Autopolitik
Europa vor der T-Kreuzung
- 2021
- Buch
- Verfasst von
- Dr. Thomas Becker
- Verlag
- Springer Fachmedien Wiesbaden
Über dieses Buch
Die Automobilindustrie von heute ist das Ergebnis von einem Jahrhundert Automobilpolitik. Dabei ging es weltweit um den steigenden Beitrag der Branche zu Beschäftigung und Wachstum und zugleich um die Eindämmung der vom Auto ausgehenden Schäden. Das passierte bisher in stabilen politischen Silos und weltweit nahezu synchron mit Europa als zentralem Spieler. Heute stellen neue Technologien und politische Fragestellungen und Konflikte die Zukunft von Unternehmen und die bisherige politische Logik fundamental in Frage.
Dieses Buch beleuchtet Geschichte und Gegenwart der Politik rund um das Automobil, um aufzuzeigen, wo und wie Europa in Zukunft entscheiden muss, um seine Rolle im Vergleich zu China und den USA zu finden.
Der Autor analysiert die Transformation von Antriebstechnologien nicht nur als klimapolitische Frage sondern in ihrer industriepolitischen Dimension. Im digital organisierten Verkehrssystem der Zukunft geht es auch um die grundlegende Neuverteilung kritischer Kompetenzen in der Wertschöpfungskette im Wettbewerb zwischen Europa, den USA und China. Nach innen muss die EU das Verhältnis zwischen Gemeinschaft, Mitgliedsstaaten und Städten neu ausrichten. Europa steht hier gleichzeitig vor mehreren wegweisenden Entscheidungen.
Inhaltsverzeichnis
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Frontmatter
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1. Worum es heute geht – Europa, China, USA
Thomas BeckerDas Kapitel untersucht die politischen und technologischen Veränderungen in der Automobilindustrie und deren Auswirkungen auf die Mobilitätssysteme in Europa, den USA und China. Es beleuchtet die Rolle des Autos als politisches und kulturelles Symbol sowie die Herausforderungen und Chancen der Transformation hin zu neuen Antriebstechnologien und digitalen Mobilitätslösungen. Die Analyse zeigt, wie politische Entscheidungen und technologische Innovationen die Zukunft der Automobilindustrie prägen und wie unterschiedliche Ansätze in den drei Hauptmärkten die Entwicklung beeinflussen. Besonders interessant ist die Diskussion über die Rolle der Politik bei der Förderung neuer Technologien und die Herausforderungen, die sich aus den unterschiedlichen regulatorischen Ansätzen ergeben. Das Kapitel bietet eine tiefgehende Einordnung der aktuellen Debatten und zeigt auf, welche Entscheidungen für die Zukunft der europäischen Automobilindustrie von entscheidender Bedeutung sind.KI-Generiert
Diese Zusammenfassung des Fachinhalts wurde mit Hilfe von KI generiert.
ZusammenfassungGesamtüberblick über das Buch: Die Rolle des Automobils als Kern des Mobilitätssystems, als Schlüsselfaktor industrialisierter Volkswirtschaften und als Wachstums- und Innovationsmotor ist im 20. Jahrhundert im Wechselspiel zwischen industrieller Innovation und politischer Entscheidung entstanden. Eine technologische Führungsrolle der europäischen und besonders der deutschen Autohersteller ging mit einem weltweit konvergierenden Regulierungsmodell einher. Dieses Grundmodell verändert sich jetzt fundamental, wobei die USA und China in eine Treiberrolle gerückt sind. Europa steht deshalb jetzt vor fünf Richtungsentscheidungen in Schlüsselfragen für die Zukunft der Industrie aber auch für die Mobilität seiner Bürger: 1. Der Antriebstechnologie, 2. der Machtverteilung im Mobilitätssystem, 3. dem Verhältnis zu den USA und zu China, 4. der Rollenverteilung zwischen europäischer, nationaler und städtischer Ebene und schließlich 5. dem Prozess politischen Entscheidens und der Ausgestaltung des regulatorischen Instrumentenkastens. Auf der Basis eines konzeptionellen Rahmens (Kapitel 2–6) werden die wichtigsten politischen Handlungsfelder (Kapitel 7–14) dargestellt und anschließend die zentralen Schlussfolgerungen (Kapitel 15–18) abgeleitet. -
2. Wie die Autoindustrie gemacht wurde
Thomas BeckerDer Fachtext beleuchtet die entscheidende Rolle politischer Weichenstellungen bei der Entwicklung der Automobilindustrie. Von den frühen Phasen der Automobilgeschichte bis hin zu den jüngsten Entwicklungen in China wird gezeigt, wie staatliche Interventionen die Produktion, Infrastruktur und Marktbedingungen maßgeblich beeinflusst haben. Besonders hervorgehoben werden die politischen Entscheidungen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien, die die Automobilindustrie in diesen Ländern nachhaltig geprägt haben. Die Analyse umfasst auch die Auswirkungen von staatlichen Förderungen und Regulierungen auf die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Automobilhersteller. Der Beitrag bietet eine umfassende Perspektive auf die politischen und wirtschaftlichen Dynamiken, die die Automobilindustrie zu dem gemacht haben, was sie heute ist.KI-Generiert
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ZusammenfassungKonzeptioneller Rahmen – historische Interdependenzen: Dass das Automobil sich aus der Nische eines Fortbewegungsmittels für wenige Reiche zu einem demokratisierten Massenfortbewegungsmittel entwickelt hat, das umfassende Mobilität mit Individualität und Freiheit verband, ist strategisch-konzeptionellen Innovationen aus der Industrie mindestens ebenso sehr zu verdanken wie einer staatlichen Infrastrukturpolitik, welche die Mobilisierung dieses Potenzials erst ermöglicht hat. Die massiven Investitionen in eine autogerechte Infrastruktur waren nur legitimierbar, weil das Auto Chancen versprach, die Politik nicht ungenutzt lassen konnte. Während das Automobil als Produkt ein Jahrhundert lang global immer weiter expandierte, war seine Industrie zutiefst von nationalen politischen Entscheidungen geprägt. Diese reichten von der gezielten Subventions- und Strukturpolitik des Deutschen Reiches über die spezifischen arbeitsmarktpolitischen Spielregeln des „Biotops Detroit“ bis hin zu der Schlüsselrolle bei der Öffnung Chinas unter Deng Xiaoping. -
3. Politik
Thomas BeckerDas Kapitel beleuchtet die komplexen politischen Prozesse und Instrumente, die die Automobilindustrie beeinflussen. Es beginnt mit einer historischen Perspektive auf politische Kontroversen und deren Einfluss auf verschiedene Sektoren wie Energie und Chemie. Im Fokus steht die Automobilindustrie, die durch den Übergang zu emissionsfreien Antrieben und die zunehmende Regulierung von Luftqualität und Klimaschutz stark beeinflusst wird. Die politische Gestaltung wird als dynamischer Prozess dargestellt, der von der Aufdeckung von Handlungsbedarf über die Entwicklung von Lösungsvorschlägen bis hin zur Umsetzung und Legitimation reicht. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle von Parteien, Lobbyisten und Medien geschenkt, die den politischen Diskurs prägen. Das Kapitel untersucht auch die Herausforderungen und Chancen der Automobilindustrie in verschiedenen politischen Systemen und die Bedeutung von Legitimität und Führungsleistung in der politischen Entscheidungsfindung. Die Analyse zeigt, wie politische Maßnahmen die Zukunft der Automobilindustrie und die Mobilität insgesamt gestalten und welche institutionellen und regulatorischen Neuentwicklungen dafür entscheidend sind.KI-Generiert
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ZusammenfassungKonzeptioneller Rahmen – politischer Prozess und Instrumente: Die weltweiten Gesetzgeber haben eine umfassenden Instrumentenkasten entwickelt, mit dem die technischen Eigenschaften des Fahrzeugs und seine Nutzung immer enger regulatorisch beeinflusst wurden. Auf der Angebotsseite reicht das Spektrum von ordnungsrechtlich-technischen Vorgaben in Sachen Sicherheit und Umweltschutz bis hin zur Verwertung und zur Steuerung des CO2-Ausstoßes in der Flotte. Zugleich definieren Zulassungsregeln, Höchstgeschwindigkeiten, aber auch Zugangsbegrenzungen sowie Privilegien und Nachteile für definierte Fahrzeug- und Nutzerkategorien die Nachfrage nach Automobilen ganz wesentlich mit. Die steuerliche Behandlung des Fahrzeugs bei seinem Erwerb und seiner Nutzung aber auch Steuern auf das Einkommen des Nutzers oder auch den Kraftstoff, kommt hinzu. All diese Regeln sind Ausdruck eines politischen „Produktionsprozesses“, der von konkurrierenden politischen Parteien immer wieder neu geformt wurde. Dabei haben zuerst die Nutzung der mit dem Automobil verbundenen Chancen, zunehmend aber auch die von ihm ausgehenden Risiken die Legitimation für politische Intervention geliefert. Der Wandel der Medienlandschaft, die Rolle wissenschaftlicher Analysen aber auch der Einfluss von Interessengruppen spiegeln die Unterschiede der politischen Prozesse zwischen Europa, den USA und China. -
4. Das Auto und die Wirtschaftssysteme
Thomas BeckerZusammenfassungKonzeptioneller Rahmen – Automobilindustrie und Wirtschaftsordnung: Die politische Systemauseinandersetzung um die Soziale Frage des späten 19. und 20. Jahrhunderts spiegelt sich in der Geschichte der Automobilindustrie. Diese ist ebenso ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung starker Gewerkschaften gewesen wie für die totalitäre Behauptung eine Aufhebung des Konflikts zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen. Der „Sozialdemokratische Kompromiss“ und die Nachkriegsordnung gerade der Bundesrepublik Deutschland wurden durch den Erfolg der Automobilindustrie gestärkt und abgesichert, waren zugleich aber dessen Beschleuniger. Der Sozialismus sowjetischer Prägung scheiterte umgekehrt kaum in einem anderen Sektor so sichtbar wie im Automobilbau. Die europäische Integration hat mit der Vereinheitlichung der technischen Anforderungen zur Stärkung der Industrie, und wiederum vor allem der deutschen, beigetragen. In den USA dagegen sind die arbeitsmarktpolitischen Spielregeln bis heute Teil des Standortwettbewerbs zwischen den Bundesstaaten und waren (mit einer Unterbrechung durch Donald Trump) auch klares Differenzierungsmerkmal der beiden politischen Lager. In China demgegenüber steht das enorme Wachstum der Automobilindustrie für die zentrale politische These, dass marktwirtschaftliche Organisation von industrieller Produktion und parlamentarische Demokratie einander weder bedingen noch voraussetzen. Der Erfolg des Automobils bei der Stabilisierung von Volkswirtschaften (unabhängig von deren politischer Verfassung) hat sich weltweit auch in der Bereitschaft zu erheblichen staatlichen Interventionen zu Gunsten der Industrie niedergeschlagen. -
5. Der Aufstieg der Umweltfrage
Thomas BeckerDer Fachtext untersucht den Aufstieg der Umweltfrage als zentrales politisches Handlungsfeld und die Rolle der Umweltpolitik in Europa, den USA und China. Während die soziale Frage lange Zeit die wirtschaftspolitischen Debatten dominierte, trat in den 80er-Jahren die Umweltfrage als neuer Gesichtspunkt auf. Die Umweltpolitik entwickelte sich zu einem zentralen politischen Handlungsfeld, das die Anforderungen an das Produktdesign und die Wirtschaftspolitik grundlegend veränderte. In Europa wurde die Umweltpolitik durch grüne Parteien und Bewegungen vorangetrieben, während in den USA die politische Diskussion stark durch die Verankerung des freiheitlichen Wirtschaftssystems geprägt war. In China wurde die Umweltpolitik durch staatliche Interventionen und die zunehmende Sensibilisierung der Bevölkerung vorangetrieben. Der Fachtext analysiert auch die Rolle von Umweltorganisationen und deren Einfluss auf die politischen Entscheidungen sowie die Herausforderungen und Chancen für die Automobilindustrie im Kontext der Umweltpolitik.KI-Generiert
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ZusammenfassungKonzeptioneller Rahmen – Gamechanger Umweltpolitik: Die Bedrohung der natürlichen Umwelt hat sich zu dem weltweit stärksten Treiber der politischen Intervention in die Automobilindustrie entwickelt. Die Umweltfrage hat nicht nur die technischen Anforderungen an das Auto immer weitergetrieben, sondern stellt auch zunehmend seine Rolle an sich in Frage. In Europa liegt die institutionelle Hauptrolle inzwischen kaum noch bei den Mitgliedsstaaten, sondern bei Kommission, Rat und Parlament, zu deren „Markenkern“ der Umwelt- und Klimaschutz gehört. Das Auto ist dabei nicht nur Objekt immer tiefer greifender Intervention, sondern spielt gerade in Deutschland auch eine symbolische Rolle für fundamentale ideologische Standpunkte. Der politische Mechanismus funktioniert in den USA und in China nach anderen Regeln, hat aber ebenfalls zu immer tiefer greifenden Debatten und geänderten Anforderungen geführt. So war die Politik in den USA über Jahrzehnte vom Dualismus zwischen dem Staat Kalifornien und dem Bund geprägt, allerdings mit einer wesentlich stärker technologie- und innovationszentrischen Logik als in Europa. In China erfolgt der Abgleich konkurrierender Ziele und Interessen - von der Sicherung der Akzeptanz des politischen Systems, über die binnen- und außenwirtschaftlichen Ziele bis hin zu Umwelt- und Industriepolitik - dagegen nicht über die öffentliche und medial verstärkte Konkurrenz von Institutionen, Parteien und Personen, sondern innerhalb der Apparate von Partei und Verwaltung. -
6. Manager und Politiker
Thomas BeckerDer Fachtext beleuchtet das komplexe Verhältnis zwischen der Automobilindustrie und der Politik, insbesondere die zunehmende Regulierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Unternehmen. Die Autoindustrie wird heute stärker als je zuvor von politischen Vorgaben beeinflusst, was zu einer Verlagerung der Rolle von Unternehmen von Subjekt zu Objekt führt. Die Legitimation unternehmerischen Handelns wird durch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und die Fähigkeit, politische Ziele zu erfüllen, bestimmt. Die Automobilindustrie muss sich anpassen, um politische Interventionen zu vermeiden und gleichzeitig ihre Zukunftsfähigkeit zu sichern. Der Text untersucht auch die Rolle von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung als Legitimationsfaktoren und die Bedeutung von Managementkompetenz und Innovation in der Branche. Die politische und mediale Landschaft in verschiedenen Ländern wie den USA, China und Europa wird ebenfalls berücksichtigt, um die unterschiedlichen Herausforderungen und Chancen für die Industrie zu verstehen. Der Fachtext bietet tiefgehende Einblicke in die strategischen Überlegungen und Herausforderungen der Automobilindustrie in einer sich schnell verändernden politischen und regulatorischen Umgebung.KI-Generiert
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ZusammenfassungKonzeptioneller Rahmen - Unternehmensführung im politischen Kontext: Die Fähigkeit, die Legitimität des eigenen Handels und das Vertrauen in das eigene „Wollen“ und das „Können“ bei der Erfüllung gesellschaftlicher Erwartungen abzusichern, ist zum Engpassfaktor für die Automobilindustrie geworden. Die Berufung auf den marktwirtschaftlichen Ordnungsrahmen reicht ebenso wenig aus, wie der bloße wirtschaftliche Erfolg und die Sicherheit von Arbeitsplätzen. Vielmehr ist die Fähigkeit zur Transformation angesichts umfassend veränderter Umfeldbedingungen zur Voraussetzung für eine Einwirkungsmöglichkeit auf politische Prozesse geworden. Die Glaubwürdigkeit der Führung ist stärker gefordert denn je – und ihr Verlust hat schwerere Folgen als früher (siehe Volkswagen). Dabei ist eine bloße Anpassung im Modus des „Müssens“ im Verhältnis zur Politik immer weniger tragfähig – es geht um glaubwürdiges „Wollen“ auch unter Inkaufnahme unternehmerischer Risiken. -
7. Handels- und Standortpolitik
Thomas BeckerDas Kapitel 'Handels- und Standortpolitik' untersucht die volkswirtschaftlichen Effekte der Automobilindustrie und die gezielte Industriepolitik, die Regierungen weltweit betreiben, um Investitionen und Arbeitsplätze in ihre Länder zu locken. Die Automobilindustrie ist aufgrund ihrer hohen Sichtbarkeit und der attraktiven Bedingungen für lokale Beschäftigte besonders von Regierungen begehrt. Seit Beginn des Automobils wurden gezielte Industriepolitiken entwickelt, um die Entwicklung des Sektors im eigenen Land voranzutreiben. Weltweit kämpfen Regierungen um die größte Wertschöpfung in ihrem Land, was zu protektionistischen Maßnahmen führt. Die Automobilindustrie ist stark reguliert, was als Einfallstor für protektionistische Maßnahmen genutzt wird. China hat in den letzten Jahren einen fundamentalen Wandel in seiner Politik vollzogen, um seine eigene Automobilindustrie zu stärken. Die USA haben unter Präsident Trump eine aggressive Handelspolitik verfolgt, die den globalen Handel beeinflusst hat. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die Automobilindustrie stark betroffen. Die EU hat ebenfalls mit protektionistischen Maßnahmen reagiert, um ihre Industrie zu schützen. Der Brexit hat die Automobilindustrie in Großbritannien und Europa stark beeinflusst. Die Zukunft der Automobilindustrie hängt von den Entwicklungen in der Klima- und Technologiepolitik ab. Die Handels- und Standortpolitik der Zukunft wird zwangsläufig in ihrem Verhältnis zu Verkehrs-, Klima- und Technologiepolitik gesehen.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Handels- und Standortpolitik: Die Automobilindustrie ist durch ihren hohen Beschäftigungs- und Investitionsmultiplikator früh zu einem Schwerpunkt nationaler Industriepolitik und des Wettbewerbs der Staaten geworden. Zugleich stand sie schon früh im Mittelpunkt handelspolitischer Auseinandersetzungen. Zölle und technische Handelshemmnisse spielten bei der Ansiedlung von Automobilproduktion weltweit eine erhebliche Rolle. Nach dem Ende der WTO-Liberalisierungsrunde hat vor allem die erfolgreiche Lokalisierungspolitik Chinas eine Vielzahl von Nachahmern insbesondere in Schwellenländern gefunden. Eine Zuspitzung und national-symbolische Aufladung von Automobilthemen erfolgte mit der handelspolitischen Kehrtwende der Trump-Administration. Sie betraf die Autoindustrie ganz direkt transatlantisch, aber auch indirekt in der Auseinandersetzung mit China. Parallel stellte der Brexit die in der Europäischen Union selbst geschaffenen Grundlagen des Zugangs zum gemeinsamen Markt infrage. In der Zukunft wird die Kontrolle von technologischen Schlüsselkompetenzen bis hin zum Management des Verkehrssystems zu einem neuen Feld der handels- und standortpolitischen Auseinandersetzung. Die Durchsetzung der umweltpolitischen Ziele der EU mit handelspolitischen Mitteln könnte ein weiteres neues Konfliktfeld eröffnen. -
8. Produktpolitische Evolution
Thomas BeckerDas Kapitel 'Produktpolitische Evolution, Politik und Mobilität – Grunddesigns' untersucht die historische Entwicklung der politischen Interventionen im Bereich Automobilität und deren Auswirkungen auf Sicherheit, Umwelt und Klima. Es beleuchtet die verschiedenen Ansätze und Herausforderungen, die Regierungen weltweit bei der Gestaltung der Mobilitätspolitik bewältigen mussten. Die politischen Maßnahmen reichen von restriktiven Verboten bis hin zu motivierenden Förderungen und kombinieren verschiedene Strategien zur Anpassung der Industrie und der Kunden. Besonders interessant ist die detaillierte Analyse der unterschiedlichen politischen Ansätze in den USA, Europa und China sowie die Darstellung der technologischen und gesetzgeberischen Entwicklungen im Bereich der Automobilproduktion. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Gesellschaft und zeigt auf, wie sich die politischen Rahmenbedingungen auf die Entwicklung der Automobiltechnologie ausgewirkt haben.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Produktpolitik im Überblick: Die politische Umgestaltung des Produkts Automobil vollzieht sich in zwei Dimensionen. Angebots- und nachfragezeitige Interventionen können in unterschiedlichen Ausprägungen miteinander kombiniert werden. In beiden gibt es die Alternative von restriktiven und motivationsorientierten Maßnahmen. Die produktpolitische „Evolution“ begann im Handlungsfeld Sicherheit, entwickelte einen zweiten Schwerpunkt bei der Bekämpfung von Luftschadstoffen und wird aktuell von der Klimapolitik dominiert. Zugleich wechselten weltweit die Treiberrollen: Fahrzeugsicherheit und Schadstoffbegrenzung wurden in den USA zuerst vorangetrieben. Die EU führte bei der Entwicklung von Flottenregulierungen zur Senkung des CO2-Ausstoßes. Den Anschub zur Elektrifizierung als Lösungspfad für Schadstoffe und Klima zugleich gaben dagegen Kalifornien und China. -
9. Klimapolitik – Was bisher geschah
Thomas BeckerDie Klimapolitik hat die Autoindustrie tiefgreifend verändert, insbesondere durch die Einführung des Kyotoprotokolls und die daraus resultierenden Klimaschutzmaßnahmen. Diese Maßnahmen umfassen technische Auflagen, Steuererhöhungen und die Förderung regenerativer Energien. Die EU hat durch den Emissionshandel und die Regulierung von CO2-Emissionen bei Autos neue Standards gesetzt, während die USA und China eigene, oft restriktivere Maßnahmen eingeführt haben. Die Autoindustrie musste sich an diese Vorgaben anpassen, was zu erheblichen technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen führte. Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und anderen umweltfreundlichen Technologien wurde vorangetrieben, während konventionelle Fahrzeuge zunehmend restriktiven Vorschriften unterlagen. Die politischen und industriellen Debatten waren oft kontrovers und führten zu unterschiedlichen Ansätzen in den verschiedenen Regionen. Der Beitrag beleuchtet die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Technologie und zeigt auf, wie die Klimapolitik die Zukunft der Automobilindustrie prägt.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Evolution der globalen Klimapolitik: Die imperative des Klimaschutzes wirken sich fundamentaler auf das Automobil aus als alle vorangegangenen Politiken. Die Automobilindustrie gehört nicht nur zu den wichtigsten CO2-Emittenten, sondern befindet sich auch in einer ganz spezifischen politischen Konstellation im Vergleich zu anderen Wirtschaftssektoren. Automobil-Klimapolitik war von Anfang an industriepolitisch überlagert und daher konfliktbehafteter als die Themen Sicherheit und Schadstoffe. Während in der EU über mehrere Regulierungsrunden hinweg nationale Interessen (vor allem Deutschlands und Frankreichs) konkurrierten, war in der US-Debatte das Selbstverständnis und der umweltpolitischen Gestaltungsanspruch des Bundesstaates Kalifornien die treibende Kraft. Hier wurde auch der die heutige Diskussion bestimmende Schwenk von einer technologieneutralen Regulierungslogik zur Erzwingung neuer Antriebsformen vollzogen. Die Übernahme dieses Ansatzes durch China hat Klimaschutz zum integralen Bestandteil der industriepolitischen Agenda gemacht. Elektrifizierung ist ein Kernelement der Strategie für eine weltweite Expansion der chinesischen Automobilindustrie. -
10. CO2 – aktuelle Debatten im Vergleich
Thomas BeckerDer Fachtext behandelt die Entwicklungen und Debatten rund um die CO2-Gesetzgebung im Automobilsektor seit 2006, mit einem besonderen Fokus auf die Unterschiede zwischen den USA, der EU und China. In den USA entwickelten sich die Dinge seit 2019 auseinander, als die Trump-Administration die CO2-Ziele der Obama-Ära revidierte und eine neue, weniger strenge Gesetzgebung einführte. In der EU begann die Diskussion über die CO2-Ziele für 2025 und 2030 bereits 2017, wobei die Kommission einen evolutionären Ansatz verfolgte, der jedoch von einigen Mitgliedstaaten als zu wenig ambitioniert angesehen wurde. China hingegen verfolgte seit 2018 eine Politik zur Förderung von Elektrofahrzeugen, die jedoch noch nicht die gewünschten Ergebnisse erzielte. Der Text analysiert die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in diesen Regionen und deren Auswirkungen auf die Automobilindustrie und die Klimapolitik. Besondere Aufmerksamkeit wird den Herausforderungen und Chancen gewidmet, die sich aus den unterschiedlichen regulatorischen Ansätzen ergeben. Der Fachtext bietet eine umfassende und detaillierte Analyse der komplexen Dynamiken in der globalen Automobilindustrie und der damit verbundenen Klimapolitik.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – State of Play CO2: Die Debatte um einen Ausstiegsplan aus der Verbrennertechnologie wird unter der Überschrift des „Green Deal“ (mit der Corona-Krise als Beschleuniger) die bestimmende Debatte in Europa in den kommenden Jahren sein. Dabei wird auch die Zukunft von Alternativpfaden wie Wasserstoff und synthetischen Kraftstoffen verhandelt. In den USA hat die Konfrontation zwischen der Trump-Administration und dem Staat Kalifornien über die bisherige Flotten-CO2-Logik zu einer offenen Spaltung der Automobilindustrie zwischen beiden Lagern geführt. Für die Biden-Administration wird das Verhältnis zwischen den inzwischen angekündigten Verbrenner-Ausstiegsplänen Kaliforniens und einem künftigen bundesgesetzlichen Rahmen zur zentralen Herausforderung. China hat derweil in punkto Volumen die Führungsrolle im Bereich elektrischer Mobilität übernommen und zugleich als erster Markt den Einstieg in eine Effizienzregulierung für elektrische Fahrzeuge anstelle einer reinen, mit steigender Elektrifizierung immer fragwürdigeren CO2-Logik eröffnet. Die Debatte darüber, mit welcher alternativen Steuerungslogik Energieeffizienz und indirekter Klima-Fußabdruck von Autos ohne eigene Emissionen gesteuert werden können, ist zentral für den künftigen politischen globalen Konzeptwettbewerb -
11. Luftqualität
Thomas BeckerDas Kapitel behandelt die komplexen Entwicklungen und regulatorischen Debatten rund um die Luftqualität und Autoabgase in den letzten Jahrzehnten. Es beginnt mit der Annahme, dass die CO2-Regulierung das dominierende Thema der regulatorischen Debatte um das Automobil sein würde, und zeigt, wie sich diese Annahme als falsch erwies. In den Jahren 2015-2019 eskalierte die Debatte um Autoabgase in Deutschland, insbesondere durch den VW-Skandal, der zu erheblichen politischen und öffentlichen Reaktionen führte. Die Automobilindustrie wurde pauschal als Feind dargestellt, und der Skandal hatte weitreichende Auswirkungen auf die politische und gesellschaftliche Wahrnehmung der Branche. Das Kapitel analysiert die politischen und technischen Herausforderungen, die zur Entwicklung des VW-Skandals führten, und die daraus resultierenden Maßnahmen und Reaktionen. Es wird auch auf die Rolle der Umweltorganisationen und der Medien eingegangen, die die öffentliche Debatte und die politischen Entscheidungen maßgeblich beeinflussten. Besonders hervorgehoben wird die Diskrepanz zwischen den erwarteten und tatsächlichen Emissionswerten und die daraus resultierenden Fahrverbote und anderen regulatorischen Maßnahmen. Das Kapitel endet mit einer Reflexion über die Lehren aus der Dieseldebatte und die Notwendigkeit einer besseren Zusammenarbeit zwischen Politik, Industrie und Umweltorganisationen, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Luftqualität: Der VW-Abgasskandal hat in Europa jahrelang die Debatte um die Weiterentwicklung der Schadstoffanforderungen an die Verbrennungsmaschine bestimmt und zugleich die Elektrifizierungsagenda deutlich beschleunigt. Anders als in den USA und China hat die fehlende Synchronisierung zwischen fahrzeugseitigen Emissionsanforderungen auf der einen, Vorgaben für die in Städten zu erreichenden Immissionsniveaus auf der anderen Seite zu einer Zuspitzung der Debatte bis hin zur Androhung weitgehender Fahrverbote beigetragen. Die relative Entspannung im Corona-Jahr 2020 ist der auch durch zusätzliche Anreize beschleunigten Durchdringung des Fahrzeugbestands mit neueren und zunehmend elektrischen Fahrzeugen zu verdanken. Gerade in Deutschland stellen die vergangenen fünf Jahre allerdings eine erhebliche politische Hypothek nicht nur für die Industrie, sondern auch für die politischen Entscheider dar. Und sie zeigen die Grenzen der etablierten Gesetzgebungsverfahrens beim Management eines komplexen urbanen Verkehrssystems auf. -
12. Elektromobilität
Thomas BeckerDas Kapitel untersucht die strukturellen und politischen Parallelen zwischen der Automobilindustrie und der Energiewirtschaft im Hinblick auf die Klimapolitik. Die Debatte über die Effizienzsteigerung von Verbrennungsmotoren ist in beiden Sektoren überholt, und die Diskussion konzentriert sich nun auf die Ersetzung der Basistechnologie. Die Automobilindustrie steht vor der Herausforderung, politisch erzwungene Umstellungen auf Elektromobilität zu bewältigen, während die Energiewirtschaft bereits seit Jahren mit ähnlichen Anforderungen konfrontiert ist. Die politische Auseinandersetzung in der Automobilindustrie dreht sich um die Frage nach der Basistechnologie, ähnlich wie bei der Ersetzung von fossilen Kraftwerken durch erneuerbare Energien. Die Unterschiede zwischen den beiden Sektoren liegen in der Homogenität der Produkte: Strom ist homogen, während Elektrofahrzeuge vielfältige Parameter aufweisen. Die politischen und industriellen Herausforderungen sind jedoch ähnlich, da beide Sektoren vor der Aufgabe stehen, die Kunden von der Überlegenheit neuer Technologien zu überzeugen. Der Beitrag analysiert die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die notwendig sind, um die Elektrifizierung der Automobilindustrie voranzutreiben, und diskutiert die Rolle von Infrastruktur und Kundenakzeptanz. Besonders interessant ist die Betrachtung der Unterschiede zwischen verschiedenen Märkten, wie Kalifornien und Europa, und die politischen Maßnahmen, die in diesen Regionen ergriffen wurden, um die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen zu fördern. Der Text bietet eine umfassende Perspektive auf die komplexen Wechselwirkungen zwischen Politik, Industrie und Kunden bei der Transformation der Automobilindustrie hin zur Elektromobilität.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Elektromobilität: Die Elektrifizierung des Antriebs ist nicht nur eine technische Umstellung, wie etwa die von Kohle auf Windkraft. Sie ist ein unmittelbar den Kunden mit seinen Erwartungen an das Auto betreffender Wandel mit fundamental neuen Anforderungen an die Grundinfrastruktur des Automobils. Zugleich wird die Wettbewerbslandschaft innerhalb der Industrie verändert. Mit dem kalifornischen ZEV-Mandat und dem dort eingebauten Kredit-Handelsmechanismus wurde Tesla überhaupt erst ermöglicht. Für die etablierten Automobilhersteller ist die Transition in den elektrischen Antrieb zugleich zur größten strategischen Herausforderung geworden. Trotz der aktuellen Beschleunigung der Elektrifizierung sind die Voraussetzungen für einen nachhaltigen, dauerhaften Hochlauf unsicher. Die Ladeinfrastruktur ist in weiten Teilen der EU unzureichend, verbindliche Anforderungen an Staaten, Regionen und Städte fehlen. Diese entscheiden aber darüber, ob und wie schnell Elektrifizierung auf den CO2-Fußabdruck der europäischen Bestandsflotte durchschlägt oder aber ob eine aggressive angebotsseitige Politik an fehlender Symmetrie auf Nachfrageseite scheitert. Die Ansiedlung von und die umweltpolitischen Anforderungen an die Batterieproduktion in Europa sind zugleich zum Schnittpunkt von Umwelt- und Industriepolitik geworden. -
13. Digitalisierung
Thomas BeckerDie Digitalisierung hat die Automobilindustrie tiefgreifend verändert, indem sie neue Möglichkeiten für vernetzte Fahrzeuge und autonome Fahrsysteme eröffnet. Die Nutzung von Daten und digitalen Diensten im Automobilbereich hat sowohl wirtschaftliche als auch politische Implikationen. Die Mobilitätsdienste der Zukunft, wie Car Sharing und Ride Hailing, stellen traditionelle Verkehrsmittel in Frage und erfordern eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik. Autonomes Fahren bringt neue rechtliche und technische Herausforderungen mit sich, die von der Politik adressiert werden müssen. Die europäische Industriepolitik steht vor der Aufgabe, sich in einem globalen Wettbewerb um die Vorherrschaft in der Automobiltechnologie zu behaupten, während die USA und China bereits strategische Maßnahmen ergreifen. Die Zukunft der Mobilität wird von der Balance zwischen technologischer Innovation und regulatorischer Kontrolle bestimmt.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder - Digitalisierung: Digitale Technologien und auf ihnen aufbauende Geschäftsmodelle verändern das Automobil von außen. Es wird zum Marktplatz für digitale Dienstleistungen, der Betrieb von Autos wird zugleich um Dienstleistungsoptionen jenseits von Taxi, Mietwagen und öffentlichem Verkehr erweitert. Und die Ersetzung des Fahrers als alleinigem Entscheidungsträger für das Wo? Wohin? Wann? Wie schnell? des Autofahrens wird zur Option. Alle drei Momente erfordern politische Gestaltung, die von der rechtlichen Ermöglichung neuer technischer Optionen bis hin zur Regulierung des Verkehrs mit völlig neuen Managementoptionen reicht. Dazu gehört eine Marktordnungspolitik mit Rechten und Pflichten etablierter und neuer Akteure am Markt, aber auch die Regelung der Zugriffsrechte auf die in Fahrzeugen erzeugten Daten. Schließlich wird Politik darüber entscheiden, ob das „autonome“ Fahren letztlich faktische „Fernsteuerung“ bedeuten wird. Vieles spricht dafür, dass China in diesem Handlungsfeld ein mindestens so starker Treiber sein wird wie die US-Industrie. Zugleich wird für Europa die Rolle als Austragungsort eines amerikanisch-chinesischen Technologie- und Systemwettbewerbs erstmals in der automobilen Geschichte zu einem realen Szenario - ungeachtet der politischen Beschwörung „digitaler Souveränität“. -
14. Städte – Brennpunkte und Kampfplätze
Thomas BeckerDer Fachbeitrag untersucht die zunehmende Bedeutung der Städte für die Automobilindustrie, insbesondere im Hinblick auf die wachsende Urbanisierung und die damit verbundenen Herausforderungen. Mit 55% der Weltbevölkerung in Städten lebend und einer Prognose von 68% bis 2050, spielen Städte eine entscheidende Rolle für die Mobilitätsbedürfnisse der Menschen. Der Beitrag diskutiert die politischen Debatten und technologischen Innovationen, die in städtischen Räumen entstehen, und analysiert die sozialen und ökologischen Auswirkungen der städtischen Mobilität. Es wird aufgezeigt, wie politische Entscheidungen und technologische Lösungen die Mobilität in Städten beeinflussen und welche Rolle Städte bei der Umsetzung neuer Mobilitätskonzepte spielen. Besonders hervorgehoben werden die Chancen und Grenzen von Maßnahmen wie Fahrverbote, City-Maut und die Förderung von Elektromobilität. Der Beitrag betont die Notwendigkeit einer integrierten und nachhaltigen Verkehrspolitik, die sowohl ökologische als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Die Analyse zeigt, dass die Zukunft der urbanen Mobilität von der Fähigkeit abhängt, innovative Lösungen zu entwickeln und umzusetzen, die sowohl die Bedürfnisse der Bürger als auch die ökologischen Ziele erfüllen.KI-Generiert
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ZusammenfassungPolitische Handlungsfelder – Urbane Mobilität: Die Städte sind der „Ballungsraum“ der Überlastung des Verkehrssystems und der Umweltauswirkungen der Mobilität. Viele Metropolen sehen sich zugleich als Treiber der klimapolitischen Veränderung. Mobilitätsdienstleistungen („car as a service“ und „on demand mobility“) zielen vor allem auf das urbane Kundenpotenzial, haben aber bisher die umfassenden Versprechungen für eine nachhaltigere Mobilität nicht einlösen können. Umgekehrt hat auch der durch Corona beschleunigte Schub in Richtung von Beschränkungen des Verkehrsraums mit den „analogen“ Mitteln von „Blech am Straßenrand“ und „Farbe auf Asphalt“ nicht zu einer nachhaltigen Veränderung des Mobilitätsverhaltens geführt. Die These lautet daher, dass die sehr unterschiedliche Motivationen für die Nutzung eines Autos im städtischen Raum mit dem etablierten Instrumentarium nicht wirksam adressiert werden können. Stattdessen muss das mit digitalen Technologien geschaffene Potenzial weit differenzierterer Anreiz- und Steuerungssysteme genutzt werden, um individuelle Mobilität mit deutlich verringerten Belastungen für die Städte zu ermöglichen. Im Vergleich zu den USA und China weitet sich jedoch in Europa die Lücke zwischen einem behaupteten politischen Gestaltungsanspruch auf der einen, unzureichender instrumentell–technologischer Kompetenz auf der anderen Seite. -
15. Neue Zusammenhänge – die ersten drei T-Kreuzungen
Thomas BeckerDer Fachtext beleuchtet die tiefgreifenden Veränderungen in der politischen und industriellen Landschaft durch neue Technologien im Bereich der Mobilität. Besonders hervorgehoben werden die Wechselwirkungen zwischen Umwelt-, Handels- und Technologiepolitik, die sich durch die Einführung von Elektrofahrzeugen und autonomem Fahren ergeben. Diese Veränderungen erfordern eine Neuausrichtung der politischen und industriellen Strategien, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Der Beitrag analysiert, wie sich die politischen und industriellen Akteure auf diese neuen Realitäten einstellen müssen und welche strategischen Entscheidungen getroffen werden müssen, um erfolgreich zu bleiben. Dabei wird auch die globale Dimension betrachtet, insbesondere die Rolle der USA und Chinas in diesem Kontext. Der Fachtext bietet eine detaillierte Analyse der politischen und wirtschaftlichen Implikationen dieser Veränderungen und zeigt auf, welche Chancen und Risiken sich daraus ergeben.KI-Generiert
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ZusammenfassungSchlussfolgerungen – Ende der Silos: Die zuvor dargestellten Handlungsfelder überlappen sich zunehmend. Industriepolitische Entscheidungen Chinas und der USA beeinflussen das Mobilitätssystem in Europa. Vernetzung wird erfolgsentscheidend für die Umstellung von Antriebssystemen. Die industrielle Wertschöpfungskette verändert sich mit einer neuen Rollenverteilung der Hauptmärkte. Handels- und Standortpolitik wird mit der Machtverteilung im Mobilitätssystem und dessen Schlüsseltechnologien gemacht. Europa steht vor der Herausforderung, diese Themen in ihrer Interaktion zu analysieren und die richtigen Entscheidungen zu treffen - an drei „T-Kreuzungen“: Erstens ist zu entscheiden ob technische Angebotsregulierung der einzige EU-weite Pfad für die Umstellung der Antriebssysteme bleibt. Oder ob dieser die letzten zwei Jahrzehnte dominierende Weg durch eine breitere Strategie ersetzt wird, welche die Nachfrageseite integriert und dabei die staatlichen Ebenen der EU verklammert. Zweitens geht es um die Definition der Spielregeln und damit die Machtverteilung im künftigen Mobilitätssystem und die Wahl zwischen dem bloßen Reagieren auf neue Technologien und Geschäftsmodelle oder einer gestaltenden, eigenen politischen Strategie. Drittens muss Europa wählen zwischen der Akzeptanz einer dominierenden Rolle der USA und Chinas (und dem Versuch, mit diesen gemeinsame Regeln zu vereinbaren) und der Durchsetzung des Anspruchs auf eigene Gestaltungsfähigkeit - auch unter Inkaufnahme von Konflikten. -
16. Der Mindset entscheidet – wo es „hakt“
Thomas BeckerDas Kapitel befasst sich mit der Bedeutung des Mindsets in Zeiten tiefgreifender Veränderungen und der Frage, wie Akteure die Zukunft gestalten. Es wird untersucht, wie neue Möglichkeiten aus der Perspektive der Vergangenheit betrachtet werden und welche ideologischen Vorbehalte bestehen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Überwindung von Ideologie durch Innovation und Pragmatismus geschenkt. Die Autoren analysieren, wie fundamentale Unsicherheiten und die Einflussnahme auf das Kundenverhalten die Erfolgsfaktoren politischer Interventionen beeinflussen. Die technologische Entwicklung wird als weniger vorhersagbar und vorschreibbar dargestellt, was neue regulatorische Ansätze erfordert. Die Zunahme der beteiligten Akteure und die Verlagerung von Entscheidungen auf lokale Ebenen werden als Herausforderungen für die politische Gestaltung identifiziert. Das Kapitel schließt mit der Forderung nach neuen Interaktions- und Entscheidungsformen, die den sich verändernden Bedingungen gerecht werden und die Legitimität politischer Entscheidungen sichern.KI-Generiert
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ZusammenfassungSchlussfolgerungen – Hindernisse: In mehreren Handlungsfeldern haben die politisch-historischen Prozesse der letzten Jahrzehnte erhebliche Hypotheken hinterlassen, die neuen wirksameren Lösungen im Wege stehen. Die Grenzen der Legitimierbarkeit analoger, restriktiver Interventionen, die ideologische Beschränkung des Lösungsraums, die Zuspitzung und Verengung auf einzelne Instrumente, aber auch die gemessen an der technologischen Entwicklung zu niedrige Geschwindigkeit des politischen „Designprozesses“ erfordern die Überprüfung des eigenen Handelns von allen am politischen Prozess Beteiligten. Und sie verlangen die Öffnung der Debatte für Innovationen im politisch-institutionellen Bereich, aber auch bei der Weiterentwicklung des administrativ-regulatorischen Werkzeugkastens. -
17. Politisch-Instrumentelle Innovation oder Stagnation
Thomas BeckerDas Kapitel beleuchtet die politischen und instrumentellen Herausforderungen, die Europa bei der Gestaltung der Mobilität in der eigenen Region und global begegnet. Es betont die Notwendigkeit, Entscheidungen auf EU-Ebene zu treffen, um die Vorteile des Binnenmarkts zu erhalten, und diskutiert die Rolle der Mitgliedsstaaten und Kommunen. Die Autoren analysieren die Möglichkeiten und Grenzen der politischen Steuerung und die Notwendigkeit, einheitliche Regeln zu schaffen, um die Effektivität und Effizienz der Verkehrspolitik zu gewährleisten. Besonders interessant ist die Diskussion über neue technologische Instrumente und deren Integration in die politische Steuerung, sowie die Möglichkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Instrumente auf verschiedenen politischen Ebenen.KI-Generiert
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ZusammenfassungSchlussfolgerungen – politisches Mehrebenenmodell und neue Instrumente: Die letzten beiden „T Kreuzungen“ der europäischen Politik betreffen ihren „Modus Operandi“. Es ist an der vierten Kreuzung zu entscheiden, ob die Umgestaltung des Mobilitätsystems im offenen Wettbewerb unabgestimmter lokaler, regionaler und nationaler Politiken erfolgt, und so den in Jahrzehnten realisierten Binnenmarkt für Automobile und deren Nutzung nachhaltig infrage stellt. Oder ob ein europäischer Rahmen Spielregeln setzt, die mit hinreichender Flexibilität durch die Mitgliedsstaaten und die Kommunen ausgefüllt werden. Schließlich geht es an der fünften Weggabelung darum, ob die bisherige Dominanz von analogen Ge- und Verboten mit wenigen Inseln starrer Maut-Systeme um ein differenziertes, digitales Ordnungs- und Bepreisungssystem ergänzt wird. Dieses könnte in flexibler, lokal anpassungsfähiger und für die Bürger nachvollziehbar Form die Nutzung knapper öffentlicher Güter effizienter als heute steuern. Hinzu kommt die Frage, ob der politische Prozess um zusätzliche Dialogformate zwischen entscheidenden Stakeholdern auf der einen Seite, neue Möglichkeiten für unmittelbare digitale Bürgerpartizipation andererseits, ergänzt wird. Dabei ist auch zu entscheiden, ob die heute bestehenden Bremsfaktoren für die Nutzbarkeit von Mobilitätsdaten erweitert werden oder nicht. -
18. Zum Schluss
Thomas BeckerDas Kapitel untersucht die politischen Einflüsse auf die Automobilindustrie und die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen. Es analysiert die Rolle des Autos im politischen Prozess und die notwendigen Anpassungen der Industrie an neue politische Rahmenbedingungen. Besonders hervorgehoben wird die zunehmende Bedeutung der Klimapolitik und die damit verbundenen Restriktionen für die Automobilindustrie. Die Autoren betonen die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Industrie, um gemeinsame Ziele zu erreichen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie zu sichern. Zudem wird die Rolle des Managements in der Automobilindustrie beleuchtet, das sich anpassen muss, um in der sich schnell verändernden politischen und technologischen Landschaft erfolgreich zu bleiben. Das Kapitel schließt mit der Feststellung, dass die Zukunft der Automobilindustrie stärker denn je von politischen Entscheidungen abhängt und dass Unternehmen und Politik gemeinsam an Lösungen arbeiten müssen, um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.KI-Generiert
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ZusammenfassungSchlussfolgerungen – gegenseitige Abhängigkeit und Führung: Alle anstehenden Weichenstellungen haben eines gemeinsam - die Abhängigkeit der Automobilindustrie von der politischen Entwicklung steigt in historisch beispiellosem Umfang. Umgekehrt übernimmt die Politik in ebenso beispielloser Weise die Haftung für die Zukunft ihres wichtigsten Industriesektors. Angesichts ebenso neuartiger potentieller Abhängigkeitsverhältnisse zu den großen globalen Wettbewerbern China und den USA wird die Schaffung von neuem Vertrauen zwischen Politik und Industrie zu einem entscheidenden Erfolgs- und Misserfolgsfaktor für die EU. Diese Umbruchphase und die mit ihr einhergehende Verunsicherung bisher sicherer Fundamente für das Handeln von Unternehmen verlangt auch von deren Management ein anderes Agieren und vor allem eine andere, glaubwürdigere Haltung - gegenüber Öffentlichkeit und Politik aber auch gegenüber den eigenen Mitarbeitern.
- Titel
- Autopolitik
- Verfasst von
-
Dr. Thomas Becker
- Copyright-Jahr
- 2021
- Electronic ISBN
- 978-3-658-32880-1
- Print ISBN
- 978-3-658-32879-5
- DOI
- https://doi.org/10.1007/978-3-658-32880-1
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