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Der Einfluss der 3D-Technologie auf sozialen Wohnungsbau und Wohnraummangel in Deutschland

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Der Einsatz von 3D-Druck in der Baubranche ist auf dem Vormarsch. So werden mittlerweile bereits komplette Häuser mittels 3D-Druck Technologie gefertigt. Aber kann diese Technologie auch einen sinnvollen Beitrag dazu leisten dem Angebotsdefizit von bezahlbarem Wohnraum entgegenzuwirken?Diese Thesis führt in die Grundlagen des 3D-Drucks ein, anlysiert den aktuellen Immobilienmarkt und den sozialen Wohnungsbau und führt eine vergleichende Baukalkulation zwischen dem konventionellen Bau und einem 3D-Druck in Betonausführung durch, um diese Fragestellung näher zu beleuchten.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. Kapitel 1. Einleitung

    Lisa Niederhaus
    Der Beitrag beleuchtet die Problematik des Wohnraummangels in Deutschland und untersucht, wie die 3D-Drucktechnologie als innovative Lösung beitragen könnte. Es wird die Herstellung von Immobilien mittels 3D-Druck hinsichtlich Kosten- und Zeitersparnis gegenüber konventionellen Bauweisen analysiert. Die Auswirkungen auf den sozialen Wohnungsbau und die potenziellen Vorteile für benachteiligte Bevölkerungsschichten werden detailliert erörtert. Durch eine hermeneutische Vorgehensweise und die Einbeziehung von Expertenmeinungen wird eine fundierte Bewertung der Zukunftsfähigkeit dieser Technologie im deutschen Immobilienmarkt gegeben.
  3. Kapitel 2. Definitionen und Grundlagen

    Lisa Niederhaus
    Das Kapitel bietet eine umfassende Einführung in die technologischen und bauplanerischen Grundlagen des 3D-Drucks im Bauwesen. Es erläutert die verschiedenen additiven Fertigungsverfahren, wie den 3D-Druck und das Stereolithografie-Verfahren, sowie spezielle Extrusionsverfahren wie Contour Crafting. Die Betontechnologie wird ebenfalls detailliert behandelt, wobei die Anforderungen und Grenzwerte der Materialeigenschaften gemäß den Normen DIN EN 206-1 und DIN 1045-2 erläutert werden. Das Building Information Modeling (BIM) wird als essentielle digitale Gebäudeplanung vorgestellt, die die Effizienz und Produktivität im Bauprozess steigert. Zudem wird die Baukostenkalkulation gemäß der Norm DIN 276 und den Kostenkennwerten des Baukosteninformationszentrums (BKI) behandelt. Das Kapitel schließt mit einer Einführung in die Grundlagen des Immobilienmarktes und des sozialen Mietwohnungsbaus, wobei die Charakteristika und Besonderheiten dieser Märkte detailliert dargestellt werden.
  4. Kapitel 3. Wohnimmobilienmarkt in Deutschland

    Lisa Niederhaus
    Das Kapitel analysiert die Entwicklung des deutschen Wohnimmobilienmarktes, indem es das Angebot und die Nachfrage nach Wohnungen untersucht. Es wird festgestellt, dass der Bestand an Wohnungen in Deutschland seit den 1980er Jahren nur marginal gestiegen ist, während die Neubautätigkeit stark schwankt. Die Nachfrage nach Wohnraum ist besonders in wirtschaftlich starken Regionen hoch, was zu einem Wohnraummangel in diesen Gebieten führt. Politische Maßnahmen wie Enteignungen, Wohngeld und Baukindergeld sollen dem entgegenwirken. Der soziale Wohnungsbau wird ebenfalls detailliert betrachtet, wobei ein Rückgang der Sozialwohnungen und ein steigender Bedarf festgestellt werden. Das Kapitel schließt mit Vorschlägen zur Neubauoffensive und einer Novellierung der Bindungsregelungen, um die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum zu sichern.
  5. Kapitel 4. 3D-Druck Wohnimmobilien

    Lisa Niederhaus
    Das Kapitel beleuchtet die innovative Anwendung von 3D-Drucktechnologie im Bauwesen, insbesondere den Einsatz von Beton für den Druck von Wohnimmobilien. Es werden verschiedene Baustoffmischungen und Druckverfahren vorgestellt, darunter der BOD2-Drucker und das CONPrint3D-System. Die Herausforderungen und Vorteile dieser Technologie werden diskutiert, einschließlich der Einsparungen bei Bauzeit und -kosten sowie der rechtlichen und technischen Hürden. Ein Vergleich zur konventionellen Bauweise und eine Kostenanalyse runden das Kapitel ab.
  6. Kapitel 5. Praxisbeispiele 3D-Druck-Immobilien

    Lisa Niederhaus
    Das Kapitel präsentiert zwei bemerkenswerte Praxisbeispiele von 3D gedruckten Wohnimmobilien, die die Zukunftsfähigkeit dieser innovativen Bauweise untersuchen. Das erste Beispiel ist das größte 3D gedruckte Mehrfamilienhaus in Europa, das in Wallenhausen, Deutschland, errichtet wurde. Mit einer Fläche von fast 400 Quadratmetern und fünf Wohneinheiten, darunter eine Musterwohnung, zeigt dieses Projekt die Möglichkeiten des 3D-Drucks im Wohnungsbau. Das zweite Beispiel, die soziale Wohnung Yhnova in Nantes, Frankreich, ist das erste 3D gedruckte Haus, das real bewohnt wird. Dieses Projekt, das von einer Familie mit sozialem Berechtigungsstatus bezogen wird, demonstriert die Anwendung des 3D-Drucks im sozialen Wohnungsbau. Beide Projekte bieten Einblicke in die technischen und rechtlichen Herausforderungen sowie die Potenziale der additiven Fertigung im Bauwesen.
  7. Kapitel 6. Diskussion

    Lisa Niederhaus
    Der Fachbeitrag beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Immobilienmarktes in Deutschland, insbesondere die hohe Nachfrage nach Wohnraum und die regionalen Disparitäten. Während Ballungszentren und wirtschaftsstarke Regionen unter Wohnraumknappheit leiden, zeigen ländliche Gebiete und der Osten Deutschlands rückläufige Immobilienpreise und Leerstand. Die Analyse des sozialen Wohnungsbaus offenbart ebenfalls ein Angebotsdefizit, das durch politische Fördermaßnahmen ausgeglichen werden muss. Als innovative Lösung wird der 3D-Druck in Betonausführung vorgestellt, der trotz hoher Materialkosten Zeit- und Lohnkostenvorteile bietet. Die Studie identifiziert jedoch Forschungslücken und Herausforderungen, die noch überwunden werden müssen, um diese Technologie wettbewerbsfähig zu machen. Trotzdem wird ein zunehmendes Marktvolumen und eine hohe Wachstumsrate prognostiziert.
  8. Kapitel 7. Fazit und Ausblick

    Lisa Niederhaus
    Der Fachbeitrag untersucht die zunehmende Bedeutung von Immobilien als Investment und notwendiges Gut in allen Lebensbereichen. Ein Hauptproblem ist der Mangel an Wohnraum, insbesondere an bezahlbarem Wohnraum, der auf eine versäumte vorausschauende Planung zurückzuführen ist. Es werden erfolgsversprechende Maßnahmen vorgeschlagen, um diesen Mangel langfristig zu regulieren. Die Haupttreiber der Immobilienmarktentwicklung sind Bevölkerung und Wirtschaft, wobei ein Ost-West-Gefälle in Deutschland analysiert wird. Eine Marktverschiebung und politische Förderungen könnten hier Abhilfe schaffen. Die Digitalisierung im Bauwesen, insbesondere die 3D-Bauweise in Beton, wird als innovative Lösung diskutiert, die jedoch noch gesetzliche und praktische Hürden überwinden muss. Nachhaltigkeitsaspekte und die Realisierbarkeit in Krisengebieten bleiben offene Fragen, die weiterer Forschung bedürfen. Der Beitrag schließt mit der Einschätzung, dass die 3D-Bauweise derzeit noch ein Nischenmarkt ist, aber zukünftig bedeutenden Mehrwert bieten könnte.
  9. Backmatter

Titel
Der Einfluss der 3D-Technologie auf sozialen Wohnungsbau und Wohnraummangel in Deutschland
Verfasst von
Lisa Niederhaus
Copyright-Jahr
2022
Electronic ISBN
978-3-658-36758-9
Print ISBN
978-3-658-36757-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-36758-9

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