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18.11.2020 | Spareinlagen | Nachricht | Onlineartikel

Hälfte der Rentner hat weniger als 10.000 Euro gespart

Autor:
Swantje Francke
2:30 Min. Lesedauer

Immobilien bilden eine solide Grundlage für die Absicherung des Rentenalters. Doch wie steht es um die baren Ersparnisse? Einer Forsa-Umfrage von Oktober liefert einen detaillierten Einblick.

Die finanziellen Reserven der Senioren in Deutschland sind überschaubar: So verfügen 44 Prozent der Altersruheständler zum Renteneintritt über weniger als 10.000 Euro Sparguthaben. Dies legt eine aktuelle Forsa-Umfrage unter 1.507 Senioren ab 65 Jahren im Auftrag der Immobilienplattform Heimkapital offen.

Sparen wird ab dem Renteneintritt schwieriger

Mit überhaupt keinen Ersparnissen geht obendrein jeder Zehnten in den Altersabend. Über üppigere Reserven von 50.000 Euro oder mehr verfügen immerhin 25 Prozent. Dabei kommen Frauen zum Renteneintritt auf niedrigere Sparguthaben als Männer. Und wer keine Immobilie besitzt, was auf 35 Prozent der Befragten zutraf, verfügt im Vergleich zu Immobilienbesitzern über ein dünneres Finanzpolster: 44 Prozent der Nicht-Immobilienbesitzer haben weniger als 5.000 Euro auf der hohen Kante, 51 Prozent der Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses mehr als 20.000 Euro.

Hat die Rentenzeit erst einmal begonnen, wird es schwieriger, noch Geld zurück zu legen: Mehr als jeder Sechste kann während der Rentenzeit kein Geld mehr ansparen, und knapp drei von zehn Immobilienbesitzer haben noch eine Restschuld auf ihrem Eigenheim.

Immobilienhalter unterschätzen die Kosten

Immobilienbesitz ist der Analyse zufolge ein Indikator für bestehende Sparbereitschaft und Sparvermögen unter deutschen Rentnern: Nicht-Immobilienbesitzer tendieren zu weniger Sparguthaben in der Rentenzeit. Immobilieninhaber dagegen unterschätzen häufig die Kosten und legen im Rentenalter weniger als 200 Euro pro Monat beiseite. Zudem gehe der Umfrage zufolge jeder zehnte Eigentümer mit einer Restschuld von mehr als 50.000 Euro in den Ruhestand.

Ob aus Geldnot oder aus nicht-finanziellem Antrieb: Erwerbstätig sind neun Prozent der Rentner. Finanzielle Gründe gaben 22 Prozent der Befragten als Beweggrund an, bei 45 Prozent geben finanzielle ebenso wie nicht-finanzielle Gründe den Ausschlag. Wer von ihnen arbeitet, um Geld hinzuverdienen, steckt den Zusatzverdienst zumeist etwa in Hobby- und Freizeitaktivitäten. An unerwartete Situationen wie beispielsweise Reparaturen am Haus oder eine Pflegebedürftigkeit denken 33 Prozent der im Alter Erwerbstätigen. Größere Anschaffungen motivieren 21 Prozent.

Rentner sparen mehrheitlich zwischen null und 200 Euro

Beim Blick auf die Einkommenssituation im Rentenalter ergibt sich folgendes Bild: Exakt die Hälfte der Umfrageteilnehmer verfügt monatlich über ein Renten- oder Pensionseinkommen von bis zu 2.000 Euro. Gut jeder zehnte Rentner kommt monatlich auf weniger als 1.000 Euro Altersbezug. 17 Prozent stehen pro Monat zwischen 2.000 und 2.500 Euro zur Verfügung, und 12 Prozent kommen auf 2.500 bis 3.000 Euro. 

Davon abhängig ist auch das Sparverhalten der Ruheständler: 37 Prozent legen weniger als 100 Euro pro Monat beiseite, 17 Prozent überhaupt nichts. Jeder Vierte kann 200 bis 500 Euro pro Monat ansparen. Unter den Immobilienbesitzern gelingt es zwar 45 Prozent, mehr als 200 Euro pro Monat auf die hohe Kante zu legen, die übrigen schaffen nicht einmal 200 Euro oder überhaupt nichts.

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