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Über dieses Buch

Das Thema ‚Spezialisierung im Journalismus’ wurde 2006 bei der Jahrestagung der DGPuK-Fachgruppe Journalistik und Journalismusforschung in Münster auf die Agenda künftiger Tagungsthemen gesetzt und rückte bei der Fachgrupp- sitzung anlässlich der Bamberger DGPuK-Jahrestagung im Mai 2007 dann auf den ersten Platz. Im Februar 2008 also sollte ein Treffen der Fachgruppe erstmalig an einer Fachhochschule stattfinden und – wie es für eine Hochschule dieser Art typisch ist – wissenschaftliche Reflexion mit praktischer Anwendung verbinden. Die Reaktion auf den Call for Papers allerdings machte deutlich, dass die Wissenschaft oder vielmehr der Großteil der Journalistik-Wissenschaftler zu dem Thema wenig sagen konnte oder wollte. Von zehn eingereichten Abstracts blieben nach dem Review-Verfahren acht übrig. Zu wenige, um damit eine eineinhalbtägige Konferenz zu bestreiten. In weiser Voraussicht hatten die Fachgruppen-Mitglieder den Tagungsorganisatoren aber die Möglichkeit erö- net, weitere Fenster mit eingeladenen Gästen zu gestalten. Die Tagungsdra- turgie setzte hinter die theoretisch-wissenschaftliche Analyse zuerst einen Block mit stärker anwendungsorientierten Wissenschaftler-Beiträgen und schließlich die Berichte einiger Praktiker. Im scharfen Kontrast zu den wenigen Einreichungen auf den Call war das Publikumsinteresse extrem hoch – über 80 Interessenten meldeten sich zur Tagung an.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Part 0

Spezialisierung im Journalismus – (k)ein Thema für Wissenschaft und Praxis?!

Spezialisierung ist kein neues Thema für den Journalismus, aber ein bis dato nur selten bearbeitetes in der Journalistik. Das Phänomen wird häufig als Gegensatz und/oder als Parallelität zur Generalisierung betrachtet, primär dann wenn es um die Ausdifferenzierung des Medienmarktes, vor allem im Gattungssegment der Zeitschriften, um die Inhalte von Massenmedien und um die Kompetenzen von Journalisten geht. In zeitlicher Hinsicht ist Spezialisierung keine neue Erfindung, sondern taucht schon mit der Entwicklung der Massenpresse im 19. Jahrhundert auf. Sie ist synchron und diachron zu beobachten. Sie ist sichtbar in der Verspartung der massenmedialen Angebote, allen voran in der Vielzahl der Zeitschriftentypen und -titel. Neben den Illustrierten, den Familien- und Frauenzeitschriften erschienen im 19. Jahrhundert zahlreiche kulturpolitische Revuen und wissenschaftliche Publikationen aller Art (vgl. Pürer/Raabe 2007: 69ff.).
Beatrice Dernbach, Thorsten Quandt

Nischendasein oder Nichtsein?

Fragezeichen zu Thesen über Spezialisierung und Entdifferenzierung im Journalismus (Keynote)
1. Der ‚keynotespeaker ’ soll – so hat die Veranstalterin mitgeteilt – in die Tagung einführen und mit dem Vortrag „wichtige Akzente setzen “. Dies tue ich bereits mit dem Titel: Er lautet: „Nischendasein oder Nichtsein? “ Als bester – jedenfalls erfolgreichster – Keynotespeaker der Welt gilt Steve Jobbs, der Apple-Chef; er ist in dieser Rolle jedenfalls ein begnadeter Verkäufer. Ich habe nichts zu verkaufen (auch wenn die Fähigkeit dazu an der Reform-Hochschule demnächst berufsqualifizierend sein wird bzw. schon ist); ich will nur irritieren und vielleicht auch etwas provozieren.
Siegfried Weischenberg

Theoretische (Neu-) Bestimmungen

Frontmatter

Generalisierung und Spezialisierung systemtheoretisch betrachtet: keine Frage von Entweder – Oder

Die Frage danach, ob der Journalismus Generalisten oder Spezialisten braucht, hat sein Haltbarkeitsdatum längst überschritten. In einer Life-long-Learning- Gesellschaft, in der die Aneignung von Allgemein- und spezifischem Wissen so selbstverständlich ist wie die Nahrungsaufnahme, erfüllt eine solche Gegenüberstellung in Entweder – Oder keinen Sinn und Zweck. Es gab und gibt beides, und das lässt sich für Journalismus theoretisch analysieren und empirisch zeigen.
Beatrice Dernbach

Journalismuswissen – kommunikationswissenschaftlich rekonstruiert

Thesen zur Spezialisierung des Journalismus
Worin besteht eigentlich die Gemeinsamkeit, wenn Kommunikationswissenschaftler eine „Spezialisierung des Journalismus“ diskutieren? In der englischsprachigen Fachliteratur ist gegenwärtig von „specialization in journalism“ zu lesen, wenn das „Freistellen von 30 Prozent der Redakteure“ gemeint ist. Der Master of Science-Studiengang der Journalism School, Columbia University, ist auf Medienspezialisierung ausgerichtet, womit Zeitung, Rundfunk, Fernsehen, Zeitschrift und Neue Medien gemeint sind. Eine Spezialisierung anderer Art verfolgt die School of Information der University of Michigan, die unter dem Titel Social Computing „user-created stuff of Web 2.0“ in einem „patchwork of academic courses“ lehrt. Hierzulande, wo Redaktionen traditionell in Ressorts und Sparten untergliedert werden (Meier 2002), trifft man gelegentlich auf amerikatypische Reportersysteme, nicht auf komplementäre Strukturen wie Editors, Newsrooms, Desks und dergleichen. Der hochgeschätzte „Praktische Journalismus“ kennt Generalisten und Spezialisten, das sind formelle Bezeichnungen, keine empirisch getesteten Journalismusstrukturen. Die im deutschsprachigen Raum umlaufenden Journalismustheorien (Löffelholz 2008) sind keine Allgemeinheit, von der man eine Spezialisierung ableiten könnte.
Manfred Rühl

Spezialisierung und Entdifferenzierung im Journalismus Eine theoretische Systematisierung

Aktuelle Prozesse der Ausdifferenzierung und Spezialisierung lassen sich im aktuellen Journalismus auf unterschiedlichen Ebenen beobachten. Diese Spezialisierungen finden sich auf der Ebene journalistischer Produkte und zeigen sich in Very-Special-Interest Medien; sie finden sich auf der Organisationsebene und äußern sich in verstärkter redaktioneller Binnendifferenzierung, die hochspezialisiertes Expertenwissen vorhält; sie finden sich zugleich auch auf der Rezeptionsseite, indem – ermöglicht und verstärkt durch digitalisierte Selektionsstrategien – hochgradig selektive und an spezialisierten Detailinteressen orientierte individuelle Medienmenüs zusammengestellt werden. Mit diesen Spezialisierungstendenzen gehen spezifische Probleme und Risiken einher. Grundlegende Ansprüche des Journalismus wie Universalismus und Adressierung an ein breites, allgemeines Publikum werden dabei zur Disposition gestellt. Zentrale Funktionszuschreibungen an Journalismus – er liefert gesellschaftliche Orientierung, leistet gar, so die anspruchsvolle Herausforderung, einen Beitrag zur „Synchronisation von Weltgesellschaft“ (Blöbaum 1994) – erscheinen im Lichte so weit reichender Spezialisierungen fraglich zu werden. Trotz dieser Komplexität und Konflikthaftigkeit der hier angedeuteten Entwicklungen soll im vorliegenden Beitrag der Fokus auf ein gegenläufiges Phänomen gerichtet werden.
Margreth Lünenborg

Untergang oder Neuschöpfung des Journalismus?

Theorie-Perspektiven und Theorie-Probleme der Hybridisierungsdebatte
Wer den Journalismus (nur) so mag, wie er ist, dem bleiben mittel- und langfristige Enttäuschungen wohl nicht erspart. Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn der Journalismus mit der Zeit geht und sich wandelt – unter Umständen sogar schneller als manche Erwartungen, die von manchen Beobachtern an ihn adressiert werden. Und weiter: Wie sollte sich, so könnte man Manfred Rühls (1980) bekannte Beobachtung über die Wechselwirkungen zwischen Gesellschafts- und Journalismuswandel rhetorisch wenden, ein Journalismus auf Dauer behaupten, der wechselnde gesellschaftliche Problemlagen und ja auch Moden allein deshalb nicht auf ihre Öffentlichkeitsbedürftigkeit hin durchspielt, weil sie nicht zu seinen gegenwärtigen (journalistischen) Selektions-, Programm- und Kommunikationsroutinen passen? Welche Folgen hätte dies für die Beobachtung des Journalismus durch seine verschiedenen Publika und seine kaum minder heterogenen Beobachter aus der Journalistik? Missachtet da etwa schon wieder einer sein Publikum?
Alexander Görke

Beobachtungen aus der anwendungsorientierten Forschung

Frontmatter

Die Konstruktion von Expertentum im Journalismus

Ein bekannter Publizist als Nahostexperte auf allen Kanälen; vor geraumer Zeit erfolgreiche Fußballer und Rennfahrer als Analysten des Sportgeschehens und Generäle a.D. als Propheten für militärische Strategien. Diese und zahllose weitere Beispiele belegen: ‚Experten’ und deren ‚Expertisen’ sind in der medialen Berichterstattung allgegenwärtig. Meist weniger offensichtlich als ihre öffentliche Präsenz ist die Legitimation, auf deren Grundlage das ‚Expertentum’ beruht. So wirkt die vom DSF-Fußballexperten Udo Lattek ins Feld geführte Basis für seine spezifische Expertisefähigkeit hinsichtlich der niederländischen Nationalmannschaft eher dünn, wenn er beteuert: „Ich kenne die Holländer – ich war schon mal da.“
Daniel Nölleke

Das Konstrukt Nutzwert und wie es vom Rezipienten erkannt wird

Neben dem klassischen Informationsjournalismus (Dernbach 2005) machen Medien aller Art Kommunikationsangebote, die die Rezipienten auf ihren individuellen Alltag beziehen, als nützlich bewerten und ggf. in Handlungen umsetzen können. Als „praktischer Stoff“ (Groth 1961: 73ff.), Service- (Wolff 2006: 246ff.), Ratgeber- (Mast 2004: 491ff.) oder Nutzwertjournalismus (Fasel 2004; Haller/Eickelkamp 2007: 255ff.) kann diese Journalismusform thematisch universell oder auch speziell angelegt sein, etwa im Wirtschaftsjournalismus (Spachmann 2005). Diverse Medien haben eine derartige rezipientenorientierte Berichterstattung in den vergangenen Jahrzehnten inhaltlich und strukturell etabliert und ausgebaut (Meier 2002). Anders als in journalistischen Angeboten mit rein berichtenden oder rein räsonierenden Darstellungsformen ist im Nutzwertjournalismus erstens eine Funktion identifizierbar, die Hinweise und Orientierung in einem thematischen Gebiet gibt, zweitens eine Beratungsfunktion und drittens eine Problemerkennungs- und -lösungsfunktion (Eickelkamp 2004).
Andreas Eickelkamp

Spezialisierung im Journalismus: Allgemeiner Trend?

Herausforderungen durch das Thema Religion
Spezialisierung im Journalismus – das scheint auf Grund von Alltagsbeobachtungen zunächst ein offensichtlicher Trend zu sein: Stetig wächst die Zahl und Vielfalt von neuen Themenressorts innerhalb von universellen Publikumsmedien. Ebenso kräftig nimmt die Zahl von Spezialmedien (u.a. im Zeitschriftenbereich) zu, welche sich an unterschiedlichste Zielpublika wenden (vgl. Tiberius/Teichmann 2004). Wir möchten in diesem Beitrag einen Schritt zurück treten und aus kritischer Distanz fragen:
Urs Dahinden, Vinzenz Wyss

Wissenschaftsjournalisten – der Nische entwachsen und dennoch Spezialisten

Der Wissenschaftsjournalismus hat in den letzten drei Jahrzehnten sein Nische verlassen. Einst das „verspätete Ressort“ (Hömberg 1989) mit, wie Verleger Gerd Bucerius noch 1981 konstatierte, einem „winzigen Leserkreis“ (Sentker/Drösser 2006: 63), sind die Wissenschaftsseiten in Frequenz, Umfang und Aufmachung nah an die klassischen Ressorts herangetreten. Bei der Wochenzeitung Die Zeit etwa rangiert „Wissen“ direkt hinter dem Politikteil, was das Leserinteresse betrifft (Sentker/Drösser 2006). Neue Zeitschriften wurden gegründet, die sich nur um Wissenschaft kümmern, und der Boom des Wissens im Fernsehen ist schon ein Gemeinplatz (Göpfert 2006).
Annette Leßmöllmann

Den „einen“ Wirtschaftsjournalismus gibt es nicht

Spezialisierung vom crossmedialen Alleskönner bis zum Konjunkturexperten
Es ist knapp ein Jahrzehnt her, da suchte die größte deutsche Wirtschaftszeitung einen „Redakteur vom Dienst“. Bundesweit schaltete das Handelsblatt dazu Stellenanzeigen. Die Reaktion sagt einiges aus über die damalige Verfassung des Arbeitsmarkts für Wirtschaftsjournalisten: Nicht eine Bewerbung ging ein. Später, im Jahr 2000, versprach die Zeitung gar eine Art Vermittlungsprämie für jeden neuen Mitarbeiter, der einen Arbeitsvertrag mit der Internet-Redaktion schloss. 10.000 DM Belohnung wurden damals ausgelobt, um im Börsen- und Internethype noch an qualifiziertes Personal zu gelangen.
Christoph Moss

Spezialisierung im Journalismus: Technikjournalismus

Münsterland, November 2005: Nach starkem Schneefall, Frost und heftigem Wind stürzen zahlreiche Strommasten um. Tagelang sind Zehntausende von Häusern ohne Strom, ohne heißes Wasser, ohne Herd, ohne Licht und Heizung. Ein Vorfall, auf den sich die Medien stürzen; sind doch die Kriterien erfüllt, die ein Ereignis zum Mega-Medienevent werden lassen: Es sind (unschuldige) Menschen geschädigt, möglicherweise verletzt worden. Zehntausende sind betroffen – und möglicherweise haben nicht nur die Naturgewalten zu dem Unglück geführt: Es tauchen Vorwürfe auf, dass das Material der Strommasten mangelhaft war und die Verantwortung für das Desaster deswegen bei den Energieunternehmen liegen könnte.
Stefan Korol

Spezialisierung aus der Sicht der Praxis

Frontmatter

Verbrauchernachrichten vom Ticker: Der dpa-Themendienst

Der dpa-Themendienst ist eine r2echt junge Redaktion in einem traditionellen Bereich. Erst 1995 entschloss sich die dpa Deutsche Presse-Agentur, ihren Kunden neben der klassischen Berichterstattung aus Politik, Wirtschaft, Vermischtes, Kultur und Sport auch kontinuierlich Nachrichten aus dem Verbraucherbereich anzubieten.
Hilke Segbers

Die Mühen der Ebene

Fachjournalismus am Beispiel des Computermagazins c’t
Fachjournalisten haben oft einen schwierigen Stand, da ihnen allzu große Nähe zum Objekt ihrer Berichterstattung nachgesagt wird – scheinen sie doch weit stärker von Produkten und Firmen abzuhängen, über die sie berichten, als etwa politische Journalisten. Schließlich sind die Objekte der Berichterstattung auf der anderen Seite wieder die Subjekte eben der Werbung, von der Fachmagazine und damit die Fachjournalisten leben. Unziemliche Nähe entsteht da leicht und wird von vielen Lesern und Beobachtern fast automatisch angenommen. Auch wenn das in einigen Fällen leider eine richtige Annahme ist: Auf Dauer überleben kann ein Fachmagazin ebenso wie der selbstständige Fachjournalist nur, wenn er seine Unabhängigkeit gegenüber den Werbetreibenden behält, sowohl bei Hintergrundberichten und technischen Know-how-Artikeln als auch bei Produkttests.
Jürgen Kuri

„Mehrwert für den Rezipienten“ – Journalismus, der Kompetenz vermittelt

Rezipienten der Fachpresse haben eine hohe Erwartungshaltung. Diese Ansprüche sind in ihrem Wissensdurst nach kompetenten Informationen begründet. Die Fachpresse sollte dem Kenntnisstand ihrer Nutzer deshalb immer voraus sein.
Silke Liebig-Braunholz

„Wild und Hund“ – Spezialisierung seit einem guten Jahrhundert

Als der Buchhändler und Verleger Paul Parey im Dezember 1894 in Berlin zum ersten Mal die (damals noch) Wochenschrift Wild und Hund (WuH) herausgab, hatte er sicher nicht im Sinn, einen Mythos zu begründen. Was damals als "Illustrierte Wochenschrift für Jagd und Hundezucht, einschließlich Luxushunde, Jagdtierkunde, Schießkunst, Jagdschutz, Jagdreitsport und Fischerei" begann, entwickelte sich rasch zum führenden Presseorgan der deutschen Jäger. Bis heute ist das so geblieben. WuH erschien außer mit kurzen Unterbrechungen der beiden Weltkriege unter seinem Gründungsnamen und wurde ein fester Bestandteil der Deutschen Presselandschaft. Theodor Heuss sagte über die WuH anlässlich der Frankfurter Buchmesse: „Jeder Bildung Hintergrund ist Abonnement von Wild und Hund“ (vgl. Schwennesen 1994). Mit ihren 114 Jahren dürfte das Fachmagazin heute das älteste Fachblatt Europas und damit ein Stück lebendige Zeitschriftengeschichte sein.
Heiko Hornung

Umweltmacht Europa?

Wissenschaftliche Befunde und praktische Erfahrungen zur journalistischen Behandlung europäischer Umweltpolitik
Der Beitrag betont zunächst die gewachsene Bedeutung europäischer Umweltpolitik für die EU-Mitgliedstaaten und weist dann auf die wichtige Funktion hin, die Massenmedien als Teilsystem einer Gesellschaft zukommt, in der v.a. internationale und gerade europäische Umweltfragen zunehmend bedeutsamer werden. Daran schließt sich die Frage, welche Schlussfolgerungen sich für den Journalismus ergeben, und wie er seiner Aufgabe in diesem Zusammenhang nachkommen kann. An dieser Stelle fließen eigene Erfahrungen des Autors als Umweltjournalist mit ein, die er auch dem DGPuK-Podium zur „Spezialisierung des Journalismus“ zur Diskussion stellte. Von zentraler Bedeutung ist die Frage, wie Journalisten die ambivalenten Ansprüche erfüllen können, die (nicht nur) im Feld des Umweltjournalismus an sie gestellt werden.
Torsten Schäfer

Spezialisierung und die Folgen für das Berufsfeld

Frontmatter

Kommunikationsberufe im Wandel?

Ausgewählte Ergebnisse einer berufsfeldübergreifenden Studie
Betrachtet man die Diskussion, die in Wissenschaft und Praxis in den letzten Jahren geführt wird, so kann für nahezu alle Medien- und Kommunikationsberufe konstatiert werden, dass neue, hoch spezialisierte Berufsbilder entstehen, dass einstmals klar abgrenzbare Berufsgruppen zusammenwachsen oder gänzlich von der Bildfläche verschwinden und dass die traditionell durch ein vielfältiges Aufgaben- und Tätigkeitsspektrum gekennzeichneten klassischen Medien- und Kommunikationsberufe mit neuen inhaltlichen Anforderungen konfrontiert werden (vgl. exemplarisch Engels 2003; Altmeppen/Donges/Engels 1999).
Ulrike Röttger, Joachim Preusse, Jana Schmitt

Spezialisierung in der Journalistenausbildung

Eine Analyse der Kompetenzbereiche in spezialisierten und nichtspezialisierten Studiengängen
Die Spezialisierung innerhalb journalistischer Ausbildungen ist zwar nicht neu, wurde aber in jüngster Zeit im Zuge der Umstellung der Studiengänge auf Bachelor und Master stärker thematisiert als zuvor. Die Art der Spezialisierung - in der Regel medial oder fachlich – findet sich seitdem häufiger schon in den Studiengangsnamen und nicht nur als Wahlmöglichkeit innerhalb der Curricula hochschulgebundener Journalisten/innen-Ausbildung. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Frage, in welchem Verhältnis verschiedene Kompetenzbereiche in den Curricula spezialisierter Studiengänge zueinander stehen und vergleicht die Ergebnisse mit den Anteilen an Studiengängen, die die Generalisierung der journalistischen Ausbildung betonen. Die theoretische Grundlage dieser Studie bildet ein Kompetenzmodell für die Journalisten/innen-Ausbildung, das ebenfalls vorgestellt wird.
Eva Nowak

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