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01.07.2013 | E - Government + Multimedia | Ausgabe 7-8/2013

Innovative Verwaltung 7-8/2013

Stadt Nürnberg: Kommunales Warn- und Informationssystem „Katwarn“

Zeitschrift:
Innovative Verwaltung > Ausgabe 7-8/2013
Als erste Stadt Bayerns führt Nürnberg das kommunale Warn- und Informationssystem „Katwarn“ ein. Ab sofort erhalten alle angemeldeten Bürger behördliche Warnungen vor Gefahrensituationen über eine Smartphone-App. Apps sind Software-Anwendungen mit Service-Charakter für mobile Endgeräte oder mobile Betriebssysteme. Die Warnungen gibt es erstmals sowohl für iPhones wie auch für Android-Smartphones. Alternativ steht das System auch per Short-Message-Service (SMS) und per E-Mail zur Verfügung. Die Anmeldung bei dem vom Berliner Fraunhofer-Institut Fokus und der Versicherungskammer Bayern zur Verfügung gestellten System ist kostenlos. In Gefahrensituationen wie etwa bei der Entschärfung von Blindgängern, Industrieunfällen oder extremen Unwettern ist es wichtig, betroffene Menschen gezielt über die Gefahr zu informieren. Mit dem Start des Warn- und Informationssystems „Katwarn“ geht Nürnberg einen wichtigen Schritt in diese Richtung: „Katwarn“ versorgt die Nürnbergerinnen und Nürnberger ab sofort über eine App oder per SMS oder E-Mail mit behördlichen Warnungen durch die Nürnberger Feuerwehrleitstelle. Alle „Katwarn“-Warnungen sind postleitzahlengenau und enthalten wichtige Verhaltenshinweise. Zum Beispiel: „Großbrand — Warnung der Feuerwehr, gültig ab sofort, für PLZ xyz, öffentliche Plätze verlassen, Fenster geschlossen halten.“ Zusätzlich erhalten Nutzer der „Katwarn“-App deutschlandweite Warnungen über „extreme Unwetter“ durch den Deutschen Wetterdienst (DWD). Damit „Katwarn“ von möglichst vielen Menschen verwendet werden kann, wurde gleichzeitig mit dem heutigen Start in Nürnberg erstmals auch die „Katwarn“-App für Android-Smartphones freigeschaltet. „Mit Warnungen sowohl über eine App für die gängigen Smartphones als auch über SMS für herkömmliche Handys gelingt es uns, viele Menschen im Gefahrenfall direkt zu erreichen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Die Umsetzung und Einführung von „Katwarn“ ist ein gelungenes Beispiel, wie Forschung, Wirtschaft und Politik in Nürnberg zusammenarbeiten: Entwickelt wurde „Katwarn“ von den Forschern des Fraunhofer-Instituts Fokus, die das System bereits in Städten wie Berlin und Hamburg erfolgreich eingeführt haben. Die technische Plattform stellt die Versicherungskammer Bayern (VKB) der Stadt gemeinsam mit dem Verband öffentlicher Versicherer und der CombiRisk GmbH als Beitrag zum Gemeinwohl kostenlos zur Verfügung. Lediglich für die Einführung und den Betrieb sowie für das Versenden der Kurznachrichten übernimmt die Stadt Nürnberg die Kosten. Die Bevölkerung Nürnbergs kann den „Katwarn“-Dienst kostenfrei nutzen. „Mit der Einführung von ‚Katwarn‘ wollen wir einen Beitrag zu mehr Sicherheit für die Bürger und ihr Hab und Gut leisten“, erklärt Rainer Fürhaupter, Vorstandsmitglied der Versicherungskammer Bayern. „Als eng mit Bayern und der Stadt Nürnberg verbundenes Unternehmen sehen wir dieses Engagement als Teil unserer Verpflichtung für das Gemeinwohl.“ Für die Forscher des Fraunhofer Fokus ist das eine Möglichkeit, Forschung aus dem Labor in die Praxis zu bringen. Fraunhofer-Mitarbeiter Ortwin Neuschwander: „Mit unseren Entwicklungen wollen wir die Städte der Zukunft mitgestalten und dabei den Menschen einen spürbaren Nutzen bringen.“ ...

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