Skip to main content
main-content

Über dieses Buch

Dieses Buch beschreibt, wie die Kunst des Gesprächeführens als Mittel der erfolgreichen Organisationsentwicklung und in Veränderungsprozessen genutzt werden kann und welche Ansatzpunkte es dazu gibt. Denn im Normalfall ist uns nicht bewusst, was wir sprechend tun.
Organisationale Veränderungen im Großen und Kleinen können nur in echten Gesprächen gelingen, die Denkräume für Neues und Denkräume der Besonnenheit eröffnen – insbesondere in Zeiten der Digitalisierung aller Unternehmensbereiche. Es gilt durch das, was andere sagen und wie sie sich verhalten, besser auf deren Innenwelt zu schließen. Verantwortliche in Unternehmen können dadurch einen guten und kooperativen Kontakt mit allen Mitarbeitern und Stakeholdern herstellen und halten.Der Autor zeigt auf, wie wichtig es ist, den Dialog zu suchen, Empathie und Wertschätzung zu zeigen, Emotionen zu erkennen, und beschreibt, mit welchen Mitteln das erreicht werden kann.Er liefert wichtige theoretische Hintergründe und unterstützt Sie, eine individuelle Strategie für Gespräche in Ihrem Unternehmen zu entwickeln, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Digitalisierung, Daten und Demografie sind die fundamentalen Herausforderungen kommender Dekaden, wobei die Digitalisierung nicht nur eine technologische Innovation ist, die den Strukturwandel beschleunigen wird, sondern auch eine Revolution. Aber auch uns so vertraute Begriffe wie „Arbeit“, „Zeit“, „Geld“ und „Nachhaltigkeit“ werden sich verändern, und neue Begriffe wie „Resilienz“ drängen in die Alltagssprache, um die Lücke zu füllen, die das Konzept der Nachhaltigkeit noch in sich trägt, um gedacht zu werden für eine Zukunft, die offenzuhalten ist für kreative Lösungen unserer Kinder und Kindeskinder.
Helmut Ebert

Kapitel 2. Die Sprachlosigkeit der Ökonomie

Zusammenfassung
Leider hat die Ökonomie vergessen, dass Sprache und Bedeutungen bei allen wichtigen wirtschaftlichen Handlungen wie Tauschakten, Verträgen, Institutionen oder Wirtschaftspolitik beteiligt sind. Sprache ist hierbei gedacht als ein Zeichensystem bestehend aus Wort und Satz, das von Menschen gebraucht wird für Akte des Meinens und Verstehens.
Helmut Ebert

Kapitel 3. Soziale Innovation und politische Gestaltung

Zusammenfassung
Soziale Innovationen unterscheiden sich grundsätzlich von technischen Innovationen. Viele Faktoren sind unbekannt, und auch ihre Wechselwirkung ist nicht bis in alle Einzelheiten erkannt oder verstanden.
Helmut Ebert

Kapitel 4. Grundlagen des Sprachgebrauchs

Zusammenfassung
Jedes Wort steht im Gespräch in Verbindung zu anderen Wörtern. Das ist der engere Kontext, der die Bedeutung eines Wortes prägt. Den weiteren Kontext, d. h. unser Wissen über die Situation, beziehen wir ebenfalls ein, um Schlüsse über das Gemeinte zu ziehen. In Dialogen kommt es darauf an, das interaktive und damit bedeutungsverändernde Moment zu erfassen, da Wirklichkeiten nichts Feststehendes, sondern etwas Fließendes sind.
Helmut Ebert

Kapitel 5. Grundlagen der Kommunikation

Zusammenfassung
Oft werden viele Erscheinungen als Kommunikation verstanden, die auch im Lichte anderer Theorien durchaus als Information aufgefasst werden können. Alles, was algorithmisiert werden kann, ist nicht Kommunikation, sondern Information. Nach dem engeren Verständnis von Kommunikation dürfte man nur jene Formen symbolvermittelter Interaktion als Kommunikation werten, die notwendig sind, um neue Ideen oder neue Einsichten zu ermitteln und zu vermitteln.
Helmut Ebert

Kapitel 6. Grundlagen des guten Kontakts

Zusammenfassung
Die Grundlage für die erfolgreiche Pflege von Beziehungen ist der empathische Umgang mit den Gefühlen anderer Menschen, was auch eine eminent wichtige sprachliche Seite hat, wie z. B. eine sensible und selbsterklärende Wortwahl sowie die Fähigkeit des aktiven Zuhörens. Um in der Gruppe in einen Dialog einzutreten, der alle Gruppenmitglieder auf eine höhere Ebene bringt, müssen wir aber auch lernen, in Kontakt mit uns selbst zu kommen.
Helmut Ebert

Kapitel 7. Probleme der Wahrnehmung

Zusammenfassung
Vorurteile sind individuelle abwertende Verallgemeinerungen anderer Personen. Stereotype hingegen sind kollektive Verallgemeinerungen auf der Basis unzureichender Information. Bei kollektiven Stereotypen geht es nicht um die Frage, ob sie wahr oder falsch sind, sondern darum, dass Gruppen mit ihrer Hilfe Insider von Outsidern unterscheiden können.
Helmut Ebert

Kapitel 8. Psychologische Grundlagen des Gesprächs

Zusammenfassung
Der Dialog ist ein Instrument des individuellen und kollektiven Veränderungslernens. Bei echten Dialogen gibt es keine Verlierer, sondern alle gewinnen.
Helmut Ebert

Kapitel 9. Sprache und Transformation

Zusammenfassung
Zur kommunikativen Potenzialbetrachtung von Transformationen ist es m. E. unerlässlich, auch die ethisch-moralischen Grundlagen der Unternehmenskommunikation unter die Lupe zu nehmen.
Helmut Ebert

Kapitel 10. Kulturen

Zusammenfassung
Wenn man Innovationen fördern will, muss man sich von der Vorstellung trennen, dass Innovationen über Prozesse und Regeln gesteuert werden könnten, denn starre Strukturen bremsen Innovationen aus.
Helmut Ebert

Kapitel 11. Neue Rollen, Methoden und Strukturen des Veränderungslernens

Zusammenfassung
Die obersten Führungskräfte müssen – so meine These – Formen der dialogischen Kommunikation beherrschen, um besser informiert zu sein und zu entscheiden. Führungskräfte müssen offen und anschlussfähig für die Erfahrungen und das Erleben der Mitarbeitenden sein.
Helmut Ebert

Kapitel 12. Führungsinstrumente

Zusammenfassung
Heute haben sich soziale Gebilde wie Unternehmen verändert: Führung ist immer weniger hierarchisch und zentralisiert (Führung 1.0), Führung erfolgt immer mehr durch Delegation und Wettbewerb (Führung 2.0), und sie hat sich in Richtung einer netzwerkartigen Stakeholderkommunikation verwandelt, bei der viele verschiedene Stakeholder und Interessengruppen verhandeln und sich auf einen Dialog einlassen.
Helmut Ebert

Kapitel 13. Exkurs: Historische Beispiele für Zukunftssprachen

Zusammenfassung
Der Exkurs beschreibt historische Beispiele, in denen sprachmächtige Personen die deutsche Sprache erneuert haben. Meister Eckharts Sprache steht für ein Deutsch, das erstmals in die Lage versetzt wurde, die Innerlichkeit des Menschen zu erfassen. Sein Denken war transformierend und schuf die mental-geistigen Grundlagen des heutigen Europas. Martin Luthers Bibelübersetzung, Predigten, Briefe und (Reformations-)Dialoge trugen entscheidend zur Erneuerung der deutschen Sprache und ihrer (überregionalen) Standardisierung bei. Martin Opitz schrieb die erste deutschsprachige Poetik, und inmitten der größten Katastrophe gelang ihm ein Neubeginn der Formensprache (Sonett), die für die Herausbildung der deutschen Identität überaus wichtig war. Der Exkurs soll belegen, dass sich die Suche nach einer Zukunftssprache lohnt und dass auch historisch in Zeiten disruptiver Brüche Dialog und Sprache von größter Bedeutung für die Neuorientierung waren.
Helmut Ebert

Kapitel 14. Ausblick

Zusammenfassung
Die Zukunft ist offen, und niemand kennt sie. Daraus folgt, dass die heute Lebenden schlecht daran tun, wenn sie für ihre Kindeskinder große Pläne und Agenden entwerfen. Viel sinnvoller ist es, wenn sie die Grundlagen für eine geistig-sprachliche Kultur legen, die es den kommenden Generationen ermöglicht, ihre höchste Kreativität zu entfalten. Ein Weg zu dieser geistig-sprachlichen Infrastruktur ist das hier vertretene Konzept einer Zukunftssprache als eine Neubesinnung auf Sprache als Mittel der Welterschließung und Entwicklung von Personen, Teams und Organisationen. Zusammenarbeit setzt ein gemeinsames kohärentes Orientierungssystem voraus. Dies kann in der Tradition einer Organisation begründet sein oder durch die Leitung bestimmt werden. Es kann aber auch mit Verfahren der Wissensorganisation und qualitativen Textanalyse ermittelt werden.
Helmut Ebert
Weitere Informationen