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27.08.2019 | In eigener Sache | Onlineartikel

Springer-Autor Michael Voigtländer kommentiert Mietendeckel

Autoren:
Christoph Berger, Christiane Köllner

In Deutschland heizen bekannt gewordene Details zum in Berlin geplanten Mietendeckel die Diskussionen an. In der ZDF-Nachrichtensendung "Heute Journal" vom 26. August 2019 wurde dazu Springer-Autor Professor Dr. Michael Voigtländer interviewt. 

Der Vorschlag, in Berlin einen Mietendeckel einzuführen, ist nicht neu. Doch die aktuell bekannt gewordenen Details dazu von Berlins Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) führen zu kontroversen Diskussionen – nicht nur in der Hauptstadt, sondern in ganz Deutschland, könnten sie doch bei Umsetzung als Vorlage für andere Städte herhalten. Demnach sollen Wohnungen in den nächsten Jahren nicht mehr als acht Euro pro Quadratmeter kosten dürfen. Danach sollen sich die Kaltmieten, je nach Jahr des Erstbezugs und Ausstattung, zwischen 3,42 Euro und 7,97 Euro bewegen. 

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Warum unsere Städte immer teurer werden und was jetzt zu tun ist

Wohnen gilt als die neue soziale Frage. Schließlich haben Kauf- und Mietpreise schon Niveaus erreicht, die noch vor wenigen Jahren unvorstellbar waren und nun das Leben in Großstädten und begehrten Universitätsstädten immer teurer machen. Das Thema gewinnt vor diesem Hintergrund an sozialpolitischer Brisanz. Doch was hilft wirklich, um die Lage im Wohnungsmarkt wieder zu entspannen?

Der Regierende Bürgermeister vom Berlin, Michael Müller, reagierte auf Twitter bereits auf die Vorschläge: "Zum #Mietendeckel: Es handelt sich bei dem Papier weder um eine Senatsvorlage noch um einen Gesetzesentwurf. Dem Senat liegt bisher nichts vor. Die zuständige Fachverwaltung wurde mit der Ausarbeitung eines rechtssicheren Gesetzesentwurfes zum Mietendeckel beauftragt. Auf diesen Vorschlag warten wir. Sobald er vorliegt, muss er von der Innen- und Justizverwaltung auf die Rechtskonformität geprüft sowie anschließend im Senat und Abgeordnetenhaus diskutiert werden. Es ist wichtig, dass sich die Mieterinnen und Mieter auf einen rechtssicheren Mietendeckel verlassen können und wir für gemeinwohlorientierte Unternehmen Lösungen finden, damit diese weiter ihrer Aufgabe der Schaffung und Sicherung von bezahlbarem Wohnraum nachkommen können."

Und auch Vertreter der Wohnungswirtschaft, zum Beispiel der Zentrale Immobilien Ausschuss oder der Verband Wohnungswirtschaft GdW äußerten sich sehr kritisch gegenüber den neuen Details. Die Berliner Wohnungsbaugenossenschaft Haus & Grund lässt verkünden: "Jetzt reicht’s Genossen! Mietendeckel stoppen!"

Was jetzt laut Michael Voigtländer zu tun ist

In der ZDF-Nachrichtensendung "Heute Journal" wurde Professor Dr. Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Finanzmärkte und Immobilienmärkte beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln und Autor zahlreicher Springer-Fachbücher, zu den Plänen befragt. Demnach sieht auch er im Mietendeckel keine Antwort auf den Wohnungsmangel. Stattdessen müsse Berlin für mehr Wohnungen sorgen und es müsse eine Strategie entwickelt werden, mehr Bauland auszuweisen. 

Doch was hilft darüber hinaus, um die Lage im Wohnungsmarkt wieder zu entspannen? Voigtländer gibt im Buch Luxusgut Wohnen Antworten. Er widmet sich unter anderem den Fragen, ob es sich um eine spekulative Blase oder einen echten Wohnungsmangel handelt und weshalb die Bautätigkeit nicht zur Nachfrage aufschließt. Er befasst sich auch mit der Frage, wie die Wohnungspolitik reagieren sollte. Um das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage wieder herzustellen, schlägt er zehn Maßnahmen vor, die den Markt wieder in Schwung bringen können. Die 2. Auflage wurde auch um die Themen Grundsteuerreform und Baukindergeld erweitert und mit digitalem Zusatzmaterial per App angereichert. 

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