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Steuerrecht

weitere Buchkapitel

5. Kapitel 5: Im Porträt: die 25 besten Finanzberater Deutschlands

Wissen Sie, welches Datum als Sehnsucht für Reichtum gilt? Wissen Sie, wann ein wahrer Wahn um ein Leben als Millionär ausbrach? Seit dem ersten Goldfund 1849 im Sacramento River in Kalifornien ist das Hoffen auf schnellen Reichtum in Mode gekommen.

Jean Meyer

Rahmenbedingungen des internationalen Marketings

Bei der Betätigung auf internationalen Märkten gilt es, eine Vielzahl von Rahmenbedingungen zu beachten, um erfolgreich agieren zu können. Managemententscheidungen sind entsprechend an diese Rahmenbedingungen anzupassen bzw. auf diese Rahmenbedingungen auszurichten. Welche Rahmenbedingungen in welchem Land in welchem Ausmaß zu berücksichtigen sind, kann nur im jeweiligen Einzelfall bestimmt werden.

Ralph Berndt, Claudia Fantapié Altobelli, Matthias Sander

Kapitel 2. Der EU-Austritt des Vereinigten Königreichs

Was Sie aus diesem Kapitel mitnehmen Grundlagen – wie kam es zum Brexit? Regelungen des EU-Austrittsabkommens und Bedeutung des sog. „Übergangszeitraums“ Mögliche Szenarien für das Verhältnis zwischen EU und Vereinigtem Königreich nach Ablauf des Übergangszeitraums Auswirkungen des Brexit auf Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und britischen Unternehmen Rechtliche Qualifizierung des Brexit nach deutschem Recht und nach internationalen Rechtsfiguren Notwendigkeit zur Anpassung bestehender Verträge mit Unternehmen im Vereinigten Königreich

Matthias J. Annweiler

Kapitel 3. Aufbau von Motorenprüfständen

Aus dem Aufbau und der Funktionsweise des Motors nach Kap. 2 folgt der Aufbau des Motorenprüfstandes. Die Edukte, also Kraftstoff und Luft, müssen dem Motor unter definierten Bedingungen zugeführt und deren Menge gemessen werden, die Prozesse der Gemischbildung und Verbrennung müssen gesteuert und gemessen werden und die Produkte (mechanische Arbeit, Verlustwärme und Abgase) müssen ebenfalls beherrscht und gemessen werden. Weiterhin müssen definierte Betriebsbedingungen herrschen. Die Hilfskreisläufe des Motors (Kühlmittel, Öl) müssen dazu herausgeführt werden, um reproduzierbare Temperaturen und Drücke einzustellen und um Messungen an diesen Medien durchzuführen. Einige wichtige und gut abgrenzbare Teilsysteme werden in den folgenden Kapiteln detailliert behandelt, einige Teilsysteme sind in diesem Kapitel am besten aufgehoben.Um den Prüfstand herum sind Kontrollräume, Vorbereitungsräume, Kraftstofflager, Gaslager und andere Räume einzurichten. Die Anlage erfordert eine umfangreiche technische Gebäudeausstattung, die über den Bedarf anderer Laborgebäude hinausgehen kann. Aus mechanischer Sicht sind die beiden wichtigsten Geräte im Prüfstand der Prüfling selbst und die Belastungseinheit, die realistische Betriebsbedingungen des Motors unter Last erzeugen kann und oft durch eine elektrische Maschine realisiert wird.

Kai Borgeest

Kapitel 2. Begründung des Arbeitsverhältnisses

Dieses Kapitel vermittelt: eine chronologisch aufgebaute, von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung eines Bewerbers reichende, Übersicht über wichtige arbeitsrechtliche Rechtsfragen, eine Darstellung rechtlich zulässiger und unzulässiger Fragen bzw. Fragekategorien sowie möglicher Antworten im Rahmen des Bewerbungsgesprächs, das Aufzeigen von Handlungsoptionen bei Ablehnung oder Zustimmung zur Einstellung.

Klaus Sakowski

2. Die Internationalisierungsentscheidung

Am Beginn jeder Internationalisierung steht die generelle Entscheidung, sich auf Auslandsmärkten engagieren zu wollen. Der Anstoß dafür kann sowohl aus dem Unternehmen selbst als auch von außen kommen. Zusätzlich zu den wichtigsten Motiven für die Internationalisierung werden in diesem Kapitel auch die damit verbundenen Risiken diskutiert, welche neben den Chancen (von potenziellen Umsatz- und Gewinnzuwächsen bis hin zu Effizienz- und Kostenvorteilen) nicht vernachlässigt werden sollten. Damit die Internationalisierungsentscheidung positiv ausfällt, müssen aber auch interne Voraussetzungen im Unternehmen erfüllt sein, welche eine erfolgreiche Auslandstätigkeit überhaupt erst möglich machen. Dazu zählen das entsprechende Commitment des Managements ebenso wie das Vorhandensein der notwendigen Fähigkeiten zur Internationalisierung sowie von Wettbewerbsvorteilen, die im Ausland genutzt werden können. Zum Abschluss des Kapitels wird ein typischer Ablauf des Entscheidungsprozesses zur Internationalisierung vorgestellt, der in der Praxis nicht immer systematisch durchgeführt wird.

Dietmar Sternad

10. Die Nutzung des Internets im Exportgeschäft

Das Internet eröffnet exportierenden Betrieben völlig neue Möglichkeiten zur Bearbeitung von Auslandsmärkten. Der Online-Vertrieb kann eine Alternative zur physischen Präsenz eines Unternehmens im Ausland darstellen. So müssen Unternehmen nicht zwingend einen eigenen Standort im Zielmarkt errichten, wodurch Kosten für den Aufbau und den Betrieb von Auslandsstandorten eingespart werden. Das Internet kann aber auch zusätzlich zu physischen Vertriebskanälen genutzt werden, zum Beispiel, um Märkte noch intensiver bearbeiten oder mehrere Kundengruppen im Zielmarkt erreichen zu können. Neben dem Vertrieb kann das Internet auch zu Marketingzwecken genutzt werden. In jedem Fall sollten exportierende Unternehmen aber vorab genau prüfen, ob sie selbst dazu in der Lage sind, Geschäfte über das Internet abzuwickeln und ob sich die Bearbeitung eines bestimmten Zielmarktes über diesen Vertriebskanal lohnt, da das länderspezifische Kaufverhalten im Internet je nach Zielmarkt stark variieren kann.

Gabriele Weiß, Melanie Krenn, Sarah Lehnert, Dietmar Sternad

13. Dienstleistungsexport

Der Export von Dienstleistungen weist im Vergleich zum klassischen Sachgüter-Export einige wesentliche zu beachtende Besonderheiten auf. So wirken sich manche Charakteristika von Dienstleistungen, wie zum Beispiel ihre Immaterialität und Nichtlagerfähigkeit, auch auf die grenzüberschreitende Geschäftstätigkeit aus. Da das Angebot und die Erbringung von Dienstleistungen auf Auslandsmärkten meist sehr personalintensiv ist, werden in diesem Kapitel auch relevante Aspekte der internationalen Personalpolitik näher behandelt (z. B. Mitarbeiterentsendungen). Ein weiterer Abschnitt dieses Kapitels beschäftigt sich mit der Organisation der internationalen Leistungserstellung, und zwar sowohl im Hinblick auf die Anpassung von internen Strukturen als auch bezüglich der operativen Abwicklung des täglichen Geschäfts. Abschließend werden rechtliche Rahmenbedingungen erörtert, die von international tätigen Dienstleistungsunternehmen beachtet werden sollten.

Melanie Krenn, Petra Gollner, Dietmar Sternad

Kapitel 5. Entwicklungsphasen der öffentlichen Verwaltung in Deutschland

am Ende dieses Kapitels sollten Sie einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungsphasen und Reformansätze der öffentlichen Verwaltung in Deutschland gewonnen haben, Möglichkeiten und Grenzen von Verwaltungsreformen abschätzen können, die Problemlagen der Verwaltungstransformation im Zuge der deutschen Einheit sowie die neuen Herausforderungen für die öffentliche Aufgabenerledigung durch den fortschreitenden Europäisierungsprozess kennen.

Jörg Bogumil, Werner Jann

Kapitel 4. Interne Strukturen und Prozesse öffentlicher Organisationen

am Ende dieses Kapitels sollten Sie einen Überblick über die zentralen Elemente, Vorteile und Probleme bürokratischer Organisationen und Verfahren haben; deren Ausgestaltung auf der Ebene der Ministerien und Kommunen in der Bundesrepublik sowie die wichtigsten Kritikpunkte kennen; unterschiedliche Möglichkeiten von Planung und Entscheidung in der öffentlichen Verwaltung und wichtige klassische Entscheidungstheorien kennen; die vielfältigen Beziehungen zwischen Politik und Verwaltung und die dabei relevanten normativen Vorstellungen verstehen; sowie erkennen, dass es in der Politikberatung meistens um Verwaltungsberatung geht.

Jörg Bogumil, Werner Jann

Kapitel 3. Institutioneller Aufbau der öffentlichen Verwaltung in Deutschland

am Ende dieses Kapitels sollten Sie wissen, was man unter öffentlichen Aufgaben versteht, wie veränderbar diese sind und in welchem Zusammenhang sie mit dem Ausmaß der jeweiligen Staatstätigkeit stehen, die öffentliche Aufgabenverteilung und den Verwaltungsaufbau im föderalen Bundesstaat Deutschland kennen, die Besonderheiten öffentlicher Personalwirtschaft und der öffentlichen Finanzversorgung verstehen sowie verschiedene Mechanismen der Kontrolle des Verwaltungshandelns überblicken.

Jörg Bogumil, Werner Jann

Kapitel 6. Insolvenzgründe im Überblick

Ein Unternehmen ist im juristischen Sinn insolvent, wenn ein Zustand verwirklicht ist, den das Gesetz als „Insolvenzgrund“ bezeichnet. Das deutsche Recht kennt zwei Insolvenzgründe: Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Christoph Poertzgen

Kapitel 18. Grundlagen des betrieblichen Rechnungswesens

Das betriebliche Rechnungswesen ist Bestandteil des betrieblichen Informationssystems. Es erfasst und verarbeitet Mengen und Werte aller Geld- und Leistungsströme, die im Zusammenhang mit dem betrieblichen Leistungsprozess entstehen. Dabei stehen interne und externe Adressaten im Fokus. Zwecke des betrieblichen Rechnungswesens sind die Dokumentation, Planung, Steuerung und Überwachung dieser betrieblichen Leistungsprozesse.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 19. Rechnungslegung nach HGB

Der Jahresabschluss ist der rechnerische Abschluss eines kaufmännischen Geschäftsjahres Jahresabschlüsse dienen der Kompetenzabgrenzung der verschiedenen Anspruchsgruppen (Stakeholder) an Unternehmen wie Eigentümer, Fremdkapitalgeber, Management und Staat. Als Zwecke der Rechnungslegung sind in Deutschland die Zahlungsbemessung, die Verhaltenssteuerung und Ablegung der Rechenschaft sowie die Information über künftig erwartete Einzahlungsüberschüsse.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

Kapitel 20. Rechnungslegung nach IFRS

IFRS (International Financial Reporting Standards) sind mittlerweile für Unternehmen in der ganzen Welt mehr oder weniger verpflichtend, weil mit ihnen eine „einheitliche Sprache“ auf den Kapitalmärkten geschaffen wurde. Der Grad der Verpflichtung und der Umfang variieren jedoch. Innerhalb der EU müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen nur bei der Aufstellung konsolidierter Abschlüsse ein einheitliches Regelwerk internationaler Rechnungslegungsstandards (IFRS) anwenden (Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom Juli 2002). Nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen dürfen darüber hinaus in Deutschland einen IFRS-Konzernabschluss aufstellen. Für den Jahresabschluss mit dem Ziel der Ausschüttungsbemessung und Nominalkapitalerhaltung hingegen sind in Deutschland die IFRS weiterhin nicht relevant; allein für die Offenlegung darf hier ein IFRS-Jahresabschluss herangezogen werden.

Jean-Paul Thommen, Ann-Kristin Achleitner, Dirk Ulrich Gilbert, Dirk Hachmeister, Svenja Jarchow, Gernot Kaiser

9. Wirtschaftswissenschaften und Nachbardisziplinen

Während in den letzten Kapiteln Paradigmen der Wirtschaftswissenschaften im engeren Sinne besprochen wurden, geht es in diesem Kapitel um Wissenschaften, die sich an der Grenze zwischen Ökonomie und anderen Wissenschaften befinden. Exemplarisch werden drei herausgegriffen: Wirtschaftsgeschichte, Wirtschaftsrecht und Wirtschaftsinformatik – und ihre Logik im Vergleich mit der Logik der Ökonomie.

Christian Thielscher

5. Wirtschaft und Staat

Das Nachdenken über „Wirtschaft“ kann sich auch beziehen auf die „Wirtschaft“ eines Staates. Es sind im Wesentlichen zwei Fragen, die in diesem Zusammenhang interessieren: 1. Wie sieht die Wirtschaftsverfassung als Teil der Staatsverfassung aus? Eine Verfassung regelt Grundlagen des Staatsaufbaus, das Verhältnis des Staates seinen Normunterworfenen gegenüber und deren wichtigste Rechte und Pflichten. Ein wesentlicher Teil dieser Regelungen betrifft wirtschaftliche Vorgänge (zur Diskussion des Begriffs „wirtschaftlich“ s. im Einleitungskapitel). Ein Beispiel ist die Wirtschaftsordnung: sollen wirtschaftliche Vorgänge zentral geplant werden (wie in der früheren DDR) oder den Marktkräften überlassen werden? 2. Welche Aufgaben übernehmen der Staat und andere öffentliche Einrichtungen (z. B. die Sozialversicherung) und wie finanzieren sie sich? Je nach Verfassung können öffentliche Einrichtungen mehr oder weniger Aufgaben übernehmen; dafür benötigen sie finanzielle Mittel, die auf verschiedene Weise erhoben und unterschiedlich effizient eingesetzt werden können. Welche Vorgehensweise ist optimal? – Letzteres wird auch „Finanzwissenschaft“ genannt.

Christian Thielscher

Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung – Berufsperspektiven in High-End-Branchen

Die beiden Branchen Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung erfreuen sich zur Zeit eines nicht enden wollenden Booms. Die Berufs- und Karriereaussichten sind hervorragend, die Wege zum Titel sind allerdings sehr anspruchsvoll. Dieser Beitrag soll einen kurzen Überblick über die Karrieremöglichkeiten in den beiden Branchen bieten. Dabei werden nicht nur die fachlichen und akademischen Voraussetzungen dargelegt, sondern auch persönliche und charakterliche Merkmale beschrieben, die zukünftige Berufsträger erfüllen müssen. Weiter werden die praktischen Tätigkeiten in beiden Berufen sowie der Weg zum Titel kurz beschrieben. Abschließend wird ein Ausblick in die Zukunft gewagt.

Maximilian Levasier

§ 12 Koalitionsrecht

Koalitionen sind Zusammenschlüsse von Arbeitgebern oder Arbeitnehmern zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen. Die wichtigsten Koalitionen sind die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände. Sie sind Mitgliederverbände, Berufsorgane und darüber hinaus Interessenwalter aller Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände spielen neben dem Staat die Hauptrolle bei der Gestaltung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen. Sie gehören zu den bedeutsamsten Akteuren in der deutschen Wirtschafts- und Sozialpolitik.

Wolfgang Hromadka, Frank Maschmann

§ 16 Betriebsverfassungsrecht

aa) BetrVG, SprAuG, EBRG, WahlO. Die Mitbestimmung im Betrieb – die Betriebsverfassung – regeln drei Gesetze und zwei Verordnungen. Die wichtigsten Vorschriften enthält das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG). Es wird ergänzt durch die Wahlordnung, die die Einzelheiten der Betriebsratswahlen regelt. Das Sprecherausschussgesetz (SprAuG) behandelt die Betriebsverfassung für die leitenden Angestellten. Auch dazu gibt es eine Wahlordnung. Für die Beteiligung der Arbeitnehmer in Unternehmen, die in verschiedenen Mitgliedstaaten der Europäischen Union tätig sind, gilt zusätzlich das Gesetz über Europäische Betriebsräte (EBRG).

Wolfgang Hromadka, Frank Maschmann

8. Anhang

Die folgenden Tabellen enthalten in alphabetischer Ordnung Literaturempfehlungen bzw. aktuelle Links zu Verwaltungsorganisationen und digitalen Basisverfahren auf Bundesebene, welche Grundlagen für digitale Transformationen von Prozessen auf allen Verwaltungsebenen in der DACH-Region sind (Tab. 8.1 - 8.3).

Hans Werner Streicher

Kapitel 5. Knotenpunkt für Investitionen in der Region

Das Emirat Dubai hat sich sin den vergangenen Jahrzehnten zu einem Knotenpunkt für Investitionen in der Region entwickelt. Die Steuerung regionaler Aktivitäten aus Dubai bietet mitunter steuerliche Vorteile. Investoren müssen sich allerdings mit den investitions- und steuerrechtlichen Rahmenbedingungen der jeweiligen Zielmärkte auseinandersetzen. Das Königreich Saudi-Arabien, dass regelmäßig aus Dubai heraus bedient wird, wartet insoweit mit komplexen Rahmenbedingungen auf.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 15. Knotenpunkt für Investitionen in die VR China

Seit sich China in den achtziger Jahren wirtschaftlich öffnete, diente Hongkong von Anfang an als Sprungbrett in die Volksrepublik. Viele Unternehmen betrachteten Hongkong als eine Art & unten „China light“, in welchem sich wirtschaftliche Tätigkeiten vorbereiten und ausprobieren ließen, ohne damit sogleich unter die, zu diesem Zeitpunkt noch, unübersichtlichen und stark fragmentierten gesetzlichen Vorgaben in China zu unterfallen. Dies verstärkte sich mit der wirtschaftlichen Entwicklung in China zunehmend und es war und ist ein immer noch sehr oft gesehenes Geschäftsmodell, dass zuerst eine Gesellschaft in Hongkong gegründet wird und diese dann als Muttergesellschaft und Holdinggesellschaft einer Tochtergesellschaft in China dient.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 14. Steuerrechtliche Rahmenbedingungen

Hongkong wirbt seit vielen Jahren mit einem einfachen und niedrigen Steuersystem für Firmen und Personen. Betrachtet man die Steuersätze für die persönliche Einkommensteuer, welche progressiv von 2 % bis 17 % mit einem Maximalsteuersatz von 15 % reichen, so mag dies tatsächlich zutreffen. Die Körperschaftssteuer für in Hongkong ansässige Firmen liegt allerdings bei 16,5 %, und es ist offensichtlich, dass es inzwischen viele andere Länder gibt, deren Körperschaftssteuersatz entweder ungefähr gleich ist oder sogar noch niedriger liegt, sodass die obenstehende Aussage mit Vorsicht zu genießen ist.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 10. Knotenpunkt für Investitionen in die ASEAN-Staaten

Singapur wird seit jeher von ausländischen Investoren zur Strukturierung von Investitionen in der Region genutzt. So ist Singapur ein attraktiver Standort für Holdinggesellschaften, verfügt über ein verlässliches und effizientes Rechtssystem, ein flexibles Gesellschaftsrecht für Joint Ventures und einen etablierten Finanzmarkt.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 8. Steuerliche Rahmenbedingungen

Das vorliegende Kapitel bemüht sich um einen knappen aber umfassenden Überblick über die Körperschaft- als auch die persönliche Einkommensteuer und beleuchtet ferner die Themen Umsatzsteuer und Quellensteuern. Nicht unerwähnt bleiben soll das umfassende Netz an Doppelbesteuerungsabkommen, welches Quellensteuern in der Region deutlich reduzieren kann.

Constantin Frank-Fahle, Florian Leber, Stefan Schmierer

Kapitel 6. Ergebnisse: Die Anerkennungsarena Amt aus Sicht der Beschäftigten

Individuelle Verwaltungsakteur/ innen und ihre Sicht auf das Amt als Anerkennungsarena bildeten den Schwerpunkt der rekonstruktiven Auswertungsarbeit. Aussagen zur quantitativen Verteilung entsprechender Fälle sind anhand des Materials nicht möglich (und auch nicht intendiert). Es geht vielmehr um die Bestimmung eines Möglichkeitsraums der subjektiven und handlungspraktischen Aneignungen der gegenwärtigen organisationalen Anerkennungskonfiguration der Ambivalenz seitens der befragten Frontline-Beschäftigten des hoheitlichen Kernbereichs der öffentlichen Verwaltung.

Kathrin Englert

Kapitel 11. Besteuerung von Personenmehrheiten (Ehegatten/Lebenspartnerschaften)

Kirchensteuerpflichtig ist immer nur diejenige – natürliche – Person, die einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft angehört. Dies gilt auch für Ehegatten/Lebenspartnerschaften. Für Zwecke der Besteuerung ist daher zwischen konfessionsgleicher, konfessionsverschiedener und glaubensverschiedener Ehe/Lebenspartnerschaft zu unterscheiden. Viel diskutiert und Gegenstand zahlreicher Entscheidungen der Rechtsprechung bis hin zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ist die Kirchensteuer – das besondere Kirchgeld – in glaubensverschiedener Ehe/Lebenspartnerschaft. Auch wenn die Rechtsprechung diese Form der Kirchensteuer durchweg bestätigt hat, sollte eine kritische Reflektion von Seiten der steuererhebenden Religionsgemeinschaften vorgenommen werden. Die der Einführung des besonderen Kirchgeldes Ende der 60er Jahre zugrundeliegenden Gegebenheiten haben sich gewandelt. Zwei Religionsgemeinschaften haben diese Kirchensteuer ab 2018 abgeschafft.

Jens Petersen

Kapitel 27. Alternative Bemessungsgrundlage für die Kirchensteuer – ein nur theoretischer Ansatz

Im Zuge des im Jahr 2000 verabschiedeten Steuersenkungsgesetzes und den mit der Einführung des Halbeinkünfte/Halbhinzurechnungsverfahrens verbundenen Folgen für die Kirchensteuer durch die systematische Änderung bei der Besteuerung der Einkünfte nach § 3 Nr. 40 EStG ist in der öffentlichen/politischen Diskussion die Frage nach der Leistungsfähigkeit der kirchlichen Körperschaften durch vermutet zurückgehende Einnahmen geführt worden. Dies führte zur Frage, ob es für die Kirchensteuer eine andere Bemessungsgrundlage und einen anderen Steuertarif gehen könnte.

Jens Petersen

Kapitel 3. Rechtsquellen des Kirchensteuerrechts

Das Kirchensteuerrecht gehört zu den sogenannten gemeinsamen Angelegenheiten von Staat und Kirche. Beide Partner haben dabei eine gleichberechtigte Regelungskompetenz. Sie beruht auf staatlicher und auf kirchlicher Gesetzgebung und führt zu parallelen Vorschriften.

Jens Petersen

Kapitel 5. Kirchensteuer und kirchliche Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit der gesellschaftlichen und kirchlichen Entwicklung

Die Entwicklung der Kirchensteuer ist – neben steuerlichen und konjunkturellen Aspekten – noch durch weitere Faktoren bestimmt. Da sie nur von Kirchenmitgliedern entrichtet wird, ist sie mittel- bis langfristig auch von der Entwicklung der Kirchenmitgliederzahlen abhängig. Diese Entwicklung wird zweifach beeinflusst: grundsätzlich von der soziodemografischen Entwicklung und – vorwiegend während der aktiven Berufsphase – von den Taufunterlassungen und Kirchenaustritten. Daraus können grundsätzlich Folgen für die kirchliche LeistungsfähigkeitLeistungsfähigkeit, kirchliche hergeleitet werden. Eine wissenschaftliche Studie des Forschungszentrum Generationenverträge an der Universität Freiburg prognostiziert einen signifikanten Rückgang der Kirchenmitglieder und damit der kirchlichen Leistungsfähigkeit bis 2060.

Jens Petersen

Kapitel 8. Steuerpflicht – Kirchenmitgliedschaft

Für die Steuerpflicht sind in allen Kirchensteuergesetzen zwei Kriterien entscheidend, die Kirchenangehörigkeit (Kirchenmitgliedschaft) und der Wohnsitz bzw. der gewöhnliche Aufenthaltsort (Territorialitätsprinzip). Kirchensteuerpflichtig sind nur natürliche Personen. Bei Zuzug aus dem Ausland setzt sich eine Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft grundsätzlich fort und führt zur Kirchensteuerpflicht, sofern diese Religionsgemeinschaft im Inland Kirchensteuern erhebt.

Jens Petersen

Transferzahlungen im Jahresabschluss von Unternehmen des Profisports

Bei Dienstleistungsunternehmen des professionellen Sportentertainments sind der Marktwert des Kaders und der sportliche Erfolg eng korreliert. In vielen Fällen bilden das Recht, Spieler in Ligaspielen einsetzen zu dürfen, das wesentliche Vermögen dieser Unternehmen. Daher ist schon die isolierte Information über den Wert einer Mannschaft für die Adressaten des Jahresabschlusses von Interesse, da der Wert des Teams Hinweise auf die sportliche Leistungsfähigkeit des Kaders gibt. Der sportliche Erfolg wiederum ist ein Indikator für die Erträge des Sportclubs. Unternehmen, die professionelle Sportunterhaltung anbieten, sind gemeinhin in haftungsbeschränkten Rechtsformen organisiert. Sofern sie einen handelsrechtlichen Jahresabschluss aufzustellen haben, ist es eine der zentralen Aufgaben der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, zum Schutze der Gläubiger die Erhaltung des Nominalkapitals zu gewährleisten und damit die gesellschaftsrechtlich zulässigen Gewinnausschüttungen zu begrenzen. Da der Wert des Kaders gemeinhin ein zentraler Bestandteil des Clubvermögens ist, erscheint offenkundig, dass dessen sachgerechte Bilanzierung essenziell für die Nützlichkeit der gewährten Informationen ist. In diesem Beitrag wird untersucht, ob und wie der Vermögenswert der Spieler bilanziert werden darf.

Roland Euler

Kundenbindungsprogramme im handelsrechtlichen Jahresabschluss

Seit Jahren nimmt die Bedeutung von Kundenbindungsprogrammen zu und steht bei den einflussreichen Marketingstrategen auf Platz 1 der wichtigsten Erfolgsfaktoren im Marketingmix. Im Einzelhandel gibt es heute fast keinen größeren Anbieter mehr ohne entsprechende Programme. Kundenbindungsprogramme sind eine Erfolgsstory im Marketing. In der Bilanzwelt sind sie es nicht. Hier herrscht eine ausgeprägte Ratlosigkeit darüber, wann und wie die mit den Kundenbindungsmaßnahmen verbundenen finanziellen Mehrbelastungen abgebildet werden sollen. Die Vorschläge decken so gut wie das gesamte Spektrum der Möglichkeiten ab. Ein Teil der Literatur kürzt nach dem Vorbild der internationalen Rechnungslegung die bonusbehafteten Umsätze um den darin enthaltenen Marktwert der Bonuszusage und erfasst den Kürzungsbetrag später bei Einlösung der Kundenbindungsvorteile als Umsatzertrag. Dagegen favorisiert das Finanzgericht Nürnberg die mit der Bonuszusage verbundenen Mehrbelastungen zeitnah durch eine gewinnmindernde Rückstellung zu berücksichtigen. Der Bundesfinanzhof sieht dagegen keinen Handlungsbedarf und lehnt bisher beide Lösungen ab. Wer hat also Recht? Dieser Beitrag geht dieser Frage nach und macht sich auf Lösungssuche für die Handelsbilanz.

Michael Hommel

Kapitel 1. Allgemeiner Teil

Im Allgemeinen Teil wird nach einer Übersicht über die Besteuerung von Immobilienvermögen auf die steuerlichen Auswirkungen einer Fremdfinanzierung eingegangen. Dem folgen die Darstellung bzw. Atomisierung des Grundstücks aus steuerlicher Sicht, sowie eine Erörterung der wirtschaftlichen Eigentums, das im Steuerrecht regelmäßig Vorrang vor dem zivilrechtlichen Eigentum hat. Im Anschluss werden die unterschiedlichen Bewertungsmaßstäbe nach dem EStG einschließlich der unterschiedlichen Abschreibungsarten, sowie die Bewertungsmaßstäbe nach dem BewG dargestellt. Dabei wird auch auf den neuen Grundsteuerwert eingegangen, der ab dem 1.1.2025 als Bemessungsgrundlage zur Anwendung kommt.

Jürgen Lindauer

Kapitel 2. Besonderer Teil

Im Besonderen Teil wird vertiefend auf immobilienspezifische Steuerfragen eingegangen. Wie schon im Allgemeinen Teil, wird auch hier in der Darstellungsform dem Investitionszyklus gefolgt. Dies bedeutet, dass sich der Besteuerung des Erwerbsvorgangs, Ausführungen zur Besteuerung der Nutzung und der Immobilienveräußerung anschließen. Hierbei werden die jeweilig anfallenden Steuern erläutert. Der vertiefenden Darstellung der Besteuerung von unmittelbar gehaltenen Immobilien im Privatvermögen und im Betriebsvermögen (Direktinvestitionen) folgen Ausführungen zur Besteuerung der indirekten Immobilieninvestionen über eine Personen- oder Kapitalgesellschaft. In einem gesonderten Abschnitt wird auf die Besteuerung der unentgeltliche Übertragung von Immobilien im Rahmen von Erbschaften und Schenkungen eingegangen. Dem schließen sich Ausführungen zu Besteuerung von Immobilienprodukten in Form der geschlossenen und offenen Immobilienfonds, sowie dem German REIT an. Der Besondere Teil schließt mit einer Darstellung zur internationalen Immobilienbesteuerung ab. Hierbei wird sowohl auf die nationalen Regelungen, als auch die des OECD-Musterabkommens eingegangen.

Jürgen Lindauer

Kapitel 4. Organisation und Umwelt

Das dritte grundsätzliche Problem, das von der Organisationsgestaltung neben der Aufgabenstrukturierung und der Integration von Individuum und Organisation zu lösen ist, betrifft das Verhältnis von Organisation und Umwelt und die Frage, wie die Organisation zur Bewältigung der vielfältigen Umweltbezüge auszuformen ist. Obwohl die Bedeutung dieses Problems nie geleugnet wurde, so ist doch die ausdrückliche Berücksichtigung der Umweltbezüge in der Organisationstheorie eine noch jüngere Entwicklung. Erst mit dem Aufkommen der Systemtheorie ist die Auseinandersetzung von Umwelt und Organisation, insbesondere die allzeit problematische Erhaltung des Systems in einer fordernden Umwelt, in den Vordergrund des Interesses und der Theoriebildung und im Gefolge der praktischen Organisationsgestaltung gerückt. Das Grundproblem, dass sich eine Organisation in Auseinandersetzung mit der sie umgebenden Umwelt fortlaufend bewähren muss, ist rasch zum festen Bestandteil organisations- und betriebswirtschaftlicher Forschungsbemühungen geworden. Die Organisation/Umwelt-Perspektive hat sich als eines der erfolgreichsten neueren Paradigmen in der Organisationsforschung erwiesen (Marr 1993).

Georg Schreyögg, Daniel Geiger

Zweiter Teil: Probleme der Stiftungsinsolvenz

Als juristische Person des Privatrechts ist die Stiftung nach § 11 Abs. 1 S. 1 InsO insolvenzfähig. Im Ausgangspunkt finden somit sämtliche insolvenzrechtliche Regelungen Anwendung, die das Verfahren über das Vermögen einer juristischen Person betreffen. Das Insolvenzrecht gilt einheitlich für alle insolvenzfähigen Rechtsträger.

Johannes Weiland

Kapitel 2. Stadtentwicklung im gesellschaftlichen Wandel

Dieses Kapitel beginnt mit einer Annäherung an eine Beschreibung der Gegenwartsgesellschaft. Die gesellschaftliche Ebene wird dabei in Beziehung zur individuellen Ebene und zur Stadtentwicklung gesetzt (dazu: Kapitel 2.1). Mit Blick auf das Fallbeispiel der Heidelberger Bahnstadt wird zum einen auf die Reurbanisierung ohne Gentrifizierung, zum anderen auf die Raumnahme von jungen Familien in der Stadt rekurriert.

Christina Herrmann

2. Teil Gründung einer GmbH

GmbH-Gesellschafter zu werden ist nicht schwer: Der gesetzliche Normalfall ist die Gründung einer GmbH. Eine Neugründung muss jedoch nicht immer der Königsweg sein. Je nach den Bedürfnissen des Einzelfalls kommen auch andere Möglichkeiten zur Erlangung der Gesellschafterstellung in Betracht. Zu nennen sind hier die Vorrats- und Mantelgründung sowie der Mantelkauf. Besteht die GmbH bereits, so bietet sich ein Kauf der Geschäftsanteile (sog. share-deal) an.

Rocco Jula

1. Teil Die GmbH im Überblick

Für jeden GmbH-Gesellschafter sind Grundkenntnisse im GmbH-Recht unerlässlich. Er kann seine Rechte und Pflichten nur dann sachgerecht wahrnehmen, wenn er das Kompetenzgefüge kennt. Auch für die Entscheidung, ob man sich an einer GmbH beteiligen sollte, ist eine Kenntnis der Strukturen sowie der Vor- und Nachteile dieser Rechtsform wichtig.

Rocco Jula

4. Teil Haftung des Gesellschafters

In der Praxis sind viele Gesellschafter verunsichert, weil sie zwar darüber informiert sind, dass es grundsätzlich Haftungsrisiken gibt, jedoch nicht wissen, ob sich im Einzelfall ein solches Risiko verwirklicht hat und sie mit einer Inanspruchnahme durch die Gläubiger, die Gesellschaft oder gar durch einen Mitgesellschafter rechnen müssen. Die Kenntnis der Grundlagen der Haftung ist daher für jeden Gesellschafter zur Einschätzung seiner Risiken unerläßlich.

Rocco Jula

5. Teil Gesellschafterwechsel und Beendigung der Gesellschaft

Die mitgliedschaftliche Stellung als Gesellschafter endet entweder durch das Ausscheiden aus der GmbH, wobei diese dann von den übrigen Gesellschaftern fortgesetzt wird, oder durch eine Beendigung der Gesellschaft durch Löschung im Handelsregister, bei der sämtliche Gesellschafter ihre Gesellschafterstellung verlieren. Das Ausscheiden des Gesellschafters kann sich auch durch eine Anteilsübertragung vollziehen, bei der anstelle des Gesellschafters ein anderer den Geschäftsanteil übernimmt. Statt der Anteilsübertragung kommen aber auch ein Austritt oder ein Ausschluss aus der Gesellschaft in Betracht, wobei mit dem Austritt das freiwillige Ausscheiden des Gesellschafters aus der Gesellschaft gemeint ist, während der Ausschluss dem Gesellschafter die Mitgliedschaft zwangsweise entzieht. Schließlich sieht das Gesetz in § 34 GmbHG noch das Institut der Einziehung des Geschäftsanteils vor, das ebenfalls dazu führt, dass der Gesellschafter seine Mitgliedschaft verliert.

Rocco Jula

Kapitel 1. Einführung in das betriebliche Rechnungswesen

Eine wichtige Voraussetzung für zukunftsgerichtete Entscheidungen eines Unternehmens sowie für die Berichterstattung gegenüber Betriebsextemen stellt die Abbildung wirtschaftlich relevanter Betriebsprozesse in überschaubarer Form dar. Diesem Zweck dient das betriebliche Rechnungswesen. Unter dem Begriff betriebliches Rechnungswesen werden sämtliche Verfahren zusammengefasst, die darauf abzielen, alle in einem Unternehmen auftretenden Geld- und Leistungsströme mengen- und wertmäßig zu erfassen und zu überwachen.

Mirja Mumm

Kapitel 6. Vorbereitende Jahresabschlussbuchungen

Den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht eine periodengerechte Gewinnermittlung. Das bedeutet, dass nur diejenigen Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden, die das abgelaufene Geschäftsjahr betreffen. In der Praxis existieren aber Zahlungen für Aufwendungen und Erträge, die erst nachfolgende Geschäftsjahre betreffen.

Mirja Mumm

Digitale Rechtsdurchsetzung

Ist der Rechtsstaat automatisierbar?

Die Erwartungen an den Gesetzgeber, das „Effizienzministerium“ und zeitgleich den „Knight Rider des 21. Jahrhunderts“, den Algorithmus, sind groß. Die technologischen Entwicklungen einerseits und die sie anwendenden Gedanken andererseits sind allerdings zu weit voraus, um sie als Legislative und Exekutive demnächst einholen zu können. Schnelligkeit ist also nicht zu erwarten. Hat der starke und tolerante Rechtsstaat unter diesen Umständen also zu tolerieren, dass die Durchsetzung von Recht und Gesetz vorverlagert und in die „Hände“ von Privaten und gar Algorithmen gelegt wird? Kann auch darin die geforderte Konsequenz des Rechtsstaates liegen? Oder bedeutet diese Entwicklung sogar die Aufweichung der Gewaltenteilung und damit des Rechtsstaates selbst? Dieses Kapitel geht diesen und anderen Fragen zur digitalen Rechtsdurchsetzung nach.

Claudia Otto

Kapitel 3. Legal Robots

Kap. 3 behandelt Legal Robots, einen anhand von bestimmten Fähigkeiten definierten Teilbereich von Legal Tech, und stellt den Stand der Technik und die möglichen Einsatzbereiche dar. In zusammengefasster Form wird auch auf das spezifische Veränderungspotenzial von Legal Robots im Hinblick auf die juristische Tätigkeit eingegangen.

Jens Wagner

Kapitel 2. Einsatzbereiche von Legal Tech

In Kap. 2 werden die einzelnen Einsatzbereiche von Legal Tech vorgestellt und anhand von Produktbeispielen konkretisiert. In zusammengefasster Form wird sodann das Veränderungspotenzial der Legal-Tech-Produkte im Hinblick auf die juristische Tätigkeit aufgezeigt.

Jens Wagner

3. Voraussetzungen

Kapitel 3 beschreibt den ersten Schritt zur Einführung eines Controllingsystems im Unternehmen. Hierzu sind zuerst alle notwendigen Voraussetzungen zu schaffen. Hierzu ist der Stellenwert des Controllings für das Unternehmen festzulegen und anschließend ist diesem Stellenwert in Hinblick auf die Einbindung des Controllings in die Organisation sowie in Bezug auf Personalauswahl Rechnung zu tragen. Abschließend sind die prozessualen und technischen Voraussetzungen für die Einführung eines Controllingsystems zu schaffen.

Ralf Schmid-Gundram

Kapitel 9. Gesetzliche Anforderungen, Rahmenbedingungen und Amazon Richtlinien beim Verkauf über den Amazon Marketplace

Amazon zählt für viele Händler schon seit langem zu den umsatzstärksten Vertriebskanälen und bietet ungeahnte Potentiale. Allerdings stehen bei Amazon nur die Kunden, nicht jedoch auch die Händler im strategischen Fokus. Mission von Amazon ist es, das kundenfreundlichste Unternehmen zu werden. Eine Optimierung der Prozesse findet daher nur dann statt, wenn es für den Kunden gut ist. Die Seller haben jedoch das Nachsehen und sehen sich einer Fülle von Problemen gegenübergestellt. Insbesondere die rechtlichen Rahmenbedingungen sind nicht optimal. Seller müssen ihren Kunden diverse Pflichtinformationen übermitteln und diese an den verschiedensten Stellen der Angebote einfügen. Allerdings haben sie nicht den dazu erforderlichen Zugriff auf die Gestaltung der Angebote. Die Angebotsdarstellung obliegt allein Amazon. Seller haben daher zum Teil keine Möglichkeit, Inhalte rechtssicher in die Angebote einzufügen. Auch kommt es vor, dass Amazon oder andere Händler die Angebote ändern und dabei Wettbewerbsverstöße einbauen, für die die angehängten Seller in die Haftung geraten können. Das führt dazu, dass ein abmahnsicherer Handel über den Marktplatz für Händler praktisch unmöglich ist.

Sabine Heukrodt-Bauer

3. Rechtsfragen der digitalen Transformation

Ein signifikanter Effekt digitaler Technologien besteht darin, dass sie traditionelle, unternehmerische Organisationsformen disruptieren. Neue digitale Technologien führen zu zunehmend flacheren, offeneren und dezentraleren Formen der Unternehmensorganisation. Dieser Wandel ist in der gesamten Wirtschaftswelt spürbar. Herkömmliche Regulierungsmethoden stoßen vermehrt an ihre Grenzen, zumal der technologische Fortschritt vergleichsweise rapide voranschreitet. Die Implikationen für Regulierungsbehörden und andere politische Entscheidungsträger scheinen offensichtlich. Zwischen traditionellen regulatorischen Modellen und moderneren Unternehmensorganisationen entsteht ein Spannungsverhältnis. Es erscheint angebracht, das Verständnis dieser neuen Organisationsformen als notwendige Voraussetzung für die Entwicklung passender(er) Regulierungsmodelle zu vertiefen. Der vorliegende Beitrag bietet eine Einführung in die Welt der digitalen Transformation aus rechtlicher Sicht.

Mark Fenwick, Stefan Wrbka

8. Blockchain-Nutzung im Steuerbereich

Seit der ersten Anwendung in der Kryptowährung Bitcoin wurden die Potenziale der Blockchain in vielfältigen Anwendungen untersucht. Auch in Anwendungen des Steuerbereichs lassen sich erste Potenzialanalysen und technische Implementierungen identifizieren. Diese Arbeiten motivieren den Einsatz der Blockchain unter anderem mit der Schaffung von Transparenz in Steuerfragen und der Vermeidung der Manipulation steuerrelevanter Daten. Die Anwendungsfelder im Steuerbereich reichen von der Unterstützung der Abgabeprozesse (Zölle und Steuern), über Dokumentations- und Auskunftspflichten (Verrechnungspreise, Umsatzsteuer und Kapitalerträge) bis hin zur Betriebsprüfung. Während diese Arbeiten vereinzelte Problemstellungen adressieren, bleibt die anwendungsübergreifende Evaluation der Blockchain für den Steuerbereich aus. In diesem Beitrag wird daher untersucht, inwiefern sich die Blockchain eignet, eine Steuer-Compliance zu unterstützen.

Filip Fatz, Philip Hake, Peter Fettke

Kapitel 2: Allgemeine Legitimität der Verhaltenslenkung durch Recht

Die Frage nach der Legitimität der Verhaltenslenkung durch Recht zielt auf rechtstheoretische und rechtsphilosophische sowie rechtssoziologische Grundlagen: Warum darf Recht überhaupt das Verhalten lenken (dazu A.)? Warum gilt Recht und in welchen Wechselwirkungen stehen der Lenkungs- und der Geltungsanspruch von Recht (dazu B.)? Wie verträgt sich lenkendes Recht mit Freiheit, Willen und Verantwortung der Rechtsunterworfenen (dazu C.)? Die Fragen zielen in diesem Kapitel auf die allgemeine Verhaltenslenkung durch Recht. Die besondere Legitimität und und die besonderen Wirkungen rechtlicher wie außerrechtlicher Lenkungen der Privatautonomie werden anschließend ( Kapitel 3: Besondere Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens ) erörtert.

Clemens Latzel

Kapitel 1: Grundlagen der Verhaltenslenkung

In diesem Kapitel werden die tatsächlichen Möglichkeiten und die moralischen Rahmenbedingungen untersucht, unter denen das Verhalten von Menschen gelenkt werden kann und darf. In den vergangenen Jahrzehnten hat insbesondere die Verhaltenspsychologie große Fortschritte dabei gemacht, menschliche Entscheidungsfindungsprozesse aufzudecken. Dieses Wissen ermöglicht elaborierte Verhaltenslenkungen, die vornehmlich von der Ökonomik entwickelt und optimiert werden (populär vor allem das Nudging). Das Recht kann seine Lenkungsmethoden mithilfe der sozialwissenschaftlichen Erkenntnisse optimieren. Neue Verhaltenslenkungsmethoden geben insbesondere Anlass, das Selbstbestimmungsdogma, auf dem das Privatrecht basiert, weiterzuentwickeln.Zu diesem Zweck werden hier zunächst die von der Psychologie erforschten Mechanismen der menschlichen Entscheidungsfindung und die darauf aufbauenden Möglichkeiten zur Lenkung menschlicher Entscheidungen und menschlichen Verhaltens aufgezeigt.

Clemens Latzel

Kapitel 3: Besondere Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens

Die Möglichkeit zum selbstbestimmten Freiheitsgebrauch wird unter anderem bei der Gestaltung der eigenen Rechtsverhältnisse (Privatautonomie), vor allem beim Einräumen von Rechten und Eingehen von Pflichten gegenüber anderen Personen relevant. Wegen dieses speziellen Zuschnitts ist die Privatautonomie nicht einfach mit Autonomie oder Selbstbestimmung im Allgemeinen gleichzusetzen, sondern erfordert eine gesonderte Betrachtung. Partielle Redundanzen sind hierbei unvermeidlich, sollen aber durch Querverweise gering gehalten werden. In diesem Kapitel wird zunächst der sachliche Gehalt der Privatautonomie (dazu A.) und sodann ihr rechtlicher Rahmen (dazu B.) vorgestellt. Anschließend wird die besondere Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens durch den Staat (dazu C.) und durch nichtstaatliche Mächte (dazu D.) untersucht.

Clemens Latzel

Kapitel 5: Folgen der Lenkung privatautonomen Verhaltens

Nachdem die Legitimität und die Instrumente zur Lenkung privatautonomen Verhaltens untersucht wurden, ist in diesem Kapitel schließlich noch auf die Folgen der Lenkung privatautonomen Verhaltens einzugehen. Dabei sind zwei Komplexe zu behandeln: Einerseits die mit Verhaltenslenkungen verbundenen Risiken von Fehl- und Kollaterallenkungen (dazu A.) und andererseits die Verantwortung von Gelenkten und Lenkern für gelenktes privatautonomes Verhalten (dazu B.).

Clemens Latzel

Kapitel 4: Instrumente zur Lenkung privatautonomen Verhaltens

Privatautonomes Verhalten kann von staatlichen wie privaten Akteuren zu verschiedenen Zwecken mit verschiedenen Instrumenten gelenkt werden. Die prinzipielle Legitimität der Lenkung privatautonomen Verhaltens durch den Staat sowie die faktische Verhaltenslenkung durch nichtstaatliche Mächte wurden mit ihren jeweiligen Zwecken in Kapitel 3 bereits vorgestellt. In diesem Kapitel wird nun der Blickwinkel gewechselt: von der Legitimität von Verhaltenslenkungen hin zu den Instrumenten der Verhaltenslenkung, es wird also die Regulierungsperspektive eingenommen (wobei sich teilweise spezielle Legitimationsfragen stellen). Zu diesem Zweck werden zunächst Grundsätze der rechtlichen Verhaltensregulierung im Überblick vorgestellt (dazu A.) und anschließend die verschiedenen Wirkungsparameter von Recht im Allgemeinen eingehend untersucht (dazu B.). Sodann werden rechtliche Instrumente, die speziell zur Lenkung der Privatautonomie dienen, vorgestellt und bewertet (dazu C.), bevor schließlich noch außerrechtliche Instrumente zur Lenkung der Privatautonomie untersucht und bewertet werden (dazu D.). Hierbei wird nicht zwischen Instrumenten mit neoklassischem und Instrumenten mit verhaltensökonomischem Hintergrund unterschieden, weil die Differenzierung für praktische Regulierungszwecke keinen Erkenntnisgewinn erwarten lässt und sich die Differenzierung auch nicht durchhalten lässt.

Clemens Latzel

14. MBO/MBI als Nachfolgestrategie

Bei einem Verkauf an Dritte als Nachfolgestrategie sind vier unterschiedliche Käuferkategorien zu unterscheiden. Die strategischen Käufer legen ihr Hauptaugenmerk auf ihre strategischen Ziele und der damit verbundenen Weiterentwicklung im operativen Wachstum. Die Finanzkäufer haben ihren Fokus zumeist auf operative Restrukturierungspotenziale ausgerichtet und sind auf einen späteren Wiederverkauf ausgerichtet. Exotische Käufer sind zumeist branchenfremd und streben nach einer Risikodiversifizierung beim Kauf des Unternehmens.

Jürgen Wegmann

6. Überblick über die Formen der Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge ist eines der interessantesten, aber auch komplexesten Gestaltungsfelder von Unternehmen. In diesem Gestaltungsfeld treffen betriebswirtschaftliche, steuerliche, gesellschaftsrechtliche, erbrechtliche und insbesondere auch psychologische Faktoren aufeinander.

Hubert Jung

27. Interview: Ab einem gewissen Alter des Unternehmers wird die Beratung schwierig

Dr. K. Jan Schiffer, Jahrgang 1958, ist Wirtschaftsanwalt und Gründungspartner der Rechtsanwaltskanzlei SP§P – Schiffer & Partner in Bonn-Bad Godesberg. Er berät u. a. Familienunternehmen und Unternehmerfamilien seit fast 30 Jahren vor allem bei der Gestaltung der Unternehmensnachfolge, zu Stiftungslösungen und bei wirtschaftsrechtlichen Spezialfragen. Während dieser Zeit hat er viele Unternehmer im Nachfolgeprozess begleitet. Er hat zahlreiche Fachbeiträge veröffentlicht und ist als Dozent tätig – etwa für die Bundesfinanzakademie. Der sich daraus ergebende umfangreiche Erfahrungsschatz führt zu ganz konkreten Empfehlungen zur Gestaltung der Nachfolge, die sowohl für potenzielle Unternehmensübernehmer als auch für Unternehmensübergeber hilfreich sein können.

K. Jan Schiffer

26. Organisation des Nachfolgeprozesses

Ein geplanter und geordneter Prozessablauf ist eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge. Für den Unternehmer gewährleistet er, dass der für ihn bestmögliche Weg gefunden wird, seine Ziele zu erreichen und das Risiko minimiert wird, wesentliche Aspekte bei der Unternehmensnachfolge zu übersehen. Aber auch für die anderen unmittelbar oder mittelbar am Prozess Beteiligten, von ihm Betroffenen oder an ihm Interessierten (Nachfolger, (übrige) Familienangehörige, Arbeitnehmer, Banken, etc.) gibt ein professionelles Nachfolgeverfahren Sicherheit. Die frühzeitige Kommunikation mit diesen ermöglicht es dem Unternehmer, seine Ziele zu konkretisieren und ggf. auch die Bedürfnisse, Befindlichkeiten, Erwartungen usw. anderer Prozessbetroffenen zu erkennen und ggf. zu berücksichtigen.

Thomas Brass

3. Der Arbeitnehmerbegriff und die neue Arbeitswelt in Rechtsdogmatik, betrieblicher Praxis und Arbeitsrechtslehre

Vor zwei Jahren ist der traditionelle Arbeitnehmerbegriff des Industriezeitalters, der den Anwendungsbereich des Arbeitsrechts beschreibt, in Deutschland kodifiziert worden. Die Veränderungen der neuen Arbeitswelt durch die Digitalisierung und Internationalisierung der Wirtschaft hat der Gesetzgeber bei der gesetzlichen Regelung nicht berücksichtigt. Es stellt sich deshalb die Frage, ob dieser traditionelle Arbeitnehmerbegriff die Probleme, die die neuen Beschäftigungsformen wie beispielsweise mobile Arbeit oder Crowdworking in der betrieblichen Praxis mit sich bringen, adäquat lösen kann. Dieser nunmehr gesetzlich definierte traditionelle Arbeitnehmerbegriff und die neuen Beschäftigungsformen haben auch Konsequenzen für die Hochschullehre. Zusätzlich werden die durch die Digitalisierung geschaffenen Legal Tech-Instrumente (IT-Programme, die Rechtsfragen selbstständig beantworten, Dokumente ordnen oder Verträge und andere Texte erstellen können) zukünftig die Rechtsanwendung und die Hochschullehre maßgeblich prägen.

Uwe Meyer

Kapitel 18. Abbildung und Systemmanagement der logistischen Objekte

Beabsichtigte Lernergebnisse: Auftragsdaten in Verkauf und Vertrieb, Produktion und Beschaffung beschreiben. Stammdaten von Produkten und Prozessen detailliert erklären. Erweiterungen aus varianten-orientierten und prozessor-orientierten Konzepten aufzeigen. Eine Übersicht über das Management von Produkt- und Ingenieurdaten vorlegen.Dieses Kapitel behandelt die Geschäftsobjekte Aufträge und Stammdaten sowie Bestände an Lager und Statistiken detailliert. Gleichzeitig werden sie aus der Sicht eines Informationssystems strukturiert; dies gerade auch im Hinblick auf eine IT-Unterstützung. Zusätzlich behandelt dieses Kapitel Aufgaben, die sich als Beschaffung von Informationen durch geeignete Abfragen aus einem Informationssystem zusammenfassen lassen.Des Weiteren geht es um die Objekte, die Erweiterungen aus dem variantenorientierten und dem prozessor-orientierten Konzept beschreiben, sowie um die Objekte für das Management von Produkt- und Ingenieurdaten.

Paul Schönsleben

Kapitel 8. Steuern in Krise und Insolvenz

Jede Krise ist eng verbunden mit einem Rückgang des wirtschaftlichen Erfolgs und der daraus resultierenden Realisierung handelsrechtlicher wie steuerlicher Verluste. Diese Verluste müssen finanziert werden entweder aus dem Unternehmen heraus oder von außen als Eigen- oder Fremdkapital. Insofern sind alle Beteiligten daran interessiert, wie und ob die erlittenen Verluste steuerwirksam sind.

Christoph Niering, Christoph Hillebrand

Kapitel 5. Praktische Grundlagen der Geschäftsführung

Machen sich die Geschäftsführer gegenüber dem Unternehmen schadensersatzpflichtig, haften diese als Gesamtschuldner. Danach kann eine GmbH nach Ihrer Wahl von jedem Geschäftsführer – insgesamt jedoch nur einmal – Ausgleich des Schadens verlangen kann. Wird ein Geschäftsführer für den vollen Schaden in Anspruch genommen, so kann dieser die übrigen dafür zum Ausgleich in Anspruch nehmen.

Lothar Volkelt

Kapitel 1. Grundlagen

Mit der Bestellung ins Amt übernimmt der Geschäftsführer die „operative“ Hoheit im Unternehmen. Zumindest auf dem Papier. In der Praxis stimmt das für den Gesellschafter-Geschäftsführer – also für den Geschäftsführer, der zugleich an der GmbH beteiligt ist und aufgrund seines Stimmrechts seine wirtschaftlichen Interessen und geschäftlichen Vorstellungen in der Geschäftspolitik umsetzen kann. Alle anderen Geschäftsführer müssen sich in der Praxis der Geschäftsleitung mit anderen Organen und Personen arrangieren und abstimmen: Der Geschäftsführer, der nur eine Minderheits-Beteiligung (Beteiligungb <50 % und weniger) an der GmbH hält, kann die Grundlagen der Geschäftspolitik – das sind z. B. strategische Entscheidungen aber auch Entscheidungen zu einzelnen Geschäftsvorgängen – nur zusammen mit anderen Gesellschaftern durchsetzen. Der Geschäftsführer ohne eigene Beteiligung an der GmbH (Fremd-Geschäftsführer) unterliegt einem weit reichenden Weisungsrecht der Gesellschafterversammlung. In der Praxis wird dazu ein Katalog mitbestimmungspflichtiger Geschäfte festgelegt. Diese Geschäfte kann er dann nur tätigen, wenn er zuvor das Einverständnis der Gesellschafter zu solchen Geschäften einholt.

Lothar Volkelt

Kapitel 1. Meta-Targeting und Geschäftsideen im Online-Handel

Mit der weiter zunehmenden Internetnutzung in Hinblick auf die Nutzerzahlen sowie die Nutzungsintensitäten steigen die Umsätze im Online-Handel nach wie vor rasant an. Dabei wird das digitale Universum immer mehr durch mobile Internetnutzung geprägt, die auch die Kundenorientierung erheblich verändert. Diese ändert sich ohnehin fortwährend durch neue Trends, die wiederum durch neue Kundenerwartungen genährt werden. Zugleich beschleunigt sich der Konzentrationsprozess weiter, wodurch der Abstand zwischen dem Marktführer Amazon und dem Verfolgerfeld und dabei vor allem den Traditionsunternehmen immer größer wird. Deswegen kommt der Beschleunigung digitaler Reifegrade und dem Abbau digitaler Barrieren ein hoher Stellenwert zu.

Gerrit Heinemann

Kapitel 2. Entscheidungsfindung: Passt das Wechselmodell für unsere Familie?

Den verschiedenen Betreuungsmodellen liegen unterschiedliche Konzepte hinsichtlich der Betreuungszeit, der elterlichen Verantwortung und des Zuhause Seins von Kindern bei ihren Eltern zugrunde. Das Wechselmodell geht von ungefähr gleicher Betreuungszeit beider Eltern aus, von gleichberechtigter und gleichverpflichteter elterlicher Verantwortung und dass Kinder bei Mutter und Vater zuhause sind – nicht nur zu Besuch. Die Voraussetzungen für das Gelingen der Betreuung im Wechselmodell werden erklärt, ebenso dessen Grenzen (Kontraindikationen), denn geteilte Betreuung ist nicht für alle Familien geeignet und keine Lösung für alle Probleme. Auch für Babys und Kleinkinder ist das Wechselmodell möglich, allerdings sind die Anforderungen an die elterliche Kooperation etwas höher. Schließlich wird das Mitspracherecht der betroffenen Kinder diskutiert, sowie die Mitwirkung der Kinder- und Jugendbehörden.

Hildegund Sünderhauf

Kapitel 4. Wechselmodell und Recht: Welche rechtlichen Folgen müssen wir bedenken?

Die vielfältigen Vorteile einer einvernehmlich getroffenen Betreuungsregelung, im Vergleich zu einer gerichtlichen Festschreibung, lassen keinen Raum für Zweifel daran, dass es sich lohnt, eine Einigung mit dem Co-Elternteil zu finden. Mediation kann den Eltern dabei wertvolle Unterstützung leisten. Gleichwohl gibt es Rechtsprechung zu den Voraussetzungen der gerichtlichen Anordnung des Wechselmodells in Deutschland, Österreich und der Schweiz gegen den Willen eines Elternteils. Die Wohnsitzanmeldung des Kindes ist dabei eine ungelöste Frage. Das Thema „Wechselmodell und Geld“ umfasst Fragen des Kinderunterhalts (Alimente), aber auch der staatlichen Leistungen für Kinder, die in jedem Land anderes sind und im Wechselmodell besondere Fragen aufwerfen. Schließlich sind die Voraussetzungen und Folgen des Sorgerechts (Obsorge) im Wechselmodells zu klären und die notwendigen Absprachen zu sog. Stressthemen.

Hildegund Sünderhauf

9. Der Mensch im Verein

In Kap. 9 werden wir uns dem Mensch im Verein widmen. Was sind dabei die Besonderheiten? Wie kann ein Personalmanagement im Verein aussehen? Gibt es überhaupt ein Personalmanagement im Verein? Wir werden uns die Unterschiede zwischen haupt- und ehrenamtlich tätigen Mitarbeitern genau ansehen. Wozu dient eine Personalentwicklung im Verein und was brauchen Sie für Ihre Arbeit? Wie können wir besser kommunizieren und Rückmeldung geben? Es geht um uns Menschen. Der Mensch bildet das Fundament in jedem Verein.

Falk Golinsky

Kapitel 2. Grundbegriffe der Arbeit: Unternehmen und NPOs

Ausgangspunkt dieser Arbeit sind Begriffskonzepte zu Organisationen im Allgemeinen sowie Unternehmen und NPOs im Besonderen. Das Kapitel folgt der Annahme, dass Kooperationen zwischen Unternehmen und NPOs im Sport wesentlich durch jeweils charakteristische Organisationsmerkmale geprägt werden, die die Organisationstypen systematisch voneinander unterscheiden. Entsprechend stehen die folgenden Inhalte im Zeichen einer differenzorientierten Perspektive (vgl. O’Regan & Oster, 2000; Wex, 2004, S. 13–17).

Marcel Pillath

Grundsätze ordnungsmäßiger Eigenkapitalabgrenzung

Obwohl Eigenkapital im System der GoB als eigenständiger Bilanzposten vorgesehen ist (§ 247 Abs. 1 HGB), bestehen weder eine gesetzliche Definition noch eigenständige Bilanzierungsregeln, weshalb sich auf eine Residualgröße als dem Vermögen abzüglich der Schulden schließen lässt. Mithin ist das bilanzrechtliche Eigenkapital mittelbares Ergebnis der für Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten geltenden GoB. Das handelsrechtliche Eigenkapital entspricht daher nicht dem effektiven Reinvermögen.

Christoph Schober

Problemstellung

Trotz des vermeintlich simplen, denknotwendigen Charakters von Eigenkapital als buchhalterische Residualgröße zwischen dem Unternehmensvermögen und den Schulden liegt seine Bilanzierung nicht in der „Natur der Sache“, sondern erfordert eine normative Bestimmung.

Christoph Schober

Auslegungssystem der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung

Nach § 243 Abs. 1 HGB ist der Jahresabschluss nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) aufzustellen. Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sind ein System „von sich wechselseitig ergänzenden und beschränkenden Fundamentalprinzipien, Folgeprinzipien und Einzelnormen“ und verfügen über Rechtsnormcharakter. Bei den GoB handelt es sich um einen „unbestimmten Rechtsbegriff“, der – infolge der Schutzfunktionen der Rechnungslegung zur Bestimmung eines ausschüttungsfähigen Gewinns und zur Informationsvermittlung – nicht durch die Kaufmannsübung entwickelt werden kann, sondern nach dem rechtswissenschaftlichen Methodenkanon auf den wirtschaftlichen Normzweck gerichtet (teleologisch) auszulegen und zu ermitteln ist.

Christoph Schober

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung strukturierter Finanzinstrumente

Als strukturierte Finanzinstrumente werden nicht derivative Basisverträge bezeichnet, die um eingebettete Derivate ergänzt sind. Es handelt sich dabei um rechtlich verbundene und insofern einheitliche Verträge, deren Bestandteile nicht separat handelbar sind. Finanzinstrumente, die aus mehreren rechtlichen, getrennten und separat handelbaren Finanzinstrumenten bestehen, sind demnach keine strukturierten Finanzinstrumente, wie dies bei der Optionsanleihe – bestehend aus einer Anleihe und einem Optionsschein – der Fall ist.

Christoph Schober

Auslegungssystem und Regelungslückenschließung nach IFRS

Die IFRS werden durch das IASB als privatrechtliche Organisation mit dem Ziel einer globalen Harmonisierung der Rechnungslegungsregulierung mittels Standardsetzung zur Vermittlung entscheidungsnützlicher Informationen entwickelt. IFRS haben insoweit zunächst Fachnormcharakter, weshalb sie auf die Akzeptanz der Adressaten angewiesen sind. Diese soll vornehmlich durch deren Einbindung in den Standardsetzungsprozess erfolgen.

Christoph Schober

Grundsätze ordnungsmäßiger Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente auf eigene Anteile

Bei der AG ist die Rückgewähr geleisteter Einlagen an die Aktionäre nach § 57 Abs. 1 S. 1 AktG zum Zwecke der Kapitalerhaltung grds. unzulässig, worunter auch der Erwerb eigener Anteile zu fassen ist. Eine Ausnahme bildet „die Zahlung des Erwerbspreises beim zulässigen Erwerb eigener Aktien“ (§ 57 Abs. 1 S. 2 AktG), mithin bei Vorliegen eines der in § 71 Abs. 1 AktG abschließend genannten Ausnahmetatbestände. Hierunter fällt neben dem Erwerb eigener Aktien zum Angebot an Arbeitnehmer (§ 71 Abs. 1 Nr. 2 AktG) insbesondere der Erwerb aufgrund eines Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung, der unter Beachtung des Verbots zum ausschließlichen Eigenhandel keinen besonderen Zweck erfüllen muss (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG).

Christoph Schober

Kapitel 7. Staat und Wirtschaft

Kaum ein Datum ist aufschlussreicher für den Wandel der Staatstätigkeit in Spanien als der Anteil der Staatsausgaben am BIP. Betrug er zur Zeit des Franco-Regimes ca. 5%, so lag er 1975 bei 24,3%, seit Ende der 1980er Jahre belief er sich auf mehr als 40% des BIP und erreichte 2012 ein Rekordhoch von 47,3%. Seitdem ist er wieder rückläufig und lag 2018 bei 40%. Mit diesem Anteil befindet sich Spanien hinter Deutschland (44%) und hinter den Ländern der EU (47%).

Dieter Nohlen, Mario Kölling

4. Die Entwicklung der deutschen Unternehmensbewertung – Investitionstheoretischer Ansatz

Die Entwicklung der Unternehmensbewertung hat sich in der Vergangenheit insbesondere im nationalen Rahmen abgespielt (Henselmann 2014, S. 99). Naturgemäß sind aber auch internationale Denkströmungen rezipiert worden. Eine internationale Lehre von der Unternehmensbewertung ergab sich aber erst im Zeichen der Globalisierung und dem Vordringen amerikanisch stämmiger Unternehmensberatungen, Investmentbanken und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften nach Deutschland und in andere Teile der Welt.

Stefan Behringer

§ 8 Subventions- und Beihilfenrecht

Gegenstand des folgenden Abschnitts ist die öffentliche Förderung von Unternehmen durch Subventionen der öffentlichen Hand. Der Subventionsbegriff ist dabei ein Sammelbegriff für Zuwendungen, denen keine Gegenleistung gegenübersteht. Traditionell wird er eng gefasst. Ähnlich wie im Strafrecht, wo Subventionen i. S. v. § 264 Abs. 7 StGB nur direkt gewährte vermögenswerte Leistungen sind, werden auch im Verwaltungsrecht unter Subventionen häufig nur positive Leistungen verstanden. Nicht erfasst sind danach Belastungsminderungen, die lediglich mittelbar zu einer Begünstigung führen. Gegen diese Engführung des Subventionsbegriffs spricht zum einen, dass es häufig lediglich eine technische Frage ist, ob eine Begünstigung unmittelbar oder mittelbar erfolgt. Zum anderen wird der unionsrechtliche Beihilfenbegriff – das Äquivalent zum Subventionsbegriff – weit ausgelegt und umfasst in der Folge sowohl positive als auch negative Zuwendungen (→ Rn. 16). Sinnvoll ist daher jedenfalls insoweit alleine eine inhaltliche Parallelführung von Subventions- und Beihilfenbegriff. Eine synonyme Verwendung beider Begriffe ginge indes zu weit: Während der Beihilfenbegriff ein Rechtsbegriff ist, an den Art. 107 Abs. 1 AEUV ein grundsätzliches Verbot knüpft, ist der Subventionsbegriff eher ein empirischer Sammelbegriff für Fördermaßnahmen der öffentlichen Hand. Verwendete man beide Begriffe synonym, schlösse man die Möglichkeit, dass eine Subvention nicht dem unionsrechtlichen Beihilfenregime und damit seinem grundsätzlichen Verbot unterfällt, von vornherein aus. Im Folgenden findet daher in erster Linie der Subventionsbegriff Anwendung. Der Beihilfenbegriff wird nur verwendet, wenn bewusst auf das unionsrechtliche Beihilfenregime Bezug genommen wird.

Sebastian Unger

§ 4 Die Organisation der Wirtschaftsverwaltung

Das Organisationsrecht ist Rückgrat des Verwaltungsrechts. Es legt fest, wer für eine Entscheidung zuständig, wem eine Entscheidung zuzurechnen und wie die zuständige Entscheidungseinheit intern verfasst ist. Es ist die Matrix, über die Legitimationsmittlung organisiert wird. Organisation verteilt Herrschaftsmacht und schützt hierdurch die Freiheit des Einzelnen. Das Organisationsrecht verknüpft Aufgaben und Organisation zur Kompetenz und weist zudem einer Verwaltungseinheit die Kognitionskompetenz zu, den maßgeblichen Sachverhalt festzustellen. Hierin liegt eine ganz wesentliche Eigenleistung von Verwaltungsverfahren. Denn die stets wertungsabhängige Feststellung des Sachverhalts ist mehr als die Abbildung einer verfahrensexternen Wirklichkeit, sondern vielmehr konstitutive Kreationsleistung des Verfahrens, damit aber letztlich Kompetenzfrage, mit der entschieden wird, wessen Perspektive auf die Tatsachen die maßgebliche ist.

Klaus Ferdinand Gärditz

Kapitel 2. Optionen als Vergütungsinstrument

Optionen geben dem Berechtigten bzw. Arbeitnehmer das Recht, aber nicht die Pflicht, innerhalb der Laufzeit Aktien des Stillhalters bzw. Arbeitgebers zu einem festen Preis (Basispreis) zu erwerben. Für den betrachten Fall des Dienstverhältnisses kommen ausschließlich Kaufoptionen in Betracht. Optionen stellen einen Teil der variablen Vergütung dar und sollen die Motivation steigern und den Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen binden, das heißt der Arbeitnehmer soll dazu incentiviert werden, auch risikobehaftete Entscheidungen zur Steigerung des Unternehmenswerts zu treffen.

Kevin Kinne

Kapitel 3. Steuergesetzgebung und Rechtsprechung zu derivativen Vergütungsinstrumenten

In diesem Kapitel werden zwei derivative Finanzinstrumente, die Option und die Wandelschuldverschreibung, betrachtet. Im Gegensatz zu Optionen, gewährt der Inhaber einer Wandelschuldverschreibung dem Arbeitgeber zunächst ein Darlehen (Schuldverschreibung), das während der Laufzeit in Aktien des Unternehmens gewandelt werden kann, wodurch die Schuldverschreibung untergeht. Die Schuldverschreibung ist aufgrund des Wandlungsrechts in der Regel niedriger verzinst als marktübliche Schuldverschreibungen.

Kevin Kinne

6. Steuervollzug und gerichtliche Kontrolle in Zeiten der Digitalisierung

In einer Vortragsreihe „Reformfragen des deutschen Steuerrechts“ darf das Thema der Digitalisierung nicht fehlen. Zwar ist das Thema der elektronischen Datenverarbeitung nicht neu, und viele Fragen die uns heute im Zusammenhang mit der Digitalisierung beschäftigen sind bereits in den 1970er-Jahren erörtert worden. So befasste sich schon 1970 der Deutsche Juristentag mit den Problemen der Datenverarbeitung in Recht und Verwaltung, und im Bundesministerium der Justiz wurde eine Arbeitsgruppe für Datenverarbeitung eingerichtet. Aber erst in jüngerer Zeit ermöglichen die technischen Voraussetzungen eine erfolgversprechende Digitalisierung im Steuerrecht. Die Hardware wird immer kleiner und leistungsfähiger. Riesige Datenmengen können mithilfe moderner Computer verarbeitet werden. Internet, große Netzwerke und Cloud Computing ermöglichen jederzeit den Zugriff auf die Daten an jedem Ort der Erde. Big Data, machine und deep learning, matching, data minig, Blockchain, künstliche Intelligenz, smart contracts, predictive analysis, Steuer-Bots oder mapping sind Begriffe, die Einzug in die moderne Rechtswissenschaft halten.

Rudolf Mellinghoff

5. Verlustvorträge und Unternehmenskauf – Steuerreformerische Empfehlungen für die Zeit nach § 8c KStG a.F.

Der Beschluss des BVerfG v. 29. März 2017 zur Mantelkaufvorschrift, die in Deutschland seit der Unternehmenssteuerreform 2008 gilt bzw. besser: gelten sollte, war ein „Paukenschlag:“ Nach vielen Jahren verfassungsgerichtlicher Zurückhaltung in Abgabenangelegenheiten entschied das BVerfG, § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG und damit der ratierliche Untergang von Verlustvorträgen beim Erwerb von Kapitalgesellschaftsanteilen zwischen 25 % und 50 % sei mit dem allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG unvereinbar und deshalb auch rückwirkend, d. h. seit dem Veranlagungszeitraum 2008 nicht anzuwenden, falls der Gesetzgeber nicht heilend eine gleichheitssatzkonforme Neuregelung schaffe. Womöglich auch vor dem Hintergrund, dass eine rückwirkende verfassungsrechtliche Heilung durch den Gesetzgeber keinesfalls trivial sein dürfte – soll der Erhalt von Verlustvorträgen trotz schädlichem Anteilseignerwechsel an Tatbestandsmerkmale der wirtschaftlichen Identität geknüpft werden, die zum Zeitpunkt der Tatbestandverwirklichung vor bis zu 10 Jahren niemand kennen konnte? –, verzichtete der Gesetzgeber bereits auf den Versuch einer rückwirkenden Heilung und schaffte stattdessen § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG a.F. im Ergebnis schlicht insgesamt ab, d. h. sogar ex tunc.

Christian Dorenkamp

4. Zur Zukunft der Hinzurechnungsbesteuerung

Die Hinzurechnungsbesteuerung setzt voraus, dass unbeschränkt Steuerpflichtige in ausreichendem Umfang (grds. mit mehr als 50 %) an einer ausländischen Gesellschaft beteiligt sind, dass die ausländische Gesellschaft Einkünfte aus passivem Erwerb erzielt und dass diese Einkünfte im Ausland einer niedrigen Besteuerung unterliegen (25 %-Grenze). Außerdem darf kein sog. Cadbury-Schweppes-Schutz gegeben sein.

Thomas Rödder

3. Reformbedarf im Bilanzsteuerrecht

Die steuerliche Gewinnermittlung für buchführende Gewerbetreibende beruht im Ausgangspunkt auf der Anwendung handelsrechtlicher Grundsätze ordnungs mäßiger Buchführung (GoB), § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG. Dies wird als Maßgeblichkeitsprinzip bezeichnet und inkorporiert handelsrechtliche Rechnungslegungsgrundsätze in das Bilanzsteuerrecht. Es gibt Gegner, es gibt Befürworter der Maßgeblichkeit. Die Diskussion wird seit langem – vor allem in der Steuerwissenschaft, phasenweise aber auch in der Steuerpolitik – geführt. Fakt ist: Seit dem BilMoG vom 25.05.2009 besteht ein steuerlicher Wahlrechtsvorbehalt, der losgelöst vom Handelsbilanzrecht ausgeübt werden kann. Darüber hinaus existieren seit vielen Jahren etliche steuerbilanzielle Ausnahmeregelungen und Sonderbestimmungen, die einen „Gleichklang“ von Handels- und Steuerbilanz verhindern. Man denke an das steuerbilanzielle Verbot des Ansatzes von Drohverlustrückstellungen, die seit Ende 2013 geltenden Abwehrregelungen zur Hebung stiller Lasten (§ 4 f, § 5 Abs. 7 EStG) oder die Bewertungsbesonderheiten für Rückstellungen (§ 6 Abs. 1 Nr. 3a EStG). Seitdem sind Einheitsbilanzen im Wesentlichen nur noch bei kleineren Unternehmen möglich. Der steuerbilanziell unter Leistungsfähigkeitsaspekten zu ermittelnde „wahre Gewinn“ weicht deshalb zunehmend vom gläubigergeschützten und durch das Vorsichtsprinzip geprägten ausschüttungsfähigen Jahresüberschuss ab. Der Fiskus als „stiller Teilhaber“ des Unternehmens wird in Teilen anders behandelt als deren Gesellschafter.

Ulrich Prinz

2. Reformfragen der Abgeltungsteuer

Viel Kritik für ein in der Praxis immer besser laufendes System, so könnte man das aktuelle Standing der geltenden Abgeltungsteuer beschreiben. Die nie verstummenden Gegner der Systemumstellung bekommen neuen Aufwind durch einen fortschreitenden internationalen Informationsaustausch über Kapitalerträge, dessen tatsächliche Effizienz in der Praxis vielfach angezweifelt wird. Hinzu kommen rechtspolitische Reformpostulate angesichts einer veränderten internationalen Wettbewerbssituation. Gerechtigkeitsbedenken passen zum politischen Postulat einer Höherbelastung sog. Reicher, ohne dass dabei genau benannt würde, wer gegenüber wem ungerecht behandelt wird. In der Praxis ist die Abgeltungsteuer nach mittlerweile 10 Jahren seit ihrer Einführung jedoch angekommen.

Monika Jachmann-Michel

Kapitel 1. Einleitung

Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters sind allgegenwärtig. In unzähligen Lebensbereichen hat sie bereits zu einem grossen Wandel geführt und wird auch in Zukunft diverse Veränderungen mit sich bringen. Die digitale Transformation und der damit zusammenhängende technische Fortschritt haben insbesondere den Umgang sowie die Verwendung von Daten revolutioniert. Dadurch, dass heute massenweise Daten gesammelt und analysiert werden können, haben diese an zunehmende Bedeutung gewonnen. Nicht zuletzt deshalb werden Daten als Rohstoff des digitalen Zeitalters bezeichnet.

Dr. Angelica M. Schwarz

4. Steuerrecht

Dieses umfangreichste Kapitel bringt das im Zusammenhang mit dem Betrieb einer Photovoltaikanlage benötigte Basiswissen quer durch das Steuerrecht. Das deutsche Steuerrecht wird in einfachen Worten erklärt, es werden keine steuerlichen Vorkenntnisse benötigt. Dennoch geht es aber auch ins Detail, dort wo es für eine möglichst optimale Besteuerung erforderlich ist. Denn eine geringe Steuerlast erhöht die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage noch zusätzlich. Begonnen wird natürlich mit der Umsatzsteuer, die neben den Begriffen Unternehmer und Unternehmen auch gestalterische Punkte wie die Zuordnung zum Unternehmensvermögen, Optionsmöglichkeiten und vor allem den vorteilhaften Vorsteuerabzug mit sich bringt. Daran anschließend erläutert der Bereich der Einkommensteuer alle wichtigen Positionen, die für die ertragsteuerliche Gewinnermittlung aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage und den daraus erzielten gewerblichen Einkünften benötigt werden. Doch auch ein Blick auf die Gewerbesteuer und Lohnsteuer ist mit enthalten. Ziel ist es, dass Sie allen zusätzlichen steuerlichen Aufgaben nachkommen können, die auf einen Betreiber einer Photovoltaikanlage zukommen.

Jürgen K. Wittlinger

Kapitel 2. Stand der betrieblichen Zentralisierung

Der Theorieteil der vorliegenden wissenschaftlichen Arbeit zeigt den aktuellen Kenntnisstand der Forschung und Praxis zum Thema der Einfluss- und Erfolgsfaktoren einer effizienten Zentralisierung im Bereich IT und Finanzwesen auf. Im Stand der Forschung werden aktuelle Forschungsansätze und -methoden zum Thema der Zentralisierung vorgestellt, wohingegen im Stand der Praxis aktuelle Firmenbeispiele und Erfahrungen mit der Zentralisierung dargestellt werden. Es folgt eine Begriffsdefinition, um die am häufigsten vorkommenden Termini vorzustellen.

Daniel Asbach

Kapitel 7. G

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. B

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. D

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 1. A

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 3. M

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 12. V

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 6. P

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 11. U

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 13. W

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 2. L

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 4. N

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. S

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Kapitel 9. Staatliche Finanzierung für innovative Exportunternehmen

Innovationen sind wichtige Treiber für ökonomisches Wachstum und sind für erfolgreiche Volkswirtschaften von zentraler Bedeutung. In Ländern wie Deutschland, Finnland oder Großbritannien sorgen ein innovationsfreundliches gesellschaftliches Klima, die Entwicklung von Spitzentechnologien an Universitäten und Hochschulen sowie privatwirtschaftliche Innovationstätigkeit für langfristigen Wohlstand. Neben multinationalen Konzernen sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) häufig Treiber von innovativen Ideen.

Andreas Klasen

Kapitel 1. Langfristige Vermögensplanung zur Absicherung Ihrer Ziele

In „Geldanlage und Steuer 2020“ werden die wichtigsten Anlagemöglichkeiten mit ihren Chancen und Risiken, ihrer Rentabilität sowie ihren steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten dargestellt und Zusammenhänge aufgezeigt. Hierbei bietet die wachsende Angebotsvielfalt unzählige Möglichkeiten der Geldanlage. Dabei sind auch die Risiken wie Zinsänderungsrisiken, Wechselkursrisiken oder Aktienkursrisiken zu berücksichtigen, denn sie können besonders in Niedrigzinsphasen wie seit dem Jahr 2010 die ohnehin geringen Erträge aufzehren oder gar zu negativen Ergebnissen führen.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 7. Investitionen in Immobilien zur Eigennutzung und zur Vermietung

In Immobilien als Sach- und Substanzwerte zu investieren, ist seit jeher eine der attraktivsten Möglichkeiten, Vermögen zu bilden. Immobilien bieten eine große Vielfalt der Anlagemöglichkeiten, beispielsweise in eigengenutzte Immobilien über Direktanlagen in vermietete Wohnungen und gewerbliche Vermietungen, Ferienwohnungen oder Auslandsimmobilien bis zu Investitionen in Immobilien zur Altersvorsorge.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 8. Nichts dem Finanzamt schenken – Steuervorteile kennen und nutzen

Um Geld und Erbschaftsteuer optimal arbeiten zu lassen, um legale steuerminimierende Gestaltungen zu nutzen und um planen zu können, ist steuerliches Grundwissen bares Geld wert. Unter diesem Blickwinkel sind für den Anleger besonders Kenntnisse der Einkommensteuer sowie der Stromsteuer und der Schenkungsteuer unabdingbar.

Philipp Karl Maximilian Lindmayer, Hans-Ulrich Dietz

Kapitel 2. Erwerb

Beim Erwerb gilt es zahlreiche Aspekte hinsichtlich der Prüfung zu beachten. Weiterhin behandeln wir die Motivation des Verkäufers und das Verhältnis zu ihm sowie Vertrag und Finanzierung. Nachdem die Unterlagen geprüft, die Ortsbesichtigung des Unternehmens und die eigene Perspektivbewertung erfolgt ist, sollte die Bereitschaftsspanne zur Vereinbarung eines angemessenen Preises abgesteckt sein.

Quirin Graf Adelmann, Michael Rassinger

2. Rechnungswesen

Das betriebliche Rechnungswesen setzt sich aus dem externen und internen Rechnungswesen zusammen (vgl. Abb. 2.1).

Olaf Fischer

Kapitel 6. Der M&A-Prozess bei Verkäufen und Käufen im Mittelstand

Wenn Unternehmen Akquisitionen durchführen, dann folgen sie zumeist einem Ablaufplan. Ein solcher AblaufplanAblaufplan hat eine logische Stringenz, die im praktischen M&A-Ablauf nicht immer eingehalten werden kann. Gleichwohl ist es hilfreich, wenn man sich im Vorfeld seiner Überlegungen über einen Verkauf bzw. einem Kauf damit befasst, wie ein solcher Prozess idealtypisch abläuft.

Jürgen Wegmann, Hilmar Siebert

2. Die Investitionsrechnung des KGS

Wir wollen jetzt beginnen, einen konkreten Fall zu rechnen. Alle weiteren für die Investitionsrechnung relevanten Zusammenhänge werden wir dann auch immer anhand dieses Falles besprechen.

Bernd Heesen

7. Dokumentation für die Umsetzung der BAIT

BAIT wie auch MaRisk machen stellenweise sehr konkrete Vorgaben über Dokumente und Reports, die vorgehalten werden müssen. Das Kapitel stellt alle diese Dokumente vor, aber auch Rollen und dazu deren notwendige Ausstattung an schriftlichen Anweisungen. So müssen alle Beschlüsse des Instituts verschriftlicht werden und umgesetzt werden. Alle Konkretisierungen brauchen ebenso eine Dokumentation, um revisionssicher zu werden. Dieses Kapitel ist damit das längste im Buch, da es zeigt, welche verschiedenen Vorlagen geschaffen werden müssen, aber auch auf welcher Basis sie erstellt werden, in dem die zugeordneten Dokumente aufgezählt werden.

Tomislav Maksimovic, Holger Biernat

Teil: Probleme der Ausgestaltung einer Verbandsgeldstrafe

Art. 103 Abs. 2 GG gewährleistet, dass eine Tat nur bestraft werden kann, wenn die Strafbarkeit gesetzlich bestimmt war, bevor die Tat begangen wurde. Wie gezeigt, verpflichtet dies den Gesetzgeber, die Voraussetzungen der Strafbarkeit so präzise zu umschreiben, dass Tragweite und Anwendungsbereich der Straftatbestände für den Normadressaten schon aus dem Gesetz selbst erkennbar sind und sich durch Auslegung ermitteln und konkretisieren lassen.

Christoph Görden

Kapitel 5: Die rechtsvergleichende Perspektive

Nachdem die Rechtsprechung der europäischen Gerichte untersucht und die Relativierung von Verfahrensfehlern in den verfassungs- und verwaltungsverfahrensrechtlichen Kontext eingebettet wurde, darf auch der Blick auf die mitgliedstaatlichen Verwaltungsrechtsordnungen nicht fehlen. Denn sie sind eine wichtige Quelle für die Entwicklung europäischer prozeduraler Denkmuster. So hat der Gerichtshof eine Vielzahl allgemeiner verwaltungsrechtlicher Rechtsgrundsätze aus den den nationalen Rechtsordnungen gemeinsam zugrunde liegenden Wertvorstellungen geschöpft.

Laura Hering

1. Aktuelle Überlegungen zur Unternehmenssteuerreform – Aspekte aus rechtspraktischer Sicht

Verbände und Institute sind sich einig: Das Konjunkturklima hat sich in den letzten Monaten eingetrübt. Finanzminister Olaf Scholz teilt offensichtlich diese Einschätzung; nach seiner Prognose gebe es von nun an „keine unvorhergesehenen [Steuer-]Mehreinnahmen mehr.“ Indes: Das Bild ist um die Feststellungen der Bundesregierung aus dem Dezember letzten Jahres zu ergänzen, dass Deutschland mit Rücksicht auf die Ertragsteuerbelastung der Kapitalgesellschaften Gefahr laufe, im internationalen Vergleich seine Attraktivität als unternehmerischer Standort einzubüßen und es deshalb bei den Reformoptionen keine Tabuthemen geben dürfe. Reformen müssten auch Personenunternehmen zugutekommen.

Roland Wacker

8. Besteuerung von Personenmehrheiten

Steuerpflichtiger ist bei der Einkommensteuer immer die einzelne natürliche Person. Dies gilt auch, wenn sich mehrere Personen zu einer gemeinsam wirtschaftenden Personengruppe – insbesondere einer Personengesellschaft (z. B. OHG, KG, GbR) – zusammenschließen. Steuersubjekt ist damit nicht die Gesellschaft als solche, sondern jeder Gesellschafter. Entsprechend müssen die Besteuerungsgrundlagen aus dem vom Personenzusammenschluss erwirtschafteten Bereich auf die einzelnen Steuersubjekte aufgeteilt werden. Dies geschieht (formal) entsprechend den Vorschriften der §§ 179, 180 AO in einem von der Veranlagung bzw. der Steuerfestsetzung getrennten Verfahren. Im Rahmen dieser – der Einkommensteuerveranlagung vorausgehenden – sog. einheitlichen und gesonderten Feststellung werden die gemeinsam erwirtschafteten Besteuerungsgrundlagen (einschließlich der Einkunftsart) einheitlich für alle Betroffenen bindend und gesondert hinsichtlich Höhe und Verteilung festgestellt.

Andreas Dinkelbach

4. Steuerobjekt/sachliche Besteuerung

Im EStG gibt es keine einheitliche Definition des Einkommensbegriffs; es existiert somit keine Definition der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer. In § 2 EStG werden die wirtschaftlichen Vorgänge, die in den Einkommensbegriff eingehen sollen, additiv genannt. Gemäß § 2 Abs. 1 EStG sind die Einkünfte aus den abschließend aufgezählten Tätigkeiten das Ergebnis dieser wirtschaftlichen Tätigkeiten. Der Begriff Einkünfte ist dabei als Nettogröße zu verstehen, die sowohl positiv als auch negativ sein kann.

Andreas Dinkelbach

12. Betrag der Einkommensteuer

Die Bemessungsgrundlage für die tarifliche Einkommensteuer ist das zu versteuernde Einkommen (§ 2 Abs. 5 Satz 1 Hs. 2 EStG). Das zu versteuernde Einkommen ergibt sich gemäß § 2 Abs. 5 EStG aus dem Einkommen (i. S. d. § 2 Abs. 4 EStG) abzüglich der Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG (Kinderfreibetrag und Betreuungs-/Erziehungs-/Ausbildungsfreibetrag) und der sonstigen vom Einkommen abzuziehenden Beträge (Härteausgleich nach § 46 Abs. 3 EStG, § 70 EStDV).

Andreas Dinkelbach

1. Wesen der Einkommensteuer

Der Finanzbedarf des Staates wird in erster Linie durch die Erhebung von Steuern gedeckt, wobei die Verteilung der Steuerlasten so gerecht wie möglich erfolgen soll. Allseits anerkannter Maßstab einer gerechten Verteilung der Steuerlasten ist die Leistungsfähigkeit bzw. das Leistungsfähigkeitsprinzip. Die Steuerlast soll auf die Steuerpflichtigen im Verhältnis ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit verteilt werden. Wichtigste Indikatoren steuerlicher Leistungsfähigkeit sind Einkommen, Konsum und Vermögen. An diese Indikatoren knüpft der Staat mit der Erhebung von Ertragsteuern (ESt, KSt, GewSt), Verkehr- und Verbrauchsteuern (USt, GrESt, Tabak-, Bier-, Energiesteuer etc.) sowie Substanzsteuern (ErbSt, Grundsteuer) an (Abb. 1.1). 2017 betrug der Anteil der Einkommen- und Körperschaftsteuer am Gesamtsteueraufkommen i. H. v. 735 Mrd. € 42,5 %. Weitere 7,2 % entfielen auf die Gewerbesteuer. Die Ertragsteuern stellen somit die aufkommensstärkste Steuerquelle des Staates dar. An zweiter Stelle folgt die Umsatzsteuer mit 30,8 % des gesamten Steueraufkommens.

Andreas Dinkelbach

21. Organschaft

Wie im Einkommensteuerrecht gilt auch im Körperschaftsteuerrecht das Individualprinzip, d. h. jedes Körperschaftsteuersubjekt ist einzeln unter Zugrundelegung seines zu versteuernden Einkommens zur Körperschaftsteuer zu veranlagen; insbesondere ist das Trennungsprinzip zwischen der Kapitalgesellschaft und ihren Anteilseignern zu beachten. Das Trennungsprinzip gilt jedoch nicht nur zwischen der Kapitalgesellschaft und natürlichen Personen als Anteilseigner, sondern auch zwischen Kapitalgesellschaften untereinander. Ist z. B. eine Kapitalgesellschaft an einer anderen Kapitalgesellschaft zu 100 % beteiligt, so unterliegt die rechtlich selbständige Tochtergesellschaft mit ihrem Einkommen der Körperschaftsteuer. Die wirtschaftliche Unselbständigkeit bzw. wirtschaftliche Verflechtung zwischen Mutter- und Tochterkapitalgesellschaft bleibt unberücksichtigt; insbesondere findet keine Verrechnung von Gewinnen und Verlusten zwischen der Mutter- und der Tochtergesellschaft statt, weder über eine Eliminierung von Zwischengewinnen aus Lieferungen und Leistungen noch über einen Ausgleich von positiven und negativen Einkünften (Abb. 21.1).

Andreas Dinkelbach

16. Ermittlung des zu versteuernden Einkommens

Grundlage der Besteuerung ist das zu versteuernde Einkommen (§ 7 Abs. 1 KStG), welches gemäß § 7 Abs. 2 KStG i. V. m. § 8 Abs. 1 KStG nach den Vorschriften des EStG und des KStG zu ermitteln ist (Abb. 16.1). Die Vorschriften des EStG sind allerdings nur anzuwenden, soweit sie nicht ausschließlich auf natürliche Personen zugeschnitten (z. B. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen) oder durch Sondervorschriften des KStG ersetzt sind. Demnach könnten Kapitalgesellschaften grundsätzlich Einkünfte aus allen Einkunftsarten des EStG erzielen, mit Ausnahme von Einkünften aus selbständiger und nichtselbständiger Arbeit (sowie bestimmten Einkünften i. S. d. § 22 EStG). § 8 Abs. 2 KStG legt jedoch einschränkend fest, dass bei unbeschränkt Steuerpflichtigen i. S. d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 KStG alle Einkünfte als Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu behandeln sind. Somit liegen bei Kapitalgesellschaften immer Einkünfte aus Gewerbebetrieb vor; auch wenn sich z. B. die Tätigkeit einer Kapitalgesellschaft auf reine Vermögensverwaltung beschränkt. Streitig ist, ob auch Zuflüsse, die sich nicht unter eine der sieben Einkommensarten des EStG einordnen lassen, wie z. B. Erbschaften, bei der Kapitalgesellschaft zu Einkünften aus Gewerbebetrieb führen oder hier ebenso steuerlich nicht zu erfassen sind.

Andreas Dinkelbach

20. Aufteilung/Verwendung des steuerlichen Eigenkapitals

Das Eigenkapital einer Kapitalgesellschaft setzt sich (handels- wie steuerbilanziell) aus den Einlagen der Anteilseigner und aus den Gewinnen der Kapitalgesellschaft zusammen (Abb. 20.1).

Andreas Dinkelbach

4. Umfeld moderner Banksteuerung

Die Banksteuerung ist beeinflusst durch externe Faktoren (Regulatorik im Bereich quantitativer und qualitativer, IT, neue Produkte und Risiken der Gegenwart) wie auch interne Risiken. Ein Mittel der systematischen Behandlung kann eine Risk-Map sein, womit all diese externen Faktoren erfasst, und bewertet werden. Bankinterne Risiken können dagegen anhand von Frühwarnindikatoren erkannt und behandelt werden.

Holger Biernat

Kapitel 6. Welche Dokumentarischen Textperson-Typen sind günstig?

Das Kapitel stellt 15 Typen für die Textperson im dokumentarischen Film vor. Die Bandbreite reicht von der informationsorientierten Faktenwiedergabe über die Argumentation und das Erklären bis zum Text-Ich.

Gregor Alexander Heussen

Kapitel 6. Steuergerechtigkeit – eine Unternehmerperspektive

Unternehmenssteuern leisten einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung gesamtgesellschaftlicher Aufgaben. Eine faire Beteiligung aller Steuerzahler an dieser Finanzierung ist ein wesentlicher Faktor für eine funktionierende Gesellschaft. Faire Steuerpraktiken sollten deswegen wichtiger Bestandteil der Unternehmensverantwortung sein, spielen dabei jedoch bis jetzt nur eine kleine, wenn auch wachsende Rolle. Mittelständische Unternehmer sind oft noch in ihrer Heimat verankert, machen ihre deutschen Steuerzahlungen als rein nationale Unternehmen im Jahresabschluss transparent und engagieren sich vereinzelt für Steuergerechtigkeit. Im Gegensatz dazu veröffentlichen große multinationale Unternehmen meistens keine länderspezifischen Informationen über ihre Steuerzahlungen und nutzen teilweise internationale Steuervermeidungsstrategien. Eine Zertifizierung von fairen Steuerzahlern kann helfen engagierte Unternehmer zu mobilisieren und faire und loyale Steuerzahler sichtbar zu machen.

Christoph Trautvetter

5. Internationales Steuerrecht

Am 22. Dezember 2017 wurde im liechtensteinischen Landesgesetzblatt die Verordnung vom 19.12.2017 über die Abänderung der Steuerverordnung veröffentlicht. Diese Ergänzung der Steuerverordnung ist ein Meilenstein im liechtensteinischen Steuerrecht, denn hiermit wurden wichtige Themen des internationalen Steuerrechts erstmalig gesetzlich normiert. Im Folgenden werden die wichtigsten Regelungen vorgestellt.

Matthias Langer

7. Besteuerung und Bilanzierung von Blockchain & Fintech Unternehmen

Wenige Themen wurden in der Vergangenheit ähnlich intensiv sowie kontrovers diskutiert, wie Kryptowährungen und die Blockchain-Technologie.

Matthias Langer

4. Liechtensteinisches Steuerrecht

Bei dem liechtensteinische (Steuer)Gesetz vom 23. September 2010 über die Landes- und Gemeindesteuern (Steuergesetz; SteG) handelt es sich um eine Totalrevision und grundlegende Überarbeitung des Steuergesetzes von 1961. Wobei die Wurzeln des Steuergesetzes von 1961 auf das Jahr 1923 und den Entwurf von Prof. Dr. Julius Landmann zurück gehen.

Matthias Langer

5. Konzerninterne Verrechnung von IT-Dienstleistungen

Unternehmen sind bestrebt, ihre vorhandenen Prozesse aus der analogen Welt durch den Einsatz moderner Informationstechnologie (z. B. Industrie 4.0, Cloud Computing) in digitale Prozesse zu überführen oder bereits teilweise digitalisierte Prozessedigitalisierte Prozesse innerhalb eines Konzerns zu integrieren. Mit dem somit vernetzten Unternehmen wird die Grundlage für „intelligente“ Wertketten gelegt. Beispielsweise sind zwischen den verbundenen Gesellschaften in einem Konzern die Verrechnungen von Dienstleistungen, wie z. B. für die Leistungen einer zentralen IT-Abteilung, eine der häufigsten Leistungsbeziehungen. Die hierfür notwendigen VerrechnungspreiseVerrechnungspreise unterliegen besonderer Regelungen, u. a. sind alle konzerninternen Transaktionen im Vorfeld durch schriftliche Intercompany-Vereinbarungen zu regeln. Dies stellt für die Unternehmen einen hohen administrativen Aufwand dar. Dieser Beitrag greift die aktuellen Herausforderungen auf und entwirft in einer Fallstudie mit der Blockchain-Technologie und den Smart ContractsSmart Contracts ein Lösungsszenario, welches sowohl die Prozesseffizienz einer intelligenten Wertkette im Blick hat als auch die Anforderungen aus dem Steuerrecht. Hierzu werden die Anforderungen aus der Fallstudie den Eigenschaften der Blockchain-Technologie gegenübergestellt. Aufgrund der hohen steuerlichen Relevanz wird das Lösungsszenario von Fachleuten aus dem Steuerrecht evaluiert.

Stefan Tönnissen, Jan Heinrich Beinke, Frank Teuteberg

1. Vorteile bei der Einkommensteuer

Nach dem deutschen Grundgesetz wird jedem Bürger das notwendige Existenzminimum garantiert. Denn jeder seine allgemeinen Lebenshaltungskosten wenn möglich aus eigener Kraft bestreiten können. Die Besteuerung darf damit nur soweit reichen, wie es die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bürgers erlaubt. Wer erwerbstätig ist, muss daher erst Einkommensteuer bezahlen, wenn das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt. Wer dagegen keine Einkünfte erzielt, hat Anspruch auf Sozialleistungen, um seinen Lebensunterhalt decken zu können.

Markus Deutsch, Maik Czwalinna

2. Individuelle Steuergestaltungen mit Kindern

Vermögensübergaben durch einfache Schenkungen – seien es kleinere Beträge etwa im Rahmen des laufenden Unterhalts oder größere Werte bei der vorweggenommenen Erbfolge – sind innerhalb der Familie zwar der gebräuchlichste Weg der Unterstützung. Steuerlich gibt es aber viel sinnvollere Gestaltungen.

Markus Deutsch, Maik Czwalinna

4. Wege finanzieller Unterstützung des Kindes

Die entsprechenden finanziellen Mittel vorausgesetzt, stehen Eltern oft vor der Frage, wie sie ihre Kinder beim Unterhalt und in der Ausbildung am besten unterstützen sollen. Nicht jeder Weg führt hier zum Ziel eines steuerlichen Abzugs.

Markus Deutsch, Maik Czwalinna

3. Analyse Blockchain-basierter Unternehmensfinanzierung

Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, bietet die Blockchain ein überzeugendes Potenzial vielseitig und nachhaltig in heutige Geschäftsprozesse einzugreifen. Jedoch sind viele Einsatzmöglichkeiten aufgrund der disruptiven Veranlagung der Technologie nur perspektivisch von Unternehmungen adaptierbar. Eine (zumindest über die letzten Jahre) praxiserprobte Funktionalität stellt dagegen der Einsatz der Blockchain als Medium der Unternehmensfinanzierung dar. Betrachtet man das Investitionsvolumen der Jahre 2017 und 2018 stellt sich die Frage, warum sich Unternehmen für eine Blockchain-basierte Finanzierungsform entscheiden und welche Vorteile diese gegenüber herkömmlichen Finanzierungsmodellen bietet. In diesem Kapitel werden ICOs hinsichtlich der Ausgestaltungsmöglichkeiten des Tokenmodells sowie deren rechtlichen Implikationen analysiert.

Klaus Himmer

5. Gegenüberstellung der Finanzierungsalternativen

In den bisherigen Ausführungen wurde eine vereinfachte Kategorisierung der Finanzierungsalternativen in ICO, VC und Crowdfunding vorgenommen. Insbesondere in den rechtlichen Analysen hat sich jedoch ein differenziertes Bild der Oberkategorien ergeben. Das erfordert eine weitere Aufgliederung der Entscheidungsmöglichkeiten, um den verschiedenen Folgewirkungen Sorge tragen zu können.

Klaus Himmer

10. Terminologiearbeit: im öffentlichen Dienst – im Dienste der Öffentlichkeit

Als Ende der 1980er-Jahre die bernische Kantonsverwaltung ihre terminologischen Aktivitäten auf nahm, konnten lediglich die Übersetzerinnen und Übersetzer davon profitieren, denn die Terminologiedatenbank war nur ihnen zugänglich. Mit der Öffnung der Terminologiedatenbank 1999 für die gesamte Kantonsverwaltung und seit 2009 für die breite Öffentlichkeit wurde Terminologie auch zum Werkzeug des Öffentlichkeitsprinzips und der politischen Meinungsbildung. Der Aufsatz umreißt die Geschichte der Terminologiearbeit in der bernischen Kantonsverwaltung und beschreibt einige der damit verbundenen Aufgaben und Tätigkeiten.

Donatella Pulitano

13. 25 Jahre Bozner Methode: Terminologiearbeit in Südtirol

1992 wurde das heutige „Institut für Angewandte Sprachforschung“ von Eurac Research als Fachbereich „Sprache und Recht“ eingerichtet mit der Aufgabe, einen Beitrag zur Entwicklung und Vereinheitlichung der Südtiroler deutschen Rechts- und Verwaltungssprache zu leisten. In den vergangenen 25 Jahren hat sich die Arbeit am Bozner Forschungsinstitut kontinuierlich an neue Begebenheiten und Forschungserkenntnisse angepasst. Die Methoden bei der Dokumentation, Termextraktion, Terminologieverwaltung und -veröffentlichung haben sich mit dem Digitalisierungsprozess, den besseren Software- und Internetleistungen sowie der breiteren Verfügbarkeit von Material ständig weiterentwickelt. Zweck, Inhalt und Verfahren der Terminologiearbeit sind den Änderungen auf rechtlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene gefolgt. Gleichgeblieben ist jedoch der methodische Kern der Terminologiearbeit: die Rechtsvergleichung zwischen dem italienischen und den deutschsprachigen Rechtssystemen. Der Aufsatz beschreibt die „Bozner Methode“ der Terminologiearbeit und geht auf die wichtigsten Entwicklungen der letzten 25 Jahre ein.

Elena Chiocchetti, Klara Kranebitter, Natascia Ralli, Isabella Stanizzi

1. Einführung in das Themengebiet

Ein Unternehmen zu gründen und zum Erfolg zu führen war noch nie einfach. Wie geht man am besten vor? Welche Weichen sind zu stellen? Zu welchem Zeitpunkt und in welcher Reihenfolge? Dieses Buch zeigt, wie anhand eines exzellenten Stakeholder-Managements ein nachhaltiger Unternehmenserfolg hergestellt werden kann. Bevor jedoch die zwölf einzelnen Schritte des Stakeholder-Managements vorgestellt werden, widmet sich der erste Teil dieses Buches der Begriffsklärung und Einführung in das Themengebiet. Dieses Kapitel gibt Ihnen einen Überblick über die aktuellen Herausforderungen, denen Gründer und Unternehmer heute begegnen. Zudem legt der Autor dar, wie sein eigener Berufszweig durch die aktuellen Trends tief greifend verändert wird.

Thomas Siegel

26. Fondsinvestoren

Im Folgenden werden die Besonderheiten der Immobilienanlage aus Sicht einer deutschen Versicherung dargelegt. Nach der Einführung in die Versicherungswirtschaft und ihre Bedeutung als (Immobilien-)Kapitalanleger werden spezifisch die für Versicherungen relevanten Rahmenbedingungen und Besonderheiten aufgeführt. Dabei ist es weder der Anspruch, einen vollständigen Investmentprozess darzustellen, noch tiefer in die Facetten der Immobilienanlage ganz allgemein einzusteigen.

Marian Berneburg, Fabian Reinecker

28. Asset Manager

Der deutsche Immobilienanlagemarkt war in den vergangenen Jahren vor dem Hintergrund der Niedrigzinsphase an den Kapitalmärkten insbesondere geprägt durch zunehmende Attraktivität der Immobilie als Anlageklasse, verbunden mit steigenden Anlagequoten, sinkenden Renditen und dem starken Zufluss internationalen Anlagekapitals. In dem Bestreben einer regionalen Diversifikation institutioneller Portfolios waren es zum einen vor allem internationale Investoren, die zunehmend den deutschen Anlagemarkt prägten, zum anderen vermehrten sich für institutionelle Investoren durch neue Regulierungen und Investmentvehikel die Möglichkeiten indirekter Immobilieninvestitionen. Durch die damit einhergehenden stetig steigenden Kaufpreise im Wettbewerb um attraktive Objekte kommt dem lokalen Management innerhalb der Haltephase eine zentrale Bedeutung zu.

Stephan Bone-Winkel, Philipp Feldmann

16. Fondsmanagement

Immobilienfondsmanagement ist über strategische und taktische Perspektiven hinaus auch eine operative Tätigkeit. Im Vergleich zum Management von Aktien- oder Anleihen-Fonds lebt es davon, auf effektive und effiziente Strukturen entlang der primären Wertschöpfungskette zurückgreifen zu können. Insbesondere in den vergangenen Jahren wurde deutlich, wie wichtig lokales Asset-Management, insbesondere im internationalen Bereich, und dessen Verzahnung mit einem ganzheitlichen Fondsmanagementprozess sind. Trotz vieler Herausforderungen in einem volatilen Marktumfeld gelingt es vielen Immobilien-Investmentgesellschaften mit integrierten Prozessen allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden und für Investoren attraktive Immobilienanlagelösungen zu bieten.

Jörg Homann, Ingo Bofinger, Christoph Schumacher

18. Haftung des Fondsmanagements

Die Frage nach dem Haftungsrisiko des Fondsmanagements ist seit dem Inkrafttreten des Kapitalanlagegesetzbuchs („KAGB“) vielschichtiger geworden. Dieses Kapitel beschäftigt sich im Schwerpunkt mit Haftungsfragen für das Fondsmanagement geschlossener Immobilienfonds.

Nicole Bittlingmayer, Sebastian D. Müller, Sten Hornuff

N

Begriff: Grundsatz der Währungs- und Wirtschaftsordnung, dass eine Geldschuld durch eine bestimmte Anzahl von Geldzeichen in Höhe der vereinbarten Geldsumme ohne Rücksicht auf deren Geldwert getilgt wird. Geschuldet wird also der Geldbetrag, auf den die Schuld lautet (Entstehungsbetrag). Zwischenzeitlich eingetretene Änderungen im Geldwert haben im Gegensatz zum Valorismus keinen Einfluss auf die Leistungshöhe (Euro gleich Euro = Nennwertprinzip).

Ludwig Gramlich, Peter Gluchowski, Andreas Horsch, Klaus Schäfer, Gerd Waschbusch

Besondere Dokumentationspflichten

Anhand der bis hierhin angestellten Überlegungen und Abgrenzungen können einzelne Dokumentationspflichten identifiziert werden. Dies ist erforderlich, um diese im Anschluss daran hinsichtlich verschiedener Aspekte zu untersuchen, zu systematisieren und festzustellen, ob Rückschlüsse auf eine allgemeine Dokumentationspflicht gezogen werden können. Dabei kommen gesetzlich normierte sowie richterrechtlich entwickelte Dokumentationspflichten in Betracht.

Korbinian Nuber

Begriffsbestimmung

Der Gesetzgeber verwendet den Begriff „Dokumentationspflicht“ an verschiedenen Stellen, ohne ihn aber näher zu definieren. Daher ist dieser Begriff zunächst zu analysieren und von ähnlich gelagerten Pflichten und sonstigen rechtlichen Bindungen zu unterscheiden.

Korbinian Nuber

1. Einführung

Im allgemeinen Sprachgebrauch wird für Banken und Sparkassen der Begriff „Kreditinstitute“ verwendet. Diese sind die Schaltstellen des modernen Wirtschaftslebens. Ohne Kreditinstitute wäre es nicht denkbar, wie die Geldströme abgewickelt und wie die zum Funktionieren der Wirtschaft erforderlichen Kredite besorgt werden könnten. Im Rahmen dieser Aufgabe sind der Sparer und der Anleger wichtige Glieder. Sie stellen einerseits ihr Geldvermögen für das Funktionieren des Wirtschaftsverkehrs zur Verfügung und erhalten andererseits dafür ein Entgelt. Für die Kreditinstitute ergeben sich daraus Rechte und Pflichten gegenüber diesem Personenkreis.

Ulrich Stache

18. Besondere Entgelte und Vorteile im Sinne des § 20 Abs. 3 EStG

Der Begriff der „besonderen Entgelte oder Vorteile“ ist umfassend und zugleich vielschichtig. Eine erschöpfende Aufzählung der darunter fallenden Einnahmen erscheint nicht möglich. Auch ist eine Abgrenzung der Begriffsbestandteile nicht erforderlich und wird weder in Rechtsprechung noch Schrifttum vorgenommen. Daher muss der Begriff wie eine Generalklausel weit interpretiert werden. Er entspricht auch der Einnahmedefinition des § 8 Abs. 1 EStG (BFH 23.10.1985 I R 248/81, BStBl. 1986 II, 178, BFHE 145, 175). Danach ist „Einnahme“ jeder Zufluss von Gütern in Geld oder Geldeswert im Rahmen der Überschusseinkunftsarten, zu denen auch die Einkünfte aus Kapitalvermögen gehören. Auf den Vermögensvorteil oder das besondere Entgelt im Sinne des § 20 Abs. 2 Nr. 1 EStG übertragen bedeutet dies, dass der Vorteil in Geld oder in einem geldeswerten Gut bestehen muss. Er muss außerdem zufließen und in diesem Sinne beim Empfänger eine Vermögensmehrung auslösen. Der Vorteil oder das besondere Entgelt ist ungeschmälert – als Bruttobetrag (Roheinnahme) – anzusetzen. Der Ansatz der Vermögensmehrung hängt nicht davon ab, ob der zugeflossene Vorteil seinem Wert nach die Betriebsausgaben, Werbungskosten oder Rückgewähransprüche übersteigt, die durch den Zufluss ausgelöst werden (BFH 04.07.1984 I R 195/81, BStBl. 1984 II, 842, BFHE 142, 38). Bloße Kapitalrückzahlungen fallen nicht unter die besonderen Entgelte und Vorteile.

Ulrich Stache

15. Versicherungsleistungen

Lebensversicherungsprämien enthalten Sparanteile, die von den Versicherungsgesellschaften verzinslich angelegt werden. Früher wurden die den Versicherungsnehmern gutgebrachten Zinsen mangels einer entsprechenden Besteuerungsvorschrift nicht zur Einkommensbesteuerung herangezogen. Durch die Steuerfreiheit sollte die eigenverantwortliche Vorsorge gefördert werden. Diese Begünstigung schien aber dem Gesetzgeber bei Lebensversicherungen nicht mehr gerechtfertigt, bei denen der Vorsorgezweck nicht im Vordergrund steht und bei denen sich ohne nennenswertes Risiko ein beachtlicher Vermögenszuwachs erzielen lässt. Dabei hat der Gesetzgeber auch berücksichtigt, dass vergleichbare Bausparzinsen versteuert werden müssen.

Ulrich Stache

12. Stille Gesellschaft und partiarische Darlehen

„(1) Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören: …

Ulrich Stache

27. Werbungskosten-Einzelfälle bei den Einkünften aus Kapitalvermögen

Die Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 EStG) und die Spekulationsgeschäfte als sonstige Einkünfte (§ 22 Satz 3 Nr. 2, § 23 EStG) gehören zu den Einkunftsarten, bei denen der Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten ermittelt wird (§ 2 Abs. 2 Nr. 2 EStG).

Ulrich Stache

26. Werbungskosten bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung

Grundsätzlich können spekulative Tätigkeiten nicht nur bei den Einkünften aus Kapitalvermögen, sondern auch im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung erfolgen. So ist es in der Regel erforderlich, dass bei größeren Erwerbs- und Bauvorhaben (z. B. Beteiligungen an Immobilien-Fonds, aber auch Beteiligungen an bereits bestehenden Vermietungsunternehmen) Geldbeschaffungsmaßnahmen – auch in spekulativer Absicht – ergriffen werden (müssen). Ein Abzugsverbot wie in § 20 Abs. 9 besteht im Rahmen der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung nicht. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang:

Ulrich Stache

2. Allgemeine Regelungen des Einkommensteuerrechts

Mit der Einkommensbesteuerung verfolgt der Gesetzgeber allgemein das Ziel, die Erhöhung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu erfassen, die im Wesentlichen durch die Gegenleistung für verschiedenartige Leistungen eines Steuerpflichtigen eintritt. Entsprechend ist es die besondere Absicht des § 20 EStG, die Nutzungsentgelte für private Kapitalüberlassung der Einkommensteuer zu unterwerfen. Da das Kapitaleinkommen wegen der Beweglichkeit des Kapitalvermögens am leichtesten der Besteuerung entzogen werden kann, wird die Einkommensteuer von den wichtigsten inländischen Kapitaleinkünften durch Steuerabzug erhoben (§ 43 EStG).

Ulrich Stache

6. Einnahmearten des § 20 EStG

„(1) Zu den Einkünften aus Kapitalvermögen gehören:

Ulrich Stache

4. Geldentwertung und Nominalwertprinzip

Geldentwertung tritt dadurch ein, dass die Preise allgemein steigen. Für das marktwirtschaftliche Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland ist es charakteristisch, dass die Preise der einzelnen Güter steigen oder sinken, wenn ihr Knappheitsgrad zu- oder abnimmt. Die Steigerungen des Preisniveaus durch Geldentwertung haben in der Regel nachteilige ökonomische und soziale Folgen. Bei starker und anhaltender Geldentwertung vertrauen weite Bevölkerungskreise immer weniger der Geldwertstabilität. Die Folge ist, dass sich eine Inflationsstabilität bilden kann mit erheblichen negativen Auswirkungen auf den Wert des Geldes. Damit besteht sogar die Gefahr einer zusätzlichen Beschleunigung der Geldentwertung.

Ulrich Stache

Einbringung in Kapital- und Personengesellschaften

Der Begriff Einbringung wird im UmwG nicht verwendet, sondern ist ein rein steuerrechtlicher Terminus. Die Vorschriften zur Einbringung im Sechsten und Siebten Teil des UmwStG haben keinen direkten Anknüpfungspunkt im Umwandlungsrecht wie etwa die Bestimmungen zur Verschmelzung und Spaltung im Zweiten und Dritten bzw. im Vierten Teil des UmwStG.

Gernot Brähler, Andreas Krenzin

Verschmelzung von Kapitalgesellschaften

Bei der Verschmelzung von Kapitalgesellschaften wird das gesamte Vermögen einer oder mehrerer Kapitalgesellschaften im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf eine andere Kapitalgesellschaft übertragen. Im Gegenzug werden die Anteilseigner der übertragenden Kapitalgesellschaft(en) durch Anteilstausch an der übernehmenden Kapitalgesellschaft beteiligt (§ 2 UmwG). Die übertragende(n) Kapitalgesellschaft(en) gehen unter Auflösung ohne Abwicklung unter.

Gernot Brähler, Andreas Krenzin

Verschmelzung von Kapitalgesellschaften auf Personengesellschaften

Unter einer Verschmelzung ist die Übertragung des gesamten Vermögens eines oder mehrerer Rechtsträger auf einen anderen Rechtsträger im Wege der Gesamtrechtsnachfolge zu verstehen. Für die Übertragung des Vermögens wird den Anteilseignern des oder der übertragenden Rechtsträger im Wege des Anteilstausches eine Beteiligung am übernehmenden Rechtsträger gewährt. Die gesellschaftsrechtliche Verbundenheit des Vermögens und der Anteilseigner des oder der übertragenden Rechtsträger wird aufgelöst.

Gernot Brähler, Andreas Krenzin

3. Teil Haftung und Strafbarkeit

Betrachtet der Geschäftsführer seinen persönlichen Status, so sind es häufig drei Fragen, die ihn immer wieder beschäftigen:

Rocco Jula

1 Teil Der organschaftliche Status des GmbH-Geschäftsführers

Jede GmbH benötigt einen Geschäftsführer, um handlungsfähig zu sein. Der Geschäftsführer ist das Leitungsorgan der Gesellschaft. Er muss von den Gesellschaftern sorgfältig ausgesucht und überwacht werden. Zahlreiche Krisen und Insolvenzen sind auf das Missmanagement von Geschäftsführern zurückzuführen. Der Geschäftsführer sollte selbst kritisch prüfen, ob er für die Position sämtliche Qualifikationen aufweist bzw. ob er sich dieselben aneignen oder über Dritte beschaffen kann. Es liegt auf der Hand, dass der Manager die erforderlichen Führungsqualitäten besitzen sollte. Er hat nicht nur die fachlichen Qualifikationen mitzubringen, sondern auch eine Leitungspersönlichkeit zu sein. Hierzu gehören ein entsprechendes Durchsetzungsvermögen sowie die Fähigkeit, die Mitarbeiter zu motivieren. Neben den betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsführeramt stellt auch das Recht Anforderungen an einen Geschäftsführer. Die rechtlichen Vorgaben begrenzen den Gestaltungsspielraum des Geschäftsführers. Ihm werden zahlreiche Pflichten aufgebürdet, aber auch Rechte eingeräumt. Die den Geschäftsführer betreffenden Rechtsfragen sind Gegenstand dieser Abhandlung.

Rocco Jula

2. Teil Der persönliche Status des GmbH-Geschäftsführers

Der persönliche Status des Geschäftsführers ist von seiner gesellschaftsrechtlichen Stellung als leitendes Organ der GmbH abzugrenzen. Wie bereits dargelegt, ist der Geschäftsführer kraft seiner Bestellung durch die Gesellschafterversammlung Organ der GmbH. Die organschaftlichen Rechte und Pflichten bestimmen sich nach dem Gesellschaftsrecht, insbesondere nach dem GmbH-Gesetz, der Satzung sowie den ergänzenden Gesellschafterbeschlüssen. Hiervon scharf zu trennen ist das Anstellungsverhältnis, das neben dieser organschaftlichen Beziehung besteht. Das Anstellungsverhältnis regelt den persönlichen Status des Geschäftsführers.

Rocco Jula

5. Umsatzsteuer

Autohändler Carlo Sommerweizen weiß genau, dass die Umsatzsteuer für jeden umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer zum Tagesgeschäft zählt und es absolut notwendig ist, Grundkenntnisse auf diesem Gebiet vorweisen zu können. In diesem Kapitel werden neben wichtigen Definitionen des Umsatzsteuerrechts, das umsatzsteuerliche System in Deutschland inklusive der Herausforderungen beim Vorsteuerabzug thematisiert. Relevante Rechnungsmerkmale nach § 14 (4) UStG werden ebenso thematisch aufgegriffen wie steuerbare Lieferungen und sonstige Leistungen. Wichtige Informationen zur Durchführung der Umsatzsteuer-Voranmeldung, zu steuerlichen Nebenleistungen sowie den Besonderheiten bei Abschlags- und Anzahlungsvorgängen sind Kernthemen dieses Kapitels.

Karin Nickenig

1. Carlo Sommerweizen e. K. – ein Beispielunternehmen stellt sich vor

Carlo Sommerweizen, 43 jähriger gebürtiger Rheinländer, gehört zu den betriebsbedingt gekündigten Bürokaufleuten, welcher nun nach erfolgter Kündigung seinen langjährigen Traum der Selbständigkeit als Automobilhändler mit angeschlossener Werkstatt verwirklichen möchte. Da er von den notwendigen steuerlichen Angelegenheiten eines Unternehmers nur wenig Kenntnis besitzt, arbeitet er diese im Vorfeld seiner Tätigkeit auf, um zum Beispiel in der Lage zu sein, im Tagesgeschäft eine umsatzsteuerlich ordnungsgemäße Rechnung auszustellen oder eine einfache Umsatzsteuer-Voranmeldung fristgerecht dem Finanzamt zu übermitteln. Des Weiteren hält Sommerweizen es für unbedingt erforderlich, steuerliche Fachbegriffe verstehen und anwenden zu können, um den Ausführungen seines steuerlichen Beraters oder des Finanzamtes zu folgen.

Karin Nickenig

3. Einkommensteuer

Carlo Sommerweizen informiert sich über die Einkommensteuer, da er weiß, dass er einmal im Jahr mit dieser Herausforderung konfrontiert wird. Er recherchiert unter anderem im Internet und im Gesetz nach allgemeinen Merkmalen und Definitionen der aufkommensstarken Steuer. Sommerweizen spricht mit Bekannten, Freunden und dem Steuerberater über Fragen zu Veranlagungsarten, Tarifen, Gewinn- und Überschusseinkunftsarten. Am Ende weiß Sommerweizen, wie er überschlägig (ohne Besonderheiten) das zu versteuernde Einkommen als Bemessungsgrundlage für Zwecke der Einkommensbesteuerung nach einem einfachen Berechnungsschema ermitteln kann.

Karin Nickenig

3. Unternehmensförderung

Der Bereich der Unternehmensförderung gehört zu den Basisthemen von Wirtschaftsförderungseinrichtungen, gleichgültig ob sich diese Förderung auf den Ebenen der Europäischen Union, des Bundes, der Bundesländer, der Regionen oder der Kommunen vollzieht. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über zentrale Förderorganisationen und deren Formen, Strukturen und Aufgaben. Zudem informiert es über das Prozedere der Unternehmensförderung. Dabei werden besonders wichtige Förderprogramme vorgestellt, u. a. Gründungszuschuss und Einstiegsgeld, EXIST, Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur und Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM). Für eine ganzheitlichere Betrachtung des Themas Unternehmensförderung soll eine Differenzierung in materielle und immaterielle Unternehmensförderung vorgenommen werden. Dabei gilt es insbesondere, auch die zahlreichen Instrumente der immateriellen Unternehmensförderung vorzustellen und einer kritischen Reflexion zu unterziehen.

Philip Pongratz, Matthias Vogelgesang

2. Einführung in das deutsche Recht

Juristen können sich die absurdesten Fälle ausdenken und diese in allen rechtlichen Feinheiten diskutieren. Noch unglaublichere Fälle schreibt allerdings meist das wirkliche Leben. Wer lange in der Kinder- und Jugendarbeit tätig ist, kann davon oft ein Lied singen. Auch auf solche Fälle müssen dann bisweilen die Gerichte eine rechtlich plausible Antwort finden. Dafür ist es wichtig, die unterschiedlichen Gebiete des deutschen Rechts (Öffentliches Recht, Strafrecht und Zivilrecht) sorgfältig zu unterscheiden. Weil Gesetze auf konkrete Fragen oft nicht ganz genau passen (können), müssen sie ausgelegt und angewendet werden. Deswegen lassen sich viele juristische Fragen nur mit Blick auf den Einzelfall beantworten. Die Einführung hilft, ein Gespür dafür zu entwickeln, worauf es denn im Einzelfall ankommt.

Christian Jasper

Kapitel 17. Zur Aussagefähigkeit und Interpretation des BIP

in diesem Kapitel erfolgt abschließend eine kritische Betrachtung zu Aussagekraft und Interpretation dieser Messgrößen, insbesondere hinsichtlich der Bewertung nationaler Wohlfahrt und Lebensqualität.

Norbert Lamar

Kapitel 8. Grundlagen Steuern

Wenn Sie mit Ihrer Geschäftsidee erfolgreich am Markt angekommen sind und Gewinne erwirtschaften, so müssen Sie auch Steuern zahlen. Im nachfolgenden Abschnitt werden Sie in die Grundlagen des Themenfelds Steuern eingeführt und können nach Durchsicht der verschiedenen Abschnitte unterschiedliche Steuerarten differenzieren und steuerrelevante unternehmerische Gestaltungsoptionen ausloten. Sie sind zudem in der Lage, vier verschiedene Besteuerungsverfahren zu kennzeichnen und Aspekte der Umsatzsteuer, Gewerbesteuer, Einkommenssteuer und Körperschaftssteuer näher zu differenzieren. Auch das Thema Unternehmensbesteuerung verschiedener Rechtsformen werden Sie nach Abschluss dieses Kapitels differenziert betrachten können.

Andreas Lühn

Kapitel 11. Risikomanagement

Tritt das Unternehmen in die Sättigungsphase ein, so werden die Umsätze und Margen im härter werdenden Wettbewerb knapper. In dieser Zeit gehen nicht unerhebliche Risiken von den Unternehmenstätigkeiten aus. Diese müssen mit der Analyse existenter Risiken und dem maßvollen Controlling derselben begrenzt werden. Diesem wendet sich das vorliegende Kapitel zu.

Christian Hose

11. Was kann der Staat für einen erfolgreichen Wettbewerb im 21. Jahrhundert tun? – Zwanzig Anregungen

Die neue Wettbewerbspolitik im 21. Jahrhundert darf nicht mit Grundüberlegungen des 20. Jahrhunderts gedacht werden. Wer neue Entwicklungen und deren Herausforderungen aus der Perspektive der Konzepte und Lösungsmöglichkeiten der letzten Jahrhunderte beurteilt, wird gnadenlos scheitern. Gerade im Hinblick auf die der Disruption immanente Schnelligkeit der Marktveränderungen ist ein in der Vergangenheit weilender Wirtschaftsgeist der zwangsläufige Indikator eines dauerhaften Positionsverlustes. Eine Wettbewerbspolitik des 21. Jahrhunderts muss sich auf die veränderten Rahmenbedingungen einlassen. Diese werden im Wesentlichen durch die Trias Globalisierung, Digitalisierung und Automatisierung geprägt. Das bedeutet in Kurzform, dass es klassischerweise nicht mehr um analoge, sondern um digitale Geschäftsmodelle geht, in denen Prozesse zunehmend standardisiert werden und eine Zusammenarbeit über regionale wie fachliche Grenzen hinaus die Regel bildet.

Martin Pätzold

6. Arbeit und Leben: Wechselwirkungen und Entgrenzung von Erwerbs- und Privatsphäre

Gegenstand des Kapitels sind der Wandel des ungleichen Wechselverhältnisses zwischen Erwerbs- und Privatsphäre und seine Auswirkungen auf die Subjekte. Mithilfe der theoretisch unterfütterten Begriffspaare ‚Produktion und Reproduktion‘ (6.1) wird die historische Entwicklung der geschlechtsspezifischen gesellschaftlichen Arbeitsteilung von getrennten Sozialsphären (6.2) zur Entgrenzung von Arbeit und Leben (6.3) erläutert. Die Debatte erkennt die subjektiven Vermittlungen zwischen den Sphären als aktives Reproduktionshandeln an (6.4) und analysiert daher sowohl die sozial ungleichen Voraussetzungen dazu (6.5) als auch die geschlechtsspezifischen Auslagerungen der notwendigen Care-Arbeit (6.6).

Frank Kleemann, Jule Westerheide, Ingo Matuschek

4. Der Kaufvertrag

Informationen zum Unternehmenskauf: Das Kapitel beschreibt und erklärt die einzelnen Elemente des Kaufvertrags. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf den Garantien des Verkäufers und den Haftungsrisiken, die heute mittlerweile durch W&I-Versicherungen weitgehend aufgefangen werden können.Dr. Stefan Vomweg erklärt im Interview, welche Risiken bei Kaufverträgen bestehen und wie man sie vertragsrechtlich weitgehend ausschließt.

Dirk Sojka, Ralf Sojka, Sonja Ulrike Klug

6. Regulierungsbedarf im deutschen FinTech-Markt

Ob es bezüglich des Datenschutzes inhaltlichen Regulierungsbedarf gibt, kann im Rahmen dieses Buches nicht geklärt werden und bleibt dem Urteil juristischer Untersuchungen überlassen. Fest steht jedoch, dass die DS-GVO und auch die geplante ePrivacy-Verordnung, die die Richtlinie für elektronische Kommunikation (RL 2002/58/EG) und die sogenannte Cookie-Richtlinie (RL 2009/136/EG) ersetzt, die Rechte der Nutzerinnen und Nutzer von FinTech-Dienstleistungen de lege lata gestärkt haben und stärken werden. Fraglich ist allerdings, ob die Nutzerinnen und Nutzer auch faktisch mehr Souveränität über ihre Daten erhalten. In der Praxis müssen die Nutzerinnen und Nutzer von FinTech-Dienstleistungen nämlich der Verarbeitung personenbezogener und personenbeziehbarer Daten zustimmen, um entsprechende FinTech-Dienstleistungen in Anspruch nehmen zu können. Die Einwilligung der Nutzerinnen und Nutzer stellt jedoch häufig eine Universallösung für die rechtskonforme Verarbeitung von personenbezogenen und personenbeziehbaren Daten für FinTech-Unternehmen dar. In der Regel dürften zudem nur wenige Nutzerinnen und Nutzer die Datenschutzerklärungen lesen (Ben-Shahar und Schneider 2014), da in den meisten Fällen der Kundennutzen und der Preis der Dienstleistung im Vordergrund einer Konsumentscheidung stehen. Wenn die Verarbeitung bestimmter personenbezogener oder personenbeziehbarer Daten weite Verbreitung in der FinTech-Branche findet und die Datenschutzerklärungen nicht gelesen werden, dann bringt auch das Erfordernis an Online-Händler wenig, unterschiedliche Zahlungsdienste anbieten zu müssen. In diesem Sinne läuft auch das kürzlich ergangene Urteil des Bundesgerichtshofes (v. 18.07.2017, Az. KZR 39/16) ins Leere, das Online-Händlern wie der Deutschen Bahn verbietet, den Zahlungsdienst sofortüberweisung.de als einziges kostenloses Zahlungsmittel anzubieten.

Gregor Dorfleitner, Lars Hornuf

Kapitel 8. Wirtschaftsrecht im Geschäftsbetrieb

Ziel dieses Kapitels ist es, Unternehmensgründern einen Eindruck von der Bandbreite gesetzlicher Bestimmungen zu geben, deren Anwendbarkeit mit dem Gründungsakt und der Aufnahme des Betriebs einsetzt. Die Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Im Gegenteil: Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieses Kapitel bei Weitem nicht sämtliche gesetzlichen Bestimmungen oder auch nur Kodifikationen (Gesetze) einbezieht, die für Start-ups mit technikbasierten Geschäftsmodellen relevant sind. Es behandelt keine Einzelheiten, vielmehr soll es ein Problembewusstsein erzeugen. Dieses ist erforderlich, um bereits im Planungsstadium einer Unternehmung in die richtigen Richtungen zu denken und recherchieren und die rechtlichen Hürden zu identifizieren, die zur Umsetzung eines Geschäftsmodells genommen werden müssen. Erst dann kann der zur Erfüllung der von der Rechtsordnung gestellten Compliance-Anforderungen erforderliche Zeit- und Geldaufwand realistisch geplant werden. Denn das Recht ist ein sämtliche Wertschöpfungsstufen einer Unternehmung von der Beschaffung bis hin zum Absatz betreffende Querschnittmaterie. Es kann nicht nur erhebliche Hürden für die Aufnahme der Geschäftstätigkeit beinhalten, sondern auch mit erheblichen Anforderungen an die Organisation und Liquidität einer Unternehmung verbunden sein.

Nicolai Schädel

Kapitel 1. Unternehmensgründung, Betriebswirtschaft und Recht

In diesem Kapitel werden zunächst einige betriebswirtschaftliche Grundlagen vermittelt, an denen gewerbliche Unternehmen nicht vorbeikommen. Zudem soll an die Bedeutung des Rechts für die wirtschaftliche Sicht auf Sachverhalte und Szenarien und die enge Verzahnung zwischen rechtlicher und wirtschaftlicher Betrachtungsweise herangeführt werden. In diesem Sinn geht es in diesem Kapitel um die Bedeutung von Verträgen, die Aufgaben des Managements, die Grundlagen der Rechnungslegung, die Bedeutung von Liquidität und Insolvenz von bzw. für Unternehmen sowie die Planung zur Zielerreichung.

Nicolai Schädel

Kapitel 2. Planung, Recht und Geschäftsmodell(re)design

In diesem Kapitel wird gezeigt, dass es sich lohnt, im Rahmen der Planung einer Unternehmung das angestrebte Geschäftsmodell und die dazu getroffenen Annahmen nicht nur anzudenken, sondern in jede Richtung abzuklopfen und auszuermitteln. Die folgenden Ausführungen und Beispiele sollen einen Eindruck von der Bandbreite möglicher Risiken und Richtungen vermitteln, an und in die dabei zu denken ist. Dazu werden nachstehend zunächst mögliche Folgen rechtlicher Non-Compliance abstrakt zusammengefasst vorangestellt. In den anschließenden Abschnitten werden diese Rechtsfolgen anhand von Beispielen näher erläutert. Dabei geht es noch nicht um das Rechtssystem als solches oder die Auslegung einzelner Vorschriften. Es geht auch noch nicht um die Vermittlung spezifischer Rechtskenntnisse oder Kompetenzen im Umgang mit dem Recht. Vielmehr ist Ziel dieses Kapitels, Gründer zunächst für das gesamte Spektrum möglicher Rechtsfolgen zu sensibilisieren, die ein Unternehmen treffen können, das die auf einem Markt geltenden Spielregeln verletzt.

Nicolai Schädel

Kapitel 3. Unternehmensbewertung

In diesem Kapitel geht es um folgende Fragen: Wie kommen Bewertungen wie z. B. die des Gebrauchtwagenhändlers Auto1 zustande? Wie ermittelt man den Wert eines Unternehmens? Warum, aus welchen Anlässen und in welchen Situationen sind Unternehmensbewertungen erforderlich, zumindest aber sinnvoll? Und: Warum sollten Unternehmensgründer etwas davon verstehen? Diese Fragen sollen im Folgenden beantwortet werden, um weitere Grundlagen für die anschließende Darstellung zu legen, insbesondere auch im Hinblick auf die Gestaltung von Gesellschaftsverträgen und die Beteiligung Dritter am Unternehmen.

Nicolai Schädel

Kapitel 4. Gesellschaften als Unternehmensträger

In diesem Kapitel wird vermittelt, welche Gründe dafür sprechen, ein Unternehmen nicht unmittelbar selbst zu betreiben, sondern dazu eine Gesellschaft zu gründen. Dadurch werden Gesellschaften zu Unternehmern bzw. „Unternehmensträgern“ oder – insoweit synonym – „Unternehmensinhabern“. Die Gründer der Gesellschaft betreiben das Unternehmen dann nicht unmittelbar selbst. Vielmehr sind die Gründer an der Gesellschaft und damit am Unternehmensträger bzw. Unternehmensinhaber beteiligt.

Nicolai Schädel

4. (Regulatorische) Herausforderungen für IoT-Netze in der Energiewirtschaft

Ein flächendeckender Einsatz von Sensorik, in der betriebenen Infrastruktur, macht die Erhebung, Verarbeitung und Weiternutzung großer Datenmengen möglich [1]. In der Theorie wird in diesem Zusammenhang oft von dem Begriff Big Data gesprochen [2].

Marcel Linnemann, Alexander Sommer, Ralf Leufkes

Kapitel 10. Steuerrecht

Im folgenden Kapitel soll ein kurzer Überblick über die wichtigsten steuerlichen Aspekte im Zusammenhang mit der Immobilie gegeben werden.

Johannes Handschumacher

Kapitel 4. Earned Income – Primäre und sekundäre Betriebseinnahmen

Häufig auch als „Eigeneinnahmen“ bezeichnet, sind Betriebseinnahmen im weiteren Sinne („earned income“) alle Einnahmen, außer Zuschüsse und Drittmittel, also alle Einnahmen außer jene aus staatlicher und privater Kulturförderung. Sie können unterschieden werden in primäre und sekundäre Betriebseinnahmen, wobei Letztere auch „Nebeneinnahmen“ genannt werden. Hier wird wie folgt definiert.

Rita Gerlach-March, Lorenz Pöllmann

12. Deutsches und thailändisches Steuerrecht

Das Steuerrecht gehört zu einer der komplexesten und dynamischsten Rechtsmaterien. Zusätzliche Probleme treten vor allem dann auf, wenn unterschiedliche Länder auf die Besteuerung Einfluss nehmen. Im schlimmsten Fall erhöht sich die Steuerbelastung dergestalt, dass an mehrere Staaten Steuern gezahlt werden müssen. Daher ist das Interesse, die Steuerlast zu minimieren, selbstverständlich.Dieses Kapitel soll einen Überblick über das deutsche und thailändische Einkommen-, Körperschaft- und Umsatzsteuerrecht sowie über das zwischen beiden Staaten bestehende Doppelbesteuerungsabkommen geben. Daneben bestehende andere Steuerarten mögen am Rande Erwähnung finden, sind aber größtenteils von der Darstellung ausgenommen.

Michael Lorenz

27. Warum zur modernen Unternehmensführung künftig das Steuerecht gehört

Wenn Sie in Zukunft als Unternehmer weiter erfolgreich tätig sein wollen, sollten Sie nicht nur die Stärken ihres Kerngeschäfts im Blick haben, sondern auch die steigenden Anforderungen des Steuerrechts in Ihre Entscheidungen einfließen lassen.Die Anpassung der Unternehmen an wirtschaftlichen Anforderungen, wie Digitalisierung, Industrie 4.0, oder Internationalisierung gelingt oft schnell, um im Wettbewerb überlebensfähig zu bleiben. In vielen Fällen werden die damit einhergehenden internen Prozesse zu langsam an die steuerlichen Anforderungen angepasst und als sinnloser Verwaltungsaufwand gesehen. Wer hier zu unbedarft handelt, dem drohen nach einer Betriebsprüfung hohe Steuernachzahlungen oder Steuerstrafverfahren.Mit diesem Beitrag erfahren Sie, welche Prozesse Sie in Ihrem Unternehmen zukünftig im Blick haben müssen. Was sich hinter den Begriffen, wie Verfahrensdokumentation, ersetzendes Scannen oder Tax Compliance verbirgt. Wie Sie Ihre Dokumentation so aufbauen können, dass sie den anspruchsvollen Anforderungen der Finanzverwaltung Stand hält, und welche unternehmerischen Chancen sich daraus bieten.Zusammenfassend erhalten Sie konkrete Handlungsempfehlungen, wie Sie die künftigen steuerrechtlichen Anforderungen erfüllen und wie Sie diese Anforderungen für Ihr Unternehmen gewinnbringend nutzen können.

Thomas Vellante

Kapitel 5. Kostenträgerrechnung

Als KostenträgerKostenträger werden die Produkt oder auch Dienstleistungen bezeichnet, die ein Unternehmen erstellt bzw. erbringt. Nachdem innerbetriebliche Leistungen oben bereits behandelt wurden konzentrieren wir uns im Folgenden auf solche Produkte und Dienstleistungen, die für Kunden erbracht werdenAußenauftrag (sog. Außenaufträge). Hier ist wiederum zwischen solchen zu unterscheiden, die im Kundenauftrag erstellt werden (Kundenaufträge) undKundenauftrag solchen, die zunächst auf Lager produziert werden (Lageraufträge). DerLagerauftrag Grund für die Unterscheidung besteht darin, dass diese unterschiedlich zu behandeln sind.

M. Reichhardt

Kapitel 2. Digital und stationär – zwei bedeutende Dimensionen des aktuellen Wettbewerbs

Bei der Suche nach den Ursachen der aktuellen Krise des stationären Einzelhandels hört man häufig die beiden Schlagwörter ‚Digitalisierung‘ und ‚Wertewandel‘.

Wolfgang Merkle

3. Der CFO als Controlling- und Reportingexperte

Die Controlling-Forschung verweist seit einiger Zeit auf Probleme, die beim Einsatz von Rentabilitätskennzahlen in der Unternehmenssteuerung entstehen können. Dennoch werden sie dafür in der Unternehmenspraxis sehr häufig eingesetzt. Den Gefahren kann begegnet werden, wenn bei der Bewertung der Kennzahlen verzerrende Einflüsse berücksichtigt oder mehrere Kennzahlen in geeigneter Weise miteinander kombiniert werden. Eine Fallstudie zeigt, wie diese Erkenntnisse praktisch umgesetzt werden können, und sie deutet an, dass Unternehmenscharakteristika Einfluss auf die Auswahl von Rentabilitätskennzahlen für Steuerungszwecke haben.

Matthias J. Rapp, Axel Wullenkord

Haftungsgrundlagen

Ungeachtet einer Vielzahl an spezialgesetzlichen Vorschriften, wie beispielsweise das ErdgasMarktG und die auf seiner Grundlage erlassenen untergesetzlichen Rechtsakte, die für die Erdgasversorgung existieren, beurteilen sich die Schadensersatzhaftung der bei Erdgasversorgungsstörungen als passivlegitimiert in Betracht kommenden Erdgasmarktbeteiligten gegenüber dem Erdgasendkunden sowie ihr Umfang nach dem allgemeinen Haftungsrecht. Das ukrainische Energierecht enthält keine speziellen Anordnungen einer Schadensersatzhaftung im Erdgasversorgungsbereich. Es finden sich keine speziellen Regelungen der Haftungsprivilegierung, die insoweit aufgrund des allgemeinen Haftungsrechts bestehende Schadensersatzansprüche des Erdgasendkunden beschränken oder sogar ausschließen würden.

Natalia Ishyna

Kapitel 3. Methodenteil

Zur Überprüfung des Vorliegens der vermuteten Zusammenhänge bietet sich ein quantitatives Vorgehen an. Um eine große Fallzahl zu generieren, welche notwendig ist, um eine hohe externe Validität zu gewährleisten (vgl. Hussy, Schreier & Echterhoff, 2013, S.3), wurde ein webbasiertes experimentelles Design gewählt. Ein Vorteil des webbasierten Designs liegt laut Reips (2000) darin, „ohne Probleme […] die ´ideal´ kalkulierte Sample Größe (nicht zu groß und nicht zu klein) [zu erreichen]“ (S. 11).

Franziska Hoberg

8. Die Durchführung der Hilfeleistung in Steuersachen (§ 23 StBerG)

Die Durchführung der Hilfeleistung in Steuersachen durch den Lohnsteuerhilfeverein erfolgt regelmäßig durch die Angehörigen der Beratungsstellen, also dem Beratungsstellenleiter oder dessen Mitarbeiter. Der Begriff der Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins wird im Steuerberatungsgesetz nicht näher definiert. Aus dem Wortlaut des Gesetzes lässt sich insoweit aber entnehmen, dass es sich um eine örtliche Einrichtung handeln muss, in der die Beratungsleistung des Vereins ausgeübt wird. Sie dient auch als Kontaktstelle für Interessenten und Mitglieder. Es muss sich daher um eine organisatorische Einheit handeln, die nach außen hin in Erscheinung tritt (vgl. Hermans 1996, S. 64). Eine Kontaktaufnahme mit der Beratungsstelle muss möglich sein. Der Sinn und Zweck der Regelung soll nach der Auffassung des BFH darin liegen, dass dem Lohnsteuerhilfeverein die „Schaffung einer organisatorischen Einheit abverlangt wird, durch deren technische Einrichtung und personelle Ausstattung er nach außen wirken kann“. Ungenau hingegen ist die Beschreibung, nach der es sich bei der Beratungsstelle um eine Einrichtung handeln soll, die mit der „beruflichen Niederlassung“ eines Steuerberaters oder Steuerbevollmächtigten vergleichbar ist. Dieser Begriff ist abzulehnen, weil es sich bei der Beratungsstelle nicht um eine gewerbliche Niederlassung im Sinne des § 21 ZPO handelt. Zudem trifft auch den Beratungsstellenleiter oder den Vorstand des Lohnsteuerhilfevereins insoweit keine Anwesenheitspflicht. Es handelt sich um eine Einrichtung, die dazu dient, nach außen in Erscheinung zu treten und eine Anlaufstelle für Mitglieder oder potenzielle Mitglieder zu sein.

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

9. Die Haftung der Lohnsteuerhilfevereine (§ 25 StBerG)

§ 25 Abs. 1 StBerG normiert, dass die Haftung des Vereins für das Verschulden seiner Organe und Angestellten bei der Hilfeleistung in Steuersachen nicht ausgeschlossen werden kann. Im Umkehrschluss ergibt sich aus dieser Bestimmung, dass Lohnsteuerhilfevereine wie jede andere natürliche oder juristische Person aufgrund der allgemeinen zivilrechtlichen Bestimmungen für Pflichtverletzungen oder unerlaubte Handlungen und den daraus entstehenden Schaden haften. In der Praxis ist dies insbesondere bedeutsam für die Haftung bei fehlerhafter steuerlicher Beratung. Die Tätigkeit des Vereins gegenüber seinen Mitgliedern ist „als vereinsrechtlich geprägter Geschäftsbesorgungsvertrag in der Form eines Dienstvertrages zu qualifizieren“ (vgl. Goez 2012, § 25, Rz. 2). Lohnsteuerhilfevereine sind im Rahmen ihrer Beratungsbefugnis wie ein Steuerberater verpflichtet, die Mitglieder umfassend zu beraten und sie über alle bedeutsamen steuerrechtlichen Angelegenheiten und deren Folgen zu unterrichten. Dazu gehört auch die Beratung über die Möglichkeit der Einzel- oder Zusammenveranlagung sowie deren jeweilige Vor- und Nachteile sowie finanzielle Auswirkungen. Dabei haben die Lohnsteuerhilfevereine auch die Pflicht, die Mitglieder möglichst vor Schaden zu bewahren. Sie haben deshalb den sichersten Weg zum erstrebten steuerlichen Ziel aufzuzeigen und sachgerechte Vorschläge zur Verwirklichung zu unterbreiten. Umgekehrt trifft die Mitglieder des Vereins die Pflicht, den zuständigen Beratungsstellenleiter des Lohnsteuerhilfevereins über alle relevanten Umstände vollständig und wahrheitsgemäß zu unterrichten. Liegen dem steuerlichen Berater keine wesentlichen Informationen über steuererhebliche Tatsachen vor, so muss er auf entsprechenden Anlass hin sachverhaltsaufklärend und –ermittelnd tätig werden. Weiter trifft den Lohnsteuerhilfeverein auch die Pflicht, die pünktliche Abgabe der Steuererklärung mit Rat und Tat zu fördern. Bei schuldhafter Verletzung dieser Pflicht kann eine Haftung des Vereins nach § 280 BGB auf Schadensersatz begründet sein (vgl. Schmucker, § 25 StBerG, Rz. 4).

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

13. Ausblick

Das auf Arbeitnehmer ausgerichtete Tätigkeitsfeld der Lohnsteuerhilfevereine ist in den vergangenen 50 Jahren seit Gründung der ersten Vereine nicht kleiner geworden. Die gegenwärtig rund 800 Lohnsteuerhilfevereine mit bundesweit etwa 13.000 Beratungsstellen erstellen mehr als 10 Prozent aller abgegebenen Einkommensteuererklärungen (vgl. Infas 2011). Neben den aktiv erwerbstätigen Arbeitnehmern werden Unterhaltsempfänger sowie zunehmend Rentner und Pensionäre mit verschiedenen Altersbezügen steuerlich beraten. Auch für die Zukunft ist auf dem spezifischen Tätigkeitsfeld der Lohnsteuerhilfevereine entsprechender Beratungsbedarf zu erwarten.

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

2. Die Beratungsbefugnis der Lohnsteuerhilfevereine (§ 4 Nr. 11 StBerG)

Hilfeleistung in Steuersachen als ausschließliche satzungsmäßige Aufgabe der Lohnsteuerhilfevereine (§ 14 Abs. 1 Nr. 1 StBerG) ist Steuerberatung. Geschäftsmäßige Hilfeleistung in Steuersachen unterliegt in Deutschland seit dem „Gesetz zur Verhütung von Missbräuchen auf dem Gebiete der Rechtsberatung“ vom 13.12.1935 der gesetzlichen oder gesonderter behördlicher Erlaubnis (vgl. Peter und Charlier 1994, Einführung, Rz. 6). Das Gesetz beseitigte die frühere Gewerbefreiheit für das Gebiet der Rechtsbesorgung, die nachfolgend in der Bundesrepublik nicht wieder eingeführt wurde.

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

1. Einführung

Die Entstehung der Lohnsteuerhilfevereine kann als eine Reaktion der Arbeitnehmer auf das immer komplizierter werdende Steuerrecht angesehen werden. Anfang der 60-iger Jahre des vergangenen Jahrhunderts schlossen sich Arbeitnehmer zu Selbsthilfeorganisationen zusammen, um sich bei der Erstellung der Steuererklärung bzw. bei dem Antrag auf den sogenannten Lohnsteuerjahresausgleich zu unterstützen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ein Steuerpflichtiger, der sich nicht mit der komplexen Materie des Steuerrechts auseinandersetzen wollte, nur die Möglichkeit, einen Rechtsanwalt, einen Steuerberater oder einen Steuerbevollmächtigten mit der Hilfeleistung in Steuersachen zu beauftragen. Diese Berufsstände hatten jedoch zu dieser Zeit ein relativ geringes Interesse daran, die – wenig lukrativen – Steuerberatungsmandate einfacher Arbeitnehmer zu übernehmen. Umgekehrt hatten auch die Arbeitnehmer eine gewisse Scheu vor der Inanspruchnahme eines steuerlichen Beraters, da dies regelmäßig mit verhältnismäßig hohen Kosten verbunden war (vgl. Grabowitz 1983, S. 61).

Axel Schmucker, Uwe Rauhöft

Digitaler Feudalismus

Die Freiheit sei in Gefahr, heißt es. Das Internet, so wie wir es kennen, stehe vor dem Ende und drohe kaputtzugehen. Dabei ist das Internet längst kaputt.

Matthias Hornschuh

Kapitel 3. Strategisches Marketing von Sport und durch Sport

Generell kann unter dem strategischen Marketing die Summe aller Entscheidungen verstanden werden, die die Ausrichtung und den Erfolg einer Organisation langfristig beeinflussen. Grundlage dieser Entscheidungen sollten die Ergebnisse einer angemessenen Analyse des Status quo sein, für die sich verschiedene Tools wie die PEST-Analyse oder das Modell der Marktkräfte nach Porter eignen. Bei der Auswahl der Tools ist zu beachten, dass diese teilweise nur die externe Perspektive einnehmen (wie bspw. bei der PEST-Analyse). Die Analyse sollte aber zudem auch die organisationsinterne Perspektive berücksichtigen. Auf Basis dieser Auswertungen können strategische Marketingentscheidungen bspw. mit Hilfe der Ansoff-Matrix strukturiert werden. Der vorliegende Beitrag stellt die hier genannten Ansätze in kurzer Form vor und illustriert diese anhand von Beispielen aus verschiedenen Bereichen des Sportbusiness.

Markus Breuer

Kapitel 5. Ergebnisse

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse der vorliegenden Studie vorgestellt. Die Reihenfolge der Präsentation orientiert sich an der Struktur der Forschungsfragen aus 3. Untersuchungsgegenstand Prozessmodell. Weiterhin wird die in Abschnitt 2.3.2 Umgang mit Herausforderungen eingeführte Strukturierung aufgegriffen, welche sich, wie in Abbildung 6 dargestellt, in eine Betrachtung der Aktionen & Reaktionen sowie der Ressourcen differenzieren lässt.

Alexander Goebel

5. Verjährungsfragen

Die Selbstanzeigenberatung setzt profunde Kenntnisse des steuerlichen und strafrechtlichen Verjährungsrechts voraus.

Thomas Wenzler, Markus Rübenstahl

2. Die Selbstanzeige bei Steuerhinterziehung, § 371 AO

Die Selbstanzeige nach § 371 AO ist nur bei Steuerhinterziehung nach § 370 AO möglich, nicht aber bei den Delikten nach §§ 372, 373 oder 374 AO oder bei Begünstigung des Steuerhinterziehers nach §§ 369 AO, 257 StGB. Das ergibt sich aus dem Wortlaut der Vorschrift einerseits und der Überschrift der Vorschrift andererseits. Erfasst ist aber nicht nur die vollendete, sondern auch die versuchte Steuerhinterziehung, da in § 371 AO nicht nur auf § 370 Abs. 1 AO Bezug genommen wird, sondern auch auf § 370 Abs. 2 AO. Bei alledem ist hervorzuheben, dass die Selbstanzeige nicht nur bei einer klassischen Steuerhinterziehung möglich ist, sondern eben auch bei der pflichtwidrigen Unterlassung der Verwendung von Steuerzeichen und Steuerstemplern, § 370 Abs. 1 Nr. 3 AO und der ausländischer Eingangs- und Ausgangsabgaben sowie Verbrauchs- und Umsatzsteuern gemäß § 370 Abs. 6 AO.

Thomas Wenzler, Markus Rübenstahl

P

Parität heißt „Gleichheit“.Wenn ein Euro ein US-Dollar kostet (1 € = 1 $), haben die beiden Währungen Parität, der Wert der beiden Währungen ist gleich.

Wolfram Klitzsch

D

Hier werden die einfachen Zinsen eines Darlehens bei verschiedenen Darlehenslaufzeiten berechnet (ohne Zinseszinsen) und ohne Tilgung.

Wolfram Klitzsch

H

„Handel bringt Wohlstand“ ist eine uralte Weisheit. Kleine Siedlungen, die an Kreuzpunkten wichtiger Handelswege liegen, haben sich oft zu bedeutenden Handelsstädten entwickelt. Häfen an großen Flüssen oder am offenen Meer hatten oft noch bessere Chancen und haben sie wahrgenommen.

Wolfram Klitzsch

Entbürokratisierung und bessere Rechtsetzung

Entbürokratisierung und bessere Rechtsetzung sind Dauerthemen der Verwaltungsreform, die in Deutschland aufgrund der legalistischen Verwaltungskultur häufig miteinander verknüpft werden. In dem Beitrag wird erklärt, wie die beiden Begriffe voneinander abzugrenzen sind und in welchen Bereichen sie sich überschneiden. Anhand ausgewählter Instrumente der beiden Reformthemen wird nicht nur deren praktische Relevanz dargestellt, sondern auch der Umsetzungsstand kritisch beleuchtet. Für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen zur Entbürokratisierung und zur besseren Rechtsetzung ist insbesondere die angemessene organisatorische Institutionalisierung dieser Querschnittsthemen relevant.

Bastian Jantz, Sylvia Veit
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