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06.11.2013 | Social Media | Interview | Onlineartikel

Starke Nerven und Kommunikationsstärke

2:30 Min. Lesedauer

Was zeichnet einen Social Media Manager aus? Und wie gestaltet sich dessen Alltag? Sabine Brockmeier, Social Media Manager bei der Xing AG, beschreibt im Interview Aufgaben und Anforderungen des Berufsbildes.

Wie kann man sich Ihren Job vorstellen und wie sind Sie zu dieser Position gekommen?

Bevor Social Media mein Vollzeitjob wurde, war ich über sechs Jahre PR-Managerin bei XING. Dort habe ich mich hauptsächlich mit klassischer PR-Arbeit beschäftigt, aber auch schon viel Erfahrung mit Social Media gesammelt: 2005 habe ich den Unternehmensblog mit aufgesetzt und 2008 den Twitter-Account. Damals waren soziale Medien ja noch neu, gerade für Unternehmen, und XING war immer vorne mit dabei. Meines Wissens waren wir sogar das erste Unternehmen in Deutschland, das getwittert hat. Als es dann darum ging, eine professionelle Facebook-Fanpage aufzubauen und schnell klar war, dass das ein Vollzeitjob werden würde, hat man mir die Stelle angeboten. Mittlerweile bin ich im Marketing und betreue neben der Facebook-Fanpage auch unser Unternehmensprofil auf XING, unser Google+-Profil sowie eine "Social Media Taskforce“. Darin kommen regelmäßig all die Kollegen aus der Unternehmenskommunikation, dem Community Management und dem Marketing zusammen, die für XING auf den diversen Social Media Kanälen aktiv sind.

Wie sieht Ihr typischer Arbeitsalltag im Social Web aus?

Der Tag beeginnt mit Lektüre: Feedreader, Twitter, Pressespiegel usw. Gleichzeitig checke ich, ob es auf Facebook & Co. Anfragen oder Kommentare gibt, die beantwortet werden müssen. Dem folgt ein Blick in den Redaktionsplan: Steht an diesem Tag ein Facebook-Post an und muss der noch vorbereitet werden? Da wir die Bilder für unsere Posts meist selbst machen, organisiere ich gegebenenfalls ein kleines Fotoshooting, rekrutiere einen Fotografen und "Models“ im Kollegenkreis und briefe die Grafikerin. Oft stehen auch Meetings an, sei es ein Update der Produktabteilung, ein Marketing-Meeting oder Abstimmungen mit der Agentur, z. B. wenn wir gerade an einer App schrauben. Nachmittags ist dann Zeit für zeitintensivere Aufgaben, Reportings oder Präsentationen. Und dazwischen natürlich immer mal wieder ein Blick in die Kanäle.

Welche Herausforderungen im Social Web sind besonders interessant, welche besonders schwierig?

Besonders interessant ist die Tatsache, dass das Social Web so viele Menschen betrifft und begeistert. Es ist toll, bei etwas dabei zu sein, das das Leben ganz vieler Menschen verändert. Das Social Web ist außerdem so schnelllebig, dass man nicht weiß, wie es in zwei oder gar fünf Jahren aussehen wird. Dadurch bleibt es spannend, langweilige Routine kann gar nicht erst entstehen. Schwierig ist die Tatsache, dass im Social Web fast alles in Echtzeit passiert, man always-on ist, ständig zwischen Mail-Postfach, Feedreader und seinen diversen Kanälen hin und her springt. Es fällt mir schwer, mich komplett für zwei bis drei Stunden zurückzuziehen und konzentriert an einer Sache zu arbeiten. Ich glaube schon, dass meine Konzentrationsspanne über die letzten Jahre gesunken ist. Aber vielleicht liegt es auch am Alter ;).

Das vollständige Interview mit Sabine Brockmeier können Abonnenten hier lesen

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