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Über dieses Buch

Basierend auf einer empirischen Studie unter Projektträgern und Bundesministerien zeigt Mathias Hennemann alternative Lösungsansätze für das Management und die Steuerung von Zuwendungen für Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf. Dabei betrachtet er die speziellen Anforderungen der Fördermittelverwaltung an die Wahrung von Effizienz und Effektivität ebenso wie die haushaltsrechtlichen Rahmenbedingungen. Ein zusätzlicher Fokus wird im Sinne des New Public Managements auf die Integration privatwirtschaftlicher Steuerungsinstrumente in das Verwaltungshandeln gelegt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Forschung und Entwicklung (F&E) stellen für ein wissensbasiertes Land wie Deutschland wichtige wirtschaftliche Einflussfaktoren dar. Gerade im internationalen Vergleich gilt die Produktion von neuem Wissen als bedeutender Motor zur Erhaltung und Steigerung des Wirtschaftswachstums und somit der allgemeinen staatlichen Wohlfahrt. Deutschland als weit entwickelte Volkswirtschaft ist auf diese Wissensgenerierung besonders angewiesen: die Beherrschung von Schlüsseltechnologien und die Möglichkeit hieraus Innovationsprämien zu generieren, gelten als essentielle Voraussetzung zur Kompensation von Kostennachteilen bei anderen Produktionsfaktoren. Allerdings gelten gerade diese Schlüsseltechnologien aufgrund großer technischer Ungewissheit, hohem finanziellen Ressourcenbedarfs und der ausgeprägten wissenschaftlichen Neuartigkeit als risikoreich. Zur Adressierung dieser inhärenten Risiken und aufgrund der wirtschaftlichen Bedeutung werden aktuelle Schlüsseltechnologien durch die Politik fortwährend festgelegt und in Deutschland zum Zentrum staatlicher Förderung von F&E erkoren.

Mathias Hennemann

Kapitel 2. Bundesstaatliche Förderung von F&E-Projekten

Die wirtschaftliche Bedeutung der Förderung von F&E konnte bereits eingangs verdeutlicht werden. Für ein umfassendes Verständnis staatlicher F&E-Förderung erscheint es zudem sinnvoll eine wirtschaftspolitische Fundierung darzulegen. Innovationen als Ergebnis von F&E-Aktivitäten stellen nach Schumpeter (1912) eine zentrale Bestimmungsgröße der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen dar. Dies gilt jedoch nicht nur auf einzel- sondern auch auf gesamtwirtschaftlicher Ebene: F&E-Aktivitäten gelten als Basis für nationale Wettbewerbsfähigkeit und somit für volkswirtschaftliches Wachstum und gesellschaftlichen Wohlstand. F&E erhält hierbei durch Multiplikatoreffekte eine zentrale Bedeutung für wirtschaftliches und gesellschaftliches Wachstum sowie positive Konjunkturentwicklung. Daneben besitzt F&E im internationalen Wettbewerb von Volkswirtschaften insbesondere für Deutschland als weit entwickelte Volkswirtschaft einen hohen Stellenwert, denn „nur durch die Beherrschung von Schlüsseltechnologien und die daraus zu erzielenden ‚Innovationsprämien‘ können die Preisnachteile bei den Produktionsfaktoren kompensiert werden.“ Um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen, greift der Staat unterstützend in den Markt ein. Dies ist zumeist durch Marktversagen oder politische Motivation begründet.

Mathias Hennemann

Kapitel 3. F&E-Projekte als betriebswirtschaftliches Erkenntnisobjekt

Zur Definition betrieblicher F&E bestehen unterschiedliche Herangehensweisen. Einen simplen Ansatz zur Abgrenzung von F&E stellt die Definition von Brockhoff dar. Demnach sind F&E „eine Kombination von Produktionsfaktoren, die die Gewinnung neuen Wissens ermöglichen soll“. In den Vordergrund tritt hier die Generierung neuartiger Erkenntnisse, welche angestrebt wird, aber mitunter nicht garantiert werden kann. Die Definition kann jedoch auch um eine Komponente, nämlich die Anwendung des erzeugten Wissens, erweitert werden. Als Aspekt der F&E sieht bspw. die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) nicht nur neue Erkenntnisse, sondern auch „die Nutzung dieser Erkenntnisse, um neue Anwendungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Mathias Hennemann

Kapitel 4. Theoretische Fundierung des Forschungsvorhabens

Das folgende Kapitel dient der Fundierung und Einbettung des konkreten Forschungsvorhabens in bestehende theoretische Forschungsansätze. Hierzu soll zunächst ein adäquater theoretischer Bezugsrahmen durch Betrachtung der neuen Institutionenökonomie (NIÖ) aufgespannt werden (4.1.1). Dieser wird sodann durch spezifische Aspekte hinsichtlich der Validierung der Annahmen der Prinzipal-Agenten-Theorie (PAT) im Bereich der ÖBWL ergänzt (4.1.2). Als Synthese der Erkenntnisse aus der Aufarbeitung der Literatur und der bisherigen praktischen Erkenntnisse zur Steuerung öffentlich geförderter F&E-Projekte sowie der untersuchungsrelevanten Aspekte des theoretischen Bezugsrahmens sollen anschließend die Forschungsfragen hergeleitet und expliziert werden (4.2).

Mathias Hennemann

Kapitel 5. Methodisches Vorgehen

Im Bereich der Forschung zur Betriebs- oder Verwaltungswirtschaft besteht ein breiter Kanon unterschiedlicher Forschungsmethoden. Da es zu den zentralen Kriterien von Wissenschaftlichkeit gehört im Sinne einer intersubjektiven Nachvollziehbarkeit die Auswahl der zugrundeliegenden Forschungsmethode darzustellen, soll im Folgenden das methodische Vorgehen in den Methodenkanon eingeordnet und seine Eignung für die konkrete vorliegende Untersuchung begründet werden (5.1). Anschließend geht die Arbeit sowohl auf die Vorgehensweis zur Ziehung der Stichprobe und Erhebung des Datenmaterials als auch auf die hierbei beachteten Gütekriterien ein (5.2). Zuletzt werden ebenso die Gestaltung der Datenauswertung sowie die in diesem Schritt beachteten Gütekriterien transparent dargestellt (5.3).

Mathias Hennemann

Kapitel 6. Ergebnisse der empirischen Analyse

Die Ergebnisse der empirischen Analyse sind analog zu den Forschungsfragen strukturiert. Deshalb wird zunächst in Kapitel 6.1 auf die übergeordnete Aufgabenauslagerung an die Projektträger eingegangen, ehe sich Kapitel 6.2 dem Prozess der Projektsteuerung widmet. Innerhalb dieser beiden Kapitel sollen Handlungs- und Gestaltungsbedarfe ermittelt werden, welche sodann in Kapitel 6.3 in mögliche Handlungs- und Gestaltungsempfehlungen überführt werden.

Mathias Hennemann

Kapitel 7. Schlussbetrachtung

Im Rahmen der Schlussbetrachtung soll zunächst auf Limitationen der Arbeit eingegangen werden, ehe die Erreichung der eingangs geschilderten Ziele durch das Fazit zusammengefasst und expliziert wird. Hier soll auch auf den wissenschaftlichen und praktischen Beitrag der Arbeit eingegangen werden. Aus diesen Ausführungen soll sodann offener Forschungsbedarf im Sinne eines Ausblicks abgeleitet werden.

Mathias Hennemann

Backmatter

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