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Über dieses Buch

​Deutsche Gasversorgungsunternehmen sehen sich durch die Liberalisierung der Gaswirtschaft neuartigen, unternehmenskritischen Preisrisiken ausgesetzt. Aufgrund der deutlich komplexeren physischen Struktur von Gasmärkten können die mehrheitlich für die Finanzwirtschaft entwickelten Ansätze nur bedingt übernommen werden. Markus Niggemann entwickelt daher eine ablauf- und aufbauorganisatorische Gesamtkonzeption für das Preisrisikomanagement von mittelgroßen, deutschen Gasversorgern. Für jeden Prozessschritt werden die verschiedenen Anästze aus Sicht der Gasversorger bewertet und wo notwendig weiterentwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Einleitung

Unternehmen agieren unter Unsicherheit. Chancen zu nutzen und dabei auch Risiken einzugehen ist der Kern unternehmerischen Handelns überhaupt.

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Diese aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammende Auffassung trifft heute genauso zu wie damals.

Markus Niggemann

2. Grundlagen des Risikomanagements

Die wissenschaftliche Literatur verwendet keinen einheitlichen Risikobegriff.

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Es existieren sowohl verschiedene ursachen- als auch wirkungsbezogene Definitionen.

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Während sich die ursachenbezogenen Definitionen auf (interne) Entscheidungen oder (externe) Ereignisse beziehen, zielen die wirkungsbezogenen Definitionen auf die Folgen der Risiken für das Erfolgsziel.

Markus Niggemann

3. Gasmarkt Deutschland

Im Rahmen dieser Arbeit wird der Begriff „Gas“ synonym für das in der Natur vorkommende Erdgas und für auf Erdgasqualität aufbereitetes Biogas ver-wendet. Andere Naturgase (z. B. Grubengas, Klärgas) und hergestellte Gase (z. B. Raffineriegas, Kokereigas), welche einen Anteil von unter 10% am gesamten Gasaufkommen in Deutschland haben,

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werden in dieser Arbeit nicht betrachtet.

Markus Niggemann

4. Gashandel mittelgroßer deutscher Gasversorger

Wie in Abschnitt 3.1.2 dargestellt, wird im Rahmen dieser Arbeit Gashandel i. w. S. als Oberbegriff für Gasbeschaffung, Gashandel i. e. S. und Gasvertrieb de-finiert. Dem Gashandel i. e. S. als Drehscheibe zwischen Beschaffung und Ver-trieb kommt dabei die Aufgabe zu, Long- und Short-Positionen aus Beschaf-fung und Vertrieb auszugleichen und am Markt zu optimieren.

Markus Niggemann

5. Risiken für Gasversorgungsunternehmen

In der Literatur existieren sehr viele verschiedene Einteilungen von Risiken.

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Häufig werden Risiken nach Risikoursachen klassifiziert. Es gibt jedoch u. a. auch Einteilungen nach Risikowirkung

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oder Entstehungsort

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sowie Mischformen

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. Da letztlich jedoch unmittelbar oder mittelbar alle Risiken – wenngleich auch mit unterschiedlichen Zeitverläufen – auf das Unternehmensergebnis wirken, ist eine Einteilung nach Risikoursachen zweckmäßiger.

Markus Niggemann

6. Preisrisikomanagementkompetenz, Risikomanagementziele und Risikobereitschaft bei mittelgroßen deutschen Gasversorgern

Als mittelgroße Gasversorger werden im Rahmen dieser Arbeit Gasunterneh-men bezeichnet, deren Gasportfolio zwischen 3 und 20 TWh beträgt. In Deutschland existieren mehrere Dutzend solcher Unternehmen.

Markus Niggemann

7. Preisrisikomanagementprozess für mittelgroße deutsche Gasversorger

Wie in Abschnitt 2.2.3 ausgeführt, ist der Risikomanagementprozess die lau-fende, operative Prozessschleife der Steuerung und Kommunikation der Risi-ken und stellt damit den Kern des Risikomanagementsystems dar. Grundsätz-lich lautet die unternehmerische Fragestellung, ob die aus einem potenziellen Geschäft entstehenden zusätzlichen Risiken zu den erwarteten zusätzlichen Ergebnissen in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Markus Niggemann

8. Aufbauorganisation für das Preisrisikomanagement mittelgroßer Gasversorger in Deutschland

Aus den Risikomanagementzielen lassen sich zwei Kategorien von Regelungen für die Aufbauorganisation ableiten. Die erste Kategorie betrifft die Veranke-rung des Risikomanagementprozesses in der Aufbauorganisition, die zweite Kategorie enthält Vorschriften für die Organisation zur Verminderung von Risiken.

Markus Niggemann

9. Zusammenfassung und Ausblick

Spektakuläre Zusammenbrüche von deutschen Gasversorgern aufgrund von Marktpreisrisiken sind – anders als bei Stromhändlern – bisher noch nicht aufgetreten

Markus Niggemann

Backmatter

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