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Autopolitik

Europa vor der T-Kreuzung

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

​Die Automobilindustrie von heute ist das Ergebnis von einem Jahrhundert Automobilpolitik. Dabei ging es weltweit um den steigenden Beitrag der Branche zu Beschäftigung und Wachstum und zugleich um die Eindämmung der vom Auto ausgehenden Schäden. Das passierte bisher in stabilen politischen Silos und weltweit nahezu synchron mit Europa als zentralem Spieler. Heute stellen neue Technologien und politische Fragestellungen und Konflikte die Zukunft von Unternehmen und die bisherige politische Logik fundamental in Frage.
Dieses Buch beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Politik rund um das Automobil, um aufzuzeigen, wo und wie Europa in Zukunft entscheiden muss, um seine Rolle im Vergleich zu China und den USA zu finden.
Der Autor analysiert die Transformation von Antriebstechnologien nicht nur als klimapolitische Frage sondern in ihrer industriepolitischen Dimension. Im digital organisierten Verkehrssystem der Zukunft geht es auch um die grundlegende Neuverteilung kritischer Kompetenzen in der Wertschöpfungskette im Wettbewerb zwischen Europa, den USA und China. Nach innen muss die EU das Verhältnis zwischen Gemeinschaft, Mitgliedsstaaten und Städten neu ausrichten. Europa steht hier gleichzeitig vor mehreren wegweisenden Entscheidungen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Worum es heute geht – Europa, China, USA

    Thomas Becker
    Das Kapitel untersucht die politischen und technologischen Veränderungen in der Automobilindustrie und deren Auswirkungen auf die Mobilitätssysteme in Europa, den USA und China. Es beleuchtet die Rolle des Autos als politisches und kulturelles Symbol sowie die Herausforderungen und Chancen der Transformation hin zu neuen Antriebstechnologien und digitalen Mobilitätslösungen. Die Analyse zeigt, wie politische Entscheidungen und technologische Innovationen die Zukunft der Automobilindustrie prägen und wie unterschiedliche Ansätze in den drei Hauptmärkten die Entwicklung beeinflussen. Besonders interessant ist die Diskussion über die Rolle der Politik bei der Förderung neuer Technologien und die Herausforderungen, die sich aus den unterschiedlichen regulatorischen Ansätzen ergeben. Das Kapitel bietet eine tiefgehende Einordnung der aktuellen Debatten und zeigt auf, welche Entscheidungen für die Zukunft der europäischen Automobilindustrie von entscheidender Bedeutung sind.
  3. 2. Wie die Autoindustrie gemacht wurde

    Thomas Becker
    Der Fachtext beleuchtet die entscheidende Rolle politischer Weichenstellungen bei der Entwicklung der Automobilindustrie. Von den frühen Phasen der Automobilgeschichte bis hin zu den jüngsten Entwicklungen in China wird gezeigt, wie staatliche Interventionen die Produktion, Infrastruktur und Marktbedingungen maßgeblich beeinflusst haben. Besonders hervorgehoben werden die politischen Entscheidungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die die Automobilindustrie in diesen Ländern nachhaltig geprägt haben. Die Analyse umfasst auch die Auswirkungen von staatlichen Förderungen und Regulierungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Automobilhersteller. Der Beitrag bietet eine umfassende Perspektive auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken, die die Automobilindustrie zu dem gemacht haben, was sie heute ist.
  4. 3. Politik

    Thomas Becker
    Das Kapitel beleuchtet die komplexen politischen Prozesse und Instrumente, die die Automobilindustrie beeinflussen. Es beginnt mit einer historischen Perspektive auf politische Kontroversen und deren Einfluss auf verschiedene Sektoren wie Energie und Chemie. Im Fokus steht die Automobilindustrie, die durch den Übergang zu emissionsfreien Antrieben und die zunehmende Regulierung von Luftqualität und Klimaschutz stark beeinflusst wird. Die politische Gestaltung wird als dynamischer Prozess dargestellt, der von der Aufdeckung von Handlungsbedarf über die Entwicklung von Lösungsvorschlägen bis hin zur Umsetzung und Legitimation reicht. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle von Parteien, Lobbyisten und Medien geschenkt, die den politischen Diskurs prägen. Das Kapitel untersucht auch die Herausforderungen und Chancen der Automobilindustrie in verschiedenen politischen Systemen und die Bedeutung von Legitimität und Führungsleistung in der politischen Entscheidungsfindung. Die Analyse zeigt, wie politische Maßnahmen die Zukunft der Automobilindustrie und die Mobilität insgesamt gestalten und welche institutionellen und regulatorischen Neuentwicklungen dafür entscheidend sind.
  5. 4. Das Auto und die Wirtschaftssysteme

    Thomas Becker
    Zusammenfassung
    Konzeptioneller Rahmen – Automobilindustrie und Wirtschaftsordnung: Die politische Systemauseinandersetzung um die Soziale Frage des späten 19. und 20. Jahrhunderts spiegelt sich in der Geschichte der Automobilindustrie. Diese ist ebenso ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung starker Gewerkschaften gewesen wie für die totalitäre Behauptung eine Aufhebung des Konflikts zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen. Der „Sozialdemokratische Kompromiss“ und die Nachkriegsordnung gerade der Bundesrepublik Deutschland wurden durch den Erfolg der Automobilindustrie gestärkt und abgesichert, waren zugleich aber dessen Beschleuniger. Der Sozialismus sowjetischer Prägung scheiterte umgekehrt kaum in einem anderen Sektor so sichtbar wie im Automobilbau. Die europäische Integration hat mit der Vereinheitlichung der technischen Anforderungen zur Stärkung der Industrie, und wiederum vor allem der deutschen, beigetragen. In den USA dagegen sind die arbeitsmarktpolitischen Spielregeln bis heute Teil des Standortwettbewerbs zwischen den Bundesstaaten und waren (mit einer Unterbrechung durch Donald Trump) auch klares Differenzierungsmerkmal der beiden politischen Lager. In China demgegenüber steht das enorme Wachstum der Automobilindustrie für die zentrale politische These, dass marktwirtschaftliche Organisation von industrieller Produktion und parlamentarische Demokratie einander weder bedingen noch voraussetzen. Der Erfolg des Automobils bei der Stabilisierung von Volkswirtschaften (unabhängig von deren politischer Verfassung) hat sich weltweit auch in der Bereitschaft zu erheblichen staatlichen Interventionen zu Gunsten der Industrie niedergeschlagen.
  6. 5. Der Aufstieg der Umweltfrage

    Thomas Becker
    Der Fachtext untersucht den Aufstieg der Umweltfrage als zentrales politisches Handlungsfeld und die Rolle der Umweltpolitik in Europa, den USA und China. Während die soziale Frage lange Zeit die wirtschaftspolitischen Debatten dominierte, trat in den 80er-Jahren die Umweltfrage als neuer Gesichtspunkt auf. Die Umweltpolitik entwickelte sich zu einem zentralen politischen Handlungsfeld, das die Anforderungen an das Produktdesign und die Wirtschaftspolitik grundlegend veränderte. In Europa wurde die Umweltpolitik durch grüne Parteien und Bewegungen vorangetrieben, während in den USA die politische Diskussion stark durch die Verankerung des freiheitlichen Wirtschaftssystems geprägt war. In China wurde die Umweltpolitik durch staatliche Interventionen und die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung vorangetrieben. Der Fachtext analysiert auch die Rolle von Umweltorganisationen und deren Einfluss auf die politischen Entscheidungen sowie die Herausforderungen und Chancen für die Automobilindustrie im Kontext der Umweltpolitik.
  7. 6. Manager und Politiker

    Thomas Becker
    Der Fachtext beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen der Automobilindustrie und der Politik, insbesondere die zunehmende Regulierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Unternehmen. Die Autoindustrie wird heute stärker als je zuvor von politischen Vorgaben beeinflusst, was zu einer Verlagerung der Rolle von Unternehmen von Subjekt zu Objekt führt. Die Legitimation unternehmerischen Handelns wird durch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Fähigkeit, politische Ziele zu erfüllen, bestimmt. Die Automobilindustrie muss sich anpassen, um politische Interventionen zu vermeiden und gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Der Text untersucht auch die Rolle von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung als Legitimationsfaktoren und die Bedeutung von Managementkompetenz und Innovation in der Branche. Die politische und mediale Landschaft in verschiedenen Ländern wie den USA, China und Europa wird ebenfalls berücksichtigt, um die unterschiedlichen Herausforderungen und Chancen für die Industrie zu verstehen. Der Fachtext bietet tiefgehende Einblicke in die strategischen Überlegungen und Herausforderungen der Automobilindustrie in einer sich schnell verändernden politischen und regulatorischen Umgebung.
  8. 7. Handels- und Standortpolitik

    Thomas Becker
    Das Kapitel 'Handels- und Standortpolitik' untersucht die volkswirtschaftlichen Effekte der Automobilindustrie und die gezielte Industriepolitik, die Regierungen weltweit betreiben, um Investitionen und Arbeitsplätze in ihre Länder zu locken. Die Automobilindustrie ist aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit und der attraktiven Bedingungen für lokale Beschäftigte besonders von Regierungen begehrt. Seit Beginn des Automobils wurden gezielte Industriepolitiken entwickelt, um die Entwicklung des Sektors im eigenen Land voranzutreiben. Weltweit kämpfen Regierungen um die größte Wertschöpfung in ihrem Land, was zu protektionistischen Maßnahmen führt. Die Automobilindustrie ist stark reguliert, was als Einfallstor für protektionistische Maßnahmen genutzt wird. China hat in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel in seiner Politik vollzogen, um seine eigene Automobilindustrie zu stärken. Die USA haben unter Präsident Trump eine aggressive Handelspolitik verfolgt, die den globalen Handel beeinflusst hat. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Automobilindustrie stark betroffen. Die EU hat ebenfalls mit protektionistischen Maßnahmen reagiert, um ihre Industrie zu schützen. Der Brexit hat die Automobilindustrie in Großbritannien und Europa stark beeinflusst. Die Zukunft der Automobilindustrie hängt von den Entwicklungen in der Klima- und Technologiepolitik ab. Die Handels- und Standortpolitik der Zukunft wird zwangsläufig in ihrem Verhältnis zu Verkehrs-, Klima- und Technologiepolitik gesehen.
  9. 8. Produktpolitische Evolution

    Thomas Becker
    Das Kapitel 'Produktpolitische Evolution, Politik und Mobilität – Grunddesigns' untersucht die historische Entwicklung der politischen Interventionen im Bereich Automobilität und deren Auswirkungen auf Sicherheit, Umwelt und Klima. Es beleuchtet die verschiedenen Ansätze und Herausforderungen, die Regierungen weltweit bei der Gestaltung der Mobilitätspolitik bewältigen mussten. Die politischen Maßnahmen reichen von restriktiven Verboten bis hin zu motivierenden Förderungen und kombinieren verschiedene Strategien zur Anpassung der Industrie und der Kunden. Besonders interessant ist die detaillierte Analyse der unterschiedlichen politischen Ansätze in den USA, Europa und China sowie die Darstellung der technologischen und gesetzgeberischen Entwicklungen im Bereich der Automobilproduktion. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Gesellschaft und zeigt auf, wie sich die politischen Rahmenbedingungen auf die Entwicklung der Automobiltechnologie ausgewirkt haben.
  10. 9. Klimapolitik – Was bisher geschah

    Thomas Becker
    Die Klimapolitik hat die Autoindustrie tiefgreifend verändert, insbesondere durch die Einführung des Kyotoprotokolls und die daraus resultierenden Klimaschutzmaßnahmen. Diese Maßnahmen umfassen technische Auflagen, Steuererhöhungen und die Förderung regenerativer Energien. Die EU hat durch den Emissionshandel und die Regulierung von CO2-Emissionen bei Autos neue Standards gesetzt, während die USA und China eigene, oft restriktivere Maßnahmen eingeführt haben. Die Autoindustrie musste sich an diese Vorgaben anpassen, was zu erheblichen technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen führte. Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und anderen umweltfreundlichen Technologien wurde vorangetrieben, während konventionelle Fahrzeuge zunehmend restriktiven Vorschriften unterlagen. Die politischen und industriellen Debatten waren oft kontrovers und führten zu unterschiedlichen Ansätzen in den verschiedenen Regionen. Der Beitrag beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Technologie und zeigt auf, wie die Klimapolitik die Zukunft der Automobilindustrie prägt.
  11. 10. CO2 – aktuelle Debatten im Vergleich

    Thomas Becker
    Der Fachtext behandelt die Entwicklungen und Debatten rund um die CO2-Gesetzgebung im Automobilsektor seit 2006, mit einem besonderen Fokus auf die Unterschiede zwischen den USA, der EU und China. In den USA entwickelten sich die Dinge seit 2019 auseinander, als die Trump-Administration die CO2-Ziele der Obama-Ära revidierte und eine neue, weniger strenge Gesetzgebung einführte. In der EU begann die Diskussion über die CO2-Ziele für 2025 und 2030 bereits 2017, wobei die Kommission einen evolutionären Ansatz verfolgte, der jedoch von einigen Mitgliedstaaten als zu wenig ambitioniert angesehen wurde. China hingegen verfolgte seit 2018 eine Politik zur Förderung von Elektrofahrzeugen, die jedoch noch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielte. Der Text analysiert die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in diesen Regionen und deren Auswirkungen auf die Automobilindustrie und die Klimapolitik. Besondere Aufmerksamkeit wird den Herausforderungen und Chancen gewidmet, die sich aus den unterschiedlichen regulatorischen Ansätzen ergeben. Der Fachtext bietet eine umfassende und detaillierte Analyse der komplexen Dynamiken in der globalen Automobilindustrie und der damit verbundenen Klimapolitik.
  12. 11. Luftqualität

    Thomas Becker
    Das Kapitel behandelt die komplexen Entwicklungen und regulatorischen Debatten rund um die Luftqualität und Autoabgase in den letzten Jahrzehnten. Es beginnt mit der Annahme, dass die CO2-Regulierung das dominierende Thema der regulatorischen Debatte um das Automobil sein würde, und zeigt, wie sich diese Annahme als falsch erwies. In den Jahren 2015-2019 eskalierte die Debatte um Autoabgase in Deutschland, insbesondere durch den VW-Skandal, der zu erheblichen politischen und öffentlichen Reaktionen führte. Die Automobilindustrie wurde pauschal als Feind dargestellt, und der Skandal hatte weitreichende Auswirkungen auf die politische und gesellschaftliche Wahrnehmung der Branche. Das Kapitel analysiert die politischen und technischen Herausforderungen, die zur Entwicklung des VW-Skandals führten, und die daraus resultierenden Maßnahmen und Reaktionen. Es wird auch auf die Rolle der Umweltorganisationen und der Medien eingegangen, die die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungen maßgeblich beeinflussten. Besonders hervorgehoben wird die Diskrepanz zwischen den erwarteten und tatsächlichen Emissionswerten und die daraus resultierenden Fahrverbote und anderen regulatorischen Maßnahmen. Das Kapitel endet mit einer Reflexion über die Lehren aus der Dieseldebatte und die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Politik, Industrie und Umweltorganisationen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.
  13. 12. Elektromobilität

    Thomas Becker
    Das Kapitel untersucht die strukturellen und politischen Parallelen zwischen der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft im Hinblick auf die Klimapolitik. Die Debatte über die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren ist in beiden Sektoren überholt, und die Diskussion konzentriert sich nun auf die Ersetzung der Basistechnologie. Die Automobilindustrie steht vor der Herausforderung, politisch erzwungene Umstellungen auf Elektromobilität zu bewältigen, während die Energiewirtschaft bereits seit Jahren mit ähnlichen Anforderungen konfrontiert ist. Die politische Auseinandersetzung in der Automobilindustrie dreht sich um die Frage nach der Basistechnologie, ähnlich wie bei der Ersetzung von fossilen Kraftwerken durch erneuerbare Energien. Die Unterschiede zwischen den beiden Sektoren liegen in der Homogenität der Produkte: Strom ist homogen, während Elektrofahrzeuge vielfältige Parameter aufweisen. Die politischen und industriellen Herausforderungen sind jedoch ähnlich, da beide Sektoren vor der Aufgabe stehen, die Kunden von der Überlegenheit neuer Technologien zu überzeugen. Der Beitrag analysiert die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die Elektrifizierung der Automobilindustrie voranzutreiben, und diskutiert die Rolle von Infrastruktur und Kundenakzeptanz. Besonders interessant ist die Betrachtung der Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten, wie Kalifornien und Europa, und die politischen Maßnahmen, die in diesen Regionen ergriffen wurden, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu fördern. Der Text bietet eine umfassende Perspektive auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Kunden bei der Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität.
  14. 13. Digitalisierung

    Thomas Becker
    Die Digitalisierung hat die Automobilindustrie tiefgreifend verändert, indem sie neue Möglichkeiten für vernetzte Fahrzeuge und autonome Fahrsysteme eröffnet. Die Nutzung von Daten und digitalen Diensten im Automobilbereich hat sowohl wirtschaftliche als auch politische Implikationen. Die Mobilitätsdienste der Zukunft, wie Car Sharing und Ride Hailing, stellen traditionelle Verkehrsmittel in Frage und erfordern eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik. Autonomes Fahren bringt neue rechtliche und technische Herausforderungen mit sich, die von der Politik adressiert werden müssen. Die europäische Industriepolitik steht vor der Aufgabe, sich in einem globalen Wettbewerb um die Vorherrschaft in der Automobiltechnologie zu behaupten, während die USA und China bereits strategische Maßnahmen ergreifen. Die Zukunft der Mobilität wird von der Balance zwischen technologischer Innovation und regulatorischer Kontrolle bestimmt.
  15. 14. Städte – Brennpunkte und Kampfplätze

    Thomas Becker
    Der Fachbeitrag untersucht die zunehmende Bedeutung der Städte für die Automobilindustrie, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Urbanisierung und die damit verbundenen Herausforderungen. Mit 55% der Weltbevölkerung in Städten lebend und einer Prognose von 68% bis 2050, spielen Städte eine entscheidende Rolle für die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. Der Beitrag diskutiert die politischen Debatten und technologischen Innovationen, die in städtischen Räumen entstehen, und analysiert die sozialen und ökologischen Auswirkungen der städtischen Mobilität. Es wird aufgezeigt, wie politische Entscheidungen und technologische Lösungen die Mobilität in Städten beeinflussen und welche Rolle Städte bei der Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte spielen. Besonders hervorgehoben werden die Chancen und Grenzen von Maßnahmen wie Fahrverbote, City-Maut und die Förderung von Elektromobilität. Der Beitrag betont die Notwendigkeit einer integrierten und nachhaltigen Verkehrspolitik, die sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Die Analyse zeigt, dass die Zukunft der urbanen Mobilität von der Fähigkeit abhängt, innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die sowohl die Bedürfnisse der Bürger als auch die ökologischen Ziele erfüllen.
  16. 15. Neue Zusammenhänge – die ersten drei T-Kreuzungen

    Thomas Becker
    Der Fachtext beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen in der politischen und industriellen Landschaft durch neue Technologien im Bereich der Mobilität. Besonders hervorgehoben werden die Wechselwirkungen zwischen Umwelt-, Handels- und Technologiepolitik, die sich durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und autonomem Fahren ergeben. Diese Veränderungen erfordern eine Neuausrichtung der politischen und industriellen Strategien, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Der Beitrag analysiert, wie sich die politischen und industriellen Akteure auf diese neuen Realitäten einstellen müssen und welche strategischen Entscheidungen getroffen werden müssen, um erfolgreich zu bleiben. Dabei wird auch die globale Dimension betrachtet, insbesondere die Rolle der USA und Chinas in diesem Kontext. Der Fachtext bietet eine detaillierte Analyse der politischen und wirtschaftlichen Implikationen dieser Veränderungen und zeigt auf, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben.
  17. 16. Der Mindset entscheidet – wo es „hakt“

    Thomas Becker
    Das Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Mindsets in Zeiten tiefgreifender Veränderungen und der Frage, wie Akteure die Zukunft gestalten. Es wird untersucht, wie neue Möglichkeiten aus der Perspektive der Vergangenheit betrachtet werden und welche ideologischen Vorbehalte bestehen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Überwindung von Ideologie durch Innovation und Pragmatismus geschenkt. Die Autoren analysieren, wie fundamentale Unsicherheiten und die Einflussnahme auf das Kundenverhalten die Erfolgsfaktoren politischer Interventionen beeinflussen. Die technologische Entwicklung wird als weniger vorhersagbar und vorschreibbar dargestellt, was neue regulatorische Ansätze erfordert. Die Zunahme der beteiligten Akteure und die Verlagerung von Entscheidungen auf lokale Ebenen werden als Herausforderungen für die politische Gestaltung identifiziert. Das Kapitel schließt mit der Forderung nach neuen Interaktions- und Entscheidungsformen, die den sich verändernden Bedingungen gerecht werden und die Legitimität politischer Entscheidungen sichern.
  18. 17. Politisch-Instrumentelle Innovation oder Stagnation

    Thomas Becker
    Das Kapitel beleuchtet die politischen und instrumentellen Herausforderungen, die Europa bei der Gestaltung der Mobilität in der eigenen Region und global begegnet. Es betont die Notwendigkeit, Entscheidungen auf EU-Ebene zu treffen, um die Vorteile des Binnenmarkts zu erhalten, und diskutiert die Rolle der Mitgliedsstaaten und Kommunen. Die Autoren analysieren die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Steuerung und die Notwendigkeit, einheitliche Regeln zu schaffen, um die Effektivität und Effizienz der Verkehrspolitik zu gewährleisten. Besonders interessant ist die Diskussion über neue technologische Instrumente und deren Integration in die politische Steuerung, sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Instrumente auf verschiedenen politischen Ebenen.
  19. 18. Zum Schluss

    Thomas Becker
    Das Kapitel untersucht die politischen Einflüsse auf die Automobilindustrie und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Es analysiert die Rolle des Autos im politischen Prozess und die notwendigen Anpassungen der Industrie an neue politische Rahmenbedingungen. Besonders hervorgehoben wird die zunehmende Bedeutung der Klimapolitik und die damit verbundenen Restriktionen für die Automobilindustrie. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie, um gemeinsame Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu sichern. Zudem wird die Rolle des Managements in der Automobilindustrie beleuchtet, das sich anpassen muss, um in der sich schnell verändernden politischen und technologischen Landschaft erfolgreich zu bleiben. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass die Zukunft der Automobilindustrie stärker denn je von politischen Entscheidungen abhängt und dass Unternehmen und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.
Titel
Autopolitik
Verfasst von
Dr. Thomas Becker
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-32880-1
Print ISBN
978-3-658-32879-5
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-32880-1

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    Bildnachweise
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