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Über dieses Buch

Die Standorte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in Deutschland als ein Spiegel der deutschen Wirtschaft? Auf den ersten Blick scheinen Wirtschaftsprüfung, respektive Wirtschaftsprüfungs­ gesellschaften, und Wirtschaftsgeographie nicht sonderlich viele Berührungspunkte zu haben. Dies mag prospektive Leser des vorliegenden Bandes etwas verwirren. Doch sind Standorte wirtschaftlicher Einrichtungen ja der geographische Nieder­ schlag vielfältiger, wenn auch zum Teil nur flüchtiger Verflechtungen. Wir wissen, daß Standorte nicht immer nur die aktuellen Bezugsfelder der Akteure spiegeln. Wir wissen aber auch, daß sie nicht immer den Kriterien reiner Rationalität oder gar Optimalität in bezug auf die wirtschaftlichen Netzwerke entsprechen können. Dennoch sind sie wichtige Indikatoren dafür, oft sogar die einzigen, derer wir hab­ haft werden können. In diesem Sinne vermögen die Standorte der deutschen Wirt­ schaftsprüfungsgesellschaften in mehrfacher Hinsicht geographisch relevante Aus­ sagen zu erschließen. Konkret sind es drei Aspekte, die sich im Inhalt dieser Arbeit verfolgen lassen: Die Wirtschaftsprüfungstätigkeiten als Dienstleistungen für mittelgroße und große Unternehmen. Die Standorte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften als Indikator für die räumliche Verteilung der gepriiften Firmen. Die Standorthäufigkeit als Indikator für die Bedeutung und Wirtschaftskraft der gewählten Städte. Der erste dieser Aspekte ergibt sich aus dem gesetzlichen Auftrag und der Be­ schränkung der Tätigkeit der zugelassenen Wirtschaftsprüfer und -prüfungsgesell­ schaften auf ein nationales Territorium. Die Firmen die sich freiwillig oder gesetz­ lich gefordert prüfen lassen, müssen hierzu einheimische Prüfer heranziehen.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Zusammenfassung
Veröffentlichungen zu Standortfragen liegen in der betriebswirtschaftlichen und wirtschaftsgeographischen Literatur in umfangreichem Maße vor. Dabei wurden die Arbeiten aber im wesentlichen aus der Blickrichtung der Wirtschaftsgeographie allgemein angefertigt. Eine sich den Besonderheiten der Dienstleistungswirtschaft annehmende Dienstleistungsgeographie i. S. eines gleichberechtigten Teilbereiches der Wirtschaftsgeographie — neben Bereichen wie Agrar-, Industrie- oder Fremdenverkehrsgeographie — besteht erst seit den späten 80er Jahren. Auch sind empirische Arbeiten auf der Grundlage aktueller Datenbestände zu einzelnen Dienstleistungen, bzw. Dienstleistungssegmenten, noch die seltene Ausnahme.
Peter Brase

2. Theoretische Grundlagen zur Standortfrage von Betrieben des Quartären Sektors in der Wirtschaftsgeographie

Zusammenfassung
Die Bearbeitung von Standortfragen von Betrieben des quartären Sektors ist in der Wirtschaftsgeographie weitgehend vernachlässigt worden, und das, obwohl aufgrund der zunehmenden weltwirtschaftlichen Arbeitsteilung diesem Sektor eine zunehmende wirtschaftliche Bedeutung zukommt. Vor dem Hintergrund der zu treffenden Standortentscheidungen dieser Betriebe ist es erforderlich, sich mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Schließlich ist die Standortwahl — aufgrund der mit der Entscheidung verbundenen Konsequenzen — einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren eines Betriebes (vgl. dazu MEYER 1960; BÖVENTER 1979).
Peter Brase

3. Begriffsdefinitionen und Abgrenzung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften als Betriebe des Quartären Sektors

Zusammenfassung
Im vorangegangenen Kapitel 2 wurden die allgemeinen theoretischen Grundlagen zur Standortfrage von Betrieben des quartären Sektors hinreichend erläutert. In diesem Kapitel erfolgt die Definition des Begriffs der Wirtschaftsprüfung, die kurze Nachzeichnung der Entwicklung des Berufsstandes bis zu seiner gegenwärtigen Bedeutung sowie die Darstellung der Aufgaben und Leistungen. Bei dieser Darlegung sind sowohl die räumlichen Aufgaben — i. S. eines Untersuchungsgebietes — als auch die fachlichen Aufgaben — i. S. eines Untersuchungsfeldes — zu betrachten. In weiteren Schritten werden der Dienstleistungscharakter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften diskutiert und diese Gesellschaften anhand verschiedener Kontextmerkmale systematisiert.
Peter Brase

4. Charakterisierende Merkmale der Grossen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Zusammenfassung
Die Darstellung der großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erfolgt anhand der schon im vorangegangenen Kapitel 3.5 verwendeten Kontextmerkmale. Außerdem ist näher auf die internationale Ausrichtung dieser Gesellschaften, als hinzukommendes charakterisierendes Merkmal, einzugehen.
Peter Brase

5. Gesamtdarstellung und Analyse der Standortsituation von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in der Bundesrepublik Deutschland

Zusammenfassung
In den vorangegangenen Kapiteln erfolgte die Abgrenzung und Definition des in der vorliegenden Arbeit zu behandelnden Untersuchungsgegenstandes. Inhalt des nachfolgenden Kapitels 5 ist die darauf aufbauende Darstellung und Analyse der Standortsituation nach unterschiedlichen inhaltlichen und räumlichen Aggregationsstufen. Zunächst ist aber die Anlage der empirischen Untersuchung zu konkretisieren, bevor die sich anhand des Datenmaterials ergebenden räumlichen Strukturen untersucht werden können.
Peter Brase

6. Die Standortmuster der Sieben Grossen / Internationalen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Zusammenfassung
Nach der systematischen Untersuchung der räumlichen Verteilung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften in den vorangegangenen Kapiteln ist nun die räumliche Verteilung der sieben großen marktbeherrschenden WP-Gesellschaften auf das Untersuchungsgebiet zu analysieren. Bei der Darstellung dieser Gesellschaften knüpft die Untersuchung an die bereits in Kapitel 4.1 ausgeführten Grundlagen an.
Peter Brase

7. Die Standortstrukturen der Kleinen / Mittelgrossen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften

Zusammenfassung
Für die Darstellung der vollständigen Standortsituation der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften ist neben den Standortmustern der großen WP-Gesellschaften auch auf die der kleinen und mittelgroßen WP-Gesellschaften einzugehen. Denn gerade diese sind ein die Standortsituation prägendes Merkmal, wenn auch nicht aufgrund ihrer Bedeutung innerhalb der Branche, so doch durch ihre mengenmäßige Überzahl gegenüber den großen Prüfungsgesellschaften.
Peter Brase

8. Die Standortmuster aus der Perspektive der Deutschen Steuerungszentralen

Zusammenfassung
Bisher wurden die Standortorientierungen und -vernetzungen113 der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften aus primär betrieblicher Sicht analysiert. Abschließend scheint es geboten, die Sichtweise auf die Perspektive der führenden Standortzentren, die gleichzeitig volkswirtschaftliche Steuerungszentralen sind, zu konzentrieren. Dadurch lassen sich ebenfalls wesentliche Erkenntnisse zur funktionalen Bedeutung der Städte als Kontroll- und Entscheidungszentren ableiten.
Peter Brase

9. Zusammenfassung und Ausblick

Zusammenfassung
Als Abschluß der Arbeit erfolgt eine Zusammenfassung der wesentlichen Untersuchungsergebnisse, sowie einige Ausführungen zu ihrer wirtschaftsgeographischen Relevanz und auf abzuleitende, zukünftige Aufgabenfelder zur Weiterentwicklung der wirtschaftsgeographischen Forschung.
Peter Brase

Backmatter

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