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Augmented Reality in der industriellen Praxis

  • 2020
  • OriginalPaper
  • Buchkapitel
Erschienen in:
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Zusammenfassung

Das an sich nicht neue Thema Augmented Reality (AR) gewinnt rasant an Relevanz in der industriellen Praxis. Gründe hierfür sind u.a. Technologiefortschritte, gereifte Ökosysteme bei der Realisation von AR-Lösungen, sowie Synergien zwischen AR und weiteren Themen wie Internet of Things (IoT) und Machine Learning (ML). Auch wenn sich die Entwicklung im Bereich AR noch am Anfang befindet, sind bereits zahlreiche Anwendungsfälle mit signifikantem Mehrwert vorhanden. In der Praxis muss die Situation jedoch noch differenzierter betrachtet werden. Bei Smartphone-basierter mobiler AR ist technologisch bereits vieles umsetzbar, wohingegen Head-Mounted-Displays (HMDs) zwar viele Vorteile versprechen, für einen produktiven Einsatz in der Praxis in der Regel allerdings noch reifen müssen. Getrieben von Milliarden-Investitionen schreitet die Entwicklung jedoch rasant voran. Bei der Realisation von AR-Lösungen, insbesondere bei Innovationsprojekten, hat sich ein agiles, iteratives und risikogetriebenes Vorgehen bewährt, das Endbenutzer und deren Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellt. Projekte müssen als Gesamtpaket überzeugen: Von der Technologie, über den dahinterliegenden Business-Mehrwert, bis hin zur Gestaltung der Mensch-Maschine- Interaktion.Die reale und virtuelle Welt verschmelzen immer mehr. In der physikalischen Welt existiert insbesondere im industriellen Umfeld eine Vielzahl von Dingen, Orten und Maschinen. Auch in digitaler Form liegt eine große Menge an Daten zu diesen Dingen vor, z. B. Sensordaten, Anleitungen und zahlreiche weitere Informationen. Allzu oft ist jedoch im Hinblick auf den Aspekt der Mensch-Maschine-Interaktion noch ein tiefer Graben zwischen der realen und virtuellen Welt zu beobachten. Selbst wenn ein Servicetechniker, der vor einer Maschine steht, um diese zu warten, bereits einen Laptop mit sich führt (und nicht nur Handbücher aus Papier), blickt er oft auf Excel-Tabellen und muss mental umfangreiche Transferarbeit leisten, um zu erfassen, wo genau was genau zu tun ist. Mit Augmented Reality wird nun eine Technologie praxistauglich, die das Potenzial hat, diesen Graben zu überbrücken und die echte und virtuelle Welt direkt miteinander in Einklang zu bringen: Der Servicetechniker sieht direkt und am richtigen Ort, was für ihn im konkreten Kontext relevant ist und was zu tun ist. Solche Ansätze versprechen Effizienzgewinne und das schnelle Qualifizieren von Mitarbeitenden für komplexere Aufgaben (Up-Skilling) bei einer gleichzeitig natürlicheren und menschgerechteren Interaktion.

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Titel
Augmented Reality in der industriellen Praxis
Verfasst von
Robert Adelmann
Copyright-Jahr
2020
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-29009-2_2
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