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Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Einleitung

Frontmatter

Stoffstromanalysen und Ökobilanzen im Dienste des Umweltschutzes

Zusammenfassung
In diesem Buch wird an vielen Stellen von Ökobilanzen, Lebenswegbilanzen, LCA, Stoffstromanalysen u.v.m. die Rede sein. Doch was genau verbirgt sich hinter diesen Begriffen? Inwieweit unterscheiden sie sich von anderen quantitativen Analysen im Umweltbereich? So wird z. B. das Wort Ökobilanz umgangssprachlich für eine Vielzahl von Untersuchungen verwendet. In der Fachwelt hat sich jedoch eine spezielle Bedeutung eingebürgert.
Mario Schmidt

Ergebnisse und Empfehlungen der Enquête-Kommission “Schutz des Menschen und der Umwelt” zum Stoffstrommanagement

Zusammenfassung
Vom Menschen bewegte Stoffströme haben qualitativ und quantitativ eine Dimension angenommen, die den globalen Stoffhaushalt insgesamt beeinflußt. Ozonloch, Treibhauseffekt oder saurer Regen sind populäre Beispiele für die Reichweite unserer Eingriffe in das natürliche System. Der bisherige, medial angelegte und reparierende Umweltschutz bietet keinen ausreichenden Lösungsansatz für die ökologische Misere. Inzwischen setzt sich die Erkenntnis durch, daß vielmehr eine systematische, lebenszyklusweite Betrachtung und Gestaltung der Stoffströme erforderlich ist: von der Bereitstellung über die Nutzung bis zur Abfallbehandlung.
Ellen Frings

Stoffstromanalysen

Frontmatter

Methodische Ansätze zur Erstellung von Stoffstromanalysen unter besonderer Berücksichtigung von Petri-Netzen

Zusammenfassung
Ein neues Leitbild wird propagiert: sustainable development. Auf dieses Leitbild, seine Hintergründe und seine Konsequenzen geht Ellen Frings in einem eigenen Beitrag ein. Sie zeigt: eine Stoffpolitik bzw. ein Stoffstrommanagement nimmt dabei eine zentrale Stellung ein. Im Bericht „Die Industriegesellschaft gestalten“, herausgegeben von der Enquête-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“ des deutschen Bundestages, heißt es: „Stoffpolitik umfaßt die Gesamtheit der Maßnahmen, mit denen Einfluß auf Art und Umfang der Stoffbereitstellung, der Stoffnutzung sowie der Abfallbehandlung und -lagerung genommen wird, um angesichts der Begrenztheit der Ressourcen und der eingeschränkten Belastbarkeit der Umweltmedien die stoffliche Basis der Wirtschaft langfristig zu sichern“ (Enquête-Kommission 1994, S. 33). Operationalisiert wird dies durch Maßnahmen im Rahmen des produktions- und produktintegrierten Umweltschutzes, der ökologisch orientierten Produktgestaltung, der Entwicklung von Stoffkreisläufen und kreislauffähiger Stoffe etc. Bei jeder Maßnahme bzw. bei jedem Maßnahmenkomplex ist zu fragen, welchen Beitrag er zu einer nachhaltigen Entwicklung leistet. In diesem Kontext kann das Stoffstrommanagement beschrieben werden als das Gestalten von Stoffströmen, wobei sich im Gestaltungsbegriff das Handeln mit dem vorausschauenden oder rückblickenden Abschätzen der Wirkungen zu einem evolutionären, zyklenhaften Prozeß verbindet.
Andreas Möller, Arno Rolf

Die Bilanzierungssoftware Umberto und mögliche Einsatzgebiete

Zusammenfassung
Die Wechselwirkungen eines Unternehmens mit der Umwelt bestehen im Kern aus den stofflichen und energetischen Strömen, die durch seine Aktivitäten ausgelöst werden. Wenn es gelingt, diese Ströme durch Stoffstromanalysen zu erfassen und auszuwerten, ist eine wesentliche Informationsgrundlage für das Umweltmanagement des Unternehmens geschaffen.
Andreas Häuslein, Jan Hedemann

Modellansatz und Algorithmus zur Berechnung von Ökobilanzen im Rahmen der Datenbank ECOINVENT

Zusammenfassung
Im Rahmen des schweizerischen Forschungsprojektes “Ökoinventare für Energiesysteme” wurde der Grundstein für eine zentrale, nationale Datenbank gelegt, welche kontinuierlich erweitert und auf aktuellem Stand gehalten werden soll. Insbesondere sollen die Ergebnisse der laufenden Forschungsprojekte im Ökoinventarbereich integriert und einem breiten Anwendungspublikum zur Verfügung gestellt werden.
Rolf Frischknecht, Petter Kolm

Die Modellierung von Stoffrekursionen in Ökobilanzen

Zusammenfassung
Spätestens seit Einführung des Begriffs der Kreislaufwirtschaft in der Umweltpolitik spielen Stoff- und Energierückführungen, etwa in der Gestalt eines Materialrecyclings, eine zentrale Rolle bei der Modellierung von Stoffströmen in Ökobilanzen. Diese Rückführungen werden auch Rekursionen oder Loops genannt, weil sie z. B. im Sinne eines Produktlebensweges von der Wiege bis zur Bahre das sequentielle Vorgehen bei der Berechnung eines solchen Lebensweges durchbrechen: Produkte, die am Ende einer Prozeßkette entstehen, fließen ganz oder teilweise wieder zum Beginn der Kette zurück.
Mario Schmidt

Produktökobilanzen

Frontmatter

Produktökobilanzen: Grundsätze und Vorgehensweisen

Zusammenfassung
Die wichtigste Eigenschaft von Ökobilanzen ist der ganzheitliche Ansatz, mit dem verschiedene Umweltbelastungen über die gesamte Lebenszeit eines Produktes und der damit verbundenen Dienstleistungen analysiert, dokumentiert und quantifiziert werden. Die Analyse des Lebenszyklus‵ eines Produktes umfaßt die Gewinnung und Herstellung einzelner Rohmaterialien, die Distribution, und den Gebrauch bis zur Entsorgung des Produktes. Daher spricht man bei Ökobilanzen oft auch von einer Produktbewertung „von der Wiege bis zur Bahre“.
Jürgen Giegrich, Mario Schmidt, Achim Schorb

Zurechnung von Stoff- und Energieströmen — Probleme und Möglichkeiten für Betriebe

Zusammenfassung
Betrieblicher Umweltschutz konzentrierte sich in der Vergangenheit zunächst darauf, die direkten Umweltbelastungen von Produktionsstätten zu kontrollieren und reduzieren. Dagegen ist die Kontrolle des Rohstoff- und Energieverbrauches der Produktion eines der klassischen Betätigungsfelder der technischen Produktionsplanung. Weil Rohstoff- und Energieverbrauch mit erheblichen indirekten Umweltbeeinträchtigungen verbunden sind, sind sie aber wesentliche Aspekte bei der ökologischen Bilanzierung von Produkten. Eine Produktökobilanz beansprucht nicht nur, den gesamten Lebensweg eines Produktes in seinen Umweltauswirkungen zu erfassen, sondern soll ermöglichen, den Lebensweg in seiner Ganzheit zu optimieren. Dies soll verhindern, daß Umweltbelastungen lediglich von den am Ende des Lebensweges stehenden Produktionsprozessen auf Vorprozesse oder Prozesse der Energierzeugung bzw. Entsorgung verlagert werden.
Ulrich Mampel

Umweltbetriebsbilanzen in Theorie und Praxis

Frontmatter

Die Umsetzung einer Umweltbetriebsbilanz am Beispiel der Fa. Mohndruck

Zusammenfassung
Nicht erst seit der Verabschiedung der EG-Öko-Audit-Verordnung werden von einzelnen Firmen betriebsbezogene Ökobilanzen als fester Bestandteil der Unternehmenspolitik betrachtet; sie sind aber im Vergleich zu Produktökobilanzen auch heute noch eher selten anzutreffen. Als Vorreiter auf diesem Gebiet sind in der Nahrungsmittelbranche die Firmen Bad Brückenauer Mineralquellen, Neumarkter Lammsbräu oder die Backwarenfabrik Hofpfisterei zu nennen. Und im Non-Food-Bereich veröffentlichen seit mehreren Jahren zum Beispiel die Unternehmensgruppe Kuhnert oder die Swissair ihre Umweltbetriebsbilanzen.
Achim Schorb

Die Ziele einer Umweltbetriebsbilanz aus unternehmerischer Sicht und ihre Rolle innerhalb der Unternehmenspolitik

Zusammenfassung
Wenn über die Zielsetzung einer Umweltbetriebsbilanz diskutiert wird, müssen zunächst die für ein Unternehmen geltenden Grundsätze, Leitlinien usw. definiert werden.
Michael Jacobi

Zum Nutzen betrieblicher Ökobilanzierung. Ansätze und Erfahrungen aus der Schweiz

Zusammenfassung
Die Geschichte der betrieblichen Ökobilanzierung beginnt in der Schweiz. Bereits Ende der siebziger Jahre präsentierte Ruedi Müller-Wenk am Beispiel der Pocco Konservenfabrik mit der „ökologischen Buchhaltung“ den grundlegenden Ansatz. Es kann daher nicht überraschen, daß heute eine Vielzahl schweizerischer Unternehmen zum Kreis der Ökobilanzierenden gehört. Neben den bekannten Beispielen großer Unternehmen (Schweizerischer Bankverein, Migros, Swissair), sind es vor allem mittelständische Unternehmen verschiedener Branchen, die seit mehreren Jahren mehrheitlich eigeninitiativ und wenig öffentlichkeitswirksam die betriebliche Ökobilanzierung zur kontinuierlichen Verbesserung ihrer Umweltschutzleistungen einsetzen. Will man der Frage nachgehen, welchen Beitrag Unternehmensökobilanzen im Umweltmanagement leisten, so bietet sich hier ein reicher Erfahrungsschatz der praktischen Anwendung. Einen originären Beitrag zur Ökobilanzdiskussion leisten die schweizerischen Anwendungserfahrungen beim Aspekt der entscheidungsorientierten Aufbereitung der erfaßten Informationen, der sogenannten ökologischen Bewertung. Schweizerische Unternehmen verwenden mehrheitlich formale Bewertungmodelle, um den Nutzen der betrieblichen Ökobilanzierung als Datenlieferantin für das ökologische Controlling optimal auszuschöpfen. Dieses Vorgehen wird vielfach grundsätzlich — und zu Recht — als unwissenschaftlich kritisiert. Wer jedoch die Notwendigkeit der entscheidungsorientierten Aufbereitung der Ergebnisse betrieblicher Ökobilanzierung anerkennt, wird den Anspruch der rein naturwissenschaftlichen Betrachtung zugunsten einer wie auch immer gearteten Bewertung aufgeben mussen.
Susanne Kytzia, Claude Siegenthaler

Betriebliche und überbetriebliche Umweltinformationssysteme als informationstechnische Infrastruktur für das Stoffstrommanagement

Zusammenfassung
Betriebliche Umweltinformationssysteme (BUIS) dienen zur informationstechnischen Unterstützung des betrieblichen Umweltschutzes. Die wenigen Systeme, die bereits praktisch eingesetzt werden, zeigen ein sehr heterogenes Bild: Ihre Aufgabenbereiche variieren von der Erfüllung gesetzlicher Dokumentationspflichten (z.B. automatische Erstellung von Entsorgungsnachweisen) über die Berechnung von Betriebs- und Produktökobilanzen bis hin zu einer umweltorientierten Produktionsplanung und -steuerung.
Lorenz M. Hilty

Ansätze zur Durchführung von Öko-Audits

Frontmatter

Die Umsetzung der EG-Öko-Audit-Verordnung in Deutschland

Zusammenfassung
Die EG „Öko-Audit-Verordnung“ war eine „schwierige Geburt“. Bis es zur politischen Einigung im März 1993 kam, wurde zum Teil leidenschaftlich über das „Für“ und „Wider“ gestritten. Ursprünglich sah die EG-Kommission eine „Richtlinie des Rates über Umweltaudits für bestimmte industrielle Tätigkeiten“ vor. Doch aus der zunächst beabsichtigten Pflicht zu Umweltaudits für bestimmte Industriezweige wurde eine freiwillige Teilnahme. Diese Freiwilligkeit ist erst nach wiederholtem Protest, auch der deutschen Wirtschaft, geschaffen worden.
Reinhard Peglau

Umweltmanagementsysteme und Öko-Audit — Eine Betrachtung aus Managementsicht

Zusammenfassung
Die Situation der Unternehmen ist in den letzten Jahren stets komplizierter geworden. Es ist eine Binsenweisheit, daß die althergebrachten Vorstellungen von Unternehmenssteuerung zwischen den drei Ecksteinen Liquidität, Kapitalerhaltung und Rentabilität für eine moderne Unternehmensführung nicht mehr ausreicht.
Joachim Karnath

Ökobilanzen im Öko-Audit — ein unvermeidliches Hilfsmittel

Zusammenfassung
Die EG-Verordnung „über die freiwillige Beteiligung gewerblicher Unternehmen an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfimg“1 wird allgemein als ein wichtiger Impulse für den Umweltschutz in Unternehmen angesehen. Ziel der Verordnung ist „die kontinuierliche Verbesserung des betrieblichen Umweltschutzes“ (Art. 1, Abs. 2), und zur Erreichung dieser Zielsetzung sollen die Unternehmen betriebliche Umweltmanagementstrukturen einrichten.
Florian Heinstein, Mario Schmidt, Udo Meyer

Die nächste Stufe: Die Bewertung

Frontmatter

Die Bilanzbewertung in produktbezogenen Ökobilanzen

Zusammenfassung
Im Erfahrungsbereich menschlichen Handelns sind “Bewerten”, “Einschätzen” oder “Abwägen” alltägliche Vorgänge. Bewertung ist ein Schritt gleichzeitig rationalen wie emotionalen Handelns und damit eng mit dem Mensch als Wesen verbunden.
Jürgen Giegrich

Backmatter

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