Zum Inhalt

Omnichannel im Pharma-Vertrieb

Grundlagen, Benchmarks und Beispiele für den Pharma-Außendienst

  • 2021
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses Buch zeigt, wie Pharmaunternehmen es schaffen, auch in herausfordernden und volatilen Zeiten mit ihren Produkten die Nummer 1 im Kopf ihrer Kunden zu sein. Neue Rahmenbedingen, die insbesondere durch die Digitalisierung sowie neue Arbeits- und Denkweisen entstanden sind, erfordern sowohl von Führungskräften als auch von Vertriebsmitarbeitern andere Kompetenzen, für die vor allem die Hirnforschung hilfreiche Ansätze liefert.

Wie trifft das Gehirn Entscheidungen und wie können Omnichannel-Manager auf Kundenverhalten positiv Einfluss nehmen? Wie kann die Stimme am Telefon als Schlüssel zum Kunden dienen? Auf diese und weitere Fragen gibt das Autorenteam von Branchen- und Trainingsexperten hilfreiche Antworten. Sie erfahren, wie Omnichannel-Vertrieb über die Kanäle Telefon, E-Mail, Vor-Ort-Besuche, Veranstaltungen und Video-Calls erfolgreich gelingt. Zudem lernen Sie Methoden und Skills kennen, wie Sie auch remote effektiv im Team zusammenarbeiten, auf Distanz führen und somit den Omnichannel-Vertrieb langfristig erfolgreich machen können.

Die Beiträge bieten eine spannende Kombination aus Theorie und Praxis und zeigen handfeste Erfolgsfaktoren sowie Dos und Don‘ts anhand von Beispielen aus der Pharmaindustrie auf, die sich auf viele Branchen übertragen lassen. Welche Didaktik funktioniert digital und welche nicht? Welche Inhalte lassen sich online vermitteln? Wie kann der Trainingserfolg gemessen werden? Welche Fehler gilt es zu vermeiden?

Ein wegweisendes Buch für Führungskräfte in Unternehmen und Branchen mit hohem Weiterbildungsbedarf in Marketing und Vertrieb.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Omnichannel-Marketing und Omnichannel-Vertrieb in der Pharmaindustrie: „Einer für alle, alle für Einen“

    Monika Kronseder
    Das Kapitel beschreibt die Herausforderungen und Strategien bei der Umstellung von Außendienst-Mitarbeitern auf Omnichannel-Manager in der Pharmaindustrie. Es wird betont, dass die Entwicklung von Außendienst-Mitarbeitern zu Omnichannel-Managern eine konsequente Unternehmensentscheidung voraussetzt und eine strategische Ausrichtung erfordert, die sowohl den Vertrieb als auch alle Innendienst-Abteilungen betrifft. Die Omnichannel-Strategie ermöglicht eine Ausweitung der Kontakte sowohl in die Breite als auch in die Tiefe und erfordert eine zielführende Segmentierung der Arztgruppen. Die Marketingabteilung spielt eine zentrale Rolle bei der Definition der Kommunikationsstrategie und der Segmentierung der Zielgruppen. Die Herausforderungen für das Marketing umfassen die Integration von Kommunikationskanälen, die Entwicklung von Materialien und die Anpassung an die Präferenzen der Ärzteschaft. Auch der Außendienst steht vor neuen Herausforderungen, wie die Bereitschaft zur Veränderung und die Rolle als Zentrum der Omnichannel-Strategie. Führungskräfte im Vertrieb müssen die Rolle des Innendiensts und Außendiensts neu definieren und eine emotionale Begleitung der Mitarbeiter sicherstellen. Trainer und Trainingsinstitute spielen eine entscheidende Rolle bei der Qualifizierung der Omnichannel-Manager und müssen über spezifisches Branchenwissen und digitale Kompetenzen verfügen. Das Kapitel bietet umfangreiche Literaturstudien und Interviews, die die Herausforderungen und Chancen der Omnichannel-Strategie in der Pharmaindustrie detailliert beleuchten.
  3. 2. Wie die Neurowissenschaft die Kommunikation mit Kunden wesentlich wirksamer macht

    Elke Schwarz
    Das Kapitel beleuchtet, wie neurowissenschaftliche Erkenntnisse die Kommunikation von Pharma-Unternehmen wesentlich wirksamer machen können. Die Neurowissenschaften ermöglichen es, Kommunikationsstrategien aus der Funktionsweise des Gehirns abzuleiten. Besonders relevant sind die neuronalen Prozesse bei der Verarbeitung von Informationen, die Entscheidungen beeinflussen. Der Text zeigt, wie Omnichannel-Manager und das Marketing diese Prinzipien nutzen können, um positive Entscheidungen bei Kunden zu fördern. Dabei werden sowohl bewusste als auch unbewusste Prozesse berücksichtigt. Die Neurokommunikation gewinnt gerade in der „new normal pharma world“ an Bedeutung, da die Geschwindigkeit und Häufigkeit von Botschaften gestiegen ist. Der Text betont die Wichtigkeit von positiven Assoziationen und die Vermeidung negativer Emotionen in der Kommunikation. Besonders hervorgehoben wird das Nucleus-Modell, das die sechs wesentlichen Schritte der Entscheidungsfindung im Gehirn abbildet. Dieses Modell hilft dabei, Gehirnareale gezielt zu aktivieren oder zu deaktivieren, um Entscheidungen positiv zu beeinflussen. Der Text schließt mit praktischen Tipps und Beispielen, wie Omnichannel-Manager ihre Kommunikation optimieren können, um positive Entscheidungen zu fördern.
  4. 3. Neurodidaktik für Trainingsexperten: Neurowissenschaftliche Prinzipien für die Gestaltung erfolgreicher Lernangebote im modernen Setting

    Hein-Uwe Kulpa
    Das Kapitel 'Neurodidaktik für Trainingsexperten' präsentiert neurowissenschaftliche Prinzipien zur Gestaltung erfolgreicher Lernangebote. Es betont die Bedeutung von sozialen und emotionalen Aspekten sowie Konsolidierungsstrategien im Lernprozess. Die Autoren stellen wertvolle Empfehlungen für die praktische Umsetzung vor, insbesondere für virtuelle Trainings. Dabei wird auf die Rolle von Emotionen, Bewegung und sozialem Austausch eingegangen, um Lernprozesse zu optimieren. Das Kapitel bietet einen umfassenden Überblick über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung und zeigt, wie diese in der Praxis angewendet werden können, um nachhaltige Lernerfolge zu erzielen.
  5. 4. Das persönliche Kundengespräch in der Pharmaindustrie: Der Juwel in der Kundenansprache für die Pharmaindustrie

    Sabine Herr
    Das Kapitel beschreibt die Erfolgsfaktoren für wirksame persönliche Gespräche zwischen Arzt und Pharmareferenten in der Pharmaindustrie. Es wird auf den aktuellen Stand der Erkenntnisse eingegangen und herausgearbeitet, wie die persönliche Haltung des Pharmareferenten den Erfolg des Gesprächs entscheidet. Kundengespräche gelingen, wenn sich Kunden von Anfang an wohl fühlen und offen über ihre Wünsche und Ziele sprechen. Die Methoden zur Einwandsbehandlung und die Bedeutung der Neurokommunikation werden anhand praxisorientierter Beispiele erläutert. Der Omnichannel-Manager, der sowohl im persönlichen Gespräch als auch über digitale Kanäle kommuniziert, spielt eine zentrale Rolle. Die Bedeutung der Customer Journey und die Strategien zur Zielerreichung und Selbstreflexion werden detailliert beschrieben. Der Fokus liegt auf der Etablierung neuer Therapien und der kontinuierlichen Unterstützung des Arztes auf dem Weg zum Therapieerfolg. Das Kapitel bietet praktische Tipps und Methoden, um die Herausforderungen der Digitalisierung und des Wettbewerbs zu meistern und eine erfolgreiche Kundenentwicklung zu gewährleisten.
  6. 5. Telefonieren neu denken: Als Omnichannel-Manager durch psychologische Effekte Kunden leichter gewinnen

    Elke Schwarz
    Das Kapitel 'Telefonieren neu denken: Als Omnichannel-Manager durch psychologische Effekte Kunden leichter gewinnen' untersucht die Rolle des Telefonats im Omnichannel-Management, insbesondere im Kontext der digitalen Transformation. Es wird gezeigt, wie Telefonate im Zeitalter der Corona-Pandemie an Bedeutung gewonnen haben und wie sie effektiv genutzt werden können, um Kunden persönlich und gezielt zu informieren. Der Text betont die Wichtigkeit von Sympathie, Nähe und Verbindlichkeit in Telefongesprächen und stellt verschiedene psychologische Prinzipien vor, die Omnichannel-Manager anwenden können, um ihre Gespräche erfolgreich abzuschließen. Dazu gehören der Etikettierungseffekt, das Autoritätsprinzip und der Halo-Effekt. Weiterhin werden Strategien zur Bedarfsermittlung und zur Nutzung von Social Proof erläutert. Ein besonderer Fokus liegt auf der Anwendung von psychologischen Effekten in der Gesprächseröffnung und -führung, um Vertrauen und Sympathie zu wecken. Der Text bietet praktische Tipps und Techniken, die Omnichannel-Manager dabei unterstützen, ihre Gespräche effizienter und erfolgreicher zu gestalten.
  7. 6. Der Video-Call: Chancen für den Omnichannel-Manager in der Pharmaindustrie

    Sabine Herr
    Das Kapitel behandelt die Chancen und Herausforderungen des Video-Calls für Omnichannel-Manager in der Pharmaindustrie. Es untersucht, wie sich die Kommunikationsform während der Corona-Pandemie etabliert hat und wie sich die Technik und die Mimikresonanz auf die Gesprächsführung auswirken. Der Text betont die Vorteile von Video-Calls wie Zeitersparnis und die Möglichkeit, visuelle Informationen zu teilen. Er bietet auch praktische Tipps zur Überwindung technischer und psychologischer Barrieren, sowohl für die Omnichannel-Manager als auch für die Ärzte. Besondere Aufmerksamkeit wird der Bedeutung von positiver Haltung und Wertschätzung im Gespräch geschenkt. Der Fachtext ist praxisorientiert und bietet konkrete Strategien zur Verbesserung der Gesprächsqualität und -effizienz in der digitalen Kommunikation.
  8. 7. E-Mail-Absender „Pharma“: Wie Omnichannel-Manager personalisierte E-Mails als Türöffner nutzen können

    Stephanie Voss
    Das Kapitel beleuchtet die Rolle von E-Mails als zentrales Element einer Omnichannel-Strategie in der Pharmaindustrie. Es wird erläutert, wie Omnichannel-Manager personalisierte E-Mails nutzen können, um die Beziehung zu Kunden zu stärken und langfristige Loyalität zu erzeugen. Dabei werden verschiedene Evolutionsstufen des E-Mail-Marketings und deren Einfluss auf die Kundenbindung untersucht. Besondere Aufmerksamkeit wird den Key Performance Indikatoren (KPIs) geschenkt, die als Messgrößen für den Erfolg von E-Mail-Kampagnen dienen. Praktische Empfehlungen zur Verbesserung der Öffnungs- und Klickraten sowie zur Reduzierung der Bouncerate werden anhand von Studien und Best Practices vorgestellt. Zudem wird die Bedeutung der Personalisierung und Individualisierung von E-Mails hervorgehoben, um die Relevanz und Effektivität der Kommunikation zu maximieren.
  9. 8. Nachhaltige Veranstaltungen der Pharmaindustrie: Quantensprünge erreichen mit virtuellen und hybriden Formaten

    Stephanie Voss
    Das Kapitel untersucht die Notwendigkeit und Vorteile der Transformation von Präsenzveranstaltungen in der Pharmaindustrie zu virtuellen und hybriden Formaten. Es beleuchtet die Herausforderungen und Chancen, die sich durch diese Veränderung ergeben, und bietet umfassende Empfehlungen zur erfolgreichen Umsetzung. Dabei werden verschiedene didaktische Profile und methodische Ansätze vorgestellt, die für die Weiterbildung von Kunden und Mitarbeitern in der Pharmaindustrie relevant sind. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung von Interaktivität und Technikkompetenz bei der Gestaltung virtueller Bildungsangebote. Das Kapitel betont auch die Notwendigkeit einer nachhaltigen Veränderung der Organisationskultur und -struktur, um die Transformation erfolgreich zu etablieren. Praktische Tipps und Best Practices runden das Kapitel ab und bieten konkrete Ansätze zur Implementierung virtueller und hybrider Bildungsangebote.
  10. 9. Erfolgsfaktor Stimme in der Omnichannel-Kommunikation: stimmig und überzeugend im Pharma-Kundengespräch

    Frederik Beyer
    Das Kapitel betont die zentrale Rolle der Stimme in der Omnichannel-Kommunikation, insbesondere in der Pharma-Branche. Es wird erläutert, wie die Stimme in der mündlichen Kommunikation an Bedeutung gewinnt, wenn andere Signale wie Körpersprache und Mimik fehlen. Praktische Tipps zur Stimmhygiene und -technik werden gegeben, um die Stimme gesund zu halten und effektiv einzusetzen. Besondere Aufmerksamkeit wird der Bedeutung der Stimme in der Kundenbeziehung geschenkt, wobei die Stimme als Türöffner für Vertrauen und Sympathie dargestellt wird. Das Kapitel bietet auch Übungen zur Verbesserung der stimmlichen Ausdruckskraft und gibt Hinweise zur Nutzung von Audiotechnik in der Remote-Kommunikation. Es wird betont, dass eine authentische und überzeugende Stimme ein entscheidender Faktor für den beruflichen Erfolg ist.
  11. 10. Inspirierend führen in der New Normal World: der Faktor Mensch in der Remote-Führung

    Jürgen Balhuber
    Das Kapitel 'Inspirierend führen in der New Normal World: der Faktor Mensch in der Remote-Führung' beleuchtet die zentrale Rolle der Führungskraft in der aktuellen, turbulenten Zeit. Es betont, dass Mitarbeiter in Zeiten rascher Veränderungen und Unsicherheiten eine Führung benötigen, die den ganzen Menschen wahrnimmt, begleitet und fördert. Die Führungskraft muss selber stabil und authentisch sein, um als Vorbild zu dienen. Der Text stellt heraus, dass speziell die 'weichen' Themen wie Motivation, Wünsche und Emotionen in der inspirierenden Führung von Bedeutung sind. Praktische Fragen und Impulse helfen Führungspersönlichkeiten, sich selbst zu reflektieren und zu entwickeln, um ihre Teams effektiv zu unterstützen. Dabei wird auch die Bedeutung von Wertschätzung und Dankbarkeit als Motivationsfaktoren hervorgehoben. Der Beitrag bietet konkrete Tipps und Methoden, um die Einstellung und das Commitment im Team zu stärken und eine positive Teamdynamik zu fördern.
  12. 11. Motivierende und strukturierte Mitarbeiterentwicklung im Remote-Setting: Kompetenzen für erfolgreiche Omnichannel-Manager etablieren

    James Miller
    Das Kapitel 'Motivierende und strukturierte Mitarbeiterentwicklung im Remote-Setting: Kompetenzen für erfolgreiche Omnichannel-Manager etablieren' untersucht die Herausforderungen und Chancen der Mitarbeiterentwicklung in der Remote-Arbeit. Mit dem Aufkommen des Coronavirus wurden viele Unternehmen gezwungen, ihre Mitarbeiter im Homeoffice zu führen, was neue Anforderungen an Führungskräfte stellte. Der Beitrag betont die Bedeutung der Motivation und der Erkenntnis von Fähigkeitslücken bei Mitarbeitern für eine erfolgreiche Entwicklung. Besondere Aufmerksamkeit wird den neuen Kompetenzen gewidmet, die Omnichannel-Manager benötigen, um effektiv zu arbeiten. Dabei werden konkrete Fragen und Herausforderungen beleuchtet, die in der Praxis auftreten, wie die Gestaltung von E-Mails, die Motivation zu Video-Calls und die Sicherstellung, dass Botschaften im Gedächtnis bleiben. Der Text bietet praktische Tipps und Strategien für Führungskräfte, um ihre Teams effizient zu entwickeln und zu motivieren, insbesondere durch regelmäßige Entwicklungsgespräche und Follow-up-Meetings. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung von Task Boards und Kanban Boards zur transparenten Dokumentation und Nachverfolgung der Entwicklungsziele. Der Beitrag hebt die Bedeutung von Anerkennung und Wertschätzung hervor, um die Motivation und das Selbstvertrauen der Mitarbeiter zu stärken. Insgesamt bietet der Text wertvolle Einblicke und praktische Ansätze für Führungskräfte, die ihre Teams erfolgreich im Remote-Setting entwickeln möchten.
  13. 12. Erfolgsmessung im Pharmavertrieb durch Evaluation: Begleitung, Korrektiv und Sprachrohr

    Monika Kronseder
    Der Beitrag beschäftigt sich mit der Erfolgsmessung im Pharmavertrieb durch Evaluation und stellt die Bedeutung einer methodisch korrekten Evaluation heraus. Es wird beschrieben, wie Evaluation als Begleitung, Korrektiv und Sprachrohr fungiert und welche Schritte notwendig sind, um den Erfolg eines Omnichannel-Marketing-Projekts zu messen. Die Evaluation umfasst die Definition von Bewertungskriterien, die Festlegung von Methoden und die Analyse von Mitarbeiter- und Kundenzufriedenheit. Besondere Aufmerksamkeit wird der Rolle der Mitarbeiter und der Bedeutung von Feedback und Kommunikation geschenkt. Der Beitrag bietet praktische Ansätze und Werkzeuge zur Implementierung und Überprüfung von Omnichannel-Strategien im Pharmavertrieb.
Titel
Omnichannel im Pharma-Vertrieb
Herausgegeben von
Elke Schwarz
Copyright-Jahr
2021
Electronic ISBN
978-3-658-34432-0
Print ISBN
978-3-658-34431-3
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-658-34432-0

Informationen zur Barrierefreiheit für dieses Buch folgen in Kürze. Wir arbeiten daran, sie so schnell wie möglich verfügbar zu machen. Vielen Dank für Ihre Geduld.