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Über dieses Buch

Der kritische Leser wird sich fragen, warum derzeit ein neues Buch zmn Eurocode 2 erscheint. Immerhin existiert der EC 2 seit 1992 als europäische Vornorm und war seitdem Thema vieler Seminare und in der Literatur. Da sich die Überarbeitung und die Einfuhrung als europäische Norm verzögert hat, erschien in diesem Jahr der EntwurfDlN 1045-1, dem weitgehend der EC 2 zugrunde liegt. Somit besteht eine gewisse Verunsicherung hinsichtlich der zukünftigen Ent­ wicklung. Klar ist, daß auch im Betonbau der Übergang zu einem Regelwerk der neuen Normengeneration bevorsteht, wie er im Stahlbau bereits erfolgt ist. In diesem Schwebezustand wollen die planenden Ingenieure wissen, wohin sich die Normung entwickelt, und die Studierenden brauchen einen Leitfaden, der sie schon heute an die Praxis von morgen heranfuhrt. Dabei bietet eine europäische Norm die Chance, die vielfältigen Möglichkeiten der Bemessungs-und Konstruktionspraxis sinnvoll zu bündeln. Vieles, was sich in den Nachbarländern bewährt hat, kann eine Alternative zur bisherigen Regelung sein oder könnte gar den Impuls zu neuen Lösungen geben. Der sichere Umgang mit dem EC 2, zweckmäßigerweise in Verbindung mit EC 1 -Einwirkungen -, kann dem planenden Ingenieur bereits heute Vorteile bieten.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einführung

Zusammenfassung
Neue Erkenntnisse über Werkstoffverhalten und Lastabtragung verändern laufend die Konstruktions- und Bemessungspraxis des planenden Ingenieurs. Parallel dazu beeinflussen Geräteentwicklung und veränderte Bauabläufe die Umsetzung auf der Baustelle. Demzufolge sind die Normen in der Regel im Abstand von ungefähr 10 Jahren zu aktualisieren.
Uwe Albrecht

2. Sicherheitskonzept

Zusammenfassung
Ein Tragwerk ist so zu entwerfen und zu bemessen, daß es die geforderte
  • Tragfähigkeit und
  • Gebrauchstauglichkeit
aufweist. Rein formal wird von Grenzzuständen gesprochen, bei deren Überschreitung die vorgegebenen Anforderungen nicht mehr erfüllt sind [2.2.1.1].
Uwe Albrecht

3. Baustoffe, Dauerhaftigkeit, Betondeckung

Zusammenfassung
ENV 206 [4] beschreibt die Eigenschaften und die Herstellung des Betons. Im folgenden sind die Festigkeits- und Verformungseigenschaften für Normalbeton — Rohdichte zwischen 2000 kg/m3 und 2800 kg/m3 — aufgeführt.
Uwe Albrecht

4. Schnittgrößen

Zusammenfassung
Zur Ermittlung der maßgebenden Kombination von Einwirkungen — ständige Lasten, unterschiedliche veränderliche Lasten und Zwang, z.B. Stützensenkung — ist eine ausreichende Anzahl von Lastfällen zu untersuchen. Es können vereinfachte Lastfälle verwendet werden, sofern sie auf einer sinnvollen Interpretation des Tragverhaltens beruhen [2.5.1.2].
Uwe Albrecht

5. Nachweise der Tragfähigkeit

Zusammenfassung
Zur Querschnittsbemessung werden die idealisierten Spannungsdehnungslinien des Betons und des Betonstahls zugrunde gelegt. Für den Beton wird in der Regel das Parabe-Rechteck-Diagramm nach Bild 5.1 gewählt. Zulässig ist auch eine bilineare Spannungsdehnungslinie oder ein rechteckiger Spannungsblock, s. EC 2, Bild 4.3 und 4.4.
Uwe Albrecht

6. Nachweise der Gebrauchstauglichkeit

Zusammenfassung
Hohe Betondruckspannungen können Längsrisse oder Mikrorisse im Beton verursachen. Außerdem ist dann mit überproportionalen Kriechverformungen zu rechnen. Auf der Zugseite können nichtelastische Verformungen des Betonstahls zu großen und ständig offenen Rissen führen. Deshalb sind die Betondruckspannungen und die Stahlspannungen zu begrenzen [4.4.1.1]. Ein Nachweis ist jedoch nur in Ausnahmefällen erforderlich, wozu [20] weitere Angaben enthält.
Uwe Albrecht

7. Tragfähigkeit schlanker Druckglieder / Stabilitätsnachweis

Zusammenfassung
Die Tragfähigkeit schlanker Druckglieder wird maßgeblich durch die Verformungen bestimmt — Theorie II. Ordnung -. Die Auswirkungen nach Theorie II. Ordnung müssen immer dann berücksichtigt werden, wenn sie die Tragfähigkeit um mehr als 10% verringern. Als Entscheidungskriterium dient die Schlankheit des Druckgliedes.
Uwe Albrecht

8. Bewehrungsregeln

Zusammenfassung
Die folgenden Regelungen beziehen sich auf
  • gerippte Stäbe mit der Streckgrenze
  • f yk = 500 N/mm2
  • BSt 500 nach Tabelle 3.4 bzw. S500 nach europäischer Bezeichnung.
Uwe Albrecht

9. Konstruktionsregeln

Zusammenfassung
Die Zugbewehrung darf bei Betonstahl S500
A s,min = 0,0015 • b t d (9.1)
b t .... mittlere Breite der Zugzone
nicht unterschreiten. Bei Plattenbalken mit gedrücktem Gurt ist für b t , die Stegbreite maßgebend [5.4.2.1.1].
Uwe Albrecht

10. Nachträglich ergänzte Querschnitte

Zusammenfassung
Bei vielen Stahlbetonbauten werden Teilfertigteile — Elementdecken, Balkenstege — in Verbindung mit Ortbeton verwendet. Auch bei dem als Beispiel gewählten Gebäude bietet es sich an, Elementplatten und Teilfertigteile als Steg der Nebenträger vorzusehen und durch Ortbeton zu ergänzen.
Uwe Albrecht

Backmatter

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