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30.07.2014 | Social Media | Im Fokus | Onlineartikel

Die richtige Work-Life-Balance finden

Autor:
Andrea Amerland
2 Min. Lesedauer

Erstaunlich: SEO-Spezialisten, Social-Media-Manager und Mitarbeiter in der PR sollen eine besonders gute Work-Life-Balance haben. Bildet das Ranking von Mashable die Realität ab?

Eigentlich wird Jobs in Marketing, PR und Medien eher nachgesagt, besonders turbulent und hektisch zu sein. Von wenig Stress keine Spur. Erst Anfang des Jahres behauptete das Ranking "The most stressfull jobs of 2014", dass PR-Manager und Journalisten gleich nach Soldaten und Feuerwehrleuten die stressigsten Berufe haben. Jetzt behauptet ein Ranking von Mashable das Gegenteil. Demnach führen Datenanalysten, SEO-Spezialisten und Stadtführer ein besonders ausgeglichenes berufliches Leben. Auf Platz fünf schafft es der Social-Media-Manager, auf Platz acht der Mitarbeiter aus dem Bereich Corporate Communications.

Das Ranking basiert auf einer Analyse der Datenbank Glassdoor, die anonym gepostete Informationen über Gehälter, Interviews und Berufe enthält. Nutzer können darin nach Regionen, Positionen oder aber nach bestimmten Unternehmen recherchieren. So enthält die Datenbank beispielsweise 441 Microsoft-Interview-Posts. Wissenschaftlichen Kriterien genügt das Ranking also nicht, da die Datenanalyse nicht repräsentativ ist.

Agenturen für Arbeitsbedingungen berüchtigt

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Die Work-Life Balance ist gerade in PR- und Kommunikations-Agenturen immer wieder ein Thema. Insbesondere junge Nachwuchskräfte beklagen schlechte Arbeitsbedingungen. Das hat einerseits mit veränderten Erwartungen an den Arbeitsplatz zu tun, denn für die Generation Y hat die Work-Life-Balance, also die Vereinbarkeit von Familie, Privatleben und Beruf, in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen, schreibt Springer-Autor Martin Klaffke über "Millennials und Generation Z" (Seite 66).

Anderseits sind die Arbeitsbedingungen in Agenturen tatsächlich nicht zu unterschätzen. Dazu die Springer-Autoren Florian Botzenhardt und Jens Uwe Pätzmann im Buchkapitel "Agenturen zwischen kreativer Unternehmensberatung und Werbefabrik" (Seite 143): "Grundsätzlich werden die Arbeitsbedingungen in den Agenturen als eher unflexibel und wenig familienfreundlich empfunden. Auch die vergleichsweise hohe Zeitbelastung und fehlende Überstundenregelungen werden in diesem Zusammenhang wie erwartet angeführt."

Maßnahmen für eine gute Work-Life-Balance

Das Arbeitsumfeld lässt sich nicht einfach ändern. Dennoch gibt es Möglichkeiten, um für Ausgleich zu sorgen. Eine Methode ist das aktive Stressmanagement, das Springer-Autorin Maritta Mainka-Riedel zufolge auf drei Säulen beruht. Sie empfiehlt im Buchkapitel "Gut aufgestellt bei Gegenwind", Druck von außen und innen zu reduzieren sowie Spannungen abzubauen.

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