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02.01.2018 | Steuerrecht | Nachricht | Onlineartikel

Firmen sollen weniger Steuern zahlen

Autor:
Johanna Leitherer

In Anbetracht der Steuerreform in den USA will die CSU die Unternehmensabgaben in Deutschland senken. Damit verhärten sich die Gespräche zu einer Regierungsbildung mit der SPD abermals.

Noch vor Weihnachten hatte Andrea Nahles, Fraktionschefin der SPD, auf höhere Steuern für Reiche gedrungen. Diese schließt die CSU angesichts der internationalen Entwicklungen in ihrem Entwurf für ihre Landesgruppentagung jedoch aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Denn zum Jahresende 2017 hat US-Präsident Donald Trump seine umstrittene Steuerreform auf den Weg gebracht. Hauptziel der Trump-Regierung ist  unter anderem, die Unternehmenssteuer von 36 auf 21 Prozent zu senken, womit die Wirtschaftsmacht unter den OECD-Durschnitt fällt. "Unsere Antwort auf die US-Steuerreform muss ein Dreiklang aus Planungssicherheit, Steuersenkungen und Verbesserung der Abschreibungsbedingungen sein", heißt es deshalb im "Wachstumsplan für Deutschland" der CSU. Zudem fordert die Partei Entlastungen über die Einkommenssteuer und die Abschaffung des Solidaritätszuschlags. Da auch in Frankreich und Großbritannien Steuersenkungen geplant sind, droht der Bundesrepublik einer der höchsten Unternehmenssteuersätze im internationalen Vergleich, so die CSU-Landesgruppe um Alexander Dobrindt. 

Steuervorteile für Forschung und Digitalisierung

Vor allem forschende Unternehmen sollen laut CSU steuerlich gefördert werden. Damit wolle man Deutschland als Forschungs- und Innovationsstandort stärken, der oftmals durch Bürokratie ausgebremst werde. Dem will die CSU mit individuellen Ansprechpartnern entgegenwirken und Vorfahrt bei behördlichen Entscheidungen gewähren. Darüber hinaus nimmt die Digitalisierung eine Schlüsselrolle in der CSU-Steuerpolitik ein. Unternehmen, die in den digitalen Wandel investieren, sollten laut der Partei steuerlich entlastet werden.

Was die steuerpolitische Haltung der CSU für die Gespräche zur Regierungsbildung bedeutet, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Ab dem 7. Januar setzen sich Vertreter von CDU/CSU und SPD erneut zusammen, um über die Möglichkeit einer großen Koalition zu verhandeln.

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