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11.08.2022 | Sportwagen | Nachricht | Online-Artikel

Fertigung des Mercedes-AMG One im britischen Coventry gestartet

verfasst von: Patrick Schäfer

2:30 Min. Lesedauer

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Mercedes-AMG startet in Großbritannien die Kleinserienfertigung seines Supersportwagens mit Formel-1-Hybridantrieb. Vom Mercedes-AMG One sollen nur 275 Exemplare entstehen.

Zum 55. Geburtstag der Performance- und Sportwagen-Marke feiert Mercedes-AMG die Serienversion des Mercedes-AMG One. Der zuerst auf der IAA 2017 als Showcar vorgestellte Supersportwagen bringt Formel-1-Hybrid-Antriebstechnik auf die Straße. Entwickelt und gefertigt wird der Antrieb von den Formel 1-Experten bei Mercedes-AMG High Performance Powertrains in Brixworth. Diese sind auch für die Entwicklung und Produktion der Power Units für die Mercedes-AMG Petronas F1-Rennwagen verantwortlich. Das Gesamtfahrzeug entsteht gemeinsam mit dem Fertigungspartner Multimatic in einer Kleinserienfertigung im britischen Coventry.

Der E-Performance Hybridantrieb des Mercedes-AMG One wird von einem 1,6-l-V6-Ottomotor mit elektrisch unterstützter Single-Turboaufladung sowie drei weiteren Elektromotoren gebildet. Diese sitzen direkt am Verbrennungsmotor sowie zwei an der Vorderachse. Die maximale Systemleistung liegt bei 782 kW (1.063 PS). Der maximal 422 kW (574 PS) starke Verbrennungsmotor entspricht technisch dem aktuellen Formel 1-Motor. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgt mittels eines komplett neu entwickelten 7-Gang-Schaltgetriebes mit integriertem Sperrdifferenzial.

Vier E-Motoren unterstützten den Verbrennungsmotor

Beim elektrischen Turbolader, einer sogenannten MGU-H (Motor Generator Unit Heat), wurden Abgas- und Verdichterturbine voneinander entfernt positioniert und durch eine Welle miteinander verbunden. Auf der Welle befindet sich ein etwa 90 kW (122 PS) starker Elektromotor. Dieser treibt elektronisch gesteuert die Welle des Turboladers direkt an und beschleunigt damit das Verdichterrad auf bis zu 100.000/min, bevor der Abgasstrom übernimmt. 

Direkt am Verbrennungsmotor positioniert und über einen Stirnradantrieb mit der Kurbelwelle verbunden, sitzt die MGU-K (Motor Generator Unit Kinetic). Sie nutzt einen Teil der überschüssigen Energie aus dem Abgasstrom des Turboladers oder der Batterie und leistet weitere 120 kW (163 PS). Dazu kommen an der Vorderachse zwei Elektromotoren mit je 120 kW (163 PS) Leistung, wodurch das Hypercar einen Allradantrieb erhält. 

Mercedes-AMG One entsteht in Handarbeit

Der Mercedes-AMG One startet immer rein elektrisch, der Verbrennungsmotor schaltet sich erst nach dem Vorheizen der Katalysatoren ein. Mit Race Safe, Race, EV, Race +, Strat 2 und Individual stehen dem Fahrer sechs Fahrprogramme im bis zu 352 km/h schnellen Supersportwagen zur Verfügung. Die AMG-High-Performance-Batterie stammt ebenfalls aus dem Mercedes-AMG Formel 1-Rennwagen und besitzt im One eine Kapazität von 8,4 kWh, die für etwa 18 km elektrische Reichweite sorgen soll. 

Die Fertigung des Mercedes-AMG One erfolgt in Handarbeit an insgesamt 16 Montage- und Prüfstationen. Dabei werden einige Baugruppen zunächst vormontiert und auf ihre Funktion geprüft, etwa das Kohlefaser-Monocoque mit integriertem Dach und die Karosserie-Anbauteile aus Carbon. Insgesamt arbeiten über 50 Spezialisten an jedem einzelnen Fahrzeug. Die finale Abnahme erfolgt durch einen Werkstestfahrer auf einem nahegelegenen Versuchsgelände, bevor die Fahrzeuge in die Mercedes‑AMG-Zentrale nach Affalterbach gebracht werden. 

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