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Über dieses Buch

Robert Helbig präsentiert erstmals mittels eines systemtheoretisch orientierten Ansatzes ein einheitliches und systematisches Begriffsverständnis von Steuerkomplexität – eines in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Begriffs. Durch die Anwendung priorisierender Dimensionen (Vernetztheit, Eigendynamik, Intransparenz) gelingt dem Autor eine geordnete Analyse verschiedener Komplexitätsphänomene (z.B. Steuersatzwirkungen, Vernetzungen innerhalb von Rechtsquellen, Principal Agent-Verhältnis zwischen Steuerpflichtigen und Fiskus usw.) sowie eine Phänomen übergreifende Erarbeitung von Maßnahmen zur Handhabung von Steuerkomplexität (z.B. Signaling, Screening, Konsensorientierung).

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Der Begriff Steuerkomplexität wird sowohl in der Wissenschaft als auch in der Öffentlichkeit oft diskutiert und ist in der Mehrzahl der Fälle negativ konnotiert.

Robert Helbig

Kapitel 2. Stand der Forschung zum Begriff der Steuerkomplexität

Die Gestaltung eines Steuersystems erfordert stets die Einhaltung gesellschaftlicher Grundprinzipien und Rahmenbedingungen. So sollte ein optimales Steuersystem derart ausgestaltet sein, dass es das Hauptziel erfüllt, nämlich die Finanzierungsfunktion für den Staat. Nebenzielsetzungen sind die Gleichbehandlung aller Steuerpflichtigen, Effizienz im Sinne von geringen Verzerrungen wirtschaftlicher Entscheidungen sowie Einfachheit im Sinne der Vermeidung unnötiger Kosten auf Seiten der Steuerzahler und des Steuerstaats.

Robert Helbig

Kapitel 3. Systemtheorie und soziale Systeme

Die Anfänge der Systemtheorie reichen bis in die griechische Antike zurück, in der Vertreter wie z. B. Aristoteles und Plato für eine ganzheitliche Weltanschauung (Holismus) eintraten. Ausgangspunkt der damaligen Zeit war die Annahme, dass Gesamtheiten qualitative Merkmale aufweisen, die sich nicht vollständig durch die Analyse ihrer einzelnen Bestandteile erklären lassen. Man folgte dem Gedanken, dass Art und Verhalten der Elemente und Beziehungen innerhalb dieser Gesamtheiten von hoher Bedeutung sind und dass bestimmte Ereignisse und Verhaltensweisen nur im Kontext der Gesamtheit nachvollzogen werden können.

Robert Helbig

Kapitel 4. Komplexität in sozialen Systemen

Der Begriff Komplexität wird im allgemeinen Sprachgebrauch meist undifferenziert dafür eingesetzt, unübersichtliche und schwer verständliche Situationen zu beschreiben. In der Wissenschaft existieren zahlreiche Definitionsansätze für den Begriff der Komplexität. Diese grenzen sich voneinander ab, indem sie unterschiedliche Komplexitätsaspekte in Abhängigkeit der fokussierten Problemstellung jeweils stärker betonen.

Robert Helbig

Kapitel 5. Das Steuersystem

Der Begriff des Steuersystems ist in der Literatur unterschiedlich belegt. Aus rechtswissenschaftlicher und aus politischer Perspektive wird der Begriff zumeist verwendet, um das Vorhandensein steuerrechtlicher Regelungen sowie deren Zusammenhänge untereinander zu charakterisieren – eine an Regeln und Prinzipien orientierte Gesamtheit von Gesetzen, Steuerrechtsverordnungen und Verwaltungsvorschriften.

Robert Helbig

Kapitel 6. Komplexität im Steuersystem

Der Begriff der Steuerkomplexität wurde aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, wobei die jeweiligen Standpunkte mit unterschiedlicher Intensität juristisch oder ökonomisch ausgeprägt und objekt- oder subjektorientiert ausgerichtet sind.

Robert Helbig

Kapitel 7. Maßnahmen zur Komplexitätshandhabung

Wie aus den Ausführungen dieser Arbeit deutlich wurde, ist eine Vereinfachung des Steuersystems im Sinne einer Komplexitätsreduktion nur sehr eingeschränkt möglich.

Robert Helbig

Kapitel 8. Zusammenfassung der Ergebnisse und Ausblick

Komplexität in Steuersystemen ist ein kontrovers und uneinheitlich diskutierter Begriff, der sich letztlich als Aufwand für alle Subjektelemente des Steuersystems und damit als Kostentreiber für den Steuerstaat in Form von Administrative Costs und für die Steuerpflichtigen in Form von Compliance Costs niederschlägt.

Robert Helbig

Backmatter

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