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Mercedes-AMG interpretiert den Roadster SL sportlicher

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Mercedes-AMG hat die achte Generation des Mercedes SL vorgestellt. Der Roadster bekommt nun wieder ein Stoffverdeck und erstmals serienmäßig Allradantrieb sowie Hinterradlenkung.

Mercedes-AMG SL 55 4Matic+


Mercedes-AMG hat die Entwicklung des neuen SL der Baureihe R 232 komplett übernommen. Die Basis bildet ein Aluminium-Spaceframe mit einer selbsttragenden Struktur. Der neue Mercedes-AMG SL ist 4.705 mm lang, 1.353 mm hoch und 1.915 mm breit. Der Panamericana-Kühlergrill, kurze Überhänge, die lange Motorhaube mit den Powerdomes und der nach hinten versetzte Fahrgastraum sollen an die frühen SL aus den 50er-Jahren erinnern.

Das aktive Luftregelsystem Airpanel hinter den vertikalen Lamellen des Kühlergrills ist erstmals zweiteilig ausgelegt. Optional ist ein aktives Carbon-Profil im Unterboden erhältlich, das ab 80 km/h ausfährt und einen Venturi-Effekt erzeugt. Im Heckdeckel integriert sitzt ein ausfahrbarer Spoiler. Das Stahlklappdach des Vorgängers ist passé: Das neue Stoffdach lässt sich bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h in rund 15 s öffnen oder schließen. Das "Performance Luxury Modell", wie der Hersteller das Fahrzeug nennt, steht auf 19, 20 oder 21" großen Leichtmetallrädern.

Neuer SL mit V8-Biturbo-Ottomotoren

Im Interieur integriert der 2+2 Sitzer auf den Sportsitzen vorne natürlich das Airscarf, bei dem Luftauslässe in den Kopfstützen warme Luft verströmen, die Plätze hinten sind allerdings nur für Kinder geeignet. Das digitale Kombiinstrument wurde in einem dreidimensionalen Visier integriert, für die zahlreichen Fahrerassistenzsysteme wurde eine neue Vollbild-Anzeige entworfen. Dem Fahrer stehen zudem sechs Fahrprogramme von "Glätte" bis "Race" zur Verfügung. Das große Zentraldisplay in der Mittelkonsole ist verstellbar. Das Infotainmentsystem MBUX der zweiten Generation ermöglicht viele Bedienmöglichkeiten und digitale Dienste von Mercedes me connect.

Der Roadster wird zunächst mit zwei V8-Biturbo-Ottomotoren mit 4,0 l Hubraum angeboten: Der Mercedes-AMG SL 63 4Matic+ leistet 430 kW (585 PS) und kommt auf ein maximales Drehmoment von 800 Nm. Der mindestens 1.970 kg schwere Roadster sprintet in 3,6 s von 0 auf 100 km/h und ist maximal 315 km/h schnell. Der Mercedes-AMG SL 55 4Matic+ ist 350 kW (476 PS) stark und stemmt ein maximales Drehmoment von 700 Nm auf die Kurbelwelle. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt hier in 3,9 s, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 295 km/h. Später sollen AMG E Performance-Hybridantriebe folgen.

Die Kraftübertragung erfolgt in beiden Modellen über das AMG-Speedshift MCT 9G auf den Allradantrieb AMG Performance 4Matic+. Auch die aktive Hinterachslenkung ist erstmals in einem SL verbaut. In der Version SL 55 arbeitet das Stahlfederfahrwerk Ride Control,  das AMG Active Ride Control mit semiaktiver Wankstabilisierung und adaptiver Verstelldämpfung ist für den SL 63 vorgesehen. Gestoppt wird mit einer AMG-Bremsanlage mit 390 mm-Scheiben vorne und 360-mm-Scheiben hinten.

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Bei modernen turboaufgeladenen Ottomotoren werden zur Dynamikverbesserung und aus Gründen des Bauteilschutzes speziell im unteren und oberen Drehzahlbereich viele verschiedene Betriebsstrategien gefahren. Diese wirken aber oftmals der Emissionsumwandlung im Dreiwegekatalysator entgegen, da dieser nur bei stöchiometrischen Gemischen den vollen Wirkungsgrad erzielt. Porsche Engineering hat drei Konzepte entwickelt und untersucht, die einen stöchiometrischen Motorbetrieb über das gesamte Kennfeld ohne Leistungsverlust ermöglichen.

    Bildnachweise
    Mercedes-AMG SL 55 4Matic+/© Mercedes-AMG, AVL List GmbH/© AVL List GmbH, dSpace, BorgWarner, Smalley, FEV, Xometry Europe GmbH/© Xometry Europe GmbH, The MathWorks Deutschland GmbH/© The MathWorks Deutschland GmbH, IPG Automotive GmbH/© IPG Automotive GmbH, HORIBA/© HORIBA, Outokumpu/© Outokumpu, Head acoustics GmbH/© Head acoustics GmbH, Gentex GmbH/© Gentex GmbH, Ansys, Yokogawa GmbH/© Yokogawa GmbH, Softing Automotive Electronics GmbH/© Softing Automotive Electronics GmbH, measX GmbH & Co. KG