreiches Instagram Marketing für Unternehmen" (Seite 97). Zwar hat der Instant-Messaging-Dienst bisher noch keinen Nutzerrückgang zu verbuchen. Mit Instagram-Stories droht aber, dass Marken Snapchat künftig nicht mehr benötigen.

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Instagram als Marketing-Kanal

Die Relevanz von Instagram als Marketing-Kanal ist nicht nur gegeben, sondern steigt stetig in Verbindung mit der wachsenden User-Zahl und der wachsenden Nutzung durch Unternehmen.


Dank Instagram-Stories begeistern Marken ihre Community neben ansprechenden Produktbildern und Influencer-Kooperationen nun auch mit exklusiven Momentaufnahmen vom Unternehmen selbst. In den Kurzvideos präsentieren sie Produktneuheiten, zeigen ihren Store oder geben Einblicke in alltägliche Szenen aus der Teamarbeit. Selbst der Kaffee zur Morgenbesprechung kann filmisch für die Netzgemeinde festgehalten werden. Seit Kurzem stehen für die Stories humorvolle Filter und saisonale Sticker zur Verfügung - einem Feature, das Snapchat bisher als Alleinstellungsmerkmal für sich beanspruchte. So erhalten auch Humor und Spielerei Einzug in das Instagram-Marketing. Darüber hinaus lassen sich kleine Umfragen in die Stories integrieren. Natürlich kommt es immer gut an, wenn Mitarbeiter bereit sind, der Marken ein Gesicht zu verleihen.

Stories bieten Raum für Links

Mit Instagram-Stories schlagen Marken spielend leicht zwei Fliegen mit einer Klappe: Zum einen entsteht die Produktion eines Kurzvideos spontan aus der Situation heraus, muss daher weder aufwendig geplant noch inszeniert werden. Das spart, Geld, Zeit und Manpower. Indem Marken persönliche Einblicke gewähren, entwickelt sich zum anderen ein starkes Band zum Kunden. Markenführung zum Anfassen also! 

Dadurch dass sich Profile in ihrer Story gegenseitig verlinken können, bringt die Funktion nicht nur psychologische Vorteile mit sich. "Genau hier trifft Instagram bei Unternehmen ins Schwarze. Im Instagram Feed sind Links nur in Kombination mit Anzeigen möglich. In Stories kann jedes Foto mit einem Link zur Webseite, zum Online-Shop, oder zu einem neuen Blogartikel versehen werden", erklärt Firsching (Seite 98).

Spontaneität ist die Herausforderung

Für die Kurzvideos braucht es keinen Redaktionsplan, weshalb sie nicht unter klassisches Content-Marketing fallen. Die dadurch entstehende Freiheit gibt Kreativität den ungebremsten Startschuss, sorgt jedoch gleichzeitig auch für Unsicherheit. "Instagram Stories sind eine hilfreiche Ergänzung, stellen aber nochmals vollkommen andere Anforderungen an die Content-Produktion. In Stories zählt die Spontaneität, der Erzählstil und die Story an sich. Wie kann ihr Unternehmen ihre Follower über den Tag begleiten? Wann ist es sinnvoll, eine Story zu erstellen und den eigenen Followern weitere Inhalte zu präsentieren? Diese Fragen muss man sich stellen", gibt Firsching zu bedenken (Seite 98). 

Wer sich dazu entscheidet, Instagram in all seinen Marketing-Möglichkeiten voll auszuschöpfen, muss im ersten Schritt die Mitarbeiter mit ins Boot holen und ein Bewusstsein für den sozialen Kanal schaffen. Alle Beteiligten sollten grundsätzlich damit einverstanden sein, Szenen aus dem Arbeitsalltag mit der Netzgemeinde zu teilen. Im nächsten Schritt gilt es, einem Zuständigen, wie etwa dem Social-Media-Manager, freie Hand beim Filmen und Posten zu lassen. Denn schöne Momente verfliegen zu schnell, als dass sie erst diskutiert werden könnten. 

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