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25.04.2013 | Steuerrecht | Im Fokus | Onlineartikel

ERP-System: Umsatzsteuerrisiken durch Anwendungsfehler

Autor:
Sylvia Meier

Das Umsatzsteuerrecht ist sehr komplex. Gerade hier werden in der Unternehmenspraxis durch Ungenauigkeiten oft Fehler gemacht. Umsatzsteuer-Sonderprüfungen sind für den Fiskus auch deshalb sehr rentabel. In 2012 erzielten diese ein Mehrergebnis von rund 2,3 Milliarden Euro.

Dies gibt das Bundesfinanzministerium in einer aktuellen Meldung bekannt. Interessant dabei ist, dass in diesem Betrag die Ergebnisse aus der Teilnahme von Umsatzsteuer-Sonderprüfern an Betriebsprüfungen nicht enthalten sind.

Wie effektiv der Einsatz von Prüfern für diese Form von Außenprüfung ist, zeigt sich durch die statistischen Aufzeichnungen der obersten Finanzbehörden der Länder. In 2012 waren im Schnitt 1.904 Umsatzsteuer-Sonderprüfer im Einsatz. In den 91.198 Umsatzsteuer-Sonderprüfungen wurden insgesamt rund 2,3 Milliarden Euro an Mehrergebnis erbracht. Überträgt man diese Zahlen auf den einzelnen Prüfer, bedeutet dies, dass jeder Prüfer im Schnitt ein Mehrergebnis von 1,2 Millionen Euro erzielte. Diese Statistik zeigt einmal mehr, wie kostspielig Ungenauigkeiten bei der Umsatzsteuer für Unternehmen werden können. Und Fehlerquellen lauern allein schon bei der Nutzung von Systemen.

Umsatzsteuer und Controlling

In ihrem Beitrag "ERP und Umsatzsteuer: "Häufig eine gefährliche Kombination" gehen die Autoren Grote und Jansen auf die Anwendungsrisiken von Enterprise-Ressource-Planning-Systemen(ERP) im Hinblick auf die Umsatzsteuer ein. So stellen die Autoren fest, dass diese Systeme von Controllern in der Praxis zwar häufig genutzt werden - allerdings ohne bei der Konvertierung des Systems den Fokus auf die Umsatzsteuer zu legen. Automatisierte Vorgänge können daher - aus steuerlicher Sicht - zu Fehlern führen. Und eben diese Fehler können eine Prüfung durch das Finanzamt kostspielig werden lassen. Deshalb muss geprüft werden:

  1. Wurde das ERP-System korrekt eingerichtet und konfiguriert - auch aus steuerlicher Sicht?
  2. Sind die Mitarbeiter ausreichend geschult worden, um Anwendungsfehler zu vermeiden?
  3. Welche Kontrollmechanismen gibt es? Sind diese den Mitarbeitern auch bekannt?

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