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Über dieses Buch

​Wie kann soziale Wirkung gemessen oder bewertet werden? Die Frage der Konzeption, Durchführung und Nutzung sozialer Wirkungsmessung stellt Social Entrepreneure, PraktikerInnen und WissenschaftlerInnen vor viele Herausforderungen. Lars Repp diskutiert das Konzept des Social Entrepreneurship und das der Wirkungsmessung im Sozialunternehmertum. Er untersucht empirisch, welche Probleme und Herausforderungen Experten und Social Entrepreneure in Bezug auf die Wirkungsmessung erleben. Auf der Grundlage qualitativer Interviews diskutiert er mögliche Implikationen für die Weiterentwicklung sozialer Wirkungsmessung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Der Titel dieses Buch lautet „Soziale Wirkungsmessung im Social Entrepreneurship – Probleme und Herausforderungen“. Diese Publikation basiert auf einer Studie, die als Bachelorarbeit unter dem Titel „Social Impact Measurement im Social Entrepreneurship – eine Problemanalyse“ verfasst wurde.1,2 Aus wissenschaftlicher Sicht beinhaltet dieser Titel etliche undefinierte Konzepte, die eine wissenschaftliche Abhandlung überbordend, abstrakt oder unkonkret werden lassen können. Es stellen sich die Fragen: Was ist Social Impact (SI)? Was ist Social Impact Measurement (SIM)? Was ist Social Entrepreneurship (SE)? Was ist Social Impact Measurement im Social Entrepreneurship? Die Aufgabe dieser Abhandlung ist nicht, all diese Fragen umfassend zu beantworten, sondern vielmehr eine Position in diesem Forschungsfeld zu beziehen und den bisherigen Forschungsstand weiter voranzubringen. SE, auf Deutsch Sozialunternehmertum, befindet sich in einer Phase der Forschung, die Kuhn (1962) als vorparadigmatisch bezeichnet und in der es bislang keinen (paradigmatischen) Konsens über die relevanten Begrifflichkeiten gibt und noch keine gemeinsame Erkenntnistheorie besteht (Santos, 2009, S. 4; Nicholls, 2010a, S. 611). Die Frage, ob das Konzept des SE überhaupt eine Legitimation besitzt, wird oft an der Ungewissheit festgemacht, ob SE Wirkungen aufweisen kann, die seine Existenz neben Non-Profit-Organisationen (NPO), öffentlichen Einrichtungen und der Privatwirtschaft legitimieren.3 Die Frage nach den Wirkungen des Phänomens des SE im Allgemeinen und des einzelnen Social Entrepreneurs ist höchst schwierig zu beantworten. Das Fehlen eines eindeutigen Verständnisses von sozialer Wirkungsmessung bzw. SIM4, unzureichende Methoden und der Mangel an empirischen Untersuchungen erscheinen hierbei als zentrale Hindernisse. SIM befindet sich in zwei grundsätzlichen Spannungsfeldern: Erstens stehen sich begrenzte Ressourcen und unendlich scheinende Möglichkeiten, was im SIM gemessen werden könnte, gegenüber. Zweitens bewegen sich Verständnis und Anwendung des SIM zwischen Wissenschaft, Praktikern und Social Entrepreneuren in einem Spannungsfeld, da diese jeweils einen eigenen Umgang mit diesem Problemfeld haben. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung scheint dabei einem grundlegenden Paradoxon des Forschungsgegenstandes SE nicht genügend Aufmerksamkeit zu schenken. Dieses besteht darin, dass die Ansichten der zentralen Akteure, der Social Entrepreneure marginalisiert werden (Nicholls, 2010a, S. 626). In dieser Arbeit basiert daher das Forschungsdesign darauf, die Sichtweise der Social Entrepreneure mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Ansichten von Wirkungsmessungsexperten in Beziehung zu setzen.
Lars Repp

2. Soziale Wirkungsmessung im Social Entrepreneurship

Zusammenfassung
Aufbauend auf die eingeführten Konzepte wird in diesem Abschnitt die Verbindung des SE zur sozialen Wirkungsmessung aufgezeigt. Hierzu werden zunächst zentrale Treiber verstärkter Wirkungsmessung im SE dargestellt (2.1). Anschließend wird SIM als Rahmen für soziale Wirkungsmessung konzeptionell erörtert (2.2). Dem folgt ein Überblick über bestehende Ansätze, Metriken und Erhebungsverfahren (2.3) und ein Exkurs über den Umsetzungsstand in der Praxis (2.4).
Lars Repp

3. Forschungsstand: Hürden sozialer Wirkungsmessung

Zusammenfassung
Aufbauend auf den vorangegangenen Abschnitten, in dem das Konzept des SIM als Rahmen sozialer Wirkungsmessung konzeptuell und darüber hinaus exemplarisch durch Ansätze zur Wirkungserfassung und den Umsetzungsstand in der Praxis eingeführt worden ist, wird in diesem Abschnitt der Grad der Problemfokussierung erhöht. In 3.1 werden die zentralen Anforderungen an SIM entwickelt. In 3.2 werden identifizierte Problematiken herausgearbeitet, um diese im weiteren Verlauf dieser Arbeit den Erkenntnissen der eigenen Untersuchung gegenüberzustellen. In 3.3 wird der Fokus um exemplarische Ergebnisse aus anderen Bereichen der Wirkungsforschung erweitert.
Lars Repp

4. Untersuchung

Zusammenfassung
Ziel der Untersuchung ist die Herausarbeitung von Problemen, welche die Feststellung (sozialer) Wirkung erschweren. Die Untersuchung geht zunächst von einem undefinierten Problembegriff aus, der durch die Untersuchung in ein konkreteres Problemverständnis überführt werden soll.
Lars Repp

5. Zusammenführung: Probleme und Hürden sozialer Wirkungsmessung

Zusammenfassung
Im Schlussteil dieser Arbeit werden die Ergebnisse der Untersuchung in 5.1 in den Kontext der bestehenden Forschungsdiskussion eingeordnetund eine empirisch begründete Übersicht über die zentralen Problemfelder im SIM erstellt. Um die Ergebnisse für die Praxis nutzbar zu machen, werden in 5.2 zentrale Mechanismen zur Überwindung bestehender Problemfelder konzis diskutiert.
Lars Repp

6. Fazit

Zusammenfassung
Die in dieser Arbeit empirisch herausgearbeiteten Problemdimensionen konnten die in der Forschung latent geäußerten Defizite in sozialer Wirkungsmessung bestätigen. Dies ist insofern bemerkenswert, da keine Vorstrukturierung der qualitativen Interviews durch eine Orientierung an den in der Literatur identifizierten Problemdimensionen, stattgefunden hat. Das Resultat dieser Arbeit ist die empirisch begründete Entwicklung vorhandener Problemfelder sozialer Wirkungsmessung im SE. Die zentralen Dimensionen sind die unklare Konzeption sozialer Wirkungsmessung im Allgemeinen und des SIM im Besonderen, der abstrakte Gegenstand sozialer Wirkungsmessung, methodologische Defizite, Ressourcenbeschränktheit, fehlende Umsetzungskompetenzen sowie verschiedenartige Anforderungen externer Stakeholder. Im Hinblick auf die umsetzungsorientierte, vom Social Entrepreneur ausgehende Betrachtung wird konstatiert, dass die Perspektive der zentralen Akteure, der Social Entrepreneure, eine maßgebliche Rolle in der Ausformung des konzeptionellen Verständnisses von SIM spielen sollte.
Lars Repp

Backmatter

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