Skip to main content
main-content

25.11.2013 | Social-Media | Im Fokus | Onlineartikel

Welche Faktoren Apples Image beeinflussen

Autor:
Andrea Amerland

Das legendäre Apple-Image bekommt Kratzer. Das weiß auch Apple-Marketing-Chef Phil Schiller. Er macht Hauptkonkurrent Samsung für den Imageschaden verantwortlich. Aber was hat wirklich Einfluss auf das Bild eines Unternehmens in der Öffentlichkeit?

Das Betriebssystem Safari 7 bringt Nutzer mit zahlreichen Abstürzen zur Verzweiflung und erste Zweifel an der Innovationskraft des Unternehmens wurden laut, als das iPhone 5 auf den Markt gebracht wurde. Selbst eingefleischte Apple-Fans fragen sich, ob das Kultunternehmen die selbst gesetzten Qualitätsstandards halten kann. Aber Phil Schiller hat scheinbar einen ganz anderen Grund für den Imageverlust ausgemacht. Samsung füge durch die ständigen Patentrechtsverletzungen und durch die minderwertigen Produktkopien Apple Schaden zu, sagte er im Patentstreit vor einem US-Gericht.

Aber ist das wirklich so? Was genau ist Image und wie kann es durch die PR-Kommunikation beeinflusst werden? "Images können verstanden werden als stark vereinfachte, typisierte und mit Erwartungen verbundene individuelle Vorstellungsbilder von Imageobjekten, d.h. Personen, Organisationen oder Gegenständen“ (Seite 145), definiert Ulrike Röttger in dem Buchkapitel "Zentrale Bezugsgrößen der PR“ den Begriff.

Identitätsorientiertes Kommunikationsmanagement stiftet Image

Imagegestaltung ist ein Prozess, der nach Auffassung der Springer-Autoren Markus Niederhäuser und Nicole Rosenberger vor allem durch ein identitätsorientiertes Kommunikationsmanagement erfolgreich wird. Die Basis der Imagebildung ist die Kommunikation. Am Beispiel der Deutschen Bahn zeigen die Autoren auf, warum das schlechte Image des Logistikunternehmens nicht nur die Folge schlechter Presse und gepflegter Kundenvorurteile ist. Vielmehr sei es bei der Umstellung vom Staatsbetrieb zum globalen Unternehmen nicht gelungen, eine neue Unternehmenskultur zu verankern "in der die Werte, die für den Veränderungsprozess zentral sind, zu kollektiv vertretenen Einstellungen und Haltungen führen" (Seite 102).

Faktoren, die das Image stiften und beeinflussen:
  • Ein Image kann allein durch Kommunikation aufgebaut werden.
  • Stakeholderkommunikation und Markenversprechen prägen das Image.
  • Die gezielte Kommunikation von Tatsachen beeinflusst die Wahrnehmung.
  • Werte, die in der Unternehmenskultur verhaftet sind, stiften Identität.
  • Die Übereinstimmung von Unternehmenspolitik, definierter Identität und realer Anwendung ist zwingend notwendig.

Fazit: Apples Image mag unter anderem durch Samsungs Produktpolitik beeinflusst werden. Aber auch andere Faktoren, wie etwa Apples eigene Kommunikationsstrategie und die Unternehmensidentität, sind für die Wahrnehmung in der Öffentlichkeit entscheidend.

Lesen Sie auch:

Kommentar: Warum Tim Cook an Kurt Tucholsky denken sollte
Wie Apple das digitale Radio der Zukunft kreiert

Weiterführende Themen

Die Hintergründe zu diesem Inhalt

    Bildnachweise