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Zeitenwende - geopolitische Risiken rücken in den Fokus

  • 01.06.2025
  • Strategie
Erschienen in:

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Auszug

Die gestiegenen geopolitischen Risiken stellen Kreditinstitute vor neue Herausforderungen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Thematik „geopolitische Schocks“ in den Fokus gerückt und betont die Notwendigkeit einer holistischen Risikosteuerung. Diese umfasst die Integration interdisziplinärer Ansätze und geopolitischer Analysen, um unerwarteten Schocks, wie Finanzsanktionen und Cyberangriffen, zu begegnen. Die Bankenaufsicht fordert eine Bewertung der Risikomanagementprozesse und die Fähigkeit der Institute, solchen Schocks zu widerstehen. Fünf große externe Bedrohungen, darunter der Klimawandel, Russland, China, Cybergefahren und Terrorismus, werden als Grundstruktur für die Operationalisierung der Anforderungen der Bankenaufsicht identifiziert. Diese Bedrohungen unterscheiden sich in ihren Wirkungsketten und Bedrohungspotenzialen. Die Implikationen des Klimawandels und des internationalen Terrorismus sind vielschichtig und unbestimmt. Russland und China stellen besondere Bedrohungen dar, wobei Russland als größte Bedrohung für den euroatlantischen Raum und China als potenzieller Auslöser einer Lieferkettenkrise gilt. Cybergefahren werden als eigenständige Bedrohung betrachtet und können als Bestandteil von „gray zone tactics“ eingesetzt werden. Die Bankenaufsicht fordert eine umfassende Analyse der Transmissionsmechanismen und die Entwicklung von Krisenszenarien. Diese Szenarien sollen die Wahrscheinlichkeit und den Zeitstrahl der Krisen berücksichtigen und in die Risikomanagementprozesse integriert werden. Eine holistische Steuerung der Risiken erfordert ein Steuerungsgremium, das in einen konstanten Informationsfluss eingebunden ist und die Risikolage jederzeit bewerten kann. Präventive und reaktive Maßnahmen sowie eine Diversifikation der Risiken sind essenziell, um den gestiegenen geopolitischen Risiken zu begegnen. Die Bankenaufsicht hat Regelungen zu Overlays für Novel Risks vorgegeben, die nicht durch die verwendeten Risikomodelle abgebildet werden können. Die vielschichtigen und gravierenden Implikationen der gestiegenen geopolitischen Risiken erfordern ein tiefgreifendes Verständnis und eine holistische Steuerung dieser Risiken.

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Titel
Zeitenwende - geopolitische Risiken rücken in den Fokus
Verfasst von
Lars Walter
Publikationsdatum
01.06.2025
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden
Erschienen in
Bankmagazin / Ausgabe 5-6/2025
Print ISSN: 0944-3223
Elektronische ISSN: 2192-8770
DOI
https://doi.org/10.1007/s35127-025-2343-7

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