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14.10.2016 | Stahlbau | Im Fokus | Onlineartikel

Industriebau mit Preis des Deutschen Stahlbaus ausgezeichnet

Autor:
Christoph Berger

Auf dem 38. Deutsche Stahlbautag in Würzburg wurde auch der Preis des Deutschen Stahlbaues 2016 verliehen. Das erste Mal seit 1988 überzeugte ein klassischer Industriebau die Jury.

Den Preis erhielt Ackermann Architekten aus München für ihr Serviceteilecenter der Firma Rational in Landsberg am Lech, die auch Bauherr ist. Die Tragwerksplanung stammt von Ackermann Ingenieure aus München.

Die technischen Details von Ackermann Architekten: Die Serviceteillagerhalle hat eine Grundfläche von etwa 83,50 mal 100 Metern. Die Fassadenkonstruktion hat eine umlaufende Pfosten-Riegel-Konstruktion (PRF) bis zu einer Höhe von etwa 2,60 Meter. Darüber beginnt eine Stahl-Kassettenfassade mit Alucobond-Verkleidung. Die Service-Teile-Halle ist zur natürlichen Belichtung als Shed-Halle in Fachwerkkonstruktion mit offenen Stahlprofilen konzipiert. Die Träger-Spannweiten sind 18,75 mal 7,50 Meter. Die Anlieferung mit mittigem Oberlicht hat Fachwerkträger mit ebenfalls 18,75 Meter Spannweite. Der zweigeschossige Stahlbeton-Mittelbau trennt zum Brandschutz Halle und Anlieferung und beinhaltet zur Belichtung und als Pausenzone für die Mitarbeiter einen begrünten Innenhof.

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Neuinterpretation von Elementen der klassisch-modernen Industriearchitektur

"PRF – auch Fensterfassaden genannt – ermöglichen nahezu unbeschränkte Größen, eine freie Geometrie von Glasflächen und zudem eine Verbesserung der Flexibilität der Grundrissgestaltung", schreiben Ulf Hestermann und Ludwig Rongen im Kapitel "Pfosten-Riegel-Fassaden (PRF)" des Springer-Fachbuchs "Frick/Knöll Baukonstruktionslehre 2". Außerdem können "PRF mit speziellen Fenster-Fassadensystemen hergestellt werden, in denen fest verglaste, transparente oder auch geschlossene (opake ) Flächen (Ausfachungen) mit Fenster- und Türöffnungen kombiniert werden können". Auf die Abtragung von Horizontallasten wird im Kapitel "Geschossbau" des Springer-Fachbuchs "Stahl- und Verbundkonstruktionen" näher eingegangen.

Die Preis-Jury unter Vorsitz von Herrn Prof. Eckhard Gerber aus Dortmund überzeugten die klar ablesbaren Volumen, welche die Funktionen widerspiegeln, die aufs wesentliche reduzierte Stahlkonstruktion und die Neuinterpretation von Elementen der klassisch-modernen Industriearchitektur. Außerdem zeige der Bau eindrucksvoll, wie durch das Zusammenspiel von Architektur und Stahlbau ein Gebäude entsteht, das das Potential zum Klassiker habe.

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2016 | OriginalPaper | Buchkapitel

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Quelle:
Stahl- und Verbundkonstruktionen

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Quelle:
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