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Über dieses Buch

Die Arbeit interkultureller Trainerinnen und Trainer steht dem scheinbar unüberbrückbaren Dilemma zwischen dem Bedürfnis der Teilnehmenden nach Orientierung einerseits und dem eigenen Anspruch an angemessene Komplexität andererseits gegenüber. Stereotype helfen dabei, die Welt zu ordnen und zu verstehen, gleichzeitig führen sie jedoch zu Ausgrenzung und engen unsere Wahrnehmungsmöglichkeiten ein. In der theoretisch fundierten Analyse der aktuellen Praxis interkultureller Trainings in Deutschland sucht Jessica Haß zu ergründen, wie interkulturelles Training vor dem Hintergrund eines offenen und dynamischen Kulturverständnisses gelingen kann.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Stereotype im interkulturellen Training: Dilemma ohne Ausweg?

Zusammenfassung
Das Thema „Vorurteile und Stereotype“ wird immer mehr zum Modethema in nicht-wissenschaftlicher Literatur und in analogen und digitalen Massenmedien. Humoristische Bücher wie etwa Adam Fletchers Wie man Deutscher wird in 50 einfachen Schritten oder Yanko Tsvetkovs Atlas der Vorurteile verkaufen sich genauso gut wie die politische bzw. populärwissenschaftliche Auseinandersetzung in Tages- und Wochenzeitungen. So widmete zum Beispiel Die Zeit dem Thema im Februar 2016 eine ganze Ausgabe.
Jessica Haß

Kapitel 2. Kultur

Zusammenfassung
Die Frage danach, wie in interkulturellen Trainings sinnvoll mit Stereotypen umgegangen werden kann, setzt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Begriff „Kultur“ und damit zusammenhängend mit dem Konzept „Interkulturalität“ voraus und zwar nicht nur, weil es sich um vorwiegend kulturelle Stereotype in interkulturellen Trainings handelt. Vielmehr wird sich zeigen, dass die Konstruktion von Stereotypen entscheidend durch das vorherrschende Kulturverständnis beeinflusst wird. So ist auch der Diskurs um Stereotype im interkulturellen Training eng mit dem Diskurs um den sich wandelnden Kulturbegriff in der Interkulturellen Kommunikation verzahnt.
Jessica Haß

Kapitel 3. Stereotyp

Zusammenfassung
Zu Stereotypen, Vorurteilen und Diskriminierung ist bereits viel geforscht worden und doch ist die gesellschaftliche Bedeutung des Themas ungebrochen. So schreibt Herausgeberin Stefanie Rathje in der gerade erschienenen Ausgabe des Interculture Journal mit dem Titel Stereotype und Diskriminierung – ewige Renaissancen?
Jessica Haß

Kapitel 4. Interkulturelles Training

Zusammenfassung
Im einführenden Kapitel dieser Arbeit wurden Problemstellung und Forschungsstand zu Stereotypen in interkulturellen Trainings bereits ausführlich dargestellt und sollen darum hier nur noch einmal kurz zusammengefasst werden: Interkulturelle Trainings werden vor allem im wissenschaftlichen, aber auch im praxisorientierten fachlichen Diskurs dafür kritisiert, Stereotype bei den Teilnehmenden häufig erst hervorzurufen oder zu verstärken. Diese Arbeit hat es sich darum zum Ziel gesetzt, die Rolle von Stereotypen für interkulturelle Trainings durch einen empirischen Einblick in die Trainingspraxis in Deutschland zu erforschen und Empfehlungen für einen angemessenen Umgang mit Stereotypen zu entwickeln. In den vorausgegangenen Kapiteln sind die Konzepte „Kultur“ und „Stereotyp“ einer genaueren Betrachtung unterworfen worden.
Jessica Haß

Kapitel 5. Fazit: Empfehlungen für den Umgang mit Stereotypen in interkulturellen Trainings

Zusammenfassung
Auf Basis der empirischen Untersuchung und der theoretischen Beschäftigung mit der Frage nach einem angemessenen Umgang mit Stereotypen in interkulturellen Trainings wird in diesem Kapitel eine Liste mit Empfehlungen formuliert.
Jessica Haß

Backmatter

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