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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Solare Detoxifizierung — Der Einsatz von Solarstrahlung zur Entgiftung von Problemabfällen

Zusammenfassung
Die Erzeugung und Beseitigung von toxischen Abfällen ist ein Langzeitproblem wachsender Bedeutung. Mit zunehmender Erkenntnis und sich verschärfenden gesetzlichen Bestimmungen steigt nicht nur die derzeit erzeugte Sondermüllmenge an, sondern wird der Altlastenberg auch immer höher. Das Problem reicht — grob eingeteilt — von konzentrierten Abfallströmen vornehmlich aus Produktionsrückständen über belastete Böden bis zu Grundwasser, wo die Giftstoffe zwar in absoluten Werten niedrigen, toxikologisch jedoch signifikanten Konzentrationen vorkommen. Böden und Wässer sind vor allem infolge von Unfällen, unsachgemäßer Beseitigung anderer Abfälle, nicht zuletzt aber auch infolge des Düngemittel-und Pestizideinsatzes in der Landwirtschaft kontaminiert.
K.-H. Funken

Arten, Anfall und Herkunft von Problemabfällen

Zusammenfassung
Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) wurden in den Jahren 1983, 1984 und 1985 — im Rahmen von Forschungsvorhaben — Erhebungen über die Sonderabfallentsorgung in der Bundesrepublik Deutschland von der Firma INPLUS durchgeführt („Bundesweite Auswertung der Begleitscheine“). In einem ersten Schritt wurden die Daten des Jahres 1983 und dann im zweiten Schritt die der Jahre 1984 und 1985 ausgewertet.
U. Schaaf

Schadstoffidentifizierung in Deponieeffluaten.

Zusammenfassung
Zahlreiche Deponien enthalten Schadstoffe, die sowohl als solche eingebracht, als auch im Verlaufe der chemischen und biochemischen Prozesse innerhalb der Deponie entstanden sein können. Als besonders bedenklich haben sich als Hausmülldeponien angesehene Mischmülldeponien erwiesen, da in ihnen auf meist unkontrollierte Weise gefährliche Abfälle unbekannter Herkunft und Zusammensetzung abgelagert wurden.
H. J. Möckel

Konventionelle Sonderabfallbehandlung sowie Umgang mit Kleinmengen

Zusammenfassung
Die Entsorgung von Abfällen erfolgt letztlich durch Ablagerung mit Ausnahme der emittierten Anteile im Abwasser und in der Abluft.
J. Knoch

Konventionelle Sonderabfallverbrennungsanlagen und -verfahren

Zusammenfassung
Der Begriff Sonderabfall umfaßt alle Stoffe, die nicht wie Hausmüll entsorgt werden können, weil sie toxische und umweltgefährdende Inhaltsstoffe in höheren Konzentratioen enthalten. Sonderabfälle, die organische Verbindungen in großen Mengen oder mit hohem Gefährdungspotential enthalten, werden verbrannt. Ziele der Verbrennung sind:
thermische Oxidation der Organika
Mineralisierung der festen Rückstände
Rückgewinnung einzeiner Inhaltsstoffe
Nutzung der inneren Energie der Abfallstoffe
Uberführung der Abfälle in eine ablagerungsfähige Form
Helmut Pollack

Thermische Und Thermokatalytische Behandlung Von Abfällen

Zusammenfassung
Die Verbrennung von Abfällen ist eine Technologie zur Beseitigung von Abfällen, die aber auf abnehmende Akzeptanz in der Bevölkerung stößt. Mögliche Schadstoffbildung, wie der Nachweis von Dioxinen in Flugaschen tragen dazu bei.
E. Bayer

Anlagen und Komponenten der Solarthermie

Zusammenfassung
Wenn man über die Anwendung der verschiedenen solarthermischen Verfahren für chemische und andere Prozesse in der Industrie mit hohem Energiebedarf nachdenkt, so muß eine Abbildung zu Rate gezogen werden, welche möglicherweise bereits in anderen Beiträgen dieser Proceedings verwendet wurde: die sogenannte Kamelhöckerkurve. In solchen Kurven wird der Energiebedarf für verschiedene Temperaturbereiche von industriellen Prozessen in unterschiedlicher Auftragungsweise dargestellt, wobei sich jedoch immer und in allen Industriestaaten reproduzierbar eine Kurve mit zwei Maxima bei ca. 200°? sowie etwa 1100°C ergibt. Abb. 1 zeigt eine bereits 15 Jahre alte Kurve, welche jedoch den gleichen Verlauf hat, wie die neueren Kurven, welche während des Solarchemischen Kolloguiums präsentiert wurden. Während das untere Maximum in erster Linie durch Prozesse der Lebensmittelindustrie, Papierherstellung und Chemie bestimmt wird, bilden metallurgische, keramische und chemische Verfahren die Ursache für das zweite Maximum. Glücklicherweise bietet die Solarthermie eine große Anzahl von Verfahren, welche Prozeßtemperaturen zwischen 60 − 70°C und weit über 1000°C zur Verfügung stellen. Wenn sich dieser Beitrag auch in erster Linie mit den Verfahren des Mittel- und Hochtemperaturbereichs befassen soll, so mögen in diesem Zusammenhang doch einmal der Vollständigkeit halber die wichtigsten solarthermischen Verfahren bzw. Anlagen aufgezählt werden:
M. Böhmer

Solare Detoxifizierung von Problemabfällen — ein Blick auf den literaturbekannten Wissensstand —

Zusammenfassung
Seit bald 15 Jahren werden weltweit sehr intensive und systematische Untersuchungen zur Nutzung der Sonneneinstrahlung für die Energieerzeugung, aber auch für die Durchführung chemischer Prozesse — insbesondere endothermer Hochtemperaturreaktionen — durchgeführt.
B. Fell, Wiwinia Suriasandjojo

Lösungsansätze für Eine Grosstechnische Solare Entsorgung Chemischer Abfallstoffe

Zusammenfassung
Vorgeschlagen wird ein großtechnischer Prozeß, bei dem sowohl Photonen als auch solar thermische Energie in Kombination mit solarerem Wasserstoff sinnvoll eingesetzt werden, um chemische Abfälle umzusetzen und zu rezyklieren. Pyrolyse mit anschließender Hydrierung sollen zu erdöl- und erdgasähnlichen Produkten führen und übrigbleibende nicht verwertbare Abfallstoffe auf thermo-photochemischem Wege vernichtet werden. Die Entwicklung einer Technologie dieser Art zur Rezyklierung von chemischem Sondermüll wäre nicht nur aus wissenschaftspolitischen Gründen sinnvoll, sondern auch aus wirtschaftlichen, da — auf dieselbe Gewichtsmenge gerechnet — die Entsorgung chemischen Abfalls erheblich rentabler wäre als die solare Herstellung chemischer Energieträger.
Helmut Tributsch

Photokatalytische Detoxifizierung

Zusammenfassung
Die Entsorgung von vergifteten Böden, Deponie-Efluaten und Abwässern beschäftigt Sachverständige und die Üffentlichkeit gegenwärtig in zunehmendem Maße. Das Problem der Wasseraufbereitung umfaßt unter anderem die Bereiche der Trinkwasserversorgung sowie der Haushalts- und Industriewasserbehandlung. Aufgrund ihrer kanzerogenen und leberschädigenden Wirkungen stellen die chlorierten Kohlenwasserstoffe (CKW) eine besonders problematische Klasse von Schadstoffmolekülen dar.
Claudius Kormann

Technologische Probleme an der Schnittstelle Sondermülltechnologie — Solartechnologie

Zusammenfassung
Die solare Detoxifizierung von Problemabfällen ist ein Verfahrensvorschlag, bei dem zum jetztigen Zeitpunkt noch keine genauen Angaben zum Verfahrensablauf und zur Art der zu behandelnden Abfälle gemacht werden. Dennoch ist es möglich, aufgrund von Vorgaben eine Eingrenzung der technologischen Probleme an der Schnittstelle Sondermülltechnologie — Solartechnologie vorzunehmen. Diese Vorgaben sind im einzelnen:
1.
Die solare Detoxifizierung soil in einem sonnenreichen Land stattfinden, z.B. in Nordafrika oder im Nahen Osten.
 
2.
Bel der solaren Detoxifizierung sollen durch die Einwirkung von gebündeltem Sonnenlicht hochtoxische Sonderabfälle in gefahrlos zu entsorgende Stoffe umgewandelt werden. Die Umwandlung soil rriögiichst vollständig, d.h. zu 100 % erfolgen.
 
3.
Bei dem Verfahren soil möglichst kein CO2 entstehen.
 
4.
Die Aniage zur solaren Detoxifizierung soil den gleichen Sicherheitsstand aufweisen, wie er in der Bundesrepublik genehmigungsrechtiich für ähniiche Aniagen, wie z.B. Anlagen zur Hochtemperaturverbrennung von Sonderabfäilen, gefordert wird (Vermeidung des „St. Florian Prinzips“). Das bedeutet, dafβ insbesondere die Majβnahmen zur Emissionsminderung dem aktueiien Stand der Wissenschaft und Technik entsprechen soilen.
 
H. Hoberg, U. Fimpel

Solarthermische H2S-Zersetzung mit einem Fix-Fokus-Konzentrator

Zusammenfassung
Schwefelwasserstoff (H2S) fällt gasförmig in großen Mengen bei der Aufbereitung fossiler Energieträger an. Bei der Raffinierung von Erdgas entsteht H2S als Abfallprodukt. Des weiteren wird bei der Hydroent-schwefelung von Rohöl H2S gebildet. Da H2S ein giftiges Gas ist, bleibt eine Weiterbearbeitung unerläßlich.
Michael Mitzel

Solarchemisches Kolloquium „Solare Detoxifizierung von Problemabfällen“ : Eine Bewertung

Zusammenfassung
Rund 80 Wissenschaftler und Techniker, die meisten von ihnen aus der Bundesrepublik Deutschland, einige aber auch aus sechs weiteren Ländern, trafen sich am 12. und 13. Juni 1989 in Köln-Porz bei der DLR zum solarchemischen Kolloquium. Zu gleichen Teilen kamen sie aus Großforschungseinrichtungen, Hochschulen und Firmen.
M. Becker, K.-H. Funken

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