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Über dieses Buch

Das seit 1970 als Handbuch für Architekten und Bauingenieure etablierte Standardwerk STÄDTEBAU erscheint jetzt in der auf den neuesten Stand gebrachten Fassung in seiner 5. Auflage. Der Erfolg der letzten Auflage hat den Herausgeber und den Verlag bestätigt und zu einer Überarbeitung ermutigt. Damit steht dieses Fachbuch wieder allen Planerinnen und Planern und den Studierenden in den Baufächern in einer aktualisierten Form zur Verfügung. Für das Zusammenleben der Menschen in einem nicht mehr unbeschränkten Lebensraum ist die Regelung des Planens und Bauens und der Konsens aller Beteiligten unerlässlich. Vorbedingung dafür ist ein Verständnis für die Belange der Betroffenen, also der Planer wie der „Beplanten“, der Bauherren wie der Nutzer. Gegenseitige Rücksichtnahme und das Wissen um die historischen, die gegenwärtigen und möglicherweise auch die zukünftigen Bedingungen sind für einen Interessenausgleich notwendig. Die wesentlichen Aspekte städtebaulicher Planung und Gestaltung werden in den Eingangskapiteln behandelt. Dabei ist dem europäischen Raum eine besondere Bedeutung zugekommen. Technische Voraussetzungen für eine integrierte Planung wie der Verkehr sowie Ver- und Entsorgung sind in eigenen Kapiteln dargestellt. Der Aspekt Freizeit und Erholung in der Stadt bzw. in einer stadtnahen Landschaft stellt durch die Erfahrungen der letzten 50 Jahre einen erheblichen Faktor unserer Lebensqualität dar. Die Aussagen über Freiraumplanung und Umweltqualität tragen dieser Problematik Rechnung.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Historische Siedlungsformen

Zusammenfassung
Im Laufe der Geschichte haben sich – bedingt durch die Entwicklung des menschlichen Zusammenlebens – unterschiedliche Siedlungsformen herausgebildet. Die Lage, der Grundriß und der Aufbau einer Siedlung sagen etwas aus über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bedingungen in der jeweiligen Entstehungszeit. Zum besseren Verständnis der heutigen Situation im Städtebau liegt der Schwerpunkt dieser kurzen Darstellung auf der Geschichte mitteleuropäischer Siedlungsformen und deren Veränderungen in der Erscheinungsform.
M. Korda

2. Grundlagen und Verfahren

Zusammenfassung
Von dem Augenblick an, in dem sich Menschen seßhaft machen, die bis dahin ihren Lebensunterhalt als herumziehende Jäger oder Hirten gesucht haben, beginnen sie um ihren Wohnplatz herum die Landschaft zu verändern. Sie nutzen den Grund und Boden, seinen Bewuchs, die Wasserläufe und später auch die Bodenschätze nach ihren Bedürfnissen. Je dichter die Besiedlung insbesondere bei günstigen Standorten wird, desto wahrscheinlicher ist die Gefahr, daß bestehende „Rechte“ beeinträchtigt sind und Konflikte entstehen, und desto notwendiger wird es, Bedürfnisse zu koordinieren und Einigung über die Bodennutzung und die Errichtung von Gebäuden zu erzielen. Im Verlauf der Entwicklung hat sich das Zusammenleben von Menschen zunächst unbewußt, allmählich durch Verfeinerung der Kommunikationsmöglichkeiten jedoch auch bewußt organisiert. Dies geschieht unabhängig voneinander in allen Siedlungsräumen und auf allen Zivilisationsstufen. Bei knapper werdenden Ressourcen entsteht entweder ein Verdrängungsprozeß durch Macht und Gewalt oder aber zur Vermeidung von Konflikten eine friedliche Einigung über die Nutzung des zur Verfügung stehenden Raumes.
M. Korda

3. Bevölkerungsstruktur und Siedlungswesen

Zusammenfassung
Einwohner (E oder eindeutiger EW) sind alle in einem fest umrissenen Gebiet (z.B. in einem Ortsteil , einem Ort, einer Region oder einem Land) ansässigen Menschen ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit. Von der Zählung ausgenommen werden Angehörige ausländischer diplomatischer Vertretungen sowie ausländischer Stationierungskräfte.
M. Korda

4. Grundlagen für die städtebauliche Planung

Zusammenfassung
Die Geländeform ist ein wichtiges Kriterium für die Eignung einer Fläche für die Besiedlung. Bewegte Geländeformen bieten für die städtebauliche Gestaltung die Möglichkeit, die Individualität der betreffenden Stadt oder des Stadtteils zu verstärken. Stellung und Höhenstaffelung der Baukörper sollen dazu die Geländeformen nachvollziehen (Längserstreckung der Baukörper parallel zu den Höhenlinien, insbesondere auch die Firste von Satteldächern) und besondere Geländepunkte (Kuppen, Nasen, Geländekanten) betonen. Betonung kann z.B. durch Sonderformen oder durch höher gezogene Baukörper senkrecht zur allgemeinen Firstrichtung erfolgen. Auf einer Geländekante sind Häuser mit versetzten Geschossen und schiefhüftiger Giebelansicht durchaus vorstellbar. In jedem Fall sollte die Chance wahrgenommen werden, die Bebauung in die topographische Situation einzufügen und die natürlichen Gegebenheiten zu nutzen. Eine Hanglage bedeutet möglicherweise eine bessere Besonnung, bessere Aussicht, geringere Störung durch Nachbarbebauung und auch eine Möglichkeit, im baulichen Entwurf die Geländeneigung zu nutzen und dem einzelnen Gebäude wie der Siedlungseinheit einen unverwechselbaren Charakter zu geben.
M. Korda

5. Bauleitplanung

Zusammenfassung
Wie in Abschnitt 2.3 im Rahmen der Planungsebenen aufgezeigt wurde, ist die Bauleitplanung das rechtliche Instrument, die städtebauliche Entwicklung des Gemeindegebietes zu ordnen. Die Gemeinde übt die Planungshoheit aufgrund ihres Rechtes zur Selbstverwaltung aus (Art. 28 GG). Nähere Ausführungen sind im Baugesetzbuch (s. Abschn. 2.4.6) festgelegt. Danach soll die Bauleitplanung eine an den Bedarfsansprüchen gemessene, geordnete und verträgliche Nutzung des Bodens gewährleisten. Sie hat die Aufgabe, sobald und soweit es erforderlich ist, durch vorordnende Maßnahmen und Festsetzungen die räumliche Entwicklung der Gemeinde zu steuern bzw. städtebauliche und sonstige Mißstände und Fehlentwicklungen zu beseitigen oder zu vermeiden.
M. Korda

6. Verkehr

Zusammenfassung
Stadtentwicklung und Stadtplanung beinhalten das Zusammenspiel von vielen Einzelkomponenten, die sich in dem räumlichen Bereich der Stadt und des Dorfes abspielen (naturräumliche Bedingungen, Bevölkerung, Wirtschaft und Gewerbe sowie Verkehrsnetze und die Einbindung der Gemeinde in die Siedlungshierarchie). Diese einzelnen Komponenten stellen ein kausales Wechselgefüge dar, in dem jede Komponente sowohl Ursache als auch Wirkung sein kann. Verkehrsentwicklung und -planung sind als ein Teil der Stadt deshalb untrennbar mit dem Städtebau und der Stadtentwicklung verbunden. Die mittelalterlichen Handelsstraßen als Mittel und Folge der wirtschaftlichen Tätigkeit des Menschen prägten die grundlegenden Straßennetze, die Straßenräume und Platzfolgen und begründeten die Bedeutung des Marktplatzes als wirtschaftlichen, kulturellen und/oder religiösen Mittelpunkt einer Stadt und bildeten somit eine Grundlage für Städtebau und Stadtentwicklung.
K. Habermehl, H. Münch

7. Städtische Wasser- und Abwasserwirtschaft Begriffe und Grundkenntnisse

Zusammenfassung
Als Wasserwirtschaft bezeichnet man die planmäßige Bewirtschaftung des ober- und unterirdischen Wasservorrates.
Wolfgang Bischof

8. Energieversorgung

Zusammenfassung
Für die biologische Evolution ist die Verfügbarkeit freier Energie von existentieller Bedeutung. Das ständige Anpassen an veränderte Umweltbedingungen und die kontinuierliche Nutzung verfügbarer lokaler Energieressourcen, die Nahrungsketten einschließen, sind für das Überleben von biologischen Gattungen unverzichtbar. Unsere natürliche Umwelt liefert eine Vielzahl von lehrreichen Vorbildern, wie Energieprobleme in der Natur durch Mannigfaltigkeit der Nutzung und Energieumwandlung gelöst werden. Eindrucksvolle Beispiele aus sehr unterschiedlichen Bereichen sind die Photosynthese der Pflanzen, der Gleitflug der Vögel oder die Mikroorganismen, die allein durch den Abbau polycyklischer aromatischer Kohlenwasserstoff-Schadstoffe ihren Energiebedarf decken.
W. Storm

9. Kommunale Freiraumplanung

Zusammenfassung
Die Kommunale Freiraumplanung leistet einen wichtigen Beitrag zur städtebaulichen Entwicklung der Gemeinden unterschiedlicher Größenordnung.
H. Weckwerth

10. Umweltqualität und Umweltschutz

Zusammenfassung
Der Mensch hat von Anbeginn die Natur für seine Zwecke genutzt und umgestaltet. Dieser gesellschaftliche Stoffwechsel, in der die Nutzung der natürlichen Ressourcen mit den wachsenden Bedürfnisqualitäten und -quantitäten (u.a. durch Bevölkerungsdruck) sowie steigenden technischen Fähigkeiten und wissenschaftlichen Erkenntnissen ständig intensiviert wird, ist Voraussetzung für das Entstehen von Umwelt. Der Konflikt zwischen menschlichen Eingriffen in die Natur und deren Regenerationsvermögen ist nicht erst eine Erscheinung des Industriezeitalters. Solange die Auswirkungen dieses Aneignungsprozesses gering blieben, wurde die Umwandlung von Welt in Umwelt nahezu uneingeschränkt begrüßt. Gerade die Erfolge des Industriezeitalters führten bis in die Mitte dieses Jahrhunderts zu einem naiven Fortschrittsglauben an eine immer bessere und schönere Welt.
B. Braun

Backmatter

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