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Über dieses Buch

Tatiana Belgorodski untersucht erstmals das Erzählen von Geschichten, das Storytelling, mit Blick auf die interne Unternehmenskommunikation. Sie zeigt auf, wie Geschichten wirken und von welchen Einflussfaktoren ihr Nutzen für die interne (Change-)Kommunikation abhängt. Vor dem Hintergrund kognitions- und sozialpsychologischer Erkenntnisse werden Risiken und Chancen von Storytelling diskutiert, Interviews mit Unternehmensvertretern gewähren einen Einblick in die Praxis des Geschichtenerzählens in einem globalen Pharmaunternehmen. Die Autorin liefert eine umfassende Darstellung und Bewertung unterschiedlicher Storytelling-Beispiele und entwickelt ein Modell zum Einsatz und Nutzen des Storytellings für Kommunikationsmanagerinnen und -manager sowie Führungskräfte.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Chapter 1. Einleitung

Zusammenfassung
Im Jahre 1936 beklagte der deutsche Philosoph und Literaturkritiker Walter Benjamin, dass die Kunst des Geschichtenerzählens aussterbe.
Tatiana Belgorodski

Chapter 2. Erzählungen und ihr Nutzen: Interdisziplinäre Perspektiven

Zusammenfassung
Die ersten Geschichten, die wir kennen, sind inzwischen mehrere tausend Jahre alt: die griechischen Mythen. Im Laufe der letzten Jahrhunderte fanden sie immer wieder Eingang in die Literatur, inspirierten Kunst, dienten als Grundlage für psychologische Theorien. Sie sind heute noch in vielen Kinderzimmern präsent und beweisen ihre Faszination immer wieder aufs Neue, auch indem sie als Grundlage für zahlreiche literarische Neu-Inszenierungen dienen, die sich von den klassischen Mythen oft nur durch kleine Details unterscheiden: So hat Percy Jackson, der Sohn von Poseidon im gleichnamigen zeitgenössischen Jugendbuch, natürlich ein iPhone.
Tatiana Belgorodski

Chapter 3. Organisations- und kommunikationstheoretische Standortbestimmung

Zusammenfassung
Wie viele andere soziologische Schlüsselbegriffe ist auch der Organisationsbegriff nicht eindeutig definiert. Je nach Forschungsinteresse wird Organisation als Tätigkeit (Organisieren als Handlung), Eigenschaft sozialer Gebilde (Organisiertheit als Struktur) oder Ergebnis des Organisierens (Organisation als soziales Gebilde) verstanden (vgl. Szyszka 2008, 309).
Tatiana Belgorodski

Chapter 4. Kognitions- und sozialpsychologische Fundierung des Nutzens von Geschichten

Zusammenfassung
Der Mensch wird in der Kognitionspsychologie als aktiver Informationsverarbeiter betrachtet, dessen Handlungen auf dem Zusammenwirken seines Wissens, seiner Einstellungen und Erfahrungen sowie der Verarbeitung äußerer Reize beruhen. Einstellungsbildung als Grundlage des Handelns und damit als „Zielscheibe“ der Unternehmenskommunikation, hängt wiederum von kognitiven Prozessen der Aufmerksamkeitssteuerung, Informationsverarbeitung und Einstellungsbildung, Motivation, Entscheidungsfindung und den Gedächtnisleistungen sowie von den damit verbundenen emotionalen und motivationalen Prozessen ab: „Handlungen werden vom Abbild der Realität, in der man sich jeweils bewegt, beeinflusst und das Abbild der Realität ist Produkt eines kognitiven Prozesses“ (Dörner/Stäudel 1990, 294). Dabei stellt Selektivität eine fundamentale anthropologische und neurologische Eigenschaft der Erkenntnisgewinnung und Informationsverarbeitung dar.
Tatiana Belgorodski

Chapter 5. Storytelling in der internen Kommunikation

Zusammenfassung
Mit den gesellschaftlichen Entwicklungen der Postmoderne – der Globalisierung, der Pluralisierung von Lebenslagen, der Heterogenisierung von Kulturen – wird der Wandel, so der oft wiederholte Glaubenssatz, zur einzigen Konstante unserer Zeit. Der amerikanische Psychologe Gelatt schrieb.
Tatiana Belgorodski

Chapter 6. Nutzen und Einsatz des Storytellings in der internen Unternehmenskommunikation: Eine Fallstudie am Beispiel der „Pharma“

Zusammenfassung
Bei der Suche nach einer richtigen empirischen Herangehensweise an die Forschungsfrage „Welchen Nutzen bringt Storytelling für die interne Kommunikation, und wie wird der Einsatz dieser Methode von Mitarbeitern beurteilt?“ kann der Weg unmöglich „am Ort des Geschehens“ – also an einem das Storytelling einsetzenden Unternehmen – vorbeiführen. Dies und die der Arbeit zugrundeliegenden theoretischen Positionen des (Re-)Konstruktivismus, des symbolischen Interaktionismus und der Phänomenologie sowie die daraus resultierenden Ansichten, dass zum einen jede Erkenntnis subjektgebunden ist, und dass zum anderen soziale Wirklichkeit nicht unabhängig von Zeit und Raum begriffen werden kann, erklären, warum die Art und Weise der „Felduntersuchung“ nur auf eine kontextbezogene, also qualitative Forschungsmethode fallen kann.
Tatiana Belgorodski

Chapter 7. Fazit, Forschungsdesiderata und Anregungen für die Praxis des Storytellings

Zusammenfassung
Zielsetzung meiner Arbeit war es, einen Beitrag zur Erklärung des Nutzens und des Einsatzes der Methode „Storytelling“ zu leisten. Das Untersuchungsinteresse wurde von der Frage geleitet, welchen Nutzen Storytelling für die interne Kommunikation bringt, und wie der Einsatz dieser Methode von Mitarbeitern eines das Storytelling-Verfahren einsetzenden Unternehmens beurteilt wird. Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Befunde noch einmal zusammen und zeigt Anknüpfungspunkte für die weitere Forschung und Praxis auf.
Tatiana Belgorodski

Backmatter

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