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24.02.2017 | Software Defined Everything | Im Fokus | Onlineartikel

Wie werden die Vorteile von All-IP messbar?

Autoren:
Corina Socaciu, Sven Eisenkrämer

Durch cloudbasierte Lösungen wie All-IP werden Geschäftsprozesse effizienter. Doch die Wahl des geeigneten Cloud-Anbieters ist herausfordernd.

ISDN steht vor dem Aus, All-IP setzt sich durch: Auf der weltweit größten und wichtigsten Messe für digitale Wirtschaft, der Cebit, die vom 20. bis 24. März in Hannover stattfindet, zeigen Branchenführer, wie sich mit Unified Communication und Collaboration-Konzepten die Produktivität der Mitarbeiter erhöhen lässt und erhebliche Kostenvorteile entstehen. Dabei geht der Trend zu Cloud-Lösungen, wie der Veranstalter Deutsche Messe feststellt.

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Der Unified-Communication-Markt wächst weltweit: Einer aktuellen Untersuchung der Unternehmensberatung Credence Research zufolge, werden die Umsätze mit UCC-Anwendungen bis zum Jahr 2022 auf etwa 106 Milliarden US-Dollar steigen. Eine Schlüsselrolle sollen neue Angebote aus dem Bereich "Unified Communication as a Service" (UCaaS) spielen: Hier werden sämtliche Kommunikations-Tools in einer Cloud bereitgestellt – von der Internettelefonie über Videokonferenzen bis zur individuellen Präsenzinformation für jeden Mitarbeiter. Der Ausstellungsschwerpunkt "Communication & Networks" in Halle 12 präsentiert die ganze Bandbreite aktueller und künftiger Technologien, Komponenten und Business-Lösungen für die Sprach-, Bild- und Datenkommunikation.

"Nun beginnt die heiße Phase der Umstellung auf All-IT", sagt beispielsweise AGFEO-Marketingleiter Niko Timm, einer der vielen Aussteller. "Deshalb ist es wichtig, dass die Fachhändler professionelle Lösungen anbieten können."

Veränderungsmanagement wird leichter

Mit der Wahl cloudbasierter Lösungen werden Unternehmen die Fortentwicklung ihrer Geschäftsprozesse effizienter steuern können, wie Springer-Autor Egmont Foth in seinem Buch "Erfolgsfaktoren für eine digitale Zukunft" schildert. So werden IT-Systeme flexibler, und Support-Aufwand und Informationssuchzeiten werden "spürbar verkürzt", schreibt Foth. Mit der beschleunigten Entwicklung von Märkten, Produkten und Services werde die Digitalisierung der Prozesse unumgänglich. Traditionelle Systeme, wie etwa ISDN, hätten den Nachteil, dass IT-Abstimmungsprozesse zwischen Unternehmensabteilungen oftmals kompliziert ausfielen. Als Beispiel nennt Foth etwa Probleme, die bei Mergers und Acquisitions auftreten, wenn einheitliche IT-Standards fehlten. (Seite 6)

Wenn Unternehmen ihre Kommunikationstools künftig über UCaaS in einer Cloud bereitstellen, wird zudem auch die unkontrollierte Nutzung von externen Services und privaten Smartphones sowie Tablets stark vereinfacht.  Vorteile sieht Foth auch aus datenschutzrechtlicher Perspektive: "Daten werden von Mitarbeitern immer häufiger weitgehend ungesichert im Internet abgelegt und ausgetauscht." Zusätzlich zum fehlenden Datenschutz resultierten daraus Sicherheitsrisiken, Lizenzrechtsverletzungen und eine ineffiziente Heterogenität der IT-Landschaft. In gebündelten Services liegen Daten dann zentraler und geschützter. 

Cloud-Anbieter sind schwer zu vergleichen

Mit ihrer wachsenden Nachfrage nach All-IT stehen Unternehmen jedoch vor einer wachsenden Zahl von konkurrierenden Anbietern. Die große Auswahl an Services sei für viele Cloud-Nachfrager verwirrend, konstatiert Walid Gaaloul in seiner Abhandlung "A Global SLA-Aware Approach for Aggregating Services in the Cloud" (Seite 364). Potentielle Kunden müssten sich in realistischen Szenarien aus dem Geschäftsalltag ihre Services zurechtschneidern. Problematisch sei hier die oft sehr ähnliche Funktionalität zwischen den Anbietern am Markt, wodurch Kunden gezwungen seien, nach alternativen Auswahlkriterien als der bloßen Funktionalität zu suchen und Ergebnisse messbar zu machen. Cloud-Nachfrager könnten sich etwa nach jeweiligen Service Level Agreements (SLA) orientieren und vergleichen, welche Garantien die bevorzugten Services bieten. Anbieter von Cloud-Lösungen wiederum können sich sich etwa durch kontinuierliche Upgrades von der Masse abheben und durch effiziente Wege, um Services systematisch auf Bedürfnisse von Kunden maßzuschneidern.

Obwohl die Umstellung für viele Unternehmen zunächst Ausgaben verursacht, werden durch UCaaS langfristig deutliche Einsparungen möglich sein. Denn mit Diensten wie Telefonie, Internetzugang, Fernsehen und Mobilfunk aus einer Hand, entfallen die sonst üblichen Aufpreise für zusätzliche Anschlüsse, Kanäle und ortsunabhängiger Nutzung.

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