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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einführung: Soziales im Netz - (Neue) Kommunikationskulturen und gelebte Sozialität

Einführung: Soziales im Netz — (Neue) Kommunikationskulturen und gelebte Sozialität

Zusammenfassung
Die meisten Menschen begegnen neuer Technologie zunächst mit Distanz und Vor­sicht. Rationale und irrationale Angste vermischen sich besonders dann, wenn es um Bedrohungsszenarien geht, in deren Mittelpunkt soziale und kulturelle Werte stehen. So gehört die “Technologisierung des Wortes” (Ong 1987) zu denjenigen medial bedingten Veränderungen. die besonders misstrauisch beobachtet werden. Ein Grund für medienskeptische Einstellungen ist der Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit technologischer Entwicklung und der Zeit, die das Individuum und die Gesamtgesellschaft benötigen. um die Folgen solcher medialer Umwälzungen sozial, kommunikativ, gesellschaftspolitisch und psychisch zu bewältigen und positiv in den Alltag zu integrieren.
Caja Thimm

Individualität und Sozialität

Frontmatter

Begrenzungen und Strukturen internetbasierter Kommunikationsgruppen

Zusammenfassung
Newsgroups, Chatkanäle und Mailinglisten sind Medien, die durch das Internet erst entstanden sind. Zahlreiche Besonderheiten zeichnen diese neuen Medien und die damit verbundenen Kommunikationsgemeinschaften aus. Die technischen Eigen­schaften und die Beobachtung des oberflächlich Sichtbaren (z.B. Tapscott 1998, Turkle 1995, Rheingold 1994, Hofmann 1999) wurden oft so interpretiert, als wür­den die Begrenzungen aufgehoben, denen die alten Medien, und mehr noch die nichtmediale Kommunikation von Angesicht zu Angesicht unterworfen sind. Hoff­nungen auf stärkere Gleichberechtigung, auf eine Stärkung der Macht des Argu­mentes kamen auf; Zeit-und Raumgrenzen wurden als bedeutungslos angesehen und, nicht zuletzt, hielt man soziale Identitäten für ohne weiteres form- und wechselbar.
Christian Stegbauer

Romantische Beziehungen im Netz

Zusammenfassung
Dass Menschen sich im Netz verlieben und im Zuge ihrer Cyberromanzen intensive Gefühle real erleben, ist mittlerweile zu gut bezeugt, um noch ernsthaft bestritten zu werden. Dennoch wird oft bezweifelt, dass es im Netz wirklich echte Liebesbeziehungen gibt. Wie ist es möglich, eine enge. intime Beziehung zu führen. wenn die Beteiligten vornehmlich durch ihre computervermittelten Botschaften füreinander präsent sind? Um zu klären, ob bzw. unter welchen Bedingungen Cyberromanzen echte romantische Beziehungen sind oder nur Pseudo-Beziehungen darstellen, müssen wir sowohl unseren Beziehungs-Begriff klären, als auch die Merkmale von romantischen Netzbeziehungen detailliert beschreiben.
Nicola Döring

„bin ich-klick ich“ — Variable Anonymität im Chat

Zusammenfassung
“hin ich-klick ich” — mit diesem Slogan warb 1998 der Fernsehsender ProSieben für seine Onlineseite im Internet http://​www.​prosieben.​de . Im Zuge der entstehenden Netzkultur transportieren sich Individuen nun durch einen einfachen Mausklick in vir;tuelle Welten oder existieren gar erst, weil sie eben diesen Mausklick tätigen. Folgt man diesem, zugegebenermaßen banalen. Gedankenspiel. scheinen die Grenzen von Identität und Identitätsbildung im Netz hybride zu werden. Bewegen wir uns nun im Internet, weil wir Identitäten sind, die sich in einem spielerischen Umgang neuartige Kommunikationsstrukturen zu eigen machen? Generieren wir gar erst durch den Gebrauch dieser Kommunikationsstrukturen unsere Identität (Dabiri & Helten 1998)? Oder kann in elektronischen Netzen womöglich nicht mehr von Personen. sondern nur noch von “künstlichen Identitäten” ausgegangen werden (Krämer 1997)?
Heike Gallery

Phatische Variabilität bei der Initiierung von Internet-Relay-Chat-Dialogen

Zusammenfassung
Vermutlich hatte Jarkko Oikarinen, als er 1988 den Internet Relax Chat (kurz: IRC) schuf. kaum damit gerechnet. dass er den Grundstein fur eine neuartige Sprachvariante gelegt hatte, die kurze Zeit später zur Zielscheibe manch wissenschaftlicher Untersuchung mutieren würde.
Claudia Sassen

Chat-Kommunikation im Internet — eine kommunikative Gattung?

Zusammenfassung
Das erste Kommunikationsprogramm für textbasierte, synchrone und interaktive Kommunikation im Internet IRC (Internet Relay Chat) wurde im August 1988 von einem finnischen Studenten programmiert und hat sich heute — rund zehn Jahre nach der Entstehung — über viele Länder ausgebreitet. Neben dem IRC treten inzwischen auch vermehrt sogenannte Webchats auf, die keine eigene Software benötigen, sondern über das World Wide Web mithilfe eines Browsers wie den Netscape Communicator oder den Internet Explorer bedient werden können. Ob im IRC oder in einem Webchat — aufgrund der Möglichkeiten, aber auch Einschränkungen, des Mediums entwickeln sich mit der immer größer werdenden Anzahl der weltweit über Chat kommunizierenden User den neuen Rahmenbedingungen angepasste soziale, interaktionale, sprachliche Phänomene, die Neuerungen offen gegenüberstehen, gleichzeitig aber auch eine Traditionalisierung durchlaufen.
Gurly Schmidt

Die Spur des Internetflaneurs — Elektronische Gästebücher als neue Kommunikationsform

Zusammenfassung
Das Internet gilt als die Domäne der Jungen, Dynamischen, Erfolgreichen. Dementsprechend ist das Surfen die dem Internet und seinen Nutzerinnen angemessene Fortbewegungsart. schnell, dynamisch. risikofreudig, eben Ausdruck eines ‘modernen’ Lebensgefühls und Beweis der sicheren Beherrschung eines neuen Mediums. Schnelligkeit. Zielgerichtetheit und erfolgreiches Spiel mit diesem Medium (als Stellvertreter des ‘natürlichen’ Elements) sind denn auch zwei wichtige Charakteristika, die immer wieder genannt werden, wenn vom Internet die Rede ist. Dies ist unzweifelbar zutreffend, und doch zeigt sich daneben noch ein anderer Trend, der als eine Art Gegenbewegung betrachtet werden kann: das (mitunter ziellose) Flanieren durch die riesige Welt der Daten. Ort und Ausdruck dieser Wiederbelebung einer alten und schon überholt geglaubten Fortbewegungsart ist eine Internet-Textsorte, die bei den meisten auf den ersten Blick vielleicht nur als Relikt einer Zeit vortechnischer Handschriftlichkeit angesehen wird — das elektronische Gästebuch. Doch ein Blick ins Netz fördert Erstaunliches zutage: Recherchen mittels der großen Suchmaschinen Yahoo und Alta Vista förderten Mitte August 1998 unter dem Stichwort Gästebuch 55.546 und unter ‘Guestbook’ 7.373.090 Dokumente zutage. Die Liste derjenigen Seiten, auf denen man Gästebücher findet, ist lang und oft überraschend: Einzelpersonen, Schulen, Sport- und sonstige Vereine. Bibliotheken, Fanclubs, das Mütterzentrum Karlsruhe, Pfadfinder, Rollenspiel-Gruppen, Zoologische Gärten, Wirtshäuser, Sender, Zeitungen und Zeitschriften, Behörden, Städte, Parteien, Tagungen, Jahrmärkte, Museen, Umweltorganisationen, Anbieter für Haustierbedarf, Anbieter ganz spezieller — vielfach in der öffentlichen Meinung als internettypisch angesehener — ‘Dienste’, Banken, Naturkostläden u.v.a.m. bieten ihren Besuchern die Möglichkeit zum Eintrag. Und ein erster Blick in diese Gästebücher zeigt nicht minder Überraschendes. Elektronische Gästebücher erfreuen sich eines überaus starken Zuspruchs durch die Userinnen und weisen vielfach eine hohe Zahl an Einträgen auf. Zugleich präsentieren sie sich als Ort einer neuen, bislang noch nicht recht zur Kenntnis genommenen Kommunikationsform im Internet, neben den inzwischen schon vielfach analysierten Kommunikationsformen E-Mail, Chat,Diskussionsforum, News-Group und Mailing-List. So stellt sich denn die Frage, welches die Gründe für diese Beliebtheit sind. Um einer Lösung auf die Spur zu kommen, soll im Folgenden zuerst ein kurzer Blick auf die Strukturmerkmale traditioneller Gästebücher geworfen werden, um anschließend Gemeinsamkeiten und Unterschiede der elektronischen Vertreter herauszuarbeiten. Weiterhin soll gezeigt werden, dass die Gästebucheinträge einer Vielfalt von Handlungstypen folgen, die zu einem beträchtlichen Teil dazu dienen, sich im Internet zu präsentieren, Kontakte zu knüpfen, private Kontakte öffentlich zu pflegen, zu klatschen und zu tratschen und vieles andere mehr, und zudem einen Typus von User herausbildet, der nicht mehr Gast im traditionellen Verständnis ist, sondern sich als Internetflaneur erweist.
Hajo Diekmannshenke

Chatten vor dem Bildschirm: Nutzerkommunikation als Fenster zur alltäglichen Computerkultur

Zusammenfassung
Internet-Chats sind in letzter Zeit zu einem beliebten Forschungsobjekt unterschiedlicher Disziplinen geworden.1 Aus sprachwissenschaftlicher Sicht wird zum Beispiel diskutiert, ob es zu einer Annäherung der Schriftkommunikation an die Mündlichkeit kommt oder ob man angesichts der spezifischen Eigenarten des Sprachgebrauchs (Emoticons, Akronyme, Jargonismen etc.) gar von einer “Sondersprache des Internet” (Haase et al. 1997, 53) als “Ausdruck einer im Entstehen begriffenen Netzkommunikationskultur” (Jakobs 1998, 194) sprechen kann. Zudem wird hervorgehoben, dass der Chat “das einzige synchrone Medium [sei], das auf geschriebener Sprache beruht” (Lenke & Schmitz 1995, 121).
Michael Klemm, Lutz Graner

Gruppenkulturen

Frontmatter

Geschlechterkonstruktionen und Netzkommunikation

Zusammenfassung
Wenn über Computernetzwerke und ihre Nutzung gesprochen und geschrieben wird, sind oft zugleich Geschlechterfragen thematisch. Mal erscheinen Netze als Refugien von Hackern, Technikfetischisten und Computerfreaks, als Männermedien, von denen Frauen und Mädchen nach wie vor weitgehend ausgeschlossen sind. Mal erscheinen Netze als egalitäre Welten des Diskurses, in denen nur das Geschriebene zählt ohne Ansehen von Geschlecht, Alter, Rasse, Klasse oder Aussehen. Mal erscheinen Netze als gesellige Orte, an denen Individuen besonders unbefangen und offen aufeinander zugehen, mit ihrem Geschlecht vor allem auch ihre Geschlechtlichkeit ausspielen und einander lustvoll bestätigen. Mal erscheinen Netze als soziale Räume, in denen Geschlecht als Konstrukt frei verfügbar wird, weil die Beteiligten ihr wahres Geschlecht hinter sich lassen, jederzeit einen virtuellen Geschlechter-tausch vollziehen oder gar ein drittes oder viertes Fantasiegeschlecht annehmen können. Mal erscheinen Netze als Herrschaftstechnologien, mit denen männliche Gewalt nicht nur in bekannter Weise reproduziert, sondern sogar gesteigert wird, etwa durch einen computervermittelt erleichterten und anonymisierten Handel mit Kinderpornografie oder mit Frauen. Mal erscheinen Netze als nützliche und subversive Infrastrukturen für die politische, wissenschaftliche, wirtschaftliche, künstlerische sowie private Vernetzung von Frauen und Frauenprojekten weltweit.
Nicola Döring

Sprache, Repräsentation und Ethnizität im Cyberspace

Zusammenfassung
Ethnizität und das Internet, Cyberethnizität, ist das nicht ein Widerspruch? Hier das konflikthafte und vormoderne Phänomen der Ethnizität, dessen scheinbar unnachgiebige Kraft die Welt gerade spektakulär im Kosovo und in Jugoslawien via Bildschirm verfolgen kann. Auf der anderen Seite das Internet, moderne Informationstechnologien an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, die die Welt, seine Menschen und Völker verbinden und zusammenbringen sollen.
Nils Zurawski

„Wie im richtigen Leben...“: Soziale Identität und sprachliche Kommunikation in einer Newsgroup

Zusammenfassung
“Wie im richtigen Leben...”, so lautet die einzige Zeile des Postings einer Teilnehmerin der Newsgroup de.soc.senioren,die damit unter dem Betreff: “das muß jetzt aber auch mal raus..” eine generelle Einschätzung bezüglich der Kommunikation in der betreffenden Newsgroup abgab. Sie charakterisiert mit diesem Vergleich die über mehrere Tage hin- und hergehende Auseinandersetzung um die inhaltliche Qualität der angesprochenen Themen in der NG, den angemessenen Sprachgebrauch sowie die persönlichen Attacken zwischen einigen Mitgliedern der NG. Dieser Vergleich formuliert eine aufschlussreiche Teilnehmersicht über die Wahrnehmung von Gemeinsamkeit zwischen Netzkommunikation und Alltagsgespräch.
Caja Thimm, Heidi Ehmer

„Ich bin, wen ich spiele.“ Ludische Identitäten im Netz

Zusammenfassung
Dieser Einschätzung ist nicht nur zuzustimmen, ihr kommt auch eine Leitfunktion für die folgenden theoretischen Überlegungen und empirischen Befunde zu. Der soziologisch spannende — und erklärungsbedürftige — Ausgangspunkt ist dabei die Beobachtung, dass spezifische Computernutzungen in Verbindung mit den Möglichkeiten der Netzkommunikation einen neuen digitalen Lebens- und Erlebensraum generieren und potenzieren, der alles bisher Dagewesene in den Schatten zu stellen scheint. Beseelt von einer Art Kolumbus-Gefühl gehen immer mehr Jugendliche immer häufiger per Computer und Netz auf Entdeckungsreisen in fremden Welten.1 So wie die Abenteurer in früheren Zeiten unbekannte Erdteile erkundet haben, so werden heute die virtuellen Regionen der Computer- und Netzwelt erobert:
“Programmierte elektronische Virtualität ist wesentliches Moment sozialer Verfassungen geworden. Die digitalen Technologien führen nicht nur zu neuen Informationsstilen. Ihre Nutzung erzeugt auch eine neue Gebrauchskultur von sozialem und globalem Wissen, von (virtueller) den Austauschprozessen zwischen Menschen entsteht, die sich in elektronischer Anwesenheit und oft individueller Anonymität begegnen.” (Faßler 1997, 17)
Waldemar Vogelgesang

Professionelle und institutionelle Kommunikationskulturen

Frontmatter

Soziale Beziehungen und innerbetriebliche Kommunikation: Formen und Funktionen elektronischer Schriftlichkeit in Unternehmen

Zusammenfassung
Die Computerisierung des Alltags hat zur Ausbildung bzw. Modifizierung von Textsorten in privater Kommunikation (vgl. die Beiträge von Gallery, Sassen, Diekmannshenke i.d.Bd.), aber auch zu Veränderungen in betrieblicher Kommunikation geführt. Es sind nicht nur Videokonferenzen, Homepages, elektronische Hauszeitungen oder die Angebote virtueller Unternehmen (Brill & de Vries 1998), die Eckpunkte der Veränderung darstellen, sondern auch die alltägliche Nutzung der internen elektronischen Kommunikationssysteme in Form von E-Mails im Intranet. E-Mail ist eines unter vielen medialen Mitteln, welche MitarbeiterInnen in einem Betrieb zur Verfügung stehen. Vor einigen Jahren noch waren die medialen Angebote deutlich geringer: Neben der Post gab es das Telefon, in speziellen Situationen wurden Telegramme verschickt und in größeren Betrieben kam ein Postbote zum Einsatz, der die hausinterne Post verteilte. Nach und nach etablierten sich — ohne Anspruch auf Vollständigkeit — Telex, Gegensprechanlage, hausinternes Telefon, Telefonbeantworter, Faxgeräte, Videokonferenzen, Voice Box, Voice Mail sowie Intranet und Internet.1 Nicht erst seit McLuhan (1995/1962), aber seit ihm bestimmt, weiß man, dass neue Medien alte nicht einfach zum Verschwinden bringen2, sondern dass das vorhandene Spektrum neu unterteilt wird. Bei dieser Neustrukturierung, die ausgesprochen langsam vor sich geht — die erste Implementierung von telnet (Briefe) und von ftp (Datentransfer) erfolgte 1969 (vgl. Scheller, Boden, Geenen, Kampermann 1994) und Mails wurden von einem breiteren Publikum erst in den 70er Jahren verschickt —, werden auch nach und nach neue Bedürfnisse geschaffen, die von den Anwenderinnen erst entdeckt und dann gedeckt sein wollen.
Ulla Kleinberger Günther, Caja Thimm

Verwaltungsumbau, Internet, Bürgerdienste und Personalentwicklung als Herausforderungen an die öffentliche Verwaltung

Zusammenfassung
Veränderungen, technische und organisatorische Innovationen, gesellschaftliche Umbrüche und Lern- und Entwicklungsprozesse stehen in einer Ambivalenz, die sich allem Fremden, Neuen, Ungewohnten gegenüber äußert, das nach Graumann (1995, 8f) lockend und bedrohlich zugleich ist. Es wirkt bedrohlich “als die Negation des Eigenen, des Hiesigen und Heimischen, des Sicheren und Vertrauten”. Das Neue kann aber auch, wie der gegenwärtige Internet-Boom zeigt, locken, und wir erliegen nur zu gerne seinem Reiz (vgl. Graumann 1995). Trendwörter wie ‘Datenautobahn’, ’Informations-Superhighway’ oder sich an Bekanntes anlehnende Abkürzungen wie IT (gesprochen wie die Filmtitelfigur ET) und leicht einprägsame Kürzel wie WWW erleichtern die Integration des bedrohlich/lockenden Fremden.
Rainer Maier, Barbara Maier-Schicht

Interdiskursive Aspekte zu wissenschaftlichen E-Mail-Diskussionen

Zusammenfassung
Die breitere Nutzung von Netzkommunikation hat in den großen Wissenschaftszweien unterschiedliche Genese und Bedeutung. In der Informationswissenschaft fällt die Etablierung von Netzverbindungen überhaupt mit ihrem Gegenstand zusammen; in Abwandlung des McLuhan-Diktums könnte man sagen: “Das Medium ist die Wissenschaft.” Die rasche Aneignung des Internet-Vorläufers im naturwissenschaftlichen Bereich und sein Ausbau zum Wissenschafts-Netz dürfte mehrere Gründe haben: Die Nähe der Forschung zur ursprünglichen, militärischen Zielsetzung dieser Netzarchitektur. überhaupt die Verfügbarkeit von leistungsfähigen Rechnern im Rahmen der Forschungstätigkeit, sowie die Bedeutung von rascher Publizität in Wissenschaftszweigen, wo dem Forschungstempo viel praktische Relevanz zukommt.
Peter Handler

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