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2021 | OriginalPaper | Buchkapitel

3. Energiewende aus Sicht der Energie-, Umwelt- und Klimaschutz-Ökonomik

verfasst von: Thomas Göllinger

Erschienen in: Energiewende in Deutschland

Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden

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Zusammenfassung

Während die traditionelle industrieökonomische Perspektive aus Gründen der ökonomischen Effizienz auf die Internalisierung der externen Kosten fossiler Energien mittels Instrumenten der CO2-Bepreisung setzt und hierzu vor allem das System der Emissionszertifikate ausbauen möchte, bei gleichzeitiger Zurückdrängung prozesspolitischer Detailregulierungen, strebt die evolutorisch-systemische Perspektive eine größere Instrumentenvielfalt an, unter Wahrung bewährter ordnungsökonomischer Prinzipien. Hierbei spielen Phänomene der Pfadabhängigkeit ebenso eine Rolle wie Aspekte des systemischen Lernens und des Aufbaus einer problemadäquaten Transformations-Kompetenz. Am Beispiel der Photovoltaik kann dies besonders verdeutlicht werden. Solche Erkenntnisse und Konzepte spielen ebenso bei weiteren polit-ökonomischen Aspekten der Energiewende eine Rolle.
Fußnoten
1
Externe Effekte und deren Internalisierung mittels umweltökonomischer Instrumente werden i. d. R. in jedem Lehrbuch der Umweltökonomik behandelt; siehe z. B. Fees & Seelinger 2013.
 
2
In der Monopolstruktur hat sich so eine Mischkalkulation herausgebildet. Dieser Pfad wurde nach den Energiepreiskrisen der 1970er Jahre als Möglichkeit zu einer stärkeren Unabhängigkeit von teuren Erdölimporten gesehen („Weg-vom-Öl“-Strategie).
 
3
Zu bedenken ist darüber hinaus, dass es im Bereich der Energieerzeugung weitere technologische Pfadabhängigkeiten auf drei Ebenen gibt (Göllinger, 2012).
 
4
Die unsystemische Rationalität ist eine spezielle Variante der begrenzten Rationalität. Aufgrund der in der Menschheitsgeschichte relativ neuen Herausforderungen der gegenwärtigen VUCA-Welt ist das menschliche Gehirn evolutionsbiologisch nicht zu den erforderlichen Kognitionsleistungen in der Lage, um Aspekte wie Dynamik, Komplexität und Vernetzung problemadäquat zu verarbeiten. Daher bedarf es hierzu besonderer systemischer Hilfsmittel (siehe Vester, 1999; Göllinger & Harrer, 2015; Göllinger, 2018).
 
5
Siehe hierzu z. B. Wagener-Lohse 2017.
 
Metadaten
Titel
Energiewende aus Sicht der Energie-, Umwelt- und Klimaschutz-Ökonomik
verfasst von
Thomas Göllinger
Copyright-Jahr
2021
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34347-7_3

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