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Über dieses Buch

Das digitale Zeitalter und die mit ihm einhergehenden fundamentalen Veränderungen in technologischer, wirtschaftlicher und soziokultureller Hinsicht erfordern auf Unternehmensseite ein Neudenken von Strategie; ein agiles Strategieverständnis, das den Kunden in den Mittelpunkt des unternehmerischen Denkens und Handelns stellt und Strategieentwicklung als experimentellen Lernprozess interpretiert. Auf der Grundlage des Design Thinkings-Ansatzes und aktueller Entwicklungen im Strategischen Management wird im vorliegenden essential die Denke und Methodik des Strategie Designs skizziert und damit ein Vorschlag für ein ebensolches Strategieverständnis unterbreitet: Strategie darf nicht länger auf der Metaebene verharren, sondern muss gestalterisch eingreifen und Analyse, Kreativität und Umsetzung iterativ verbinden.

Inhaltsverzeichnis

Frontmatter

Kapitel 1. Einleitung

Zusammenfassung
Eine aktuelle Studie der Innovationsberatung Innosight zeigt, dass die durchschnittliche Verweildauer der im Standard & Poor’s 500 Index gelisteten Unternehmen von 36 Jahren 1980 auf inzwischen 24 Jahre zurückgegangen ist. Setzt sich diese Entwicklung in der prognostizierten Richtung und Geschwindigkeit fort, wird in den kommenden zehn Jahren rund die Hälfte der aktuell im Index vertretenen Firmen durch neue Unternehmen ersetzt sein. Diese teils drastische Verkürzung der Halbwertszeit etablierter Unternehmen ist untrennbar mit der in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts einsetzenden Digitalisierung verknüpft und belegt eindrücklich, was Eric Beinhocker (2006) in seinem Buch „The Origin of Wealth“ beschrieb: Die beiden zentralen Prämissen, auf denen konventionelle Ansätze des Strategischen Managements beruhen, nämlich die relativ zuverlässige Planbarkeit der Zukunft auf der einen und die nachhaltige Verteidigungsfähigkeit von strategischen Wettbewerbsvorteilen auf der anderen Seite, sind beide heutzutage nicht mehr gegeben.
Simon Walter

Kapitel 2. Kreative Zerstörung im digitalen Zeitalter

Zusammenfassung
Die Firma Kodak, die in der bereits erwähnten Erfolgsstudie von Peters und Waterman (1982) noch als exzellentes Unternehmen gefeiert wurde, musste Anfang 2012 Gläubigerschutz nach Kap. 11 des US-Insolvenzrechts anmelden. Nur wenige Tage später kaufte Facebook den damals noch relativ unbekannten Fotodienst Instagram für eine Milliarde US-Dollar. Diese beiden Ereignisse zeigen zwar lediglich anekdotisch aber dafür umso eindrucksvoller, wie die Digitalisierung Wettbewerbsgrenzen verschwimmen und ursprünglich äußerst erfolgreiche Geschäftsmodelle obsolet werden lässt.
Simon Walter

Kapitel 3. Was ist und wie entsteht Strategie?

Zusammenfassung
Konventionelle Ansätze des Strategischen Managements, die den Strategieprozess in einzelne Schritte und Teilstrategien unterteilen und die damit verbundenen Aufgaben auf unterschiedliche, relativ unabhängig voneinander agierende Abteilungen bzw. Silos innerhalb des Unternehmens verteilen, werden den in den vorgängigen Kapiteln formulierten Anforderungen an ein neues Strategieverständnis nicht gerecht. Einerseits mangelt es ihnen an Kollaboration und Agilität, andererseits gehen sie von einer Langfristigkeit und Planbarkeit aus, die angesichts der beschriebenen Dynamik illusorisch anmutet. Darüber hinaus erfordert das digitale Zeitalter auf Unternehmensseite Veränderungen, die in aller Regel über einzelne funktionale Bereiche wie Forschung und Entwicklung, Marketing oder Vertrieb hinausgehen und weitreichende Konsequenzen für eine Vielzahl von Abteilungen innerhalb eines Unternehmens mit sich bringen.
Simon Walter

Kapitel 4. Strategie Design

Zusammenfassung
Nimmt man den Experimental Turn und die unter seinem Dach postulierten Ansätze und Konzepte ernst, so stellt Strategie eine Art oder Ebene von Innovation dar. Von dem her bietet es sich an, Strategie als „knowledge-based innovation“ und Strategieentwicklung als Innovationsprozess im Sinne eines wissensbasierten Kreationsakts zu begreifen. Dieses veränderte Strategieverständnis führt unweigerlich zur Frage, inwieweit sich erprobte Konzepte und Methoden aus dem Innovationsmanagement auf den Prozess der Strategieentwicklung übertragen lassen.
Simon Walter

Kapitel 5. Strategy Studio

Zusammenfassung
Damit ein neues Strategieverständnis die in ihm liegenden Potenziale entfalten und sich in der unternehmerischen Praxis erfolgreich durchzusetzen kann, reicht die Beschreibung des Ansatzes und des damit verbundenen Vorgehens (noch) nicht aus. Neben der konzeptionellen und prozessualen Ebene bedarf es einer zweckmäßigen organisationalen Verortung der neuen Denke und Methodik – oder besser gesagt der damit einhergehenden Aufgaben. Dies gilt aufgrund der ganzheitlichen, partizipativen und simultanen Herangehensweise im Besonderen für das im vorherigen Kapitel ausgerollte Strategie Design.
Simon Walter

Kapitel 6. Charakteristika und Prinzipien

Zusammenfassung
Nachdem in den letzten beiden Kapiteln Denke, Methodik und strukturelle Verortung des Strategie Designs dargelegt wurden, bleibt zum Abschluss die Frage, wodurch genau sich dieser neue Zugang bzw. das ihm zugrunde liegende Strategieverständnis von herkömmlichen, eher traditionellen Strategieansätzen unterscheidet. Zur Beantwortung dieser Frage wird das Konzept des Strategie Designs in Abb. 6.1 klassischen Planungsstilen bzw. Strategieansätzen im Allgemeinen gegenübergestellt und von diesen anhand ausgewählter Dimensionen abgegrenzt.
Simon Walter

Backmatter

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