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Über dieses Buch

Dieses Buch gibt Orientierung in einem Forschungsfeld, das angesichts von fachlicher Diversität und theoretischer Pluralität heute kaum noch zu überblicken ist. Indem es Organisationen als soziale Systeme beschreibt und erläutert, nimmt es zwar nur eine unter vielen möglichen Theorieperspektiven der Soziologie ein, es beschreibt den Gegenstand damit aber entlang eines Konzepts, das schon für die Herausbildung der Soziologie der Organisation maßgeblich war und das heute eine der leistungsfähigsten Theorien der Organisation begründet. Aber nicht nur das: Die soziologische Systemtheorie, die damit angesprochen ist, erlaubt überdies, organisationsbezogene Perspektiven ins Verhältnis zu gesellschaftsbezogenen Perspektiven zu setzen. Es ist derGesellschaftsbezug, der die soziologische Befassung mit Organisationen von Organisationsforschungen in anderen Fächern unterscheidet.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Der Bedarf für einführende Literatur ist gerade in solchen Forschungsfeldern besonders groß, die es – wie die Organization Studies – aufgrund ihres Umfanges und der Pluralität der Beiträge Neueinsteiger(inne)n sehr schwer machen, Orientierung zu gewinnen. Es sind allerdings die gleichen Felder, die es ausschließen, dem Bedarf im Sinne eines Überblicks zu entsprechen, für den gelten könnte, dass er die Pluralität und verzweigten Entwicklungslinien der theoretischen Ansätze und Begriffe, die thematischen Trends sowie die Vielzahl empirischer Forschungen, die sich zum Thema Organisation finden lassen, erfassen würde. Für das riesige Gebiet der Organisationsforschung ist diese Diagnose bereits wiederholt gestellt worden und wird mit fortschreitendem Forschungsvolumen immer weiter untermauert.
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Chapter 2. Soziologie und interdisziplinäre Organisationsforschung

Zusammenfassung
In diesem Kapitel geht es um Begriffs-, Gegenstands- und Perspektivenbestimmungen und die Frage, worüber wir eigentlich reden und wie wir darüber reden, wenn wir organisationssoziologisch über Organisationen sprechen, und wodurch sich diese Perspektive von anderen wissenschaftlichen Perspektiven unterscheidet.
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Chapter 3. Herausbildung und Entwicklung der Organisationssoziologie: Begriffliche Meilensteine

Zusammenfassung
Die Organisationsforschung ist ein gutes Beispiel dafür, wie verschieden über die Anfänge und die Herausbildung von speziellen Forschungsfeldern berichtet werden kann. Je nachdem, welche begrifflichen Unterscheidungen und Autoren man an den Anfang stellt und als zentral erachtet, erzählt sich die Theoriegeschichte dann recht verschieden. In Lehr- und Textbüchern der Organisationstheorie und -soziologie wird in der Regel zunächst über eine ‚Klassik‘ der Organisationsforschung berichtet. Damit sind vor allem zwei Zeitgenossen angesprochen: der amerikanische Ingenieur Frederick W. Taylor (1856-1915) und der deutsche Soziologe Max Weber (1864-1920).
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Chapter 4. Die Organisation als soziales System

Zusammenfassung
Wir haben oben hervorgehoben, dass die Organisationssoziologie ihren Take-off in Harvard nahm. Grundlegende Ausgangspunkte für das, was sich von hier aus entwickeln sollte, fanden sich bei Pareto. Seine Unterscheidung von logischem und nichtlogischem Handeln ging in die Interpretation der Hawthorne-Experimente der Mayo-Schule ein und führte zur Entgegensetzung der ‚logic of efficiency‘ (Logik der formalen Organisation) und der ‚logic of sentiments‘ (Logik der informalen Gruppe).
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Chapter 5. Organisation und Gesellschaft

Zusammenfassung
Wir haben Organisationen zuvor in organisationsbezogener Perspektive zum Thema gemacht und werden sie im Folgenden gesellschaftsbezogen in den Blick nehmen. Wenn wir nun nach dem Verhältnis von Organisation und Gesellschaft fragen, knüpfen wir an die dargelegten organisationsbezogenen Grundlagen an. Wir werden sie in verschiedenen Hinsichten ergänzen: So fragen wir nach grundlegenden gesellschaftlichen Voraussetzungen moderner Organisationsbildung, nach der Diversität und Typenvielfalt der Organisationen, und wir thematisieren Aspekte der Trennung und Verbindung in einer durch Funktionssysteme und Organisationen strukturierten Gesellschaft.
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Chapter 6. Schluss

Zusammenfassung
Am Ende des Einführungstextes angekommen, haben wir mit dem zuletzt Gesagten zum einen verdeutlicht, dass und wie eng die entscheidungstheoretischen Perspektiven, die wir im ‚organisationsbezogenen‘ Zugriff auf Organisationen behandelt haben, auf den Zusammenhang von Gesellschaft und Organisation verweisen, d. h., wie diese Perspektiven also auch durch eine ‚gesellschaftsbezogene‘ Perspektive getragen sind, die wir eingangs als kennzeichnend für die Soziologie der Organisation bezeichnet haben. Mit dem kurzen Blick auf das ‚Risiko der Unsicherheitsabsorption‘ haben wir am Ende aber auch einen Punkt erreicht, der die Organisationssoziologie mit anderen soziologischen Spezialdisziplinen in Verbindung bringt, etwa mit der Risikosoziologie, der politischen Soziologie oder der Soziologie sozialer Bewegungen. Dies auszuführen kann nicht mehr Gegenstand der vorliegenden Einführung – in die Grundlagen der Organisationssoziologie – sein.
Veronika Tacke, Thomas Drepper

Backmatter

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