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Über dieses Buch

Diese bewährte Gesamtdarstellung zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklung seit der Demokratisierung Spaniens liegt in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Darin analysieren die Autoren u.a. die 2014 einsetzenden Veränderungen des spanischen Parteiensystems und die dramatische Zuspitzung des Konflikts um Katalonien. Kurzum: Wer zeitnahe Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.
Der Inhalt• Spanien im Profil – Geografie, Bevölkerung, Politische Geschichte und Politische Kultur• Wirtschaft – Entwicklung, (Regionale) Struktur, Staat, Weltwirtschaftliche Integration• Gesellschaft – Sozialstruktur, Bildungssystem, Arbeitsbeziehungen, Interessensgruppen, Katholische Kirche, Militär, Politische Eliten, Massenmedien• Politik – Zentralstaat, Autonome Gemeinschaften, Lokale Selbstverwaltungen, Parteiensystem, Wahlen und Volksabstimmungen, Politische Partizipation, Politikfelder (u.a. Innenpolitik, Gender- und Jugendpolitik, Umweltpolitik, Außen- und Europapolitik)
Die AutorenDr. Dr. h.c. mult. Dieter Nohlen , Professor (em.) für Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg.
Dr. Mario Kölling, Assistenzprofessor am Institut für Politikwissenschaft und Verwaltung der Nationalen Universität für Fernunterricht in Madrid und Wissenschaftler der Manuel Giménez Abad Stiftung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Spanien im Profil

Frontmatter

Kapitel 1. Geografie

Zusammenfassung
Wirtschaft, Gesellschaft und Politik eines Landes sind in besonderem Maße von einem Faktor abhängig: der Geografie. Spanien weist diesbezüglich vielfältige Merkmale auf, die es in mannigfacher Weise geprägt haben und bis heute prägen, da sie struktureller Natur sind und sich verändernder Einwirkung des Menschen weitestgehend entziehen. Besonders hervorzuheben sind unter anderem die Größe des Landes, seine Lage gegenüber Afrika am südwestlichen Rande Europas und sein Charakter als Halbinsel (die es nur mit seinem Nachbarn Portugal teilt).
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 2. Bevölkerung

Zusammenfassung
Im Jahr 2018 hatte Spanien eine Bevölkerung von 46,73 Mio. Sie entspricht etwas mehr als der Hälfte derjenigen Deutschlands (2018: 82,85 Mio.), dessen Territorium freilich nur 71% der spanischen Fläche beträgt. Spanien rangiert mit einem Anteil von 9,1% an der EU- 28-Gesamtbevölkerung (2018 512 Mio.) auf Position fünf. Mit einer Bevölkerungsdichte von 92 Ew./qkm gehört es zu den dünner besiedelten Staaten der EU (EU-28: 118 Ew./ qkm), sie ist bedeutend niedriger als in Deutschland (232 Ew./qkm), der Urbanisierungsgrad gleichwohl höher.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 3. Politische Geschichte

Zusammenfassung
Die Wurzeln der neueren Geschichte Spaniens reichen bis ins frühe 19. Jahrhundert zurück, als das Land sich von Entwicklungen absonderte, die sich in anderen europäischen Ländern in Folge von Aufklärung und Industrialisierung Bahn brachen. Südlich der Pyrenäen waren die verschiedenen, in diese Richtung treibenden Kräfte und Tendenzen über fast einhundert Jahre nicht stark genug, um sich in den bestehenden Strukturen in Wirtschaft und Gesellschaft früher gegen die reformfeindlichen Elemente durchsetzen zu können. Der Großgrundbesitz, die Kirche, das Militär, eine durch und durch konservative Gesinnung des Volkes und eine Geisteshaltung der intellektuellen Elite, die Spaniens Zukunft im Wiedererlangen vergangener Größe und in den geschichtlichen Leistungen des Landes zugrunde liegenden Werten suchte, verhinderten oder verzögerten Öffnungen bzw. Entwicklungen, wie sie sich in anderen Ländern Europas vollzogen.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 4. Politische Kultur

Zusammenfassung
Im Alltagsverständnis erscheint der Begriff der politischen Kultur mit guten Sitten und angemessenen politischen Verhaltensweisen identifiziert. Als solcher lädt er dazu ein, politisches Verhalten zu qualifizieren. Er dient sogar als Kampfbegriff in der politischen Auseinandersetzung: Man hält etwa Gegnern Mangel an politischer Kultur vor. Der Begriff wurde in den 1960er Jahren von Gabriel A. Almond und Sidney Verba (1963) in die wissenschaftliche Diskussion eingeführt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Wirtschaft

Frontmatter

Kapitel 5. Wirtschaftliche Gesamtentwicklung

Zusammenfassung
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag Spanien in der Höhe des erwirtschafteten Bruttosozialprodukts pro Kopf der Bevölkerung (BIP) 2018 weltweit auf dem 13. Platz (Deutschland Platz 3). Es ist das Ergebnis einer langen und kontinuierlichen Steigerung des Sozialprodukts in den letzten fünfzig Jahren, die mit einer erheblichen Wohlfahrtssteigerung des Landes und der Anhebung der Leistungskapazität der spanischen Volkswirtschaft verbunden war. Im Global Competitiveness Index, der die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes misst, belegte Spanien 2018 Platz 26 von 140 Ländern (Deutschland 3).
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 6. Wirtschaftsstruktur

Zusammenfassung
Unter den Primärsektor einer Wirtschaft fallen im klassischen Verständnis Agrarwirtschaft und Bergbau. Im Folgenden wird die Agrarwirtschaft behandelt, während auf den Bergbau angesichts seiner industriegeschichtlichen Bedeutung im Kapitel Sekundärsektor eingegangen wird. Agrarwirtschaft, häufig mit Landwirtschaft synonym verwendet, wird nachfolgend wie üblich in Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei unterteilt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 7. Staat und Wirtschaft

Zusammenfassung
Kaum ein Datum ist aufschlussreicher für den Wandel der Staatstätigkeit in Spanien als der Anteil der Staatsausgaben am BIP. Betrug er zur Zeit des Franco-Regimes ca. 5%, so lag er 1975 bei 24,3%, seit Ende der 1980er Jahre belief er sich auf mehr als 40% des BIP und erreichte 2012 ein Rekordhoch von 47,3%. Seitdem ist er wieder rückläufig und lag 2018 bei 40%. Mit diesem Anteil befindet sich Spanien hinter Deutschland (44%) und hinter den Ländern der EU (47%).
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 8. Regionale Wirtschaftsstruktur

Zusammenfassung
Die Entwicklungsdisparitäten zwischen den einzelnen Regionen bilden ein traditionelles Schlüsselproblem Spaniens. Den räumlich ungleichen Entwicklungen, gemessen als Abweichungen vom Landesdurchschnitt, sucht die Regionalpolitik durch verschiedene Instrumente entgegenzusteuern. Sie konnten seit den 1980er Jahren im Kontext der EU-Mitgliedschaft verringert werden, nahmen jedoch im Rahmen der Wirtschafts- und Finanzkrise teilweise wieder zu. Die zurückgebliebenen Regionen, die von Entvölkerung gezeichnet sind, machen auf ihre Probleme zunehmend politisch aufmerksam.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 9. Weltwirtschaftliche Integration

Zusammenfassung
Seit dem Stabilisierungsplan von 1959, der für die bislang von Autarkiepolitik und Staatsintervention geprägte Wirtschaft eine folgenreiche Öffnung nach außen einleitete (vgl. 5.1b), hat sich die Integration der spanischen Wirtschaft in die Weltwirtschaft kontinuierlich verstärkt. Die erste entscheidende Triebkraft bildete hierbei die Teilnahme des Landes am Prozess der europäischen Integration. Wichtige Schritte darin waren der seit 1986 wirksame Beitritt des Landes zur EU, die Partizipation am Europäischen Währungssystem (EWS) seit 1989 und am Europäischen Binnenmarkt seit 1993 sowie die Zugehörigkeit zur Euro-Zone seit 1999 (vgl. 5.2b, 5.2c).
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Gesellschaft

Frontmatter

Kapitel 10. Sozialstruktur, Armut und Sozialwesen

Zusammenfassung
In den zurückliegenden fünf Jahrzehnten haben umfassende und rasche Wandlungsprozesse ökonomischer, sozialer und kultureller Natur die soziale Schichtung der Gesellschaft Spaniens tiefgreifend verändert. Diese Prozesse waren vor allem die Industrialisierung (1960–75), die Ausbreitung und Konsolidierung der Gesellschaft des Massenkonsums, die steigende Zahl der berufstätigen Frauen (vgl. 6.4), die seit Beginn der 1980er Jahre besonders starke Tertiärisierung und die demografische Entwicklung (v.a. Überalterung, Zunahme der Einwanderung, vgl. 2) sowie die intensive Urbanisierung (vgl. 2.4b), die nicht nur die Entvölkerung zahlreicher ländlicher Gebiete bedeutete, sondern auch zu einer städtebaulichen und sozialstrukturellen Verwischung der Grenzen zwischen ländlich und städtisch geprägten Räumen geführt hat. Auch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat die soziale Schichtung erheblich verändert.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 11. Bildungsystem

Zusammenfassung
Das spanische Bildungssystem ist nicht nur durch sozioökonomische Disparitäten geprägt, sondern auch durch Konflikte um religiöse, sprachlich-kulturelle und nationale/regionale Identitätsfragen. Parteipolitische Faktoren waren wichtige Triebkräfte für Reformen, die häufig nach Regierungswechseln keinen Bestand hatten. So konnte bisher auch kein Rahmengesetz, das unter anderem eine nachhaltige Finanzierung des Systems ermöglicht, im Konsens der beiden großen Volksparteien verabschiedet werden.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 12. Arbeitsbeziehungen

Zusammenfassung
Im Franco-Regime waren freie Gewerkschaften verboten. Das Grundgesetz der Arbeit (Fuero del Trabajo) von 1938 sowie zwei Gesetze von 1940 schufen das vom Staat kontrollierte vertikale Staatssyndikat. In ihm waren sämtliche Arbeiter und Unternehmer zwangsvereinigt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 13. Interessengruppen

Zusammenfassung
Unter den Interessengruppen spielen die Gewerkschaften und die Unternehmerverbände eine herausragende Rolle. Das Bild wäre indes allzu unvollständig, würde nicht eine Reihe weiterer Interessengruppen wenigstens genannt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 14. Die Katholische Kirche

Zusammenfassung
Spanien gehört ebenso wie Italien und Portugal zu den EU-Staaten, in denen der weit überwiegende Teil der Bevölkerung katholisch ist. Doch der Anteil ist stark rückläufig. Waren Ende der 1990er Jahre nach Angaben der Spanischen Bischofskonferenz (CEE) 93,6% aller Spanier Katholiken, so waren es 2018 nach Daten des CIS nur mehr 66,3%. Die Verringerung erklärt sich fast ausschließlich durch die allgemeine Säkularisierung der Gesellschaft, was sich in der erheblichen Zunahme der Agnostiker, welche die Existenz eines höheren Wesens bezweifeln (16,2%) und Atheisten, welche sie verneinen (12,3%), ausdrückt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 15. Das Militär

Zusammenfassung
Die zentralen Aufgaben der spanischen Verteidigungspolitik sind die Sicherung der nationalen Verteidigung und die Erfüllung der Verpflichtungen des Landes als Mitglied des NATO-Bündnisses, dem es seit 1982 angehört (vgl. 15.3b). Hinzu kommen die Aktionen des Landes im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE, seit 1992). Seit Mitte der 1980er Jahre sind die Streitkräfte zunehmend auf internationaler Ebene bei Missionen zur Friedensstiftung und -sicherung oder zur humanitären Hilfe im Auftrag der UNO, NATO oder EU tätig.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 16. Die politische Elite

Zusammenfassung
Unter politischer Elite werden im Folgenden diejenigen Akteure verstanden, die im Parlament, in der Regierung, in der Ministerialbürokratie und in anderen Funktionen an der politischen Willensbildung und Entscheidungsfällung beteiligt sind. Teile der politischen Elite, auch politische Klasse genannt, stehen untereinander im Wettbewerb um die politische Macht. In Demokratien geht es aber nicht nur darum, Konflikte zwischen politischen Wettbewerbern um die Regierungsgewalt auszufechten, sondern auch darum, Interessengegensätze soweit wie nur eben möglich auszugleichen, um auf diese Weise den Zusammenhalt der Gesellschaft zu gewährleisten.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 17. Massenmedien

Zusammenfassung
Die Entwicklung der Informationsgesellschaft, d.h. einer auf Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) basierenden Gesellschaft, wird seit Mitte der 1990er Jahre vom Zentralstaat und den Autonomen Gemeinschaften im Einklang mit der EU gezielt gefördert. In den vergangenen Jahren konnten enorme Wachstumsraten in der Nutzung der IKT verzeichnet werden. Beispielsweise stieg die Zahl der Internetbenutzer von 1 Mio. 1997, auf 10 Mio. 2003 und lag 2018 bei über 34 Mio. Die IKT haben alle Lebensbereiche durchdrungen und zur Veränderung der Produktions- und Konsumformen beigetragen.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Politik

Frontmatter

Kapitel 18. Der Zentralstaat

Zusammenfassung
In der spanischen Verfassung wird Begriff „Staat“ verschieden verwandt, nur nicht in der Weise, dass man darunter die Gesamtheit aller gesetzgebenden, vollziehenden und rechtsprechenden Organe auf allen Ebenen der Mitwirkung des Volkes an der politischen Willensbildung verstehen könnte. So wird in Art. 1.1 deklariert, dass Spanien sich als „soziale und demokratische Rechtsstaat“ (Estado de Derecho) konstituiert, in Art. 1.3 „als politische Form des spanischen Staates die parlamentarische Demokratie“ angenommen, und in Art. 137 festgeschrieben, dass der „Staat sich territorial in Gemeinden, Provinzen und Autonome Gemeinschaften“ untergliedert.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 19. Die Autonomen Gemeinschaften

Zusammenfassung
Jahrhunderte lang war Spanien, einer der ältesten Nationalstaaten Europas, durch einen starken Zentralismus gekennzeichnet, der nur zweimal durch kurzfristige „dezentralisierende Intermezzi“ – die República Federal 1873–74 und die Zweite Republik 1931–1936 – unterbrochen wurde. Seit 1983 ist das Gebiet des spanischen Staates in 17 politisch autonome Regionen, die sogenannten Autonomen Gemeinschaften (Comunidades Autónomas), untergliedert. Diese neben der Unterteilung des Landes in 50 Provinzen neue Gebietsgliederung, welche dem spanischen Staatswesen die Bezeichnung Autonomiestaat verlieh, war das Ergebnis eines politischen Dezentralisierungsprozesses, der eine der tiefgreifendsten Wandlungen in der Geschichte Spaniens darstellt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 20. Lokale Selbstverwaltung

Zusammenfassung
Gemeinden, Provinzen und Inseln als lokale Gebietskörperschaften vervollständigen die verfassungsrechtlich garantierte territoriale Gliederung des spanischen Staates. Die aus dem 19. Jahrhundert stammenden Provinzen scheinen dabei nur wenig in das neue System des Autonomiestaates zu passen, werden aber in der Verfassung besonders geschützt.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 21. Parteiensystem und wichtigste Parteien

Zusammenfassung
Das spanische Parteiensystem hat sich erst während und nach der Phase der Demokratisierung herausgebildet. Diese im europäischen Vergleich späte Entstehungszeit bedingt, dass für die Struktur des Parteiensystems gesellschaftliche Bedingungen und politische Begebenheiten damaligen und jüngeren Datums prägend wurden. Dies mag den markanten Unterschied des Parteiensystems der parlamentarischen Monarchie zu dem der Zweiten Republik erklären.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 22. Wahlen und Volksabstimmungen

Zusammenfassung
Seit der Demokratisierung zählt Spanien zu den Ländern, die ihre Bevölkerung am häufigsten zu den Wahlurnen riefen. Das schließt Wahlen und Abstimmungen ein. Bei den Wahlen sind neben Cortes- und Kommunalwahlen durch die politische Dezentralisierung und die EU-Mitgliedschaft des Landes zwei neue Wahlebenen hinzugetreten, die Autonomieebene und die Europäische Union.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 23. Informelle und neue Formen politischer Partizipation

Zusammenfassung
Was unter informellen Partizipationsformen verstanden wird, richtet sich stark nach dem historischen Kontext, nach Zeit und Land. In der Regel sind es die Partizipationsformen, die sich außerhalb der vom jeweiligen politischen System bereitgestellten institutionalisierten Partizipationsmöglichkeiten befinden. Ist das Streikrecht wie im Sozialstaat verfassungsrechtlich verankert, zählt es zu den institutionalisierten Partizipationsformen.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

Kapitel 24. Politkfelder

Zusammenfassung
Unter Institutionenpolitik werden im Folgenden die Probleme behandelt, welche im Prozess der politischen Dezentralisierung aufgetreten sind (vgl. 19), insbesondere jene, die bis in die Gegenwart andauern. In der öffentlichen Debatte werden auch andere institutionelle Arrangements hinterfragt, besonders gerne das Wahlsystem zu den Cortes, aber keines hat die nachhaltige Bedeutung wie die Handhabung und Weiterentwicklung des Autonomiestaates, zumal sich in den Kontroversen verschiedenartige, hoch konfliktive Vorstellungen von Spanien als Nation und plurinationale gesellschaftliche Wirklichkeit manifestieren.
Dieter Nohlen, Mario Kölling

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