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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

1. Zur Bedeutung des Sprachgebrauchs im Journalistenberuf

Zusammenfassung
Eine Stilkunde für Journalisten soll der Berufspraxis dienen. Deshalb muß sie mehr sein als eine distanzierte Analyse des Sprachgebrauchs in den Medien. Alle praktische Vernunft hat das Ziel, begründete Antworten auf die Frage zu geben: Wie sollen wir handeln? In unserem Fall lautet die Frage: Wie sollen Journalistinnen und Journalisten in ihrem Beruf Sprache verwenden? Antworten darauf sind Empfehlungen, die Werturteile enthalten und einen Gestaltungsspielraum der handelnden Journalisten voraussetzen.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

2. Das Wort im journalistischen Text

Zusammenfassung
In den Wörtern unserer Sprache sind die Erfahrungen und Erkenntnisse unzähliger Generationen festgehalten. Die Wörter drücken die Interessen, Gefühle und Einstellungen der Menschen aus; sie lassen uns erkennen, was der Mensch erstrebt und was er ablehnt; sie machen uns deutlich, wie er seine Umwelt erlebt und wie er sie beurteilt.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

3. Wortverbindungen

Zusammenfassung
Zwischen dem Wort und dem Satz steht die Wortgruppe, auch Syntagma genannt, die syntaktische Verknüpfung mehrere Wörter, die kleiner ist als ein Satz: die Stadt an der Donau, das Buch dieses Autors, voller Sehnsucht, ein machtbesessener Mensch, Bunker und Baracken, eine Diskussion im Fernsehen, am Fließband arbeiten, kein Fleisch essen usw.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

4. Satzgestaltung

Zusammenfassung
Nachdem wir in den vorangegangenen Kapiteln wichtige semantische und stilistische Potenzen des Wortes und der Wortverbindung kennengelernt haben, wenden wir uns nun dem Satz zu. Wir werden uns dabei bewußt, daß das einzelne Wort oder die Wortgruppe erst im Satz, der kleinsten selbständigen Redeeinheit, Wirkungskraft entfalten. Vom Journalisten wird nicht nur verlangt, daß er seine Sätze nach den grammatischen Regeln baut und sie logisch verknüpft; von ihm wird auch erwartet, daß er mit Hilfe der syntaktischen Gestaltung seine Einstellung zu den vermittelten Tatsachen verdeutlicht, seine Emotionen ausdrückt, seinen Argumenten Nachdruck verleiht. Deshalb sollte er die syntaktischen Möglichkeiten unserer Sprache kennen.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

5. Der Text

Zusammenfassung
Ein Satz ist mehr als die Summe seiner Wörter — diese Essenz ergab sich bereits aus dem Syntax-Kapitel. Noch mehr betrifft dies den Text: Ein Text ist nicht bloß Summe sinnvoller, grammatisch korrekter Sätze oder Aussagen, die in ihm mitzuteilen sind. Dies gilt in besonderem Maße für den journalistischen Text, für eine verständliche Massenkommunikation.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

6. Die Redewiedergabe

Zusammenfassung
Unter Redewiedergabe verstehen wir die schriftliche oder mündliche wörtliche oder mittelbare Darstellung einer realen schriftlichen oder mündlichen, fremden oder eigenen Äußerung bzw. eines Textes. Der Begiff real ist dabei als Gegensatz zu fiktional (in der Kunst) zu verstehen.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

7. Journalistische Genres

Zusammenfassung
Metallurgen kennen die unterschiedlichsten Legierungen; dennoch weiß ein jeder, daß es reine Metalle gibt, deren Struktur man klar bestimmen muß, bevor man legiert.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

8. Die Überschrift (Der Titel)

Zusammenfassung
Täglich werden allein in deutschen Medien Abertausende journalistischer Haupt-, Ober-, Unter- und Zwischentitel geprägt. Es sind dies Abertausende Leistungen an Abstraktion unter Zeit-, Platz- und Kontextzwang. Dabei ist das Formulieren von Überschriften zu Beiträgen nicht einfach journalistische Routine wie das Verfassen eines Sachberichts, das auch einem begabten Laien gelingen kann; ein Titel darf, wie einst Lessing lapidar sagte, „kein Küchenzettel sein“. Bereits Lessings literarischer Vorgänger Hagedorn hatte in der Symbolfigur Phax Grundsätze der Gestaltung anakreontisch in die Verse gefaßt:
Phax ist nur klein und, was den Witz betrifft, Scharf, kurz und neu, im Beifall und im Zanken. An Worten karg, verschwenderisch in Gedanken: Der ganze Phax gleicht einer Überschrift.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

9. Anmerkungen zur Sprachpflege

Zusammenfassung
Erörterungen zur Sprachpflege und Sprachkultur im Journalismus sollten von der Erkenntnis getragen sein, daß die Medien den Sprachgebrauch von Millionen Menschen — im Positiven wie im Negativen — tagtäglich beeinflussen. Journalistischer Sprachgebrauch wird von der Mehrzahl der Rezipienten als verbindlich angesehen, zumindest was die literatursprachlichen (standardsprachlichen) Normen, insbesondere die grammatischen, anlangt, deren Festigung der Journalist fördern, deren ungerechtfertigte Verletzung er im Laufe der Zeit aber auch sanktionieren kann.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

10. Ethische und politische Aspekte des journalistischen Sprachgebrauchs

Zusammenfassung
Als Maßstäbe für die Stilbeurteilung dienten bisher, sieht man von den Überlegungen zur Sprachpflege ab, journalistische Qualitätskriterien wie Universalität, Aktualität und vor allem Verständlichkeit, die wir im ersten Kapitel aus der beruflichen Aufgabe, Öffentlichkeit herzustellen, abgeleitet haben. Neben dieser professionellen gibt es eine zweite, universelle Sphäre, aus der journalistische Stilkriterien gewonnen werden können: die für alle Menschen und Berufe gleichermaßen geltende Moral. Darunter ist die Gesamtheit der durch Werte begründeten Pflichten zu verstehen, die auf andere Menschen bezogenes Handeln regulieren. Die formalisierten Rechtsnormen stellen einen Teil dieser Gesamtheit dar; ein anderer, mit dem Recht sich überschneidender Teil ist das politische Ordnungsgefüge, das die Beziehungen zwischen den Individuen und der sozialen Gesamtheit regelt. Von der Moral zu unterscheiden ist die Ethik als wissenschaftliche Disziplin, die sich um die rationale Diskussion, Begründung und Systematisierung der moralischen Regeln kümmert.
Josef Kurz, Daniel Müller, Joachim Pötschke, Horst Pöttker

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