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Führungskräfte und Mitarbeiter in allen Branchen können von der Digitalisierung profitieren, wenn sie sich strategisch richtig darauf einstellen.


Traditionelle Geschäftsmodelle stehen oftmals im Widerspruch zur Digitalisierung. Unternehmen unterschätzen häufig die sozialen Folgen von Veränderungen. Daher müssen sie eine Balance schaffen aus Bewahren und Verändern.

In der Finanzbranche ist der Wandel der Arbeitswelt besonders augenfällig. "Überall entstehen Inkubatoren und digitale Labs, in vielen Banken finden Hackathons statt", sagt Thomas Ullrich, Vorstand und Arbeitsdirektor der DZ Bank, dem Zentralinstitut des genossenschaftlichen Finanzsektors. Die eigentliche Herausforderung sei allerdings nicht die technische Weiterentwicklung, sondern der Übergang zu einer neuen Unternehmenskultur. "Die Frage, wie wir künftig arbeiten werden, ist entscheidend für das Gelingen der digitalen Transformation“, erläutert Ullrich im Rahmen des Geno-Hackathons in Frankfurt am Main Anfang Juni 2017.

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Mitarbeiter werden häufig vergessen

"Unternehmen müssen bei der Digitalisierung die soziale Transformation mitdenken“, fordert Jutta Rump, Professorin für Personalmanagement und Leiterin des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) an der Hochschule Ludwigshafen. Ihrer Meinung nach unterschätzen Führungskräfte bei betrieblichen Innovationsprozessen häufig die Folgen für das Personal. Zum einen könne Digitalisierung auch negative Effekte auf Beschäftigung haben, speziell bei manuellen, repetitiven Tätigkeiten im mittleren Qualifikationssegment. Zum anderen werden sich laut Rump die Anforderungsprofile für viele Berufsfelder verändern. Einige Großbanken sollen sich darauf schon mit neuen Ausbildungsinhalten eingestellt haben. Doch solche Lösungen auf Einzelinstitutsebene reichten nicht aus. Von der Mikroebene, worunter die Arbeitsumgebung und Betriebsmittel fallen, über die mittlere Ebene mit Geschäftsmodellen, Unternehmens- und Führungskultur sowie dem Arbeitsschutz und der Qualifizierung, müssten auch die Folgen auf der Makroebene berücksichtigt werden. Dazu zählen unter anderen:

  • gesellschaftliche Werte,
  • Bildung,
  • Beschäftigungsentwicklung,
  • Familienpolitik,
  • Datenschutz und
  • rechtliche Rahmenbedingungen.

Als Vorreiter der Digitalisierung und dem damit verbundenen Wandel in der Arbeitswelt gilt Microsoft. Der US-amerikanische Software-Konzern setzt auf flexible Büromodelle mit einer selbstbestimmten und individuellen Gestaltung des Alltags. "Wir lösen das Konzept der Work-Life-Balance mit dem Work-Life-Flow ab“, erläutert Markus Köhler, Mitglied der Geschäftsleitung und Senior Director Human Resources von Microsoft. Denn Arbeitsplatzsouveränität wirke als Treiber von Innovation. "Nicht die Roboter vernichten Arbeitsplätze, sondern die Manager, die ihr Unternehmen nicht auf die digitale Transformation ausrichten“, warnt Köhler.

Allerdings entsprechen die meisten Büros in Deutschland weder den Anforderungen von Wissensarbeit und Flexibilisierung noch den Wünschen vieler Beschäftigter nach Individualisierung am Arbeitsplatz, erwidert Martin Klaffke, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin und Leiter des Hamburg Institute of Change Management, im Interview mit Springer Professional. Büromodernisierung sei zumeist auf die Effizienz von Gebäuden und Flächen beschränkt. Oder es werde Raumkosmetik mit Loungesesseln und einem Tischkicker betrieben. Dabei sollte die Gestaltung auch als Kommunikationsinstrument aufgefasst und in die Personalstrategie aufgenommen werden.

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