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Über dieses Buch

Im vorliegenden Buch befassen sich Stadtforscherinnen und Stadtforscher aus den Bereichen Geschichte, Geografie, Soziologie, Stadtplanung, Ökologie, Psychologie und Medienwissenschaft mit Fragen zur Stadt. Durch die unterschiedlichen fachlichen Perspektiven entsteht ein ganzheitlicher Blick auf die Stadt mitsamt ihren aktuellen Problemen und Herausforderungen. Städte sind Lebensräume des Menschen, von ihm selbst geschaffene gebaute Umwelten, die zugleich etwas über die herrschenden politischen Systeme und gesellschaftliche Wertvorstellungen und Verhältnisse aussagen. Viele Fragen knüpfen an die charakteristischen Merkmale von Städten an: das Zusammentreffen vieler Menschen, die hohe soziale und bauliche Dichte sowie die zunehmende Heterogenität der städtischen Bevölkerung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Warum noch ein Buch zum Thema Stadt? Gibt es nicht bereits eine Fülle davon und dann auch noch eine Flut von Aufsätzen und Reportagen, die sich mit Fragen zur Stadt auseinandersetzen? Das trifft zweifellos zu, doch daraus folgt nicht, dass sich weitere Publikationen erübrigen, denn Städte sind keine statischen Gebilde, sie wandeln und entwickeln sich. Allein schon dieser Wandel wirft neue Fragen auf. Städte, die sich nicht mehr wandeln, werden zu musealen Orten. Dieser Wandel findet derzeit besonders sichtbar in den Hafenstädten statt. Aktuelle Themen sind die Smart City, Gentrifizierung und Polarisierung, Grün in der Stadt, Unsicherheit und Kriminalität, Stadtbilder und Stadtplanung im 21. Jahrhundert.
Antje Flade

2. Historische Stadtforschung

Zusammenfassung
Der Beitrag skizziert eingangs die Entwicklung der europäischen modernen Stadtgeschichtsforschung seit den 1970er Jahren. Der zweite Teil gibt einen historischen Überblick über die Geschichte großer Städte und die Herrschaftsansprüche städtischer Akteure von der Entstehung der ersten Städte bis in die Gegenwart. Im dritten Teil geht es um aktuelle Tendenzen der Stadtentwicklung in historischer Perspektive.
Monica Rüthers

3. Aktuelle Fragen der Stadtgeographie

Zusammenfassung
Es werden verschiedene Fragesets identifiziert, die teils über mehrere Jahrzehnte den stadtgeographischen Mainstream dominiert haben. Aufgezeigt wird, wie sich das Fach in Inhalten, Methoden, Theorien und vor allem in seinem konstituierenden Raumverständnis diversifiziert, spezialisiert, regionalisiert und „enträumlicht“ hat und welche Potenziale sich hieraus für die aktuelle Stadtgeographie zu Beginn des 21. Jahrhunderts ergeben.
Ulrich Jürgens

4. Stadtsoziologie: Entwicklungslinien und zeitgenössische Perspektiven

Zusammenfassung
Der Beitrag skizziert nach einer orientierenden Vorbemerkung sozialwissenschaftliche Forschungslinien zu Variationen der Stadtentwicklung, die mit wirtschaftlich bedingten Veränderungen jeweiliger gesellschaftlicher Kontexte zusammenhängen und auf eine zunehmend multidisziplinäre Stadtforschung verweisen. Die anschließende Reflexion stadtsoziologischer Diskurse ist nicht im engen Sinn disziplingeschichtlich ausgerichtet, sondern fokussiert eher auf die Rekonstruktion von Themenschwerpunkten soziologischer Stadtforschung, die für die Gegenwart und Zukunft relevant erscheinen. Vor diesem Hintergrund werden abschließend aktuelle Fragen und perspektivisch bedeutsame Forschungslücken in der Stadtsoziologie diskutiert.
Ingrid Breckner

5. Stadtplanung – Wandlungen einer Disziplin und zukünftige Herausforderungen

Zusammenfassung
In diesem Beitrag wird die Entstehung der Disziplin Stadtplanung von ihrer Konstituierung bis heute nachgezeichnet. Das System der räumlichen Planung in Deutschland wird dargestellt, die Methoden der Stadtplanung werden erläutert und die Strukturen und relevanten Bereiche des Planungsrechts werden ausgeführt. Der Wandel der Stadtplanung in den letzten Jahrzehnten im Kontext sich verändernder Planungsaufgaben wird reflektiert und Leitbilder, Zielvorstellungen sowie aktuelle Arbeitsschwerpunkte wie schrumpfende Städte, Nachhaltigkeit, demographischer Wandel und Globalisierung werden skizziert. Entstehende neue Orientierungen wie Resilienz, intelligente und Smart Cities werden erörtert. Schließlich wird auch auf Initiativen und Akteure eingegangen, die mit städtischen Themen befasst sind und wie im „Jahrtausend der Städte“ zukünftige Herausforderungen und die Relevanz von Stadtplanung dabei zu bewerten ist.
Dirk Schubert

6. Stadtökologie – zum Verhältnis von Stadt und Umwelt

Zusammenfassung
Stadtökologie untersucht die Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Umwelt. Nach einem Überblick über zentrale Fragestellungen werden drei grundlegende Forschungsrichtungen der Stadtökologie skizziert: die Ökologie in der Stadt ,die Stadt, die Ökologie der Stadt und die Angewandte Stadtökologie unter dem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung. Anschließend werden aktuelle Herausforderungen und Forschungsthemen der Stadtökologie diskutiert wie der globale Wandel, Verstädterungs- und Schrumpfungsprozesse, urbane Ökosystem(dienst)leistungen und die potenziellen Folgen des Klimawandels für europäische Städte, darunter dessen Auswirkungen auf die urbane Biodiversität. Abschließend werden Entwicklungsperspektiven der Stadtökologie aufgezeigt.
Ulrike Weiland

7. Die Stadt aus psychologischer Perspektive

Zusammenfassung
Im einleitenden Teil wird die Stadtpsychologie definiert, die der Frage nachgeht, wie Menschen städtische Umwelten erleben, wie sie darin leben und wie diese ihr Verhalten beeinflussen. Es werden Gründe aufgezeigt, warum die Stadtpsychologie in der interdisziplinären Stadtforschung bislang kaum eine Rolle gespielt hat. Dann werden die zentralen umweltpsychologischen Konzepte und Paradigmen vorgestellt. Im zweiten Teil werden acht Fragestellungen in Bezug auf das „Individuum-in-der Stadt“ behandelt: Stadtwahrnehmung und Stadtkognition, Ortsverbundenheit und urbane Identität, Dichte und Engeerleben, soziales Verhalten in öffentlichen Räumen, Mobilität in städtischen Räumen, Privatheit und Anonymität, Unsicherheitsgefühle in öffentlichen Räumen, Umweltbewusstsein und Naturerleben von Stadtbewohnern.
Antje Flade

8. Die Großstadt abbilden

Zusammenfassung
Im Beitrag geht es um die Wechselwirkungen zwischen Großstädten und ihren Abbildungen. Großstädte sollen durch Abbildungen nicht nur verstehbar bzw. überhaupt sichtbar gemacht werden, sie sollen auch ins ‚richtige‘ Licht gerückt werden. Dabei verändern sich im Laufe der Zeit nicht nur die verwendeten Medien und die Wahrnehmung der Städte, sondern auch die abgebildete Orte selbst. Der Beitrag stellt exemplarisch einige Großstadtbilder vor, verortet sie in ihrem kulturellen Umfeld und zeigt, wie sie auf ihre Betrachter und auf ihre Motive zurückwirken.
Susanne Müller
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